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Hamburger Flughafen gesperrt – 50 Verletzte

[1]Der Hamburger Flughafen ist am heute Mittag komplett gesperrt worden. Hunderte Reisende mussten bei eisigen Temperaturen vor dem Flughafen ausharren. In dem Bereich, in dem Fluggäste und Handgepäck kontrolliert werden, hätten zahlreiche Menschen über Augenbrennen und Reizhusten geklagt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bisher werde von rund 50 Verletzten ausgegangen. Wie der Tagesspiegel berichtet [2], sei ein „unbekannter Stoff“ vermutlich durch die Klimaanlage ausgetreten. Update: Mittlerweile 68 Verletzte – Ursache eine Pfefferspray-Kartusche.

(Von Michael Stürzenberger)

Das Hamburger Abendblatt meldet [3], dass Mitarbeiter an der Sicherheitskontrolle des Handgepäcks im Terminal 1 zunächst einen beißenden Geruch bemerkt hätten. „Ihnen tränten die Augen.“ Auf Fluganzeigen von Portalen wie flightradar24 [4] sei zu sehen gewesen, dass manche Maschinen Schleifen geflogen seien, um möglicherweise doch noch landen zu können. Andere hätten abgedreht und seien möglicherweise im Anflug auf Ausweichflughäfen. So sollte die Maschine aus Dubai (EK59) um kurz vor 13 Uhr landen, drehte aber kurz vor der Landung ab.

Aus dem Bericht der Bild Zeitung wird klar, wie ernst der Vorfall genommen wurde:

Die Zufahrten zum Flughafen wurden gesperrt, auch der S-Bahn-Verkehr zum Airport war unterbrochen. Von der Sperrung war auch der Präsident von Uruguay betroffen. Er saß in seinem Flieger auf dem Rollfeld fest.

Die Ursache laut Bild [5]:

Nach ersten Infos wurde in einem Mülleimer vor der Sicherheitsschleuse eine kleine Reizgas-Kartusche gefunden. Über die Klimaanlage wurde das Gas dann verteilt. Möglicherweise hat ein Fluggast die Kartusche dort entsorgt. Einen Anschlag schließt die Feuerwehr aus.

Bei der ARD kam um 14:10 Uhr die Mitteilung, dass der Flughafen wieder geöffnet sei. Der Spiegel meldet [6] mittlerweile 68 Verletzte. Über den Verursacher wird derzeit noch spekuliert:

Wie es in die Halle kam, sei noch nicht zweifelsfrei geklärt. Vermutlich habe ein „Spaßvogel“ das Gas versprüht, die Klimaanlage habe es dann verbreitet. Eine entsprechende Kartusche sei gefunden worden. Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag, sagte der Sprecher.

Es dürfte interessant sein, wer dieser „Spaßvogel“ war..

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