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Sieferles Vermächtnis

Es gibt in Deutschland nur wenige Professoren, die nicht linksgrün verblendet sind. Gerade in den Geisteswissenschaften herrscht eine rote Gesinnungsdiktatur, die freie Lehre und freie Forschung längst nicht mehr zulässt. Wenige Denker erlauben sich hier das Recht auf eine eigene Meinung, auf eine eigene Haltung, auf eine eigene Art und Weise, zu forschen und zu publizieren. Mit Rolf Peter Sieferle (Foto), Historiker und Politikwissenschaftler, hat sich nun einer der letzten freien Köpfe der deutschsprachigen Wissenschaft das Leben genommen. Man weiß nicht, ob die Politik den Ausschlag gab. Was man weiß: Sieferle hat zwei Bücher hinterlassen, die noch postum für gehörigen Wirbel sorgen werden. Sie sind sein Vermächtnis und ein Weckruf auch für die „akademischen“ Schichten Deutschlands.

Das erste Buch heißt „Finis Germania“, erscheint beim Verlag Antaios von Götz Kubitschek und ist eine Streitschrift, die in jede Jeanstasche passt. Es geht gleich fundiert und geistreich, aber wütend zur Sache. Sieferle sagt, der rotgrüne „Sozialdemokratismus“ erstrecke sich über das gesamte politische Spektrum. Differenzen aller Art will er niederstrecken. Alles soll „gleich“ sein, auch das, was nicht gleich ist. Aber das ist längst kein politisches Phänomen mehr, sondern ein tiefverwurzeltes kulturelles. Neid und Engstirnigkeit präge die deutsche Denkweise, der Mittelstand ist die Kuh, die von allen Seiten gemolken und ausgezehrt wird. Aber wir wollen nicht zu viel verraten…

Was der rotgrünen Ideologie hilft: Der Deutsche ist gefangen im Bann des „ewigen Nazis“. Aus der Kollektivschuld der Deutschen, so die Parteien von CDU bis LINKE, resultiere die Verantwortung, Buße zu tun. Medien und Politik deuten das so: Nehmt mehr Migranten auf! Entschuldigt euch für früher! Schweigt und duldet die wirtschaftsfeindliche Politik der schwarzen, grünen und roten Sozis! Damit das aber so durchgezogen werden kann, darf das Volk die Vergangenheitsbewältigung niemals vollenden. Es muss weiter und weiter gebüßt werden. Dafür sorgen die „Priester“, also die politischen und medialen Verstärker des Mainstreams. Sieferle hat Recht: Das erinnert wahrlich an eine Religion mit ihren Dogmen und Werturteilen.

Was steckt also drin in „Finis Germania“? Sieferle kritisiert: Wir werden regiert von verhaltensgestörten Sozialdemokraten mit unterschiedlichen Parteibüchern. Ein in alle Lebensbereiche eingreifender Antifaschismus wirkt als Staatsreligion und lähmt das „Hühner-Volk“ der Deutschen. Damit ist Deutschlands Weg vorgezeichnet. Es geht zurück in die vorstaatlichen Zustände, wo Stämme/Clans und Banden die Sicherheit der Menschen gefährden… Außer wir wachen auf und tun etwas dagegen.

Diesem Ansinnen dient Sieferles zweites Buch, das er der Nachwelt hinterlassen hat: „Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“ ist ganz anders aufgebaut. Während „Finis Germania“ eher Gedanken und Notate sind, die an Schärfe nichts zu wünschen übrig lassen, ist „Das Migrationsproblem“ das analytische Begleitbuch. Dort werden die Fakten ausführlicher dargebracht. Sieferle weist nach: Der Einbruch der Flüchtlingsgewalt, der Konflikte, des Terrors – also der Einbruch der Wirklichkeit! – sorgt nicht für ein Umlenken von Merkel und Co., sondern für neue bundesrepublikanische Wohlfahrtsideen und One-World-Propaganda. Banal gesagt: Wohlstand für alle, offene Grenzen für alle!

Dabei übersieht man, dass der Sozialstaat auf Solidarität und Vertrauen fußt. Ungeregelte Einwanderung gefährdet das. Der Sozialstaat läßt sich nicht ins Unendliche ausweiten. Was wir jetzt schon sehen, wird noch stärker zunehmen: Mehr Ausgaben für den Sozialstaat, Senkung des Leistungsniveaus durch „Flüchtlinge“, Abwanderung von Höherqualifizierten ins Ausland, Lahmlegung von Innovationen durch ideologische Bremsen, Steigerung der Kriminalität, Wachsen der Terrorgefahr usw. usf.

Sieferles letzte mahnende Worte: Ein islamisches Europa wird nicht in der Lage sein, die Aufgaben des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Wir müssen reagieren. Noch bleibt Hoffnung. Sieferle hatte zwar keine mehr, aber seine beiden – übrigens überaus preiswerten – letzten Bücher werden als geistiges Rüstzeug dazu beitragen, Deutschland und Europa zu retten. Gegenaufklärung jetzt!

Bestellinformationen:

» Rolf Peter Sieferle: „Finis Germania“ (8,50 €)
» Rolf Peter Sieferle: „Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“ (16 €)