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„Survival“ gestern und heute

Rüdiger Nehberg (Foto), dem durchaus das Verdienst zukommt, gegen weibliche Genitalverstümmelung erfolgreich aktiv geworden zu sein, wird auf seine alten Tage nun doch etwas albern. Leute, die Null Bock auf nichts haben, denen langweilig ist oder die arbeitslos sind, will er mit seinen Vorträgen animieren, doch mal was anderes auszuprobieren. So könnten sich die Arbeitslosen zum Beispiel ein Ticket nach Brasilien kaufen und dort bei den Yanomami-Indianern wilde Flüsse bezwingen und sich durch den Regenwald schlagen. Oder sie könnten durch Wüsten marschieren oder auch nur einfach mit „einem massiven Baumstamm“ den Atlantik überqueren.

Außerdem gibt Nehberg Auskunft zu seinem gesellschaftlichen Engagement und ist bei all seinen Bemühungen ganz Gentleman, jedenfalls sieht er sich selbst als solchen, wie das „Sonntagsjournal Bremerhaven“ (Seite 10) berichtet:

Dabei wolle er nicht „nach Politiker-Art, sondern in Sir-Vival-Manier“ vorgehen. Das bedeutet mit seinen Worten: unkonventionell, gegen den Strom, wider dem Zeitgeist, mit dem Islam als Partner und mit fast unglaublichem Erfolg.

Wer die Fehler im Text gefunden hat, darf Herrn Nehberg und seinen Fans weitere Herausforderungen vorschlagen:

Zum Beispiel kann er sich für das Überleben der Deutschen stark machen, so wie für die Yanomami-Indianer, die wenigstens ein kleines Reservat erhielten, wo Fremde sie in Ruhe lassen müsse, auch dank Nehberg. Er könnte zeigen, wie man überlebt, wenn man als Frau in Berlin eine Rolltreppe nach unten benutzen will oder auf einem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken möchte, oder, oder, oder …

Im Gegensatz zu Nehberg geben wir ihm und allen anderen „Survival-Interessierten“ unsere Anregungen hier komplett kostenlos.