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Video: Trump-Bashing bei Anne Will

Seit Wochen ergehen sich die deutsche Medien in unvergleichlichen Trotzkistenjournalismus, weil das amerikanische Volk sich nicht um deutsche Volksdompteure geschert und einen Präsidenten gewählt hat, der nun als schlimmster Albtraum der organisierten und bisher ohne nennenswerten Widerstand agierenden linken Meinungsdiktatoren seinen Platz in der Welt beansprucht. Das führt aber nicht etwa dazu, die eigenen Denkfehler zu reflektieren, sondern vielmehr zum regelrechten Festbeißen darin.

So schafft es die Anne Will-Redaktion auch heute wieder unter dem Titel „Die Trumpokratie – Eine Gefahr für die freie Welt?“ in ihrer Ankündigung zur Sendung um 21.45 Uhr in der ARD Ursache und Wirkung völlig denkbefreit umzukehren:

Einreiseverbot, wirtschaftliche Abschottung und Kampfansage an die Medien. Setzt der US-Präsident damit die Werte der freien Welt außer Kraft? Was hat Europa Trumps Politik entgegenzusetzen?“, heißt es da.

Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. Die linke Doktrin vom kunterbunten Multikultieinheitsbrei, in dem es nichts Schönerses gibt als die eigene Nation aufzulösen, alte Werte und bewährte Traditionen zu begraben, um selbst in der lauten Buntheit unterzugehen, steht plötzlich nicht nur in Frage, sondern da ist einer, der sagt, dagegen ankämpfen zu wollen.

Längst eingetütet geglaubte Ziele sollen plötzlich vom Weltreißbrett gewischt werden. Der große blonde weiße Mann, das Hassobjekt schlechthin, steht da wie eine fleischgewordene Provokation der Linken und kündigt eine Ab- und Umkehr an. Das schockiert, das fordert ganz nach Anne Will-Doktrin Maßnahmen. Horrorszenarien von einbrechender Weltwirtschaft, weil Trumpanhänger Inlandsprodukte kaufen, werden ebenso beschworen, wie völlig irrational ein Erstarken des IS, weil es Terroristen erschwert werden soll, in die USA einzureisen. Der Absurditäten scheinen keine Grenzen mehr gesetzt, wenn es darum geht, aus dem Kampf gegen Rechts einen medialen Krieg gegen Trump anzuzetteln.

Dementsprechend natürlich auch heute die „ausgeglichene“ Gästeliste. Vier bunte Kämpfer für die Apokalypse gegen Trump plus Moderatorin Anne Will – gegen eine Stimme der Vernunft und der Fakten:

Max Otte, Wirtschaftswissenschaftler, der in Trump keine Gefahr, sondern eine Chance sieht, wirtschaftlich und auch weltpolitisch. Als einer der wenigen Trump-Anhänger wird er zur Zeit als eine Art „seltsame Spezies“ in den Talkshows herumgereicht – zuletzt bei Markus Lanz.

Heiko Maas (SPD), Bundesjustizminister, der sich entblödete, den US-Präsidenten via Twitter zur Vorsicht zu mahnen und ihm drohte „Be careful, Mr. President“.

Alexander Graf Lambsdorff (FDP), Vizepräsident des Europäischen Parlaments, will Trump zwar überheblicher Weise eine Chance geben, ihm allerdings gleichzeitig die Welt (vornehmlich die der EU) erklären. Ganz der Papa!

Heinrich August Winkler, Historiker, sieht mit Donald Trump das Ende für Amerikas Führungsrolle gekommen.

Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“, sieht in Trump ihr größtes Feindbild, den weißen Mann. Tempel behauptet Trumps Wählerschaft bestünde in der Hauptsache aus älteren, weißen, ungebildeten Männern, deren Votum für Trump das letzte Aufbäumen des (weißen) kleinen Mannes sei.

Max Otte wird es wohl ebenso wie die Fakten ziemlich schwer haben, sich Gehör zu verschaffen. (lsg)

Video der Sendung:

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