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Der neue Lichtmesz: Die Hierarchie der Opfer

Merkel meinte ja gerade erst so vollmundig: „Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt!“ Einspruch, euer Ehren! Da gibt es sehr wohl noch Unterschiede, beispielsweise in der Berücksichtigung von Verbrechensopfern. Wem ist denn bitte noch der grausame Tod von Maria Ladenburger in Freiburg im Oktober letzten Jahres in Erinnerung? Es war schon damals unfassbar, wie locker-flockig Medien und Politik darüber hinweggegangen sind – man denke an die höhnische Verlautbarung der ARD, dass das Verbrechen ja „nur regionale“ Bedeutung habe und deshalb keine Meldung wert sei.

Schnell hat sich dann der Mantel des Schweigens endgültig über die vergewaltigte und ertränkte junge Frau gelegt, als im Dezember der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt passierte. Und selbst das scheint inzwischen wieder weitestgehend vergessen, wenn wir in diesen Tagen sehen, dass die Inhaftierung des linken Hetzers Deniz Yücel in der Türkei binnen kürzester Zeit für mehr öffentlichkeitswirksame Betroffenheit der deutschen Nomenklatura gesorgt hat als Freiburg und Berlin zusammen.

Da zeichnet sich ein klares Muster ab. Der Autor Martin Lichtmesz, aus dessen Feder schon die flammenden Streitschriften Die Verteidigung des Eigenen und Ich bin nicht Charlie stammen, hat sich jetzt dieser widerwärtigen Doppelmoral angenommen. Sein neues Werk heißt Die Hierarchie der Opfer, und wie der Titel erwarten lässt, wirft Lichtmesz ein grelles Licht auf eine völlig verfehlte und gegen jeden Zweifel durchgepeitschte Politik, in der deutsche Opfer, vor allem die zahllosen Mädchen und jungen Frauen, lässig als Kollateralschäden beiseite gewischt werden.

Die schonungslos offengelegten Tatsachen schmerzen umso mehr, wenn man im Kopf behält, was für ein riesiger Zirkus um jedes scheinbare Opfer „rechtsextremer“ Gewalt und jedes qualmende Flüchtlingsheim gemacht wird… und wie sofortige Stille eintritt, wenn sich herausstellt, dass wieder einmal „Flüchtlinge“ selbst die Verursacher des Notfalls waren. Es sind genau diese Unverschämtheiten von Politik und Medien, das eigene Volk mit verächtlichen Durchhalteparolen oder Einschüchterungen abzuspeisen, die in Äußerungen wie der oben zitierten von Angela Merkel gipfeln. Akif Pirincci hat in seiner unnachahmlichen Art darauf bereits die einzig richtige, bösartige Antwort gefunden.

Bestellhinweis:

» Martin Lichtmesz: Die Hierarchie der Opfer (Reihe kaplaken, Bd. 51), Schnellroda 2017. 96 Seiten, 8,50 Euro – hier bestellen!