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Wählen auf Türkisch

Vom 27. März bis 9. April sind Mitglieder der 5. Kolonne des osmanischen Reiches in ihrem neu eroberten Gebiet Deutschland aufgerufen, an der Wahl zum Verfassungsreferendum ihres Sultans Erdogan teilzunehmen. Im nordbayerischen Raum sind das rund 65.000 Türken, die im genannten Zeitraum von 9 bis 21 Uhr ihr Kreuzchen (!) machen sollen. Als Wahllokal wurde in Bayern u.a. die „Grüne Halle“ in Fürth vom türkischen Konsulat angemietet.

(Von spiderPig, PI-Nürnberg)

Soweit so gut, bzw. nicht so gut. Die Grüne Halle in Fürth liegt nämlich in einem dicht besiedelten Wohngebiet, in dem die Parkplatzsituation an sich schon prekär ist. Anwohner der in der Nähe befindlichen DITIB-Moschee (wird in der Presse auch als türkisch-islamischer Kulturverein benannt) können ein Lied davon singen, wie es ist, wenn bei mohammedanischen Festen in zweiter Reihe geparkt wird. Aber die Kreativität der Stadtverwaltung kennt keine Grenzen. So hat man die umliegenden Stellflächen kurzfristig in Kurzparkzonen umgewandelt. Aber so wie ich meine Landsleute kenne, nehmen sie das ohne zu murren hin. Die zwei Wochen hält man doch durch. Schließlich wollte doch auch die nahe gelegene freie Christengemeinde ihren Parkplatz zur Verfügung stellen.

Die Organisatoren schienen davon auszugehen, dass keiner der türkischen Wahlberechtigten Deutsch spricht. Der Wegweiser zum Parkplatz:

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Am Sonntag war nun Großkampf-Wahltag

Der Parkplatz an der Hans-Böckler-Schule war Anlaufstelle für die mit Bussen angereisten Türken. Das Wahlvolk konnte sich, mit vorher verteilten Wasserflaschen bewaffnet, zum Wahllokal aufmachen. Damit sie sich nicht verlaufen, wurden sie vorsorglich von einem türkischen „Führer“ mit Türken-Fahne dorthin gebracht. Nach der Wahl machte man sich dann wieder geschlossen auf den Rückweg (Bild oben).

Währenddessen wurde der Parkplatz von USK-Mitgliedern bewacht. Hier wird noch einmal richtig Wahlwerbung gemacht (im Hintergrund der Wasserflaschen-Transporter):

[2]

[3]Die Umgebung wurde vermehrt wieder mit „hayir“ („Nein“)-Schildern geschmückt.Der außerdem zu erkennende Aufkleber der als rechtsextrem eingestuften Partei „Der dritte Weg“ lässt allerdings vermuten, dass deutsche Nationalsozialisten für Erdogan und seine nationalistisch eingestellten Türken ein Faible haben. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie ein „Nein“ zu den Plänen Erdogans überkleben!

Ein paar Impressionen eines türkischen Wahlkampftages, bei dem anscheinend nichts dem Zufall überlassen wird:

Irgendwie konnte man an diesem Tag schon ahnen, wie der Wahlausgang aussehen wird.

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