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Vorläufiges amtl. Endergebnis: AfD 7,4% – Hannelore Kraft tritt von SPD-Ämtern zurück

Bei der Landtagswahl in NRW hat es ein “Wahl-Beben” gegeben: Die CDU geht gemäß dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 33 Prozent als deutlich stärkste Partei aus der Landtagswahl hervor, die rot-grüne Koalition ist abgewählt, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist von allen Ämtern zurückgetreten. Die AfD hat es mit 7,4 Prozent auf Anhieb geschafft, in den Landtag zu kommen und stellt künftig voraussichtlich 16 Abgeordnete. Nicht im Landtag vertreten sein wird dagegen die Linkspartei mit 4,9 Prozent der Stimmen.

Überraschung: Ex-SPD Mitglied Guido Reil (jetzt AfD) holte in seinem Wahlkreis Essen I sensationelle 19,06 Prozent der Stimmen:

PI-Umfrage vor der Wahl:

Welche AfD-Wahlplakate gefallen Ihnen besser?

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Hier die bisherigen AfD-Ergebnisse in den Wahlkreisen:

 




Klonovsky: Die Sonntage immer den Kühnsten!

Es ist nicht nur lästig, sondern auch unfein, sich zu wiederholen, so weit, so gewiss. Doch erstens hat mein großes schriftstellerisches (und menschliches!) Vorbild Herib. Prantl dank seiner Begabung zur Echolalie sowohl eine Professur als auch einen Ruf wie Donnerhall errungen, zweitens ist die Galerie gemütvoller Exorzisten in den deutschen Massenmedien in diesen Tagen um einen weiteren Gerechten („Zaddik“) bereichert worden – und wenn etwas genuin Deutsches in später Blüte steht, gehört es für alle Zeiten in den Bernstein dieses Diariums, so wie der Entomologe pflichtbewusst auch das trivialste Insekt für die interessierte Nachwelt in seine Schaukästen spießt.

Wolf Biermann hat einmal erzählt, wie er, damals noch nicht lange bzw. noch lange nicht im Westen angekommen, in irgendeiner Zeitung einen Artikel las, dessen Verfasser sich an ihm abarbeitete und ihm allerlei Schlimmes attestierte. Nach der Lektüre sei er bestürzt gewesen und er habe darauf gewartet, dass es an der Tür klingele. Ihm sei damals noch nicht aufgegangen, dass „im Westen“ eben jeder Journalist jeden – nein, jeden natürlich nicht, aber zumindest ihn, den Wolf Biermann – nach Belieben lobpreisen oder anpinkeln konnte, ohne dass ein SED-Politbüromitglied den Artikel in Auftrag gegeben hatte und die Stasi die Sache in die Hand nahm. Es lebe die freie Welt, mag sich der DDR-Dissident gedacht haben, als ihm die Funktionsweise ihrer Medienöffentlichkeit bewusst wurde.

Inzwischen ist alles ein bisschen anders geworden – und politisch motivierte mediale Hexenjagden, jenen Anfängen zu wehren, denen eben kein Zauber innewohnt, gab es natürlich auch schon in der guten alten Kohl-BRD. Heute kann ein Artikel den darin eines Gesinnungsdeliktes Überführten beruflich vernichten, und wenn er Pech hat, kommt zwar nicht die Stasi, aber immerhin die Antifa zu ihm nach Hause. Was wiederum die Bevölkerungssausschnüffelung betrifft, bei der heutzutage noch breitere zivilgesellschaftliche Bündnisse den Staatsorganen zur Hand gehen als in der DDR, so werden die alten MfS-Kämpen neidisch auf die elektronischen Möglichkeiten schauen, die ihren heutigen Kollegen zu Gebote stehen, während sie noch in mühevoller Alltagsarbeit Briefe öffnen mussten. Tempi gottlob passati. Ein Jungbauer aus Coswig bei Dresden etwa, dem sechs Schafe gestohlen und zum Teil direkt auf der Weide brutal geschlachtet – näherhin: geschächtet – wurden, hatte die Täter kulturunsensibel als „Drecksvolk“ geschmäht und dabei deren weitere Traumatisierung billigend in den Kauf genommen, aber „ein Internet-Ermittler der Polizei entdeckte den Facebook-Eintrag“ (Bild) und brachte den hetzerischen Hirten vor einen einstweilen noch deutschen Kadi. Und so lange Sie, liebe angeblich konservative Mitbürgerinnen und Mitbürger, weiter die Schlepper- und Spitzelparteien wählen, wird das so weitergehen. Aber ich schweife ab…

… und damit zurück zum Thema: Heute wachsen einem tendenzkonformen Journalisten beinahe wieder dieselben Möglichkeiten beziehungsweise Aufgaben zu wie einem Medienschaffenden in der DDR. Ein charakterfester, im Dienste der FAZ stehender Scyomant namens Jan Grossarth hat nun versucht, den Geist des Historikers Rolf-Peter Sieferle, der unlängst von eigener Hand aus dem Leben geschieden ist und sich damit seinen irdischen Richtern und ihren journalistischen Schöffen entzogen hatte, vor den Tätervolksgerichtshof zurückzubeschwören.

Die Tortura noctis erreichte die gebildete Öffentlichkeit unter der Überschrift: „Am Ende rechts Rolf Peter Sieferle war ein poetischer Freigeist und großer Wirtschaftshistoriker. Als die Flüchtlinge kamen, schrieb er giftige, rechtsradikale Bücher. Dann nahm er sich das Leben. Die Geschichte einer spätbürgerlichen Verbitterung“. Sie vollzog sich nach demselben langweiligen Muster, mit dem in Spiegel, Zeit, Süddeutscher, taz et al. Gesinnungsverbrecher angeprangert werden und wäre kaum der Rede wert, wenn nicht – wir sind ja in der DDR 2.0 – Amazon unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels Sieferles postum erschienenes Buch „Finis germania“ aus seinem Sortiment genommen hätte. Der hier bereits thematisierte schlaue Trick des Monopolisten aus dem Land of the free besteht darin, den Antiquariaten und Second-hand-Händlern den Vertrieb eines inkriminierten Buches weiterhin zu gestatten und so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Autor und Verlag können nicht mehr daran verdienen, aber niemand kann Amazon vorwerfen, man habe ein Opus aus politischen Gründen gänzlich aus dem Verkehr gezogen.

Nun ist dieses kleine Buch – ich las es gestern zum ersten Mal – allerdings von einer neiderregenden analytischen Brillanz und überdies, hier nimmt ja ein Mensch seinen Abschied, von göttlicher Rücksichtslosigkeit. Verteilte man den Geist des Verblichenen sozial gerecht auf die zehn merkelfrömmsten FAZ-Redakteure, ein Grossarth käme sich wie ein plötzlich Erleuchteter vor und strawanzte stolz durch die Redaktionsflure (nebenbei: Ich wäre mit einem solchen Anteil auch zufrieden). Der Bub ist Träger des Axel-Springer-Preises und des „Medienpreises Politik des Deutschen Bundestages“, und exakt so schreibt er. Da neuerdings auch linkes Publikum in meinem kleinen Ecklädchen vorstellig wird, bislang aber wohl wenig zu kaufen fand, will ich Grossarths Text als Lektion für künftigen Anwärter auf diese Preise empfehlen, denn auch die könnten eines Tages vor der seit 1933 in unserem Land virulenten Frage stehen: Wie denunziere ich als artgerecht gehaltener Medienschaffender einen himmelhoch überlegenen Kopf?

Nun, zunächst einmal, indem man die Kriterien „eher wahr“ vs. „eher falsch“ durch „korrekte Gesinnung“ vs. „böse Gesinnung“ ersetzt und sodann anhand des Lasterkatalogs durchbuchstabiert. Immerhin erspart das dem Leser, die Argumente des Begabten in einer Version wiedergekäut zu bekommen, der man eben anmerkt, dass sie zuvor einen etwas engeren Kopf passieren mussten.

Das klingt dann wie folgt:

Die politische und gesellschaftliche Entwicklung, mutmaßt Sieferle, ziele darauf, „daß eine kulturelle Formation, nämlich das indigene Volk, zugunsten anderer Volksgruppen auf seine spezifische Identität verzichten soll“. Es liest sich so, als gebe es ein Geheimprogramm einer ethnischen und kulturellen Auslöschung. Der „Auschwitz-Mythos“, wie Sieferle in toll-dreisten Anführungszeichen behauptet, verlange nach dem Verschwinden der Deutschen. Der „nationale Sozialismus“, spekuliert Sieferle, habe „vielleicht nur kontingenterweise“ – also nicht notwendig – zu „Ungeheuerlichkeiten“ geführt. Widerwärtig ist ihm die Demokratie: „Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen.“

Die Lektüre des Originals, wo auf wenigen Seiten ein atemberaubender Abriss der Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Westens skizziert wird, überführt den Pressbengel Zeile für Zeile der Denunziation (aber deshalb wurde das Original schließlich aus dem Amazon-Sortiment genommen). Helfen wir an dieser Stelle nach.

Ad 1: Zum „Auschwitz-Mythos“ schreibt Sieferle, er ruhe in Frieden:

Es gibt noch Mythen, und es gibt noch Tabus. Nacktheit und Sexualpraktiken aller Art gehören nicht dazu, ebensowenig die gute alte Blasphemie. Die christlichen Götter etwa dürfen beliebig gelästert werden, ohne daß dies die geringsten Konsequenzen hätte. Ein Tabu steht jedoch unverrückbar: Es ist der Antisemitismus. (…) Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden. Ein Mythos ist eine Wahrheit, die jenseits der Diskussion steht. Er braucht sich nicht zu rechtfertigen, im Gegenteil: Bereits die Spur des Zweifels, die in der Relativierung liegt, bedeutet einen ernsten Verstoß gegen das ihn schützende Tabu. Hat man nicht gar die „Auschwitzlüge“ als eine Art Gotteslästerung mit Strafe bedroht? Steht hinter dem Pochen auf die „Unvergleichlichkeit“ nicht die alte Furcht jeder offenbarten Wahrheit, daß sie verloren ist, sobald sie sich auf das aufklärerische Geschäft des historischen Vergleichs und der Rechtfertigung einläßt? „Auschwitz“ ist zum Inbegriff einer singulären und untilgbaren Schuld geworden.

Und an anderer Stelle:

„Auschwitz“ oder „die Nazis“ stehen innerhalb dieser ideologischen Figur für die totale Negation des „Menschen“, die einst historisch real geworden ist. Mit Hitler und seinen Komparsen sind der säkularisierte Teufel und das Personal der Hölle leibhaftig auf der Erde erschienen. Dieser Teufel hat eine singuläre Tat vollbracht, die Massenvernichtung der Juden, welcher die folgende Bedeutung zugeschrieben wird: Es handelte sich um nichts Geringeres als die praktische Negation des humanitären Universalismus. Hitler hat jedoch nicht etwa „den Menschen“ als solchen vernichtet, sondern das Gegenteil dieser Allgemeinheit, die „Juden“, d.h. eine Partikularität. Gerade dieser Versuch der Vernichtung einer (völkisch-rassischen) Besonderung im Namen einer anderen (völkisch-rassischen) Besonderung ist aber das extremste Dementi des humanitären Universalismus bzw. der Idee der Menschheit und ihrer unveräußerlichen Rechte. Mit dem Faschismus ist daher der Anti-Mensch aufgetreten, so daß der Anti-Faschismus zu einer Religion des Menschen werden kann, die ihre Symbole in ebendieser Negation des Menschen findet.

Dies erklärt den Eifer, mit dem jede „Historisierung“, „Relativierung“ und „Vergleichbarkeit“ von Auschwitz bekämpft werden soll. Wer „Auschwitz“ relativiert, relativiert die totale Unmenschlichkeit und somit die Integrität des Menschen. Damit würde aber das einzig Absolute, welches die moderne Gesellschaft, die von Relativismen und Perspektivismen aller Art zerfressen ist, besitzen könnte, ebenfalls relativiert. Die Festschreibung des Auschwitz-Mythos kann daher als Versuch verstanden werden, einer skeptischen Welt Gewißheiten zurückzugeben. (…) Es ist dies eine sensationelle Wende der europäischen Geistesgeschichte: Dreihundert Jahre Erkenntniskritik werden von einer historischen Offenbarung dementiert!

Ad 2: Was die „Kontingenz“ der Untaten des nationalen Sozialismus betrifft, muss man wissen, dass Sieferle sich zuvor mit dem zeitgenössischen Totemismus angeblicher historischer Kausalitäten und Gesetzmäßigkeiten beschäftigt. Der Narr in historicis ist ja leicht daran zu erkennen, dass er aus dem, was geschehen ist, herleiten zu können meint, dass es geschehen musste. Bei antideutschen Linken steht die Kausalitäts-Mythologie deshalb hoch im Kurs. Kontingenz ist die Klippe, an welcher der Marx’sche „historische Materialismus“ immer wieder Schiffbruch erleidet und wie der fliegende Holländer nicht erlöst werden kann – und ein Kernbegriff von Sieferles Analyse. Insofern ist der in böser Absicht zitierte Satz für ihn bloß eine erkenntnistheoretische Binse. Ein Beispiel:

Die wirklich entscheidenden Vorgänge der Wirklichkeit können nicht entschieden werden, sondern sie vollziehen sich autonom. Dies wird etwa im Zerfall der Familie deutlich, der kulturellen Differenzierung der Generationen. „Gewollt“ hat dies, von einigen Außenseitern abgesehen, niemand, und nirgendwo sind die Weichen dafür gestellt worden; noch weniger ist es möglich, diesen Vorgang rückgängig zu machen. Wir können bestenfalls versuchen, zu verstehen, was da geschehen ist. (…) Die Auflösung der Familie, deren Abschluß wir in diesem Jahrhundert erleben, schneidet das Individuum von seinen Ahnen, von der Geisterwelt, vom Absoluten ab. Es verbleibt ein Elementarteilchen in einem endlosen kalten und finsteren Raum. Älterwerden bedeutet dann, in eine Zone persönlichen Hoffnungsschwunds zu geraten; die Möglichkeiten blieben ungenutzt, die Gelegenheiten vertan. Man treibt in einen sich verengenden Korridor hinein, aus welchem es nur noch kontingente Auswege gibt.

Außer für, soviel verdient an dieser Stelle festgehalten zu werden, in die Jahre, aber nicht zu Verstand gekommene Denunzianten. Da hat Gevatter Grossarth aber noch ein bisschen Zeit.

Ad 3 sei der Vorwurf an Sieferle wiederholt: „Widerwärtig ist ihm die Demokratie: ‚Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen.'“

Im Original lautet der Passus, der dieser Aussage vorausgeht, so:

Der „Mensch“ im alten Sinn ist bereits verschwunden, und er hat die Räume mitgenommen, in denen er gelebt hatte und die auf seine individuell-familiären Dimensionen zugeschnitten waren. Die Leidenschaften etwa, die ihn einst bewegt hatten, sind in irrelevante Zonen der Privatheit oder der öffentlichen Unterhaltung abgesunken – in Teilsegmente der Wirklichkeit also, die fern von den Achsen des Geschehens liegen. War es etwa einmal möglich und sogar üblich, politische Vorgänge auch aus persönlichen Eigenschaften, aus Merkmalen, Vorlieben und Versäumnissen großer Individuen abzuleiten, so ist dies heute schlicht unplausibel geworden. Der letzte Heros dieser Art war der unzeitgemäße Bösewicht Adolf Hitler. Heute beißt niemand mehr in den Teppich. Die Politiker bilden nur noch den Scheitelkamm großer Wanderdünen, die von Elementarkräften bewegt werden.

Fragen?

Appendix: „Manche Behauptungen sind schon die Gegenwart betreffend haltlos“, weiß der FAZ-Autor. „Von Hunderttausenden Dschihadisten unter den Migranten von 2015 ist die Rede, davon, dass schon in fünf Jahren so viele junge Muslime im Land sein würden wie junge deutsche Männer. Dem Abebben der Migrationswelle, das er erlebte, widmet Sieferle keinen Satz.“

Die fragliche Passage im (bei Amazon noch normal erhältlichen) Buch „Das Migrationsproblem“ lautet:

Ist der Jubel über die Massenimmigration von Muslimen nach Deutschland die geheime Rache der Linken für den Zusammenbruch des Sozialismus? Islamisten und Linke haben ja ein gemeinsames Feindbild: Amerika, Israel, den „Westen“. Diese Feinde der Linken sollen den Kalten Krieg gewonnen haben? Da importiert man lieber Hunderttausende von Dschihadisten in der Hoffnung, daß diese dem verhaßten Westen den Garaus machen werden. Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen, den Imperialismus, den Neo-Liberalismus instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellscha schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen? Was sie dabei übersehen ist die Tatsache, daß die Dschihadisten stärker sein werden als sie selbst – so wie die „wahren“ Sozialisten und Anarchisten sich nach 1917 bald im Gulag wiederfanden, werden auch sie bald Bekanntschaft mit dem Säbel des Dschihad machen.

Wir sehen also, dass die hunderttausenden Dschihadisten als potentielle Kämpfer angesprochen werden, dass sich die Zahl auf den gesamten Westen beziehen, und wenn man in Rechnung stellt, dass allein in Deutschland dank Merkel nunmehr zwischen 5,5 und 6 Millionen Muslime leben und in Umfragen regelmäßig mindestens die Hälfte von ihnen die Gesetze der Scharia für verbindlicher erklärt als die des Landes, in das sie eingewandert sind, ist Sieferles Zahlenprognose völlig korrekt. Niedlich überdies die Behauptung, die Migrationswelle sei „abgeebbt“ – als ob man im drei Meter tiefen Wasser weniger gut ertränke als im acht Meter tiefen –, denn immer noch kommt jeden Monat eine Kleinstadt rechtswidrig ins Land, der Sommer und die Familienzusammenführung stehen bevor, die Bundeswehr betätigt sich als Schlepperhilfsorganisation, und die Alltagskriminalität explodiert allerorten (Ungläubige googeln bitte: „Messer“); wirklich „abgeebbt“ ist mithin nichts.

Einen gewissen Unterhaltungswert bescheren dem Artikel die namenlosen „Freunde“ des Verstorbenen, die der Autor zitiert, einen zum Beispiel mit den Worten, dass Sieferle vor allem sein letztes Buch niemals hätte schreiben dürfen, und sei es auch nur, weil besagter „Freund“ auf diesem Level keine drei Zeilen hinbekommt. Sela, Psalmenende.

Ich meine, diese Beispiele genügen. Wenn Mollusken mit entstellten Zitaten die Demokratie zu verteidigen vorgeben, steht es wahrscheinlich ziemlich schlecht um sie. Die „ganze eingespielte Maschinerie von Verdächtigung, Anschuldigung, Denunziation, Besserwisserei und Heuchelei“ (Sieferle) namens bundesdeutsche Öffentlichkeit mag einen Menschen von Geschmack leicht dazu verführen, dass er gleich das gesamte Land verachte und ihm jene Veränderung ins Nicht-mehr-Wiederzuerkennende durch die massenhafte Einwanderung viriler Analphabeten gönnt, die Sieferle in thukydides’scher Nüchternheit prophezeit hat, doch, geneigter Leser, bedenken Sie den deutschen Opportunismus und die deutsche Servilität; wenn sich die Lage ändert, ändern sich auch die Mehrheiten, und nur aus der Angst, es könne so schnell geschehen, dass am Ende noch autochthone Merheiten zustande kommen, erklärt sich die zunehmende Raserei der Konsensvollstrecker in Politik und Medien. Ihre Zeit läuft ab.

Ich bin am Ende meines sonntäglichen und leider nicht den Künsten gewidmeten Sermons, dessen eigentlicher Zweck im folgenden Link besteht: Hier nämlich können und sollten Sie das Opus postumum dieses großen Mannes erwerben.

Ich schließe mit einem letzten Zitat daraus:

Die Vollendung der Zivilisation ist das kulturelle Tierreich: das Reich der niedrigen Bedürfnisse und ihrer unmittelbaren Befriedigung. Hier stirbt keiner mehr für ein Ideal, sondern man bringt sich durch Raubüberfälle oder in Bandenkriegen um, in denen es um Rauschgiftreviere und Schutzgelderpressung geht. Der Naturzustand steht am Ende, nicht am Anfang der bürgerlichen Gesellschaft. Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer gegenseitig an den Kragen.

Und solange die Möglichkeit – in zunehmendem Maße sogar: die Wahrscheinlichkeit – besteht, dass dieses Schicksal auch gewissen schreibenden Würmern blüht, ist Gerechtigkeit. Ist Hoffnung. Ist Zärtlichkeit. Ist Nemesis.


(Im Original erschienen auf Michael Klonovskys „Acta Diurna“)




Boot-Invasoren rufen NGOs wie "Taxis" an

Wie von Martin Sellner in obigem Video beschrieben, berichtet auch die österreichische Kronen-Zeitung über die Zusammenarbeit der Schlepper mit den selbsternannten „Hilfs“organisationen:

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat auf Mobiltelefonen von in Italien angekommenen Flüchtlingen die Telefonnummer von Hilfsorganisationen gefunden, wie Frontex-Sprecherin Ewa Moncure in einem Interview erklärt. Warum und woher die Migranten die Nummer bekommen hätten, wisse Frontex nicht. Die EU-Grenzschutzbehörde führe aber keine Ermittlungen, sondern sammle nur Informationen und gebe diese an die italienischen Behörden weiter, betont die Sprecherin.

Berichte über eine angebliche Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und libyschen Schleppern haben in den vergangenen Wochen für Wirbel gesorgt. Ein italienischer Staatsanwalt leitete deshalb Ermittlungen ein. Kritiker werfen ihm aber vor, keine Beweise für die Vorwürfe zu haben. Frontex hatte die Hilfsorganisationen außerdem kritisiert, weil sie mit ihren Rettungseinsätze, die immer näher an der libyschen Küste stattfinden, den Schlepper das Geschäft erleichtern würden.

Wie PI bereits berichtete versuchten Aktivisten der Identitären Bewegung (IB) aus mehreren europäischen Ländern am Freitagabend im Hafen von Catania ein Schlepperschiff der Organisation „SOS-Mediterrane“ bei ihrer Umvolkungsarbeit zu behindern.

Die „Rettungsaktionen“ der EU-Schiffe und selbsternannten „Hilfs“-Organisationen vor der libyschen Küste sind nichts weiteres als ein eingerichteter Fährdienst Richtung Italien. Und dort wollen die „Ich-reise-um-die-halbe-Welt-durch-zig-sichere-Länder-zielgerichtet-in-das-Land-mit-dem-besten-Sozialsystem“-Flüchtlinge nicht bleiben. Dieser Filmbeitrag stammt aus dem norditalienischen Como, in dem „Flüchtlinge“ aus den Urlaubsländern Senegal und Gambia zu Wort kommen. Sie geben vor laufender Kamera offen zu, nur in Deutschland „Asyl“ beantragen zu wollen, weil sie dort 350 Euro bekommen.

Diese Invasion wird niemals enden. Bis zum Jahr 2100 wird sich die Bevölkerung Afrikas aufgrund einer völlig verantwortungslosen und selbstverschuldeten Bevölkerungsexplosion auf 4,4 Milliarden von heute an nahezu vervierfachen. Laut Umfragen möchten sich 38 Prozent der Afrikaner in Europa ansiedeln, sodass sich die Europäer auf über eine Milliarde neuer Mitbürger alleine aus Afrika freuen dürfen.

Europäer stellen weltweit schon jetzt eine ethnische Minderheit dar. Sie werden eher kurz- als langfristig auch zu Minderheiten in ihren eigenen Ländern und dann als Völker aus der Geschichte ausradiert. In diesem Zusammenhang verweisen wir wie stets auf den PI-Artikel „Was ist ein Völkermord gemäß UN-Defintion?“.




Der Bildersturm der Ursula von der Leyen

Es braucht keine herbei geschriebenen russischen Einmarschpläne oder andere fantastischen Schreckgespenste, um das ganze Elend einer kaputt gesparten und zur Witzfigur gemachten Bundeswehr aufzuzeigen. Eine Verteidigungsministerin des Kalibers der vor Ehrgeiz zerfressenen Ursula von der Leyen genügt vollkommen, um die letzten Reste Wehrfähigkeit zu pulverisieren.

(Von Nadine Hoffmann)

Moralisch wie materiell. Denn dieser Frau ist auf ihrem Weg zur Superursula nichts mehr heilig. Hat sie bisher die Truppe zur Umerziehungsmasse für genderfanatische Spielereien degradiert, setzt sie nun lächelnd die Abrissbirne an. In Rage darüber, dass ein Fall namens Franco A. (bisher nicht in Gänze aufgeklärt und mit unzähligen Fragezeichen versehen) unter ihrem Regiment geschehen konnte und ihr die Spiegelreflektion der Sauberfrau verdirbt, schlägt die Ministerin hemmungslos und mit den Zähnen fletschend auf die Truppe ein. Es folgt eine absurde Säuberungsaktion als inszenierte Ablenkung und rücksichtsloser Rachefeldzug zugleich. Flachbildschirme, KiTa-Ecken und Ausgehpumps wirken da wie die Ouvertüre eines Bühnenstücks, das Zerstörung zur politisch-korrekten Kunstform erklärt und mit tosendem Applaus rückgratentkernter Generäle versehen wird.

Verdient der Bundesjustizminister durch seinen Amoklauf gegen das Grundgesetz zurecht den Ruf des inkompetentesten Ministers auf diesem Posten seit Bestehen der Bundesrepublik, so hat Ministerin von der Leyen einer blutleckenden Bilderstürmerin gleich das Unvermögen eines Heiko Maas in den letzten Tagen links überholt. Da staunt selbst die mit 15000€ monatlich entlohnte Bundesempörungsbeauftragte Roth nicht schlecht und klatscht erfreut die Hände aufeinander. Überhaupt können die Grünen von der dolchartigen Dekonstruktion der Bundeswehr durch von der Leyen noch lernen, wo sie selbst doch eher grobmotorisch und ungeschickt der Marke Veggie-Days und Dieselverbot den Niedergang Deutschlands befördern.

Aber hier wütet nicht eine gescheiterte Theater- oder Theologiestudentin, die auf dem freien Arbeitsmarkt keine Chancen hätte, sondern eine hausgemachte und eiskalt bis ins Mark operierende Emporkommpolitikerin, die mit dem Eifer puritanischer Hexenjäger das ihr Anvertraute in Schutt und Asche legt. Es tobt eine Scheinriesin, die sich für unfehlbar hält. Dabei entblödet sich die Ministerin nicht einmal, Liedgut des 19. Jahrhunderts zu verbannen und die Fotografie eines honorierten Politikers zu tilgen. (Wobei Schmidts Stand ihr ohnehin suspekt gewesen sein muss.)

Singen, tönt Frau Fönfrisur, sei zudem unzeitgemäß. Eine Begründung, die die Massenmörder des Islamischen Staates und andere Diktaturen dieser aberwitzigen Weltgeschichte allzu laut begrüßen würden. Die haben schließlich auch ihre Probleme mit Lebensfreude.

Für die Rolle der Vorzeigemacherin mit der Option auf den Kanzlerthron nimmt von der Leyen schlechterdings den völligen Verlust der Funktionsfähigkeit der Bundeswehr in Kauf. Nicht schief liegende Fregatten, schießuntaugliche Gewehre oder sanierungsreife Kasernen sorgen die Ministerin. Nicht ihre Verantwortung als Kommandogewalt treibt sie um. Was die blindwütige Befehlshaberin erzürnen lässt, sind Korpsgeist und Gemeinschaftssinn, die sie dann durch raffinierte Stigmatisierung unter Zuhilfenahme der Causa Franco mit einem scharlachroten Buchstaben versieht. Schreibtisch-tatkräftig von etlichen Medien unterstützt. Nur ihr Narzissmus bewegt Frau Bundeswehr.

Respekt ist für von der Leyen etwas, das sie erwartet, während sie Moral und Material der Truppe in Flammen versenkt. Fürsorgepflicht für die Bundeswehr steht bloß auf dem Papier, Karrierestreben ist von der Leyens Motivation, zelebriert bis in die peinlichste Selbstdarstellung. Die Bundeswehr ist lediglich ein Sprungbrett. Und womit kommt man in Deutschland 2017 wohl schneller die Aufstiegsleiter hinauf als mit der Durchschlagskraft der politischen Korrektheit, als mit dem Krieg gegen das Bestehende, gegen Werte und Gewachsenes. Je höher der Kollateralschaden bei dieser von oben gegen die da unten geführten Schlacht dabei ist, desto größer wird das Treiben der selbsternannten Anständigen dann durch Posten und Pöstchen belohnt. Insofern ist Ursula von der Leyen dem Kanzleramtssessel jetzt ein Stückchen näher gekommen. Jedenfalls solange die Ära der Altparteien anhält. (Der Wähler hat’s in der Hand.)

Ob dieses schäbigen Verhaltens einer Spitzenpolitikerin möchte man sich abwenden, wenn man derlei Charakterlosigkeit nicht zu kommentieren gewohnt wäre. Wenngleich der Bildersturm der Bundeswehrministerin altpolitische Abgründe aufzeigt, wie sie nicht immer derart offen zu Tage treten und daher mit mehr als deutlichen Worten begleitet werden müssen.

Fest steht: Von der Bundeswehr geht keine Gefahr aus, von der zuständigen Ministerin dagegen schon. Von der Leyen hat sich auf allen Ebenen disqualifiziert. Wer sich wie sie mittels skrupellosem Ikonoklasmus auf dem Rücken der Truppe zur medienwirksamen Ikone der Politkorrektheit und zur Kanzleranwärterin aufschwingen will, gehört schnellstens aus allen Ämtern entlassen und von jeglicher politischen Verantwortung auf Lebenszeit entbunden.


(Im Original erschienen auf afd-thueringen.de / Karikatur: Götz Wiedenroth)




Video: AfD-Vortrag zum Thema Familiennachzug

Der Münchner AfD-Bundestags-Direktkandidat Wolfgang Wiehle hielt am 8. Mai einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „Familiennachzug“ und verwies auf die richtigen geplanten Maßnahmen des AfD-Wahlprogrammes. Ein Thema, das in den Medien angesichts der nahenden Bundestagswahl wenig bis gar nicht behandelt wird. Auch JF-Autor Michael Paulwitz kommentierte vor kurzem gewohnt faktenreich unter dem Titel: „Familiennachzug – vor dem nächsten Ansturm“.