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Die SPD hat ein Bildungsproblem

Dass die SPD mit Demokratie, Meinungsfreiheit und Bürgerrechten schlechthin Probleme hat und selbige lieber heute als morgen entweder selbst willkürlich verwalten, aushebeln oder gleich ganz abschaffen würde, ist bekannt. Nun wird gewahr, dass die Partei, oder zumindest einzelne Mitglieder, offenbar auch mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß stehen. Obige Werbeanzeige fand sich dieser Tage in der „Mülheimer Woche“. Darin wirbt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für mehr Bildung. Gute Idee, am besten fängt sie in der eigenen Partei an.  „7.200 Lehrer mehr seid 2010!“, ist da zu lesen. Richtig müsste es heißen: „7.200 Lehrer mehr seit 2010!“ Also, „seit“ nicht „seid“, das von „sein“ kommt und als zeitliche Bestimmung absolut fehl am Platz ist.

Ähnlich wie bei Schülern, die sich nicht ganz sicher sind, wie etwas geschrieben werden muss, wurde auch hier einmal die eine und einmal die andere Variante verwendet. Denn davor steht: „200 Mrd. Euro mehr für Kinder und Bildung seit 2010!“ Bravo! Treffer!

Zuerst darüber lustig gemacht hat sich die Junge Union auf Twitter und schrieb: „Mehr als 45 Jahre Bildungspolitik von der @nrwspd und @HanneloreKraft in einem Bild!“

Mag ja sein, dass es eine Unachtsamkeit des dafür verantwortlichen Stadtverordneten Daniel Mühlenfeld war und es ihm beim Redigieren des Textes einfach nicht auffiel. Dennoch muss es irgendein der SPD zugeneigtes Genie erst einmal so geschrieben haben. Pikantes Detail am Rande: Daniel Mühlenfeld beschreibt sich selbst so:

Ich heiße Daniel Mühlenfeld. Ich bin 36 Jahre jung, verheiratet und Vater eines Sohnes. Von Beruf bin ich Redakteur.

Ob er, wie viele SPD-Parteiemporkömmlinge, wegen Berufsunzulänglichkeit in der SPD eine Heimat gefunden hat, ist nicht bekannt, aber wohl nicht ganz ausgeschlossen. (lsg)