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ARTE und WDR halten Antisemitismus-Film zurück

Was bewegt die Sender WDR und ARTE einen Film über Antisemitismus in Europa zu drehen und ihn dann anschließend nicht zu senden? Grund ist, sagen sie, erstens der „fehlende Proporz der Drehorte“ und zweitens, dass Ahmad Mansour, ein arabisch-israelischer Autor und Psychologe, ARTE mitteilte, er könne aufgrund beruflicher und privater Auslastung nicht als Co-Autor, sondern nur als Berater tätig sein, nannte den Film aber „großartig und überfällig“.

Der fehlende Proporz „der Drehorte“ ergibt sich vermutlich aus der Sache selbst, denn in muslimisch geprägten Gegenden („Drehorten“) gibt es mehr Antisemitismus als in deutsch oder französisch dominierten. Ist das gemeint? Und warum soll Ahmad Mansour nicht als Berater tätig sein statt als Autor, wenn es eben nicht anders möglich ist? Nein, geht nicht, meint der WDR, dann sei der Film nicht mehr ausgewogen.

Außerdem hatte ARTE den Film von Joachim Schroeder, mit einer anderen Ausrede, schon einmal abgelehnt. Damals hätte der niederländische Schriftsteller und Filmemacher Leon de Winter mitarbeiten sollen, dem ARTE aber „Islamophobie“ unterstellte.

Das alles ist nicht sehr überzeugend und die nebulösen Erklärungen werfen mehr Fragen auf, anstatt sie zu beantworten. Die FAZ erklärt es sich so:

Diese „Ausgewogenheit“ erscheint uns ausgesprochen verlogen. Wir wollen sie anders nennen: Feigheit. Es ist die Feigheit davor, sich mit dem wachsenden Antisemitismus auseinanderzusetzen, der die Wurzeln der deutschen wie der französischen Gesellschaft berührt. Dieser Antisemitismus kommt nicht nur von rechts, er kommt auch von der politischen Linken, und er ist ein Kennzeichen des radikalen Islams. Er wird gerade zum „normalen“ Alltagsphänomen. Wer sich damit befasst, kann es sich nicht bequem machen und Neonazi-Aufmärsche abfilmen, sondern muss unangenehme Fragen stellen, so wie die Autoren Joachim Schröder und Sophie Hafner es vorhatten und, wie namhafte Experten bezeugen, es auch geleistet haben.

Und die Macher haben sich viel Mühe gegeben wie audiatur-online berichtet:

[..] Die Autoren Joachim Schroeder und Sophie Hafner von der Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft Preview Production aus München sind dafür viele tausend Kilometer durch Deutschland, Frankreich, Israel und den Gazastreifen gefahren. Sie zeigen aber nicht nur an ausgewählten Beispielen und Protagonisten eindringlich, wie virulent und wirkungsmächtig der Antisemitismus in beinahe allen politischen Lagern und Strömungen ist und welche unterschiedlichen Formen er annehmen kann, sondern sie ordnen ihn auch ein und zu, geschichtlich wie aktuell. Dazu dienen ihnen historische Aufnahmen genauso wie zahlreiche Interviews, die sie mit renommierten Experten geführt haben, beispielsweise mit dem amerikanischen Historiker Moishe Postone, dem israelischen Politiker Raphael Eitan – der die Mossad-Operation zur Verhaftung von Adolf Eichmann leitete – und der Linguistin Monika Schwarz-Friesel.

Darüber hinaus gehen Schroeder und Hafner in Gaza der Frage nach, was genau eigentlich mit dem vielen Geld geschieht, über das die UNRWA, das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen, verfügt – eine Einrichtung, die die radikalsten Palästinenser in ihrer Absicht, Israel den Garaus zu machen, ausdrücklich bestärkt. Sie zeigen, dass es etlichen NGOs im Nahen Osten weniger um humanitäre Hilfe geht als vielmehr um die Dämonisierung und Delegitimierung des einzigen jüdischen Staates. Sie lassen aber auch palästinensische Studentinnen und Studenten aus dem Gazastreifen zu Wort kommen, die sich überraschend klar gegen die Hamas und deren Antisemitismus positionieren. Und sie machen deutlich, dass es Palästinenser gibt, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland arbeiten und dort in jeder Hinsicht ein gutes Auskommen haben. All das widerspricht fundamental den landläufigen Gewissheiten, die „israelkritische“ Europäer in Bezug auf die Tätigkeit humanitärer Organisationen einerseits und hinsichtlich der Palästinenser andererseits zu haben glauben.

Für den Historiker Götz Aly „stinkt die Sache zum Himmel“. Und damit hat er mehr als recht in Zeiten, wo bei uns wieder „Juden ins Gas“ gewünscht werden und sich Anhänger der Mörderbande Hamas zusammenrotten, an Synagogen vorbeiziehen und „Allahu akbar – Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein” durch unsere Straßen hallt, während deutsche Gerichte das Anzünden von Synagogen als eine Art „Israelkritik“ interpretieren, da das sicher „nicht antisemitisch motiviert“ gewesen sei oder jüdische Schüler, wegen moslemischer Gewalt gegen sie, aus den Schulen fliehen müssen.

Ein Film, der den neuen, importierten Judenhass in Europa unter die Lupe nimmt, der die auch von Politik und Medien kolportierte angebliche „Israelkritik“ als Propaganda entlarvt, wäre mehr als überfällig. Doch so etwas sollen die GEZ-Geiseln nicht sehen. Wir alle sind angesichts einer solch demokratie- und judenfeindlichen Propaganda-Presse aufgefordert, Werbung für die Partei zu machen, die einer zur Lügenpresse degenerierten Vierten Gewalt, hier ARD und ZDF, die Gelder streichen will, die sie nicht verdient – ganz im Sinne der „Ausgewogenheit“.

Hier ein Clip des Films:

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