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Berlin: Elfähriger terrorisiert Schule

Das Herder-Gymnasium in Berlin.

Von Sarah Goldmann | Was war da in Berlin los? Letzte Woche ließen die meisten Eltern einer fünften Klasse ihre Kinder nicht mehr aus Angst vor Gewalt und sexuellen Übergriffen in die Schule gehen. Nur fünf von 28 Schülern besuchten den Unterricht, der Rest blieb an zwei Tagen zu Hause. Die heftige Reaktion aus der Elternschaft des Herder-Gymnasiums in Berlin erfuhr nur ein kurzes Echo in der bundesdeutschen Presse, anders als bei den Vorfällen an der Rütli-Schule vor einigen Jahren. Warum?

Der FOCUS benennt folgende konkrete Vorkommnisse, die einem Fünftklässler zugeschrieben werden:

Der Elfjährige soll, so die Berichte, einer Mitschülerin zwischen die Beine gegriffen haben und ihr gedroht haben, es wieder zu machen. Einem Jungen soll der Schüler ins Gesicht geschlagen und die Brille zerbrochen haben. Laut Elternvertreter wisse man insgesamt von sechs Kindern, die teilweise blutig geschlagen wurden. Eine Anzeige sei aufgrund des Alters des Täters eingestellt worden.

Diese – leider – schon häufig zum Schul-Alltag gehörenden Taten erhalten im Berliner Fall ihre besondere Dimension, weil sie offensichtlich bereits lange Zeit andauern und eine Besserung nicht erfolgte.

Bereits im Oktober 2016 dürften die Probleme sich so sehr zugespitzt haben, dass „Schulpsychologen und eine Gewaltpräventionsbeauftragte“ eingeschaltet wurden. Der Einsatz dieser immerhin mindestens drei Fachleute hatte offensichtlich keinen Erfolg, sodass sich die Eltern im Januar / Februar an den Senat wandten. Der reagierte mit dem Hinweis auf die gerade erwähnten seit den Herbstferien erfolgten Maßnahmen. Der Tagesspiegel (vom 17.06.) schreibt:

Dem Tagesspiegel liegen Schreiben vor, mit denen sich Eltern schon im Januar und Februar an die Schule und die Schulaufsicht gewandt haben. In diesen werden Gewaltvorfälle geschildert und um Hilfe gebeten.

Die Senatsbildungsverwaltung nahm Stellung: „Die Schule bemüht sich seit den Herbstferien um ein gewaltfreies Klima in der Klasse. Schulpsychologen und eine Gewaltpräventionsbeauftragte wurden eingeschaltet und arbeiten mit der Klasse.“ Zudem habe die Schule „Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ angewendet.

Wer ist der Täter?

Zu diesen Ordnungsmaßnahmen gehörte ein Schulverweis offensichtlich nicht dazu. Warum verblieb der kleine Schläger mit seinem früh gestörten Verhältnis zur Sexualität also auf der Schule? Vermutlich deshalb, gerade deshalb.

Er scheint aus einem Elternhaus zu stammen, in dem Sexualität tabuisiert wird, wodurch sie erst Recht die Phantasie der Kinder bestimmt. Es scheint ein Elternhaus zu sein, in dem nicht nur dieses Tabu mit Gewalt durchgesetzt wird, sondern Gewalt dem Kinde als „Lösungsmöglichkeit“ vorgelebt wird. Der Psychologe Ahmad Mansour hat diese typischen Mechanismen in seinem Buch „Generation Allah“ beschrieben, insbesondere im Kapitel „Die Verantwortung der Muslime“.

Wenn der Junge ein Moslem ist, wie sich hier andeutet, könnte dies die große Rücksichtnahme der Schule erklären, wie auch den Einsatz vieler „Fachleute“ und die Erfolglosigkeit des Bemühens, also das letztendliche Scheitern.

Staats-Doktrin von der bunten Gesellschaft

Ein Moslem, unter Umständen sogar ein „Flüchtling“, darf eben nur in einem positiven Licht erscheinen, um die Staats-Doktrin von der bunten und lustigen bereicherten Gesellschaft nicht zu gefährden, die Merkel und ihr Gefolge in Berlin als den Sinn ihres Lebens verstehen – und den Deutschen verbindlich vorschreiben wollen. Die Diskussion von Maßnahmen gegen die geliebten Herrenmenschen, Schulverweis des Kindes oder gar Ausweisung der ganzen Familie, stehen als drohendes Szenario vor der Bundestagswahl im Raum und führen deshalb zu Angstattacken und Beißreflexen bei den Bunten. So auch hier:

Insbesondere die „Gesamtelternvertretung“ der Schule zeigt ein merkwürdiges Verhalten, das verdient, genauer betrachtet zu werden.

1. Die brutalen Attacken des Schülers werden relativiert, indem sie als etwas dargestellt werden, was auch andere Schüler tun. Auch andere Schüler würden „stören“, so die „Gesamtelternvertretung“. Das mag wohl stimmen, aber darum geht es nicht, ums „Stören“.

2. Im Fokus dieser komischen Elternvertreter steht nicht der Missbrauch des Mädchens oder die blutig geschlagenen Klassenkameraden, sondern der Täter. Er werde an den „Pranger“ gestellt, also ihm werde Unrecht getan, nicht den Mitschülern:

Der Vorstand der Gesamtelternvertretung (GEV) widersprach und stellte sich hinter die Schule. Zudem hieß es, dass nicht nur der eine Schüler störe, auf den sich einige Eltern der Klasse focussiert hätten, sondern auch andere Kinder. Es sei mithin falsch, nur einen einzigen Schüler an den Pranger zu stellen.
(Tagesspiegel vom 20.6.)

3. In diesem Sinne werfen die „Gesamt-Elternvertreter“ (die mit Sicherheit kein eigenes Kind in besagter Klasse haben), den Eltern aus der Klasse vor, „dem Ansehen der renommierten Schule in Berlin zu schaden“. Noch einmal der Focus:

„Gesamt-Elternvertreter“ auf Seiten der Schule

Die Gesamtelternvertretung stellte sich jedoch auf die Seite der Schule und erhob ihrerseits Vorwürfe. „Wir bedauern zutiefst, dass aufgrund einer einzigen populistischen Ausnahme innerhalb unserer Elternschaft für unsere Schule ein solch schwerer Schaden entstanden ist“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ die GEV. Über den Elternverteiler sei gegen den Schüler gehetzt worden.

„Schaden für die Schule“, „Hetze“ gegen den Schläger und eine „populistische Ausnahme“ als Bezeichnung für um ihre Kinder besorgte Eltern zeigen die verzweifelten Bemühungen innerhalb der Schule, das angeschlagene Weltbild zu kitten, indem eine Schuldumkehr vorgenommen wird. Es ist das einzige Mittel, das sie kennen, aber es hilft nicht.

Es sind eben keine „Einzelfälle“, sondern (strukturelle) Probleme, die, so vermuten wir für diesen Fall, mit und durch den Islam entstehen und die nur gelöst werden können, wenn man sie offen diskutiert, auch wenn das weh tut. Gut gemeinte salbungsvolle Worte der Schulleitung, die ihr „Interesse“ zum Ausdruck bringen, helfen da nicht weiter. Schul-Leiterin Cornelia Ansprenger schrieb am 19. Juni an die betroffenen Eltern:

Brief von Schul-Leiterin Cornelia Ansprenger an die betroffenen Eltern.
Brief von Schul-Leiterin Cornelia Ansprenger an die betroffenen Eltern.

Natürlich passiert es in Einzelfällen, dass Regeln übertreten werden und auch Probleme auftreten.

Und weiter vorne im Brief:

Wir möchten Ihnen aber versichern, dass wir […] sehr daran interessiert sind, dass in unserer Schule ein gewaltfreies und angenehmes Klima herrscht.

Kontakt:

Herder-Gymnasium Berlin
Cornelia Ansprenger, Schulleiterin
Westendallee 45-46
14052 Berlin
Telefon: 030 9029 27800
Fax: 030 9029 27821
ansprenger@herder-gymnasium.eu