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ARD-Journalist muss Schmerzensgeld an Pegida-Demonstrantin zahlen

Im Februar 2016 machte sich ein ARD-Team nach Dresden auf, um dort die Bilder zu drehen, die den politischen Brötchengebern gerade notwendig erschienen. Gehofft hatten sie auf pöbelnde und gewalttätige Demonstranten, auf Pack und Abschaum, wie die aktuelle Sprachregelung lautete. Nur das bekamen sie nicht. Man darf davon ausgehen, dass die ARD-Experten etwas nachhelfen wollten, denn sie stellten sich den Demonstranten so in den Weg, dass diese rechts und links an ihnen vorbei mussten.

Die Bilder, die sie am letzten Wochenende in Hamburg binnen Sekunden bekommen hätten, gab es aber in Dresden nicht. Die zivil eingestellten Menschen ließen sich nicht provozieren. Im Grunde wussten das die Reporter, sonst hätten sie sich nicht dorthin gewagt (in Hamburg wussten sie umgekehrt, warum sie sich gerade NICHT so aufstellten).

Obwohl das also abzusehen war, blieb die Enttäuschung groß und was folgte, war eine klassische Projektion: Das, was man den anderen zuschreibt, ist eigentlich in einem selbst begründet. So ließ ein ARD-Journalist, „Wolfgang B.“, die Sau raus. Er trat auf eine Demonstrantin zu und stieß ihr mit dem Ellbogen in die Rippen. Eine brach, eine wurde angebrochen. Dass es eine Frau war, an der er sich hier vergriff, war, nebenbei bemerkt, natürlich kein Zufall. Denn wie oben schon bemerkt, trauen sich die Feiglinge von der ARD nur dann etwas, wenn ihnen nichts passieren kann.

Von einem Schuldbewusstsein darf man in solch einer Konstellation bei ARD-Schmierenschreibern nicht ausgehen. SELBSTVERSTÄNDLICH fühlte er sich unschuldig und er hätte es wohl am liebsten so hingestellt, dass die Frau mit frisch gebrochenen Rippen und bösen Absichten auf eine Demo geht, um dort arme ARD-Teams anzuschwärzen. So etwa dürfte seine Weltsicht sein, die er gelernt hat und wohl auch selbst glaubt. Folgerichtig plädierten er und sein Anwalt auf Freispruch, ebenso die Staatsanwaltschaft.

Das nun überzeugte den Amtsrichter nicht und er verurteilte den Journalisten [1] zu 60 Tagessätzen à 60 Euro. Dagegen legte er Einspruch ein, und so kam es nun zum Urteil „wegen geringer Schuld“:

Das Landgericht Dresden hat das Verfahren gegen einen ARD-Journalisten wegen Körperverletzung gegen Zahlung eines Schmerzensgelds eingestellt. Gericht, Beschuldigter und Staatsanwaltschaft hätten sich darauf verständigt, daß der Fernsehjournalist einer Pegida-Demonstrantin 1.000 Euro Schmerzensgeld zahle. Im Gegenzug werde das Verfahren wegen geringfügiger Schuld eingestellt, bestätigte eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT.

Man darf sich zurecht fragen, ob das Urteil bzw. die Einigung auch so milde ausgefallen wäre, wenn ein Pegida-Teilnehmer einer Journalistin der ARD eine Rippe gebrochen und eine weitere angebrochen hätte. Der Einstellung des Gerichts entsprechend vermutlich nicht, denn das Opfer der Journalistenattacke, Eileen V., berichtete, dass sie sich vor Gericht und Staatsanwaltschaft dafür rechtfertigen musste, warum sie überhaupt auf eine Pegida-Demo geht. Sie wird ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Meinungsäußerung aber auch weiterhin wahrnehmen, wie sie versicherte.

(Spürnase: Horst)

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