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Warum ich die AfD wähle! (20)

Von THEOLOGE | Die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist privilegiert aufgewachsen. Ihr Vater Horst Kasner (1926–2011) wurde als Pastor in der „DDR“ zwar von der westdeutschen Kirche (EKD) in der BRD bezahlt, hat sich aber für die „Kirche im Sozialismus“ der „DDR“ stark gemacht. Er war 1954 in die SBZ ausgewandert und als der „rote Kasner“ bekannt. Westdeutschland und seiner sozialen Marktwirtschaft war er wohl stets abgeneigt. Religiöser Glaube und Abgötterei liegen hier eng beieinander. Solch ein theologisch-ideologischer Spagat zwischen Geld und Predigt ist aber nur den Kirchenleuten, und unter ihnen ganz besonders den protestantischen, möglich. Schon zu Zeiten des Ablasses hat die Kirche nicht danach gefragt, woher und mit welcher Motivation ihr Geld kommt, solange es nur reichlich floss. Schon bald nach dem WK II tauchte (mit der dialektischen Theologie) der politisch-klerikale Komplex auf, in dem sich die Kirche dem sozialistischen Gedankengut anbiedert. –> Von der AfD erwarte ich, dass sie dieses Gesinnungs- und Meinungskartell, das bis hin zu mafiaähnlichen Strukturen reicht, endlich auflöst.

Agitation und Propaganda sind zwei alte Themen und Methoden in der Kirche (vgl. die Congregatio de Propaganda Fide – Glaubenskongregation der Röm.-kath. Kirche, seit 1622). Seit biblischen Zeiten werden die Menschen als Sünder aufgemischt und es werden ihnen bei Umkehr und Buße Gottesnähe und das Himmelreich versprochen, vermittelt allein von der Kirche. Die Tätigkeit als ehemalige FDJ-Sekretärin und die christliche Verkündigung gewisser Kreise liegen gar nicht so weit auseinander. Neben dem Altbundespräsidenten Joachim Gauck und der ehemaligen Vizepräsidentin des Bundestages wie auch Ex-EKD-Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt ist Merkel die dritte bekannte Persönlichkeit aus dem kirchlichen Milieu der „DDR“ (ferner u.a. Manfred Stolpe †, Reinhard Höppner †). Die Bundeskanzlerin trifft geradezu ideal den Ton einer säkularisierten, entchristlichten Gesellschaft, doch ihre Botschaft ist freilich eher sozialistisch als christlich. –> Von der AfD erwarte ich, dass sie dieses Verwirrspiel öffentlich macht.

Alle Theologen haben eine Berufung (vocatio), eine Berufung zum geistlichen Amt, wie seinerzeit die Propheten des Alten Testaments von Gott berufen wurden. Das geht in der Regel allerdings einher mit einem schlechten Rechtsverständnis. Von der Bundeskanzlerin wurde oft genug geltendes Recht gebrochen und der Bundestag als Institution der Rechtssetzung übergangen: Abschaltung der Atomkraftwerke (Energiewende), Griechenland-Rettung, Eurokrise oder Grenzöffnung für die sog. Flüchtlinge. Aktuell könnte die Vernichtung der deutschen Autoindustrie (Verbrennungsmotor) durch planwirtschaftliche Direktiven als nächstes Beispiel folgen. Ich glaube nicht, dass der Abbau des Rechtsstaates und der Demokratie schon beendet sind. –> Die AfD wird dafür sorgen, dass das Parlament als legislative Kraft der BRD wieder in seine alten Rechte eingesetzt und die selbstermächtigte Exekutive gemäß Verfassung in ihre Schranken gewiesen wird.

Merkel als Erlöserin der Geplagten dieser Welt

Der Umgang mit den Migranten – dies wohl treffender als der Ausdruck Flüchtlinge oder Asylanten – zeigt die Selbstdarstellung von Angela Merkel als einer Heilsfigur: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt. 11,28). Die Bundeskanzlerin als Erlöserin der Geplagten dieser Welt. Mit den Migranten aus aller Herren Länder, die von unseren Sozialtransfers leben, haben wir die sozialistische Internationale (Karl Marx, 1864 und öfter), ein Kernstück der kommunistischen Weltordnung, wieder zurück in Deutschland. Die einen sind die bemitleidenswerten Hätschelkinder der Politik, komplementär dazu dienen die leistungsfähigen Steuerbürger als Prügelknaben. Das ist sozialistische Dialektik und eine schwere Hypothek für die Zukunft, die sich kaum wird ablösen lassen. Hier gibt es sogar Parallelen zu Adolf Hitler, der die Welt vor dem Kommunismus zu retten versuchte (so die Selbstdarstellung), oder zu Erich Honecker, der die Welt vor dem Faschismus retten wollte. Religiöse Transzendenz (so Jesus) und politische Weltimmanenz werden hier katastrophal missverstanden. –> Von der AfD erwarte ich eine Rückführung der Migranten in ihre Herkunftsländer. Da die kirchlichen Werke Unterstützer und vor allem Nutznießer der übermächtigen Sozial- und Asylindustrie sind, erwarte ich mir von der AfD auch eine Neuordnung dieses Wildwuchses.

Immer wieder wird auch das „Gleichnis vom barmherzigen Samariter“ (Lk. 10,30-37), eine Lehrerzählung Jesu (Parabel), für die Aufnahme der Migranten herangezogen. Barmherzigkeit als Weltfrömmigkeit ist in der Antike aber eine Individualtugend und damit weder ein Auftrag für die Gesellschaft (Kollektiv) noch ein Staatsziel, wie es derzeit in der BRD gehandhabt wird. Der moderne Humanitarismus, die Weltanschauung eines übersteigerten und verabsolutierten Humanismus, als eine Spielart des Sozialeudämonismus, gehört darum in das Reich der politischen Utopien. Die Bundeskanzlerin ist auch Utopistin. –> Ich wähle die AfD, weil ich mir von dieser Partei eine Real- und Sachpolitik erwarte. Alice Weidel, die Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl, hat niemals Spendierhosen an, doch tritt sie immer elegant auf.

Merkel profitiert von positiv besetzter Mutter-Koseform „Mutti“

Nach Marx ist der Gang der Geschichte determiniert, d.h. der Kapitalismus muss untergehen. Auch Angela Merkel scheint mir über den Gang der Geschichte Bescheid zu wissen und liefert eine zahme, verbürgerlichte Variante dieser kommunistischen Weisheit: Ihr Handeln ist eben alternativlos, und sie erhebt sich damit selbst fast in den Rang einer Weltenrichterin und -herrscherin. Merkel versteht sich und ihr Handeln nach wie vor als demokratische Sozialistin, wie sie sich in den 80er-Jahren in den alternativen Kreisen von Robert Havemann und Lothar de Maiziere in der „DDR“ aufgehalten hat. Der alternative, nämlich demokratische Sozialismus war deren Thema. Sie möchte aus der BRD einen Staat mit dem besseren menschlichen Antlitz machen, auch wenn unser Staat dabei zugrunde gehen sollte. Ihr Demokratieverständnis, d.h. ein halbautoritäres Regime ohne die notwendige parlamentarische Aussprache und Beschluss, hat bereits den Niedergang der ursprünglichen Bundesrepublik eingeläutet. –> Die soziale Marktwirtschaft (Alfred Müller-Armack, 1947) ist mit ihrem Wettbewerbscharakter effektiver als die gelenkte Wirtschaft (Kommandowirtschaft). Ich wähle die AfD, weil nur sie noch ein faires und effektives Spiel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfte garantiert.

Die Bundeskanzlerin wird schon seit mehr als zehn Jahren nicht ganz zu Unrecht als „Mutti Merkel“ bezeichnet. Der Begriff der Mutter bzw. seiner Koseform Mutti ist seit frühester Kindheit im Unterbewusstsein verankert und lässt normalerweise nur positive Assoziationen zu. Davon profitiert Angela Merkel. Geradezu grotesk, aber auch erhellend ist die Analogie zur ehemaligen Sowjetunion, zu „Väterchen Stalin“. –> Wann wird die AfD diesen Mythos der guten Mutti auch endlich im Parlament entzaubern?

Politiker loben sich für Wohltaten, die sie Fremden erweisen

Das innenpolitische Klima der BRD wird durch Ungerechtigkeit und Verlogenheit vergiftet. Den Steuerbürgern wird ein sehr hoher Teil ihres Verdienstes genommen, viele Rentner werden um ihren Lebenslohn gebracht und der Staat lässt weite Teile der Infrastruktur verkommen. Gleichzeitig loben sich die Politiker für die Wohltaten, die sie Dritten, Fremden erweisen. Insbesondere die Kirchen mischen bei diesem scheinheiligen Geschäft mit der billigen Gnade kräftig mit. Erwarten die Politiker für eine solche Art von Gerechtigkeit die Wiederwahl? Erinnert sei hier nebenbei an pragmatische Lösungen in der Vergangenheit, dass nämlich in der frühen Neuzeit die Armen in das Armenhaus eingewiesen wurden, wo sie versorgt wurden, aber auch zwangsweise Arbeit zu leisten hatten (u.a. Bremen 1609). Der Großteil der Migranten hat kein Bleiberecht in Deutschland, auch mit der Duldung ist keinem geholfen. Die Analphabeten liegen mehr als 300 Jahre hinter der Einführung der Schulpflicht durch den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. in Preußen zurück (Sept. 1717). –> Die AfD wird hier wieder für mehr Leistungsgerechtigkeit und Transparenz sorgen.

Die Bundeskanzlerin ist in einem dysfunktionalen Staat aufgewachsen, das scheint sie weder damals gestört zu haben noch heute zu bekümmern. Die Politik der SED hat sich über das Recht, die wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten und das Vermögen ihres Volkes wie auch das Eigentum ihrer Bürger hinweggesetzt. Daran ist die „DDR“ 1989 auch zu Grunde gegangen (faktischer Staatsbankrott). Hat die Bundeskanzlerin aus der Geschichte gelernt? Auch eine gesunde Volkswirtschaft und ein starker Staat wie die BRD lassen sich ruinieren. –> Wird die AfD dem wirtschaftlichen Abstieg und dem Abschied aus dem Kreis der großen Industrienationen tatenlos zusehen?

Nur die AfD hat zur Zeit den Mut zum Widerspruch

Am meisten beunruhigen mich aber der Ausfall einer parlamentarischen Opposition im derzeitigen 18. Deutschen Bundestag und ein weitestgehender Ausfall der sog. vierten Gewalt, d.h. einer unabhängigen und kritischen Presse- und Medienarbeit – nur so konnte die NZZ zur besten deutschen Zeitung avancieren. So viel Gesinnungsergebenheit wie derzeit ist mir lediglich aus der braunen und roten Diktatur in der deutschen Geschichte bekannt. –> Nur die AfD hat zur Zeit den Mut zum Widerspruch im Parlament und in der Medienöffentlichkeit.

Der Untergang der Weimarer Republik (1919–1933) war auch ein Versagen der Demokratie und des Bürgertums. Es gibt ernst zu nehmende Hinweise, eben mehr als nur Verschwörungstheorien, dass die Politkader des ehemaligen Ostblocks eine demokratische Läuterung vorspielen, um mit ihrem altbekannten Machtpoker weiterzumachen, und viele Fäden laufen bei dem Milliardär und Spekulanten George Soros und seinen Harvard-Boys zusammen. Sie haben schon die Nachfolgestaaten der SU und den Nahen Osten destabilisiert und versuchen dasselbe auch mit dem EU-Europa. –> Allein die AfD scheint mir das Spiel zu durchschauen, nur sie steht als eine Alternative für einen politischen Neuansatz da, nicht mehr die sog. Altparteien.

Aus dem Versagen der einen Gruppierung kann man freilich nicht auf den Regierungserfolg einer anderen Gruppierung schließen. Der Wähler steckt also in einem Dilemma. Von der AfD verspreche ich mir freilich wieder das Realitäts- und Legalitätsprinzip, ein Ende der Ausplünderung des Steuerbürgers, die Wirtschaftlichkeit und Verlässlichkeit. Neben dem Vertrauen, das mit der Wahl an der Urne den Abgeordneten geschenkt wird, ist aber zugleich auch besondere Wachsamkeit geboten. Neben vielen hochanständigen und biederen Kandidaten hat die AfD auch manch illustre Gestalten unter ihren Kandidaten. Diese Partei erscheint mir insgesamt aber allemal glaubwürdiger und vielfach kompetenter als die derzeit amtierende „politische Elite“.


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