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FDP im Wahlkampf: Teilt das Baby!

Von SELBERDENKER | Die FDP benutzt nicht nur fleißig die Farben der AfD auf ihren Wahlplakaten (insbesondere der Blauton ist geklaut), sie faseln wenige Tage vor der Wahl plötzlich von „bedrohter Meinungsfreiheit“, fordern „Trendwenden bei Europa und beim Euro, bei bürgerlichen Freiheitsrechten und bei der Zuwanderung“. Der dreiste Herr Lindner käut hier plötzlich AfD-Kernthemen wieder, für die die AfD vor wenigen Monaten noch – vor Jahren schon – bitterböse gescholten wurde.

Warum kam von der FDP nicht vor Jahren schon wenigstens ansatzweise erkennbarer Protest, als Merkel eigenmächtig geltendes Recht gebrochen hat – zum Beispiel bei „Eurorettung“ und totaler Grenzöffnung? Ihr Maul hat die FDP lieber gehalten!

Dass diese Töne von dem ausgebufften Taktiker Lindner zum jetzigen Zeitpunkt nur Wahlkampfheuchelei sind, müsste doch eigentlich inzwischen jedem Trottel bewusst sein! Doch vielleicht setzt man bei der FDP tatsächlich gerade auf die Dummheit solcher Wähler, die nicht nur auf geklaute Farben, sondern auch auf hohle Phrasen hereinfallen.

Wie unglaubwürdig diese FDP ist und dass es dieser Partei eben nicht um Deutschland, nicht um Prinzipien, nicht um die Sache geht, kann man an dem hier verlinkten Interview mit Joachim Steinhöfel verdeutlichen. Wer es nicht gesehen hat, hier ist es nochmal:

Darin spricht sich Lindner zunächst vollmundig gegen das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ aus, in dem er Argumente nennt, die auch von PI-NEWS stammen könnten. Er macht aber dann einen erbärmlichen Rückzieher, als es um konkrete Möglichkeiten geht, das Gesetz auch wirklich effektiv zu bekämpfen. Lindner würde zur konkreten Bekämpfung dieses tiefen, totalitären Einschnitts in die Meinungsfreiheit nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Er nutzt die Gelegenheit dann lieber zu einer ausführlichen Beschimpfung genau der Partei, deren geklaute Farben er schwingt – im tatsächlichen wie im übertragenen Sinne.

Zwei Frauen stritten sich vor einem König darum, wer die Mutter eines Säuglings sei. Der König gab daraufhin den Befehl, das Baby zu teilen, damit beide Frauen eine Hälfte bekommen. Eine der Frauen willigte sofort ein. Entsetzt trat aber die andere Frau vor und wollte ihr Kind lieber der Kontrahentin überlassen, damit es lebe. Der weise König erkannte so die wahre Mutter des Kindes.

Bekannt ist diese biblische Geschichte (1 Kön 3,16-28) als „Das Salomonische Urteil“. Lindners FDP gleicht hier der falschen Mutter, die lieber den Tod der Meinungsfreiheit riskiert, als mit der verhassten AfD für die richtige Sache zu arbeiten. Salomon würde vermutlich erkennen, wem es wirklich um Deutschland geht – und wem um andere Dinge. Welche Weisheit der Wähler im Sinne Deutschlands aufbringt, wird sich am 24.9. zeigen.