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Fliegen die Grünen aus dem Bundestag?

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Kurz vor der Bundestagswahl befinden sich die Grünen bei der Wählergunst in einem steilen Sturzflug. Eine im Auftrag der BILD-Zeitung erstellte Insa-Umfrage erbrachte nur noch sechs Prozent für die Öko-Stalinisten und Flüchtlings-Fetischisten. Je mehr Göring-Eckhardt & Co von der ungebremsten Aufnahme aller Versorgungssuchenden dieser Welt schwärmen und hemmungslos auf Benzinfahrzeuge eindreschen, desto weiter dürften diese Werte in den Keller gehen. Mittlerweile darf man auf eine Wiederholung des FDP-Debakels im Jahr 2013 hoffen, als die Liberalen an der 5%-Hürde scheiterten.

Wolfram Weimer erkennt bei den Grünen eine Weltuntergangsstimmung und sieht die bedröppelte Frontfigur der Grünen, Katrin Göring-Eckhardt, vor dem Rauswurf aus dem Bundestag. Bei ntv ist zu lesen:

Die neuen Umfragen sind für die Grünen ein Desaster. Anderthalb Wochen vor der Wahl sackt die Partei in der Wählergunst weiter ab und liegt nurmehr knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. In Berlin grassiert bereits der Spruch „Die Grünen von 2017 sind wie die FDP von 2013“ – es droht der Rauswurf aus dem Bundestag. Tatsächlich sinkt ihr Rückhalt in der Gesellschaft so rapide wie der der Liberalen vor vier Jahren.

In eineinhalb Wochen kann noch viel geschehen und es ist noch Luft nach unten. Weimer bezeichnet dieses politische Auslaufmodell als „so cool wie eine knarzende Tür im Öko-Altersheim“. Wähler und Unterstützer liefen der Partei davon, als hätte sie „eine ansteckende Krankheit“. Der linke Flügel um Trittin, Hofreiter und Künast, der sich mit den bürgerlichen Realos in einem leidenschaftlichen Kampf befände, würde bereits „die Messer für den Machtkampf nach dem Wahldebakel wetzen“. Weimer führt vier wesentliche Gründe [1] an, warum diese Alt-68er-Truppe so langsam wie Metallschrott der Entsorgung zugeführt werden kann. Punkt drei liest sich besonders amüsant:

Die Grünen sind mehr als jede andere Partei ein Generationenprojekt gewesen – eine postideologische Wärmestube der 68er. Die aber werden langsam alt. Die Grünen ergrauen daher in ihren Themen, ihrer Sprache, ihrem Politikstil. Die Christian-Lindner-Generation wirkt neben den Veggie-Day-Bevormundern wie lässige Enkel neben meckernden Omas. Der Pädophilen-Skandal und die Hamburger G20-Gewalt-Debatte belasteten die Akzeptanzwerte obendrein.

Die AfD hingegen befindet sich im Aufwärtstrend [2] und ist derzeit mit 11% drittstärkste Kraft knapp vor den Linken. Der Merkur listet alle Umfragewerte [3] der wichtigsten Institute zur AfD seit Februar dieses Jahres auf, die eine klar ansteigende Tendenz aufzeigen. Zugleich stellt er die Frage, ob die SPD jetzt vor der einzigen Alternative in Deutschland zittern müsse, denn noch immer seien 37 Prozent der Wähler unentschlossen. Da den Deutschen derzeit nach der Bildungspolitik der Anti-Terror-Kampf und die Flüchtlingspolitik die wichtigsten Themen sind, spiele das gerade der AfD in die Hände. Viele Protestwähler, die für die AfD stimmen wollen, könnten aufgrund der negativen Schlagzeilen über die Rechtspopulisten ihre Wahlabsicht verhüllen, wenn ein Meinungsforscher bei ihnen anrufe. Den Sozen geht deswegen der Arsch mächtig auf Grundeis, weswegen Gabriel und Stegner wieder einmal die lächerliche Nazi-Keule [4] aus der verstaubten roten Mottenkiste herauskramen.

Auch in der Union steige laut Merkur die Nervosität, dass die Werte von CDU/CSU bis zur Wahl noch sinken und die der AfD steigen könnten. Das erklärt die zunehmenden Diffamierungen der Schwarzen, beispielsweise durch CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, für den die AfDler, die Angela Merkel als Volksverräterin beschimpfen, „rechtspopulistische Bratzen [5]“ seien, die „Hass verbreiten“. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer fiel auf das offensichtliche email-Fake zu Alice Weidel herein und ließ sich zu der idiotischen Aussage hinreißen:

„Hinter der pseudobürgerlichen Fassade von Frau verbirgt sich die erschreckende Ideologie einer Reichsbürgerin.“

Absolut treffsicher ist dieses Plakat des Wahlvereins „Recht und Freiheit“, das die CSU mächtig wurmt:

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Strauß-Tochter Monika Hohlmeier reagierte durch die Veröffentlichung eines Zitates, bei dem sie den Namen ihres eigenen Vaters falsch schrieb:

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Man sollte als Tochter schon wissen, dass der Vorname des Übervaters nicht mit Bindestrich getrennt wird. Die Welt dokumentiert ihre aufgeregte Reaktion [8]. Seit Tagen postet sie nun auf ihrer Facebookseite [9] Zitate ihres Vaters, um zu „beweisen“, dass er heute mit der AfD nichts zu tun haben würde. Das wirkt wie ein verzweifelter Kampf gegen Windmühlen, wie auch der Kommentarbereich der Welt mit bisher 354 Einträgen zeigt. Dort geht die Tendenz klar in Richtung AfD:

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Diese Bundestagswahl könnte wirklich noch sehr viel spannender werden als lange Zeit angenommen. Bleibt die AfD drittstärkste Kraft, wie nahe kann sie der SPD noch kommen und fallen die Grünen tatsächlich unter die 5%-Hürde?

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