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Lidl entfernt Kruzifixe auf Verpackungsbildern

Der Lebensmittel- und Billigkram-Discounter Lidl nimmt von Zeit zu Zeit ein Sortiment ausländischer Produkte in sein Angebot auf. Vor kurzem bot die Kette typisch griechische Spezialitäten an. Es gab also u. a. Feta, Joghurt, Tzatziki, Moussaka, gefüllte Oliven und Weinblätter – alles unter der Lidl-Marke „Epidanous“. Illustriert wurden die Produkte mit einem Bild aus Santorini und seiner Kirche in Oia auf den Verpackungen – weil die weißgetünchten Häuser mit blauen Dächern unter dem strahlend blauen Himmel einfach ein tolles Motiv hergeben, um für Griechenland zu werben.

Einigen Kunden in Belgien, wo die Aktion „Griechenland-Sortiment“, die es auch in Deutschland gibt, kürzlich lief, fiel auf, dass das Unternehmen auf den Werbebildern die Kreuze auf den Kuppeln der Kirchengebäude wegretuschiert hatte. In den sozialen Netzwerken wurden die Bilder schnell verbreitet und das Unternehmen mit wenig freundlichen Posts geflutet. Die orthodoxen Gotteshäuser gehören zu Santorini wie das Meer und der blaue Himmel und zu den Kirchen gehören nun einmal auch Kreuze.

Lidl und die Vielfalt

RTL-Belgien berichtete zuerst darüber und hat auch Lidl mit den Bildern und der Empörung der Kunden konfrontiert. Ein Sprecher von Lidl in Belgien erklärte, man vermeide den Gebrauch religiöser Symbole, weil man „keine religiöse Überzeugung ausschließen“ wolle. Man stehe für Vielfalt und wolle das auf den Verpackungen zeigen, man entschuldige sich aber bei jenen, die sich persönlich betroffen fühlten, so die Antwort.

Da stellt sich nicht nur die Frage, warum man als Motiv ausgerechnet eine Kirche wählt, nur um ihr dann das sie auszeichnende Symbol zu nehmen, sondern wir lernen auch einmal mehr, Vielfalt, wie Linksverstörte und Unterwerfungsakrobaten sie verstehen, hat mitnichten etwas mit Mannigfaltigkeit, Fülle oder gar Reichhaltigkeit zu tun, sondern eher mit der Einfalt eines werte- und traditionszerstörerischen Handelns. (lsg)