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Süddeutsche Zeitung im Modus der Abteilung Agitation des ZK der SED

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Zunächst einmal an alle mitlesenden Kripobeamten wie einen Herrn Fisch, denen jetzt beim Erblicken des Hakenkreuzes schon der Finger zum Anzeigenschreiben juckt, karrierebeflissenen Staatsanwältinnen wie eine Frau Ott, die schon mit erregten Händen ihre Anklageschrift aus der Schublade herausholen wollen und Gesinnungs-Richterinnen wie eine Frau Birkhofer-Hoffmann, die mich jetzt am liebsten in den Knast hineinurteilen würden: Hier handelt es sich um einen Bericht sowohl über das aktuelle Zeitgeschehen als auch der Geschichte. Das Zeigen dieses verfassungsfeindlichen Symbols ist durch §86 (3) des Strafgesetzbuches gedeckt, genau wie bei dem unsäglichen Verfahren, das im Münchner Gerichtsprozess vom 18. August möglicherweise in die Annalen von unrühmlichen Unrechts-Verfahren der deutschen Justizgeschichte eingehen wird.

Ausgerechnet die Süddeutsche Zeitung, die mit ihrem Artikel „Hakenkreuz und Halbmond“ am 5. Juni 2016 die Dinge ins Rollen brachte, berichtet nun in absolut lückenhafter, verfälschender und tendenziöser Weise über diesen Gerichtsprozess. Bereits die Überschrift des Kurz-Artikels lässt den Eindruck zu, dass ich ein Nazi sein könnte: „Hakenkreuz-Urteil gegen Stürzenberger“, alles klar. Die Negativ-Einordnung kommt gleich im ersten Satz, schließlich kann dieser „vom Verfassungsschutz als islamfeindlich eingestufte“ (Un)Mensch kein faktisch argumentierender Zeitgenosse sein. Schließlich wird in den wenigen Zeilen auch noch mitgeteilt, dass ich „einen Mann“ mit einer Hakenkreuz-Armbinde gezeigt hätte. Das kann natürlich auch ein glatzköpfiger heutiger Neonazi sein, wodurch der unbedarfte Leser möglicherweise den Eindruck bekommt, dass ich mit der Geisteshaltung von diesem „Mann“ auch noch sympathisiere.

Kein Wort davon, dass es sich um einen hochrangigen NSDAP-Vertreter handelt – vermutlich Martin Mutschmann, der NSDAP-Gauleiter Sachsens – der dem Großmufti von Palästina in enger Verbundenheit die Hand schüttelt. Keine Bemerkung dazu, dass es ein historisches Foto ist, dessen Veröffentlichung – wie es auch die SZ in ihrem Artikel mit dem Hitlergruß-zeigenden Großmufti vorgenommen hat – rechtlich geschützt ist. Kein Hinweis, dass ich mich mit der Bezeichnung „faschistische Ideologie“ auf das Sachbuch „Der islamische Faschismus“ des Islam-Experten Hamed Abdel-Samad bezog.

Geschenkt, dass mich die schreibenden Blockwarte der politischen Korrektheit als „Blog-Schreiber“ und nicht als Journalisten bezeichneten, der seit 34 Jahren seiner Arbeit nachgeht. In den gerade mal fünf Sätzen dieser Kurz-Mitteilung, die auch noch in der gedruckten SZ unters gehirnzuwaschende Volk kam, sind so viele Ungenauigkeiten und Fehler, dass man durchaus von tendenziöser Links-Propaganda sprechen kann. Ich hatte die SZ-Redaktion bereits kurz nach Erscheinen dieses Artikels höflich darauf hingewiesen:


Sehr geehrte Redaktion der Süddeutschen Zeitung,

zunächst ist es erfreulich, dass Sie über den Gerichtsprozess berichten. Etwas ganz Entscheidendes fehlt aber in dem folgenden Satz:

„Am Ende seiner Ausführungen war ein Bild zu sehen, das einen Mann mit einer Hakenkreuz-Armbinde zeigt.“

Es war ein historisches Bild, das den Großmufti von Jerusalem im Handschlag mit einem NSDAP-Vertreter zeigt. Es wäre schön, wenn Sie diese wichtige Information noch ergänzen. Denn ein historisches Foto darf man jederzeit laut §86 (3) StGB abbilden, ohne wegen Zeigens verfassungsfeindlicher Kennzeichen angeklagt zu werden. Wie falsch die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft ist, ergibt sich auch hieraus:

„Der Münchner hatte im Sommer vergangenen Jahres in sozialen Netzwerken einen Text veröffentlicht, mit dem er laut Anklageschrift den Islam als faschistische Ideologie bezeichnete und dies als Tatsache darstellte.“

Ich schrieb hingegen:

„Die Erkenntnis, dass der Islam eine faschistische Ideologie ist, hat der ägyptischstämmige Politologe Hamed Abdel-Samad mit seinem Buch „Der islamische Faschismus“ vor zwei Jahren hoffähig gemacht.“

Ich habe mich also ausdrücklich auf den ausgewiesenen Islam-Experten Hamed Abdel-Samad berufen. Dabei könnte ich noch einige andere benennen, die den Islam ebenfalls als eine faschistische Ideologie bezeichneten. So sagte Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime: „Der Islam ist vergleichbar mit dem Faschismus“, veröffentlicht in der Welt am 9.8.2007. Oder der Zeit-Verleger und Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, Josef Joffe, am 18.3.2004 im Artikel „Die Offensive des Islamo-Faschismus“.

Zudem ist dies eine Bewertung, also eine Meinungsäußerung, und keinesfalls eine Beleidigung, was den zweiten juristischen Fehler des Skandal-Urteils vom vergangenen Freitag bedeutet. Im Anhang mein Facebook-Eintrag, der mir 6 Monate Haft auf Bewährung, die auf 3 ½ Jahre läuft, und 100 Sozialstunden Zwangsarbeit einbrachte. Unfassbar. Ich soll unzweifelhaft mit diesem Rechtsbruch-Urteil zum Schweigen gebracht werden.

Der leitende Redakteur der Welt für Zeit- und Kulturgeschichte meint hingegen allen Ernstes, 6 Monate auf Bewährung sei eine noch geringe Strafe.

Mittlerweile berichtet in Polen die zweitgrößte Zeitung Super Express. Das polnische TV brachte es in den Hauptnachrichten. In Österreich, Tschechien, USA, Frankreich und Kanada ist der Skandal auf großen Internet-Blogs veröffentlicht. Was hier vorgefallen ist, erinnert an Zustände in einer Bananenrepublik und wird noch eine Menge Mobilisierungskraft entwickeln. Daher werde ich auch meine öffentliche Aufklärungsarbeit jetzt weiter intensivieren.

Selbstredend, dass ich dieses Urteil bis in die letzte Instanz und, wenn nötig, bis zum Bundesverfassungsgericht und zum Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte anfechten werde.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Stürzenberger


Es kam weder eine Antwort noch erfolgte eine Korrektur des SZ-Artikels. Daher ist die öffentliche Darstellung dieser linksverdrehten Propaganda geboten. Sie erinnert durchaus an Praktiken der Abteilung Agitation des Zentralkomitees, die jetzt im 2.0-Modus die Sozialistische Einheitsmeinung Deutschlands zur sogenannten „Friedensreligion“ verkündet: Gewalt, Töten, Terror, Krieg, IS und National-Sozialismus haben nichts mit dem Islam zu tun.

So enthielt auch die letztjährige Reportage der Süddeutschen Zeitung über den Nazi-Islam-Pakt folgerichtig einige grobe Fehler. Redakteur Ronen Steinke behauptete beispielsweise:

Als Hitler den Gast am 28. November 1941 in der Reichskanzlei empfing, vermied er es, die ausgestreckte Hand des Muslims anzunehmen.“

Eindeutig falsch, wie dieses historische Foto der Begegnung beweist:

Hier auch im Film zu sehen. Steinke zitierte in seinem Artikel bekannte Aussagen von Hitler und Himmler, in denen sie den Islam als kriegerische Religion loben, und bezog dabei auch mich ein:

„Der Islam ist unserer Weltanschauung sehr ähnlich.“ Dieser Satz wird dem SS-Führer Himmler zugeschrieben, der am Islam angeblich besonders den Märtyrerkult schätzte, die 72 Jungfrauen („Diese Sprache versteht der Soldat“), und solche Zitate hat etwa der Münchner Rechtspopulist Michael Stürzenberger, Autor des islamfeindlichen Webportals „Politically Incorrect“, schon triumphierend auf Plakate gedruckt, wie zum historischen Beweis für das wahre Gesicht des Islam.

Diese Aussagen werden dem SS-Reichsführer nicht zugeschrieben, er hat sei vielfach geäußert. Himmler war dem Großmufti in trauter Zweisamkeit verbunden und hatte die kriegerischen Elemente der islamischen Ideologie ganz richtig erkannt, nicht nur „angeblich“:

Ebenso der Ober-Nazi Adolf Hitler, der es bedauerte, dass Karl Martell im Jahre 732 n.Chr. bei Tours und Poitiers die islamischen Heere besiegte. Denn andernfalls hätten seiner Meinung nach die „mohammedanisierten Germanen an der Spitze dieses islamischen Weltreiches gestanden.“ Hitler hätte den kriegerischen Islam ganz klar dem feindesliebenden Christentum vorgezogen:

SZ-Mann Steinke zog daraus aber die falsche Schlussfolgerung:

Allerdings schlugen NS-Ideologen solche Töne erst nach einer Reihe von propagandistischen Wendungen an, die viel über rhetorische Flexibilität und Projektionen der Nazis verraten, aber wenig über das Innenleben einer Religion.

Ebenfalls falsch. Der Islam hat exakt das Innenleben, wie es die Nazi-Spitzenfunktionäre analysierten. Der Großmufti selber betonte immer wieder die Wesensgleichheit beider Ideologien:

In vielen Bereichen laufen die Ideale des Islams und des National-Sozialismus parallel:

1. Monotheismus – Einheit der Führung
2. Die ordnende Macht – Gehorsam und Disziplin
3. Der Kampf und die Ehre, im Kampf zu fallen
4. Die Gemeinschaft
5. Familie und Nachwuchs
6. Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens
7. Bekämpfung des Judentums

Bei den ideologischen Gemeinsamkeiten sind de facto noch hinzufügen:

– Gewalt- und Tötungslegitimation zur Durchsetzung der eigenen Ziele
– totalitärer Anspruch auf die alleinige Herrschaft
– Ablehnung der Demokratie
– Unterbindung jeglicher Kritik an der eigenen Ideologie
– Führerkult mit vollkommener Vorbildfunktion (Hitler – Mohammed)
– Verherrlichung der Männlichkeit und Erhebung des Mannes über die Frau
– fanatische Intoleranz gegenüber Andersdenkenden
– absoluter Wahrheitsanspruch
– völkischer bzw. religiöser Rassismus mit menschenverachtender Abwertung der Anderen
– eisern zusammenhaltende Volks- bzw. Religionsgemeinschaft
– Kollektivismus statt Individualismus

Über den damals weltweit leistungsstärksten Kurzwellensender in Zeesen südlich Berlins ließ der Großmufti ab 1939 seinen islamkonformen Judenhass in die arabische Welt schwappen:

„Der Jude war seit Mohammeds Zeiten nie ein Freund der Moslems. Der Jude ist der Feind, und ihn zu töten erfreut Allah.“

Schließlich rief er offen zum Dschihad gegen die Juden auf:

„Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“

Im Kosovo waren moslemische Waffen-SS-Männer auch an der Deportation von Juden beteiligt. In der SS-Division Handschar sollen sie zudem voller Inbrunst und außergewöhnlich grausam gekämpft haben:

Traurige Berühmtheit erlangte die SS-Division „Handschar“, die überwiegend aus Muslimen bestand und vor allem gegen Titos Partisanen auf dem Balkan eingesetzt wurde. „Sie bringen mit dem Messer um. Manchmal schneiden sie auch das Herz heraus“, schilderte voller Bewunderung der SS-Führer Hermann Fegelein, selbst ein Kriegsverbrecher, die Brutalität der „Handschar“-Männer.

Großmufti al-Husseini war vom Holocaust völlig begeistert, weil sein Lebensziel die Vernichtung aller Juden war. So wollte er auch in Palästina die Juden vergasen lassen, denn damit wären seiner Meinung nach alle Probleme in der Region gelöst. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist sogar der Überzeugung, dass der Großmufti treibende Kraft hinter der Idee der Massenvergasung von Juden war.

Der damals höchste Islam-Repräsentant der arabischen Welt schickte eiskalt 5000 jüdische Kinder aus Bulgarien ins Gas, die eigentlich im Austausch gegen im Ausland internierte Deutsche nach Palästina emigrieren sollten. Al-Husseini protestierte erfolgreich bei der SS und so wurden die Kinder in die Nazi-Vernichtungslager im damals von Deutschland okkupierten Polen transportiert, wo der sichere Tod auf sie wartete. Ein deutscher Beamter protokollierte, dass der Großmufti die Juden „am liebsten alle umgebracht“ sähe. Bereits 1933 hatte sich der leidenschaftliche Judenhasser über die Machtergreifung der Nazis gefreut:

„Die Muslime innerhalb und außerhalb Palästinas heißen das neue Regime in Deutschland willkommen und erhoffen die Ausweitung einer faschistischen und antidemokratischen Staatsführung auf andere Länder“

Aber SZ-Redakteur Steinke zweifelt an, dass bei den moslemischen Rekruten, von denen alleine 25.000 freiwillig in der SS-Division Handschar und weit über hunderttausend in anderen SS-Einheiten kämpften, religiöse Motive den Ausschlag gegeben hätten.

Der Nazi-Islam-Pakt war vielmehr unbestreitbar ein Bündnis von Brüdern im Geiste. Doch das leugnet die Süddeutsche Zeitung genauso wie die jetzt für jeden sichtbar stattfindende Ausbreitung des Islams, die Redakteur Steinke als „sogenannte Islamisierung des Abendlandes“ in Frage stellt. Das ist eben die mit blickdichten Scheuklappen versehene linksideologische Parallelwelt, in der sich die SZ befindet. Kontakt:

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