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Wortwahl der SPD: „Arschlöcher“ und „In die Fresse“

Sozen hatten noch nie eine gute Kinderstube. Selbst die Klügeren unter ihnen bevorzugen als authentische Ausdrucksmittel ihres geistigen Unvermögens Stinkefinger oder Schimpfwörter. Nicht ohne Grund mahnte Bundespräsident Steinmeier deshalb jetzt einen Debattenstil ohne Einschüchterung und Gewalt an, umsonst.

Die obszönen Schratweiber und cholerischen Wutschnauber in der SPD bestimmen, kaum von der Leine gelassen, den neuen inhaltlichen Stil der sozialdemokratischen Debattenkultur.

Da wäre zum Beispiel Johannes Kahrs, der sich an Gaulands Wortwahl „entsorgen“ stieß. Wie abgrundtief heuchlerisch oder bis zur Debilität verblödet man als SPD-Politiker sein kann, kommt darin zum Ausdruck, dass er eben selbst diese Wortwahl gegen Merkel nutzte, die er mit moralischem Getöse bei Gauland kritisiert. „Arschlöcher“ lautet sein Fazit und Beitrag zur neuen „Debattenkultur“ der SPD.

Andrea Nahles mags unverblümter

Nahles verfällt schon jetzt in den aggressiven Ton der paramilitärischen Straßenschläger, die am Wahlabend vor der AfD-Versammlung aufgezogen waren und die Teilnehmer bedrohten und angriffen. „In die Fresse“ lautet Nahles jüngstes politisches Motto, das sie den Schlägern entlehnt hat, und das man wohl getrost als „authentisch sozialdemokratisch“ einordnen kann.

Der Focus berichtet:

Kaum war die amtierende Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur neuen SPD-Fraktionschefin gewählt, leistete sie sich vor Journalisten einen beispiellosen Fauxpas.

Auf die Frage, wie sie die letzte Kabinettsitzung als Arbeitsministerin empfunden habe, sagte Nahles wörtlich: „Ein bisschen wehmütig, aber ab morgen kriegen sie in die Fresse.“ Offenbar hatte die SPD-Politikerin keine Bedenken wegen ihrer deftigen Wortwahl, obwohl Journalisten das Statement aufnahmen. Die Äußerung fiel nach der SPD-Fraktionssitzung und war im Fernsehen nicht zu sehen.

Erst am Tag zuvor hatte der SPD-Politiker Johannes Kahrs mit seiner Wortwahl für Aufsehen gesorgt. In einem Fernseh-Interview nannte er die neu in den Bundestag gewählten AfD-Abgeordneten einen „Haufen rechtsradikaler Arschlöcher“.

Nach diesen „Einstimmungen“ fragt man sich unwillkürlich, wann die ersten Abstimmungen im Bundestag so „begleitet“ werden, wie es die Sozialdemokraten von der Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz 1933 her kennen. Damals hatten sich SA-Schläger an den Eingängen des Reichstages aufgebaut, um die SPD-Abgeordneten einzuschüchtern. Also so ähnlich wie jetzt die Rote SA am Versammlungsort der AfD am Wahlabend. „Nichts dazu gelernt, SPD?“ Doch. Eben wie man die Nazi-„Argumente“ und Methoden auf heute überträgt und sich nutzbar macht. Auch die SPD hat verstanden.