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Propaganda von der Kanzel – Kirche dämonisiert die AfD

Fotocollage (links oben: Katrin Berger, rechts: Wolfgang Grosse, unten: Lars Hillebold).

Von PETER | In den vergangenen zwei Wochen wurde bereits ausführlich berichtet, mit welch hasserfüllter Arroganz die leitenden Kirchenfunktionäre der Amtskirchen, die Woelkis und die Kässmanns, auf das Ergebnis der Bundestagswahl reagiert haben. Da überrascht es nicht, dass auch die untere Ebene, die Gemeindepfarrer, ihre bischöflichen Leitwölfe bei der Diffamierung des Volkssouveräns noch übertreffen wollen und in das bösartige Geheul mit einstimmen. Schlimm ist dabei, dass diese Seelenhirten dazu ihr Predigtamt missbrauchen und die Kanzel als Propagandaplattform entweihen.

Am Schlimmsten jedoch ist, dass sie jahrtausendealte, ehrwürdige  Bibeltexte benutzen, um andersdenkende Demokraten  mit verbalem Dreck zu bewerfen.

Wir haben eine kleine Kostprobe zusammengetragen: „evangelische.de“, das Sprachrohr der links-grünen Protestanten, bringt wöchentlich eine Auswahl an Predigten, die am jeweiligen Sonntag gehalten wurden. Thema Nummer Eins war diesmal, na was wohl – der „erschreckende Wahlerfolg der AfD.

Wehklagen und ein kranker Vergleich

Den Anfang macht Pfarrerin Katrin Berger aus Levern anlässlich des Erntedankfestes  am 01.Oktober. Sie entblödet sich nicht und treibt mit dem Text des Buches Jesaja im Alten Testament Schindluder um die AfD zu diffamieren:

Gott, wie sollen wir dich preisen? Tief ist der Schmerz. Ziehst du uns heraus? Wir schreien zu dir. Mache du uns gesund. Lobsingen wollen wir dir, wir, deine Heiligen, und deinen heiligen Namen preisen!

Dies ist die Klage über die Zerstörung Jerusalems und die Deportation des jüdischen Volkes durch  die Babylonier. Frau Berger stellt dieses katastrophale Ereignis auf eine Stufe mit dem Abschneiden der AfD am 24. September. Fassungslos fragt sie, so wie der Prophet auf den Trümmern des zerstörten Jerusalems:

„ERNTEKLAGE in Levern, eine Woche nach der Wahl in Deutschland.

Wie vor vielen Jahren in Jerusalem, wie in Jesaja steht: „Warum haben wir „gemacht und getan“, aber du siehst es nicht an? Wir haben uns gedemütigt, aber du erkennst es nicht an!“ [Jes 58, 3]

Das Wahlergebnis hat der guten Frau zum Erntedank buchstäblich die Petersilie verhagelt. Offenbar hat der Herrgott ihr „Machen und Tun“ nicht genügend honoriert. Worin wird dieses „Machen und Tun“ wohl bestanden haben? Bestenfalls war es Wahlwerbung für die Altparteien, schlimmstenfalls Verhetzung von „rechten“ Gemeindemitgliedern – beides gottlob mit mäßigem Erfolg. Dafür hadert sie jetzt mit ihrem Schöpfer und nutzt das Erntedankfest – traditionell ein Fest der Freude –  zur Klage über Gott und die Welt. Eine miesepetrige Verliererin ….

Sogar die Brötchen riechen nun nach Schwefel

Mit geradezu expressionistischer Wortgewalt hingegen versucht Pfarrer Wolfgang Grosse aus Bremen Ordnung in seine Gedanken zu bringen. Er kann es nämlich immer noch nicht fassen:

„September 2017. der Fünfundzwanzigste. Ein Montagvormittag. Nach der Wahl. DER Wahl.

Wunden lecken. Allgemeines Entsetzen. Ich bin zurück in der lauten, und immer noch merkwürdig stillen Stadt. Der graue Nebel will sich nicht heben. Bremen liegt im Flusstal. Noch immer wird scheinbar auf Prozente und Farbbalken gestarrt.

Stumm. Wie konnte das passieren? Vielleicht ist es aber einfach auch nur der Flussnebel. Ich lege die mitgebrachten Brötchen für das gemeinsame Frühstück auf den Tisch. Unser Hausbäcker hat sein Bestes getan. Golden knusprig liegen sie da. Meine Frau starrt mich an. „Wie kannst du nur nach dem gestrigen Abend? Ich habe Angst!“

Aber angesichts des Wütens der Rechten spendet das Wort des Propheten Jesaja Trost und Hoffnung für des Pfarrers Frau und dessen treue Gemeinde:

„Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“

Na, dann wollen wir mal hoffen, dass die vielen Hilfeschreie in unserem Lande nicht mehr so oft ungehört verhallen. Es werden der Schreie nämlich immer mehr, in nächtlichen Parkanlagen und neuerdings auch am helllichten Tage und auf offener Straße.

Die AfD-Dämonen greifen nach dem Himmel

Die größte visionäre Gabe jedoch besitzt Pfarrer Lars Hillebold von der Kirche  Kurhessen-Waldeck. Er sieht die Mächte der Finsternis heraufziehen und die Macht auf Erden ergreifen. Dazu  zieht  er  das Gleichnis vom fallsüchtigen Knaben heran:

„Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn zu Boden; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr.“

Aber was sind schon Dämonen zu Jesu Zeiten für Pastor Hillebold? Richtig, Peanuts!  Heutzutage steigen die Orks in düsteren Scharen aus der Tiefe der Wahlurne:

„Ganz andere sind in diesen Tagen aus dem Tal der Dämonen heraus auf dem Gipfel ihres politischen Erfolgs angekommen. Im Sammelbecken hatten sie sich getroffen, die heimlichen Rechten und die unheimlich Enttäuschten. Blühende Landschaften haben sich nicht überall gebildet. Und selbst unter den Gebildeten finden sich Ängste vor den Fremden und einer allzu globalen Welt.“

Na ja, die Gebildeten können eben täglich nachlesen, zum Beispiel im französischen „Figaro“ oder im englischen „Manchester Guardian“, wohin Multikulti unvermeidlich früher oder später hinführt. Aber  Schaum vor dem Mund hat wohl vor allem der Herr Pastor auf seiner Kanzel. Am liebsten möchte er offenbar alle AfD-Wähler ins Tal der Dämonen zurückwünschen ….

Diese kleine Blütenauslese zeitgenössischer christlicher Predigtkultur mag genügen. Zumindest ist es ein Trost, dass die Zuhörer solcher unsauberen und unchristlichen Ergüsse immer weniger werden …

Fragen zu diesen Predigten kann man hierhin richten:

» katrin.berger@yahoo.de
» grosse@kirche-bremen.de
» lars.hillebold@ekkw.de


(Hinweis an unsere Leser: Wir bitten Sie bei Schreiben an die Kontaktadresse, trotz aller Kontroversen in der Sache, um eine höfliche und sachlich faire Ausdrucksweise.)