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100 Prozent!! Schulz fällt um …

Von PETER BARTELS | Die drei Säulen der Demokratie? Legislative … Judikative … Exekutive! Frei: Politiker, Richter, Polizei. Es gab auch mal eine vierte Säule – die Mediokative. Vorbei, zur Mediokratie verkommen. Nicht mehr Wachen über Politiker und Politik. Nur noch Machen: Politiker und Politik. Vor allem Mit-machen …

Seit Tagen findet in Deutschland ein Schauspiel statt, gegen das der Hexentanz auf dem Blocksberg ein Wiener Walzer ist, Schuhplattler meinetwegen. Seit Merkel ruhmlos aber umjubelt von den alten Männern des CDU-Totenschiffs auf der Fahrt nach Jamaika im schwarz-gelb-grünen Bermudadreick versank, werden die angeblichen FDP-Klabautermänner Lindner und Kubicki von News-Schrullen wie Slomka geteert und gefedert … Von ARD-Topflume Maischberger, oder ZDF-Klosterschülerin Illner gekielholt … Von „Tirolerhut“ Lanz, Schühchen scharrend, an den Mast gespießt …

Das Totenschiff der Union war kaum zur Geisterstunde abgesoffen, da heulten die ersten Klageweiber am Mainstream los: Für BILD ein vergilbter Rolf Kleine, Ex-SPD-Wahlkampf Kanalarbeiter. Auch Süddeutsche Alpen Pravda, ZDF, ARD – die Schalmeien kreischten, wie seit Ulbricht und Honecker nicht mehr. Ein Gespenst watschelte plötzlich („Na und?“) durch Deutschland: Neuwahlen!! Aber die ersten Umfragen waren vernichtend: Fast jeder zweite Deutsche (49%) sagte: Die AfD werde am meistens profitieren! Schlimmer: Laut INSA (und die wissen’s immer am besten): Die CDU verlor trotz Rekord-Pleite bei der Wahl schon wieder 3 Prozent – jetzt nur noch 30 Prozent!! Am allerschlimmsten: Die AfD gewann trotz Rekord-Sieg bei der Wahl schon wieder fast 3 Prozent dazu – jetzt 14 Prozent.

Und dann legten auch noch einige Redner der 90 AfD-Bundestagsabgeordneten (glänzend angezogen und gekämmt) einen fulminanten Start im Reichstag hin – ein Paukenschlag nach dem anderen!! Während sich die, die schon länger da saßen oder schwänzten, den zwingenden Argumenten (Euro- und Flüchtlings-Lüge, Gesetzesbrüche, Wählerverachtung,) nur noch mit Verstoßen gegen die Rede- also Hausordnung zu wehren wußten, wie eine schrille SED/LINKE: „Nationalistisch, Rassistisch, Militaristisch!“ Remember DDR-Volkskammer! Vierzig Jahre SED-Sprech, seit DDR-Sudel-Ede hinlänglich bekannt. Sogar der Bundestagspräsident war knirschend gezwungen zu versprechen, diese Entgleisung vor den Ältestenrat bringen zu wollen.

Jedenfalls spätestens jetzt m u ß t e n alle Ghostbusters her. Und die legten los. Rund um die Uhr. Kein „Radio – NDR, WDR, HR, BR – Belgrad“, das nicht unverhohlen vor Neuwahlen warnte: Macht nur die AfD stärker!! ARD, ZDF, PHOENIX, N24, ntv warnten stündlich unterschwellig bis unverblühmt vor der AfD-Machtergreifung; das Doof-TV von RTL, SAT1 bis Prost 7 wissen eh nicht, was das war, plappern aber blond und blöd wie immer alles nach. Sogar Kirchen-Krösusse wie Bedford-Strohm warnten, wie die Pfaffen einst Hitlers Polen-Panzer segneten. Und Kardinäle wie Marx (ja, die Brokat- Wampe) , wäre sicher bereit, die letzten Exorzisten auf die AfD-Wähler loszulassen, wenn sie so die Klingelbeutel für Afrika und die Ablass-Steuer für’s Kirchensteuer-Gehalt (12.000 Euro) retten könnten.

Und so knatterten Ghostbusters allerorten los. Bei BILD: „Knickt Schulz ein?“ Dann raunten sie: „Widerstand gegen GroKo-Absage wächst!“ Lauter: „SPD-Chef morgen bei Steinmeier!“ Dann war der St. Martin beim Genossen in Canossa Bellevue. Sogar anderthalb Stunden! BILD hechelte hernach seelig: „Nach acht Stunden Beratung: SPD ist bereit für Gespräche“. Und die Alpen Pravda schnappatmete: „Nur Mut, SPD!“ Nur der SPIEGEL gab ausnahmsweise den Spielverderber: „Bloß nicht wieder vier Jahre Groko.“ So blieb „100 Prozent-Martin“ bei seiner Audience auf PHOENIX und vor den übrigen Presse-Plebs leicht verkniffen: Wie immer wir jetzt auch entscheiden, wir werden die SPD-Mitglieder fragen!

Aber allererstmal müßen auch die übrigen Parteilvorsitzenden nächste Woche nochmal zum Rapport beim Genossen Präsident antreten. Gemeinsam: Stillgestanden, die Augeeen links … (wohin sonst?!) Damen und Herren, es geht um Deutschland! Oder so ähnlich, wird er sagen, der Sozi-Schwafler.

Nein, Euer Gnaden Silberlocke, diesen Parteien geht es nicht um Deutschland. Es geht ihnen um dicke Diäten. Um Dienst-Diesel. Um Millionen für die Widerstandskämpfer gegen Deutschland! Um noch mehr Milliarden für „Flüchtlinge“. Um weitere vier Jahre Zeit und dann richten sie sich die Datsche mit goldener Rente ein.

Nicht mal, BILD, der größte Zeitungs-Eunuch der letzten Jahre wußte, worum es Deutschland, also den AfD-Wählern, geht, als sie unter der Überschrift auflistete: „Was bringt uns eine GroKo? Irgendein SPD-Kleine laberte los… Übersetzt: Vielleicht etwas weniger Steuern … Vielleicht etwas weniger Soli … Vielleicht etwas mehr Kita, dafür noch etwas weniger Eltern … Vielleicht etwas mehr Häusle.

Auch wieder etwas mehr Deutschland? Etwas weniger Sozialschmarotzer aus Afrika? Etwas weniger Hauseinbrüche? Etwas weniger Vergewaltigungen ? Etwas mehr Polizisten, die sagen dürfen, was ist, nicht, was sein soll? Etwas mehr Richter, die nicht auf Allahs Auge blind sind? Etwas mehr Heimreisen für Gesetzesbrecher?

BILD sagte kein einziges Wort…Schließlich geht‘s ja um die Herrschaft der Herrschenden. Um Germoney, nicht um Deutschland. Es MUSS gelingen. Sonst kommt die AfD! Und dann ist das schöne Leben der High Society vielleicht vorbei.

Vielleicht. Vielleicht aber sind auch nur die Grenzen wieder dicht. Und Deutschland wird langsam wieder Deutschland. Und jeder kann sagen, was er denkt, ohne Angst vorm Kleinen Sozi, der auf Facebook so gern den Großer Bruder macht. Gut, Saus und Braus wäre wohl vorbei. Aber die Rentner müßten nicht mehr in Mülltonnen nach Essen suchen …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!