1

Necla Kelek: Familiennachzug fördert Parallelgesellschaften

Islamkritikerin Necla Kelek.

Necla Kelek, eine der klugen Köpfe der Islamkritik, hat sich in die aktuelle Diskussion um den Familiennachzug so genannter Flüchtlinge eingeschaltet. Bekanntlich will ja gerade die SPD bei diesem für ihre nichtdeutschen Neubürger so wichtigen Thema punkten und keine Abstriche machen. Keleks Thesen richten sich klar gegen diese Position, hier zusammengefasst im FOCUS:

Die SPD fordert für eine Große Koalition den Familiennachzug. Doch der sei ein ganz falscher Weg, sagt Islamkritikerin Necla Kelek. Sie warnt die SPD deutlich davor, den Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige wieder zuzulassen. Der Familiennachzug fördere Parallelgesellschaften.
 
[…] Sie sagte der „Welt“: „Der Familiennachzug fördert gerade Parallelgesellschaften und sendet zudem das falsche Signal an Menschen in ihren Heimatländern.“ Lieber sollte es keine Große Koalition geben, als eine, die unter einem solchen Zugeständnis zustande komme. […]
 
SPD-Vize Ralf Stegner hatte zuvor betont: Alle, die mit der SPD reden, müssten wissen, dass der Familiennachzug zu den „humanitären Verpflichtungen“ gehöre, bei denen es keine Abstriche geben werde.
 
Die türkischstämmige Kelek kritisiert das Beharren der linken Parteien auf dem Familiennachzug. Familie heiße in orientalisch-muslimischen Gesellschaften die Großfamilie, die Sippe, die patriarchalisch organisiert ist. […]
 
Sie sagt: „Mit dem Familiennachzug importieren wir ein islamisches Familiensystem, das erst zu Parallelgesellschaften und Integrationsproblemen führt. Niemand braucht sich mehr anzupassen, man kann unter sich bleiben und Traditionen wie die Kinderehe, Frauenunterdrückung oder Gebärzwang weiterleben.“ […]
 
Einige Islamwissenschaftler kritisieren, sie habe den Boden einer wissenschaftlich fundierten Islamkritik verlassen.

Wie üblich, wenn die Realität angesprochen und es zu unangenehm wird. Man kann ihre Thesen aber recht leicht wissenschaftlich überprüfen. Die „einigen“ Islamwissenschaftler könnten Kriterien aufstellen für eine Integration und diese dann bei den vereinigten arabischen Großfamilien in Deutschland überprüfen:

Wie viele Kinder der Abou Chaker aus Berlin oder der Miri in Bremen sind in der Jugendfeuerwehr, wie viele der Frauen beim Frauenturnen oder beim Marathon mit dabei? Wie viele Mädchen aus muslimischen Familien dürfen ihr Kopftuch ablegen, beim Schwimmen (mit Jungen) mitmachen, mit auf Klassenfahrt, wenn sie der Papa in Deutschland in die Arme schließt (der sie vorher in der Heimat vergessen hat) und die Familie glücklich vereint ist?

Necla Keleks Kritiker sollten tatsächlich einmal Feldforschung betreiben und zwecks Befragung in arabisch-islamische Groß-Familien gehen und dort danach fragen. Ein Erkenntnisgewinn wäre definitiv garantiert!