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Anne Will Nicht

Von JEFF WINSTON | Wo ein Wille, da ein Weg – keineswegs bei Anne Will. Wer diesen Sonntag zur gewohnten Anne-Will-Sendezeit schmerzhafte Hintergründe über den doppelten Königsmord bei der SPD oder den kakophonen Kakerlaken-Chor der gärenden CDU-Usurpatoren nach dem desaströsen Koalitionsbasar-Geschachere erfahren wollte, dem setzte die ARD elegant eine Uralt-Folge von „Mordkommission Istanbul“ vor.

Die politische Talkshow am Sonntagabend um 21:45 Uhr ist der traditionelle Abschluss eines TV-Wochenendes. Angesichts der närrischen Karnevals-Programmierung der Öffentlich-Unrechtlichen war zwar grundsätzlich keine „Anne-Will“-Sendung eingeplant, allerdings verabschiedete sich Anne Will am Ende der vergangenen Sendung mit folgendem Satz:

„Wenn nichts dazwischen kommt, sind wir nächsten Sonntag nicht da, sondern im Karneval. Aber wenn was passiert, kommen wir natürlich zurück.“

Schlüsselwoche des politischen Unwillens in Deutschland

Seitens der ARD räumt man nun ein, dass eine außerplanmäßige Ausstrahlung der Sendung redaktionell durchaus vorgesehen war. Die Debatte über diese Schlüsselwoche des politischen Unwillens und der selbsterzwungenen Nichthandlungsfähigkeit der ehemaligen Volksparteien CDU und SPD (Insa-Umfrage: 29,5 Prozent und 16,5 Prozent) wurde aber wohl aus Pietätsgründen komplett unter den Teppich der politischen „Will-ensbildung“ gekehrt. Was nicht sein kann – darf auch nicht kommentiert werden in der medialen Meinungsdiktatur 2018. Denn es könnte Teile der Bevölkerung verunsichern.

Fassen wir zusammen, was diese Woche „nicht passiert“ ist:

1. Nach fast fünf Monaten Feilschen, Schachern und Geschwurbel steht ein „Koalitionsvertrag“.

2. Der „Mann mit den Haaren im Gesicht“ ist endlich weg, als Parteivorsitzender und Außenminister – eiskalt zurück nach Würselen entsorgt ins politische Aus – von 100 auf 0 in einem Jahr – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der ältesten Partei Deutschlands.

3. Auch die verstrahlte Bio-Tonne Sigmar Gabriel wurde vom SPD-Parteivorstand nach Goslar-Gorleben entsorgt.

4. Der größte Wahlverlierer der Bundestagswahl, Vollhorst Seehofer wird Innenminister und bekommt ein „Heimat-Ministerium“ – ein weiteres veritables AfD-Abwehr-Ministerium. Der bayerische AfD-MdB Petr Bystron wurde noch vor Monaten vom Verfassungsschutz observiert, als er das Wort „Heimat“ in den Mund nahm – mit Gestapo-ähnlichen Hausdurchsuchungen morgens um sechs Uhr.

5. Der „Judas Priest“ der SPD, Spesenritter Schulz, wird der dreifachen Lüge überführt – ehemals „der Hahn dreimal krähte“.

6. G-20-Spitzen-Organisator Olaf Scholz verlässt Hamburg und soll Finanzminister werden – „Welcome to Hell“! Scholz statt Schulz – ein Sympathieträger repliziert den anderen.

7. Andrea Nahles – die Königin der a-nahlen Ausdrücke – wird designierte SPD-Parteivorsitzende.

8. Die SPD muss dank der aufbegehrenden Juso-Kevinisten um die Mitgliederzustimmung zum GroKo-Vertrag bangen.

9. In CDU werden erste Usurpations-Stimmen laut, weil Merkel alle CDU-Schlüsselministerien zum eigenen Machterhalt an die „Koalitionäre“ verschenkt hatte – wer CDU wählt, bekommt SPD. Das kapieren nun auch die letzten Stimmvieh-Doofies der ehemaligen Grand Old Party der Grandmother of Desaster.

10. Das totale Chaos auf allen Führungsebenen der Altparteien CDU und SPD wird entlarvt – AfD wirkt!

Ausge-Merkelt!

Was sagt die ARD? „Gleichwohl hat die Redaktion ‚Anne Will‘ natürlich intensiv daran gearbeitet, außerplanmäßig zu senden. Allerdings hatten sich potenzielle Gäste für eine einstündige Gesprächssendung an diesem Sonntag offenbar Zurückhaltung auferlegt.“

Diese mediale Sprachlosigkeit im Lückenfernsehen hätte die ausge-merkelte Blutraute Angela – zum Beispiel mit den Vorsitzenden der Oppositionsparteien gut ausfüllen können. Sie hat derzeit erhöhten Redebedarf und ließ ihre Hofschranzen vom ZDF am selben Tag eine eigene Kanzletten-Sondersendung (mittels „Berlin direkt“) um 19.10 Uhr anberaumen, in der sie einem Millionenpublikum versicherte, nicht noch für „weitere zwölf Jahre als Kanzlerin“ Deutschland mit Volldampf in den Ruin zu reiten (PI-NEWS berichtete).

Mit dem Zweiten lügt man besser, denn Anne Will wollte einfach nicht

Hingegen durfte Deutschland eine Uralt-Folge von „Mordkommission Istanbul“ genießen, in dem integrationsbemühte Schauspieler aus Deutschland, Spanien und Polen versuchen, türkische Komparsen zu mimen. Darunter ein männliches Ex-Model mit Migrations-, Drogen- und häuslicher-Gewalt-Hintergrund als Kommissar. Einziger Lichtblick an diesem Abend nach einer der wichtigsten Schlüsselwochen der deutschen Politik: Natalia Avelon, die hübsche Polin spielte „Leyla Ertem“ … ein kleines Trostpflaster für die GEZ-Sklaven.

Die Deutschen finanzieren die über 22.000 öffentlich-rechtlichen Vollzeit-Mitarbeiter vom Schwarzen Lügen-Kanal ARD mit immerhin 6.000.000.000 Euro durch ihre monatlichen Rundfunkgebühren, ohne aufzumucken. Zum Dank dafür werden sie von frühmorgens (MoMa) bis spätabends (tagesthemen-Maischberger-Mordkommission-Istanbul) von den verschwenderischen Zwangsgeldempfängern desinformiert.

Ein ARD-Intendant erhält zwischen 270.000 und 400.000 Euro „Gehalt“ jährlich. Der „Informations-Gehalt“ dagegen läuft im Jahr 2018 gegen Null. Die Schweiz stimmt am 4. März über die Abschaffung der Zwangsgebühren ab – dies fordert auch die AfD für Deutschland.