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Schulz & Merkel! Und der Verlierer ist … Deutschland!

Von PETER BARTELS | Es ist vollbracht – eine GroKo, die nie eine war. Seit kurzem mit 47,5 Prozent nicht mal mehr die Mehrheit: CDU/CSU 30,5 %, SPD 17%. Und die AfD mit 15 Prozent auf dem Weg zu den Sternen.

Am Ende gings, wie immer bei CDU, CSU und SPD, nur noch um Posten, also Penunze und Pension. Am meisten bekam diesmal die SPD, die am wenigsten gewählt wurde: Außenminister, Finanzminister, Justizminister, Arbeit, Umwelt, Familie, Soziales. „Vize-Kanzler“ wird einer, der „niemals!“ aus Hamburg wegwollte, Olaf der Dröge (Scholz) von der Waterkant. Und Martin Schulz, der nach der SPD-Wahlkatastrophe gefühlte „300 Mal“ versprach: „Nie mehr GroKo“ … „Niemals Merkel“ … wurde zum größten Wortbrecher seit Petrus seinen Jesus vor 2000 Jahren dreimal verleugnete. Und Martin ging zum Regenbogen … Er ging dahin, wo er seit seiner Sauf-Zeit in Würselen immer hingeht, weil am Ende des Regenbogens für ihn immer der Geldtopf stand. Diesmal geht er natürlich mit gespielt verkniffenen O-Beinen.

Die CDU? CSU? Merkel? Drehhofer? Alexander Gauland (AfD), der 26 Jahre (auch Staatssekretär) in der CDU war, brachte es kurz und schmerzvoll auf den Punkt: Die CDU hat sich völlig aufgegeben, sie ist nur noch eine leere Hülle. Und alles nur, um Merkel als Kanzlerin zu halten … Europa? Kein deutsches, nur ein SPD-Thema; man fragt sich, warum Macron nicht gleich ins Kanzleramt einzieht …

Bernd Baumann (AfD): Jeden Monat 19.000 neue Migranten, mehr als USA, Kanada und Australien zusammen … Trotzdem keine Obergrenze … Herr Seehofer, viel Vergnügen bei der Landtagswahl in Bayern …

Kurz vorher hatte AfD-Chef Meuthen nach Berlin dazwischengefunkt: Die SPD ist zur Zwergenpartei geschrumpft! … Wohl wahr, aber der kleine Zwerg sagt den großen Zwergen wo’s lang geht. Sogar der PHOENIX-Paladin Fallois mosert: Eine schiefe Verteilung – die CDU hatte bei der Wahl 33, die SPD 20 Prozent … Tja, Herr Kollege, so ist das mit der Macht und der Begehrlichkeit. Außerdem: Die Plumpackebacke mit der „Riesenkiste“ will wenigsten in die deutschen Geschichtsbücher, wenn’s schon kein Friedensnobelpreis sein darf, oder der Sesselfurzer-Thron der UNO.

Der Bonner Politik-Professor Tilman Mayer doziert dann auch unfreiwillig komisch: Merkel muß nochmal zu voller Form auflaufen … Sooo eine starke SPD im Kabinett … Da ist eine gewisse Erpressung wahrzunehmen … Und die CDU-Basis muß ja auch noch abstimmen … Gottseidank gibt es jetzt erst mal Karneval, seufzt der PHOENIX – Fallois. Und wie: Mit Alaaf und Helau PHOENIX mittendrin: Merkel muß nochmal zu voller Form auflaufen … Wann, Herr Professor hatte sie je irgend eine Form? Gut, sie war mal schlanker …

Dann versucht PHOENIX das Warten auf die „Drei von der Tantiemen-Tankstelle“ totzuschlagen. Ein Reporter, der aussieht wie ein gekämmter Kurde aber Herrmann heißt (Vorname Brando, pardon Marlon), fragt zwei Hinterbänkler/Innen in EU-Straßburg: Eine ältliche SPD-Mutti mit Merkelraute vor der Bauchrolle lobt mit sächsischer Zunge die neue GroKo. Für die FDP kritisiert ein nettes Mondgesicht mit Engelhaar, fränggischerrr Zunge und sehr offenen Knien. Dann strahlt Merkels Pfannkuchen Altmaier im Hemd, Grösse Vierpersonenzelt, wie ein Urlauber, die Jacke lässig über der Schulter: Ich will jetzt Duschen… Und der kommende CSU-Wahlverlierer Dobrindt: Wir mußten halt erst raus aus den Schützengräben …

Immerhin: Der aus Bayern endlich nach Preußen entsorgte Drehhofer wird zum Innenministerium auch den Bereich HEIMAT bekommen; letztes Jahr wurden AfD-Mitglieder wie Petr Bystron für diese HEIMAT noch von Drehhofers Amigo Hermann mit dem „Verfassungsschutz“ gejagt. Die IDENTITÄREN übrigens immer noch. Wird Merkels Teppichvorleger jetzt auch die CSU überwachen lassen? Aufpassen, Franz Josef Strauß, wer weiß, der Hermann greift zum Spaten … In der erbärmlichen CSU-Pressekonferenz in Berlin konnte jedenfalls keiner vom CSU-Elferrat was mit der Frage nach „Heimat“ anfangen. Jeder grinste, warf die heisse Heimat-Kartoffel dem anderen zu. Dann verarscht SPD-Verhandler Hubertus Heil, dessen Kropf fast schon so groß ist wie sein Kopf, grinsend CDU/CSU: Die SPD hat gut verhandelt, aber alle Ministerien waren diesmal noch nicht drin!

Ein anderer höhnt gemeiner: Die CDU ist froh, dass sie das Kanzleramt behalten hat … Gut, dass Merkel zum Lachen schon lange in den Keller von Märklin-Bahnhofsvorsteher Drehhofer geht. Der PHOENIX- Professor nennt Andrea Nahles („Ab morgen gibt’s auf die Fresse!“) an der Spitze der SPD lakonisch eine „aparte“ Konstellation. Klar, Merkel watschelt ja auch an der Spitze der CDU. Und Liz Mohn an der von BERLSMANN, Friede an der von SPRINGER. Nur Tanit, an der Spitze von BILD ist schon mal stiften gegangen. Hier Leser-, dort Wähler-Schwund.

Immerhin: Der ewige Diäten-Baron Volker Bouffier (CDU) strahlte: Ich fühl mich wohl … Malu Dreyer (SPD) wenig später: Miau! Ich auch …“ Michael Hüther, „Direktor“ vom „Institut der deutschen Wirtschaft“, also einer der üblichen Lobbyisten und Handaufhalter, huldigt dem Kompromiss, spricht über Zeiträume, in denen ER längst in Rente oder tot ist. In Rente mit 70 beispielsweise. Dabei hat die SPD doch Genosse Schröders Renten-Rad schon bei der letzten GroKo von 68 auf 63 Jahren zurück gedreht … Schließlich atmet auch der CSU-EU-Eumel Manfred Weber durch: Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir über Gewinner und Verlierer reden … Wir haben Lust zu regieren! Dann auf EU-Bayrisch: Wir wollen unser European of Life! … Jau, inklusive Kreuze abhängen im Gericht, wenn ein Neu-Bayer namens Ali oder so angeklagt ist.

Dann endlich Merkel: Es hat sich gelohnt für Deutschland, ähhh, oder unser Land, ähhh, mit und ohne Migrationshintergrund … Schulz: Die Koalitionsverhandlungen waren die kürzesten aller Zeiten … Drehhofer: Wir haben verstanden …

„Nicht regieren ist besser als falsch regieren“, zitierte gestern Alexander Gauland (AfD) Christian Lindner (FDP). Beide haben Recht. Und wie!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Nimmt kein Blatt vor den Mund: Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!