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Chemnitz: AfD/Pegida verweist Linke, SPD & Grüne in die Schranken

Von JUPITER | Waren es nun 3.500, 4500, 6000 oder über 10.000 Menschen, die am Samstag in Chemnitz mit AfD und Pegida auf die Straße gingen? Am Tag danach stabilisieren sich nach anfänglichem Rätselraten die hohen Teilnehmerzahlen von AfD und Pegida beim Trauermarsch für Daniel Hillig (35), der vor einer Woche von einem vorbestraften irakischen Asylbewerber und dessen syrischem Kumpanen brutal erstochen wurde.

Eines steht fest: Mindestens 8000 Menschen schlossen sich dem Aufruf von AfD und Pegida an. Diese Zahlen werden inzwischen (Sonntagnachmittag) offiziell von der Polizei eingeräumt. Dagegen stehen nach Polizeiangaben 3000 Gegendemonstranten von 70 Vereinen und von Linken, SPD sowie Grünen. Damit nahmen weit mehr als doppelt so viel Menschen am Trauermarsch von AfD und Pegida teil als bei Linken, SPD und Grünen.

Es sollte nach dem Willen der Regierenden ein Kräftevergleich des Establishments mit den „Unberührbaren“ von AfD und Pegida werden. Der Schuss ging nach hinten los. Die Systemmedien tun sich nun sichtbar schwer, die wahren Teilnehmerzahlen zu veröffentlichen. Denn dann müssten sie ungeschminkt über den grandiosen Zuspruch der AfD/Pegida-Demo berichten. Also werden Gesamtzahlen gemengt und kolportiert, wo Einzelzahlen über die Demo und Gegendemo eindeutige Klarheit über Kräfteverhältnisse und Zuspruch brächten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stadtverwaltung Chemnitz niedrigere Teilnehmerzahlen meldete als die Polizei. Ein kursorischer Überblick der großen Medienportale zeigt, wie kunterbunt „Wahrheiten“ verbreitet werden:

Teilnehmerzahlen AFD, Pegida, Pro Chemnitz:

SPON meldet 4.500 (1.9., 18.45 Uhr) , die FAZ 8.000 (1.9., 21.38 Uhr), die Süddeutsche 4.500 2.9., 14.03 Uhr), die Zeit 8.000 (2.9., 13.54 Uhr), Welt 8.000 (2.9., 14.42 Uhr).

Teilnehmerzahlen Linke,SPD, Grüne, 70 Vereine:

SPON 4.000, FAZ keine Angaben hierzu, Süddeutsche 4.000, Zeit 3.000, Welt 3.000.

Die Portale räumen zum Teil ein, dass aufgrund unterschiedlicher behördlicher Angaben zuvor ausgeglichene Teilnehmerzahlen bzw. niedrigere Teilnehmerzahlen vorgelegen hätten. Offensichtlich hielten es die amtlichen Stellen für ratsam, die anfänglichen Zahlen nach oben zu korrigieren. Interessant und aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Chemnitz der Süddeutschen nur 4.500 AfD/Pegida-Teilnehmer bei 4.000 Gegendemonstranten mitgeteilt hat. Hat die Oberbürgermeisterin Ludwig persönlich gezählt?

Ob die „amtlichen“ Zahlen nun der letzten Wahrheit entsprechen, darf schon im Hinblick auf die kontroversen Polizei- und Stadtverwaltungsangaben bezweifelt werden. Das Hin und Her zeigt aber erneut exemplarisch, dass sich AfD und Pegida hinsichtlich der medialen Kommunikation nach außen stärker aufstellen muss. Was nützt es, wenn man bei einem bundesweit bedeutsamen Topereignis wie Chemnitz Tausende, vielleicht über 10.000 auf die Straßen bringt und die Deutungshoheit über die Gesamtzahl der Marschierer mangelns eigener Dokumentation dann anderen, nämlich den Linken, den Behörden und dem Establishment überlassen muss?

Damit kein Missverständnis aufkommt: es war eine machtvolle Demonstration von couragierten Bürgern, die dem Aufruf von AfD und Pegida gefolgt waren, still und der Trauer entsprechend angemessen durch Chemnitzer Straßen zu ziehen, um dem Mordopfer, den beiden verletzten Männern und ihren Angehörigen Gedenken und Mitgefühl entgegen zu bringen. Der Lügen-Woche der Systempresse über angebliche Hetzjagden, Pogrome, braunen Mob und marodierende Horden setzten die Demonstranten aus Chemnitz und dem Bundesgebiet ein starkes Zeichen entgegen, mit dem sie den wahren Hetzern aus der gegenwärtigen Regierung den Wind aus den Segeln nahmen und die Veranstalter sich als demokratische Partei und Organisation präsentierten. Im schönen Gegensatz zu den schrillen Kundgebungen von über 70 Vereinen, angeführt von SPD-Hetzern, die im Verein mit linken Chaoten den friedlichen Marsch von AfD und Pegida mit Wort und strafbarer Tat – letztlich erfolgreich – störten.

Dennoch fehlte es auch hier wieder, wie PI-NEWS bereits beim Gauland-Sommer-Interview berichtete, bei der Live-Berichterstattung an (nicht verschuldeter) Augenhöhe zu den Systemmedien. Man erinnert sich noch gut an die Inthronisierung von Donald Trump, als es tagelang um die Deutungshoheit ging, wer denn jeweils mehr Zuschauer vor Ort auf die Straßen gebracht habe. Donald Trump oder Barack Obama? Diese scheinbar nebensächliche Frage wuchs sich nicht ohne Grund zum medialen Kriegsschauplatz aus. Die Trump-Anhänger machten die Beliebtheit ihres Präsidenten an nackten, harten Zahlen und Fakten fest, die Gegner hielten dagegen. Dahinter steckt die einfache aber deutliche sportliche Weisheit von „Knapp daneben ist auch daneben“ und „Nur der Erste zählt“.

Es kommt also auf die belastbar nachweisbare Wahrheit an. Fast eine Woche lang konnten deutsche Regierung und Systemmedien in alle Welt „Wahrheiten“ verbreiten, die sich jetzt als Lügen herausstellen. Das war nur möglich, weil diejenigen über kein entlastendes Tatsachen- und Videomaterial verfügten, gegen die das Lügennetz gesponnen war. Die „Pogrome“ (HAZ) und Hetzjagden (Kanzler-Sprecher Seibert) von „marodierenden Horden“ (n-tv) schrumpften am Ende dennoch zu einem von Linken verbreiteten Wackel-Video zusammen, auf dem ein Mann einem anderen hinterherläuft. Sonst nichts. Was Anlass der Szene war, blieb bis heute unklar.

Zweifellos steht aber auch fest: Ohne das halbe Dutzend freier Livestream-Reporter von z.B. PI-NEWS, Jouwatch und anderen wären am Samstag wieder nur allenfalls mündliche und schriftliche Berichte über die Chemnitzer AfD-Demo mit Angaben zur Beteiligung bekannt geworden. Es hätte keine aufklärenden Livereportagen von und mit Michael Stürzenbecher, Oliver Flesch und anderen gegeben. Diese „Reporter der Wahrheit“ mussten mit einfachsten Mitteln gegen das hochbezahlte und hochtechnisierte Netzwerk der Systemmedien antreten. Man kann den patriotischen Live-Reportern nur allerhöchsten Respekt aussprechen für ihre aufopferungsvolle Arbeit.

Dennoch: dem unbefangenen Betrachter, der im Angebot hin- und herzappte, fielen z.T. wackelige, manchmal unscharfe Liveaufnahmen im Handy-Format auf, oft amateurhaft hin- und hergeschwenkt, wenig Übersichten und Totale in Bild und Wort, streckenweise Bildausfälle. Das ist natürlich der Situation und dem Equipment geschuldet. Umso wichtiger waren dann aber belastbare Bilder von linken Störern, die ungehindert Demostrecken blockieren konnten, um die AfD/Pegida-Teilnehmer quasi einzukesseln.

Michael Stürzenberger hat hier besten investigativen Journalismus geleistet. Mit weiterem personellem und technischem Equipment (Drohne?) wären auch Übersichtsaufnahmen dieser gewaltigen Menschenmenge möglich gewesen, die praktisch nicht vorankam und endlich nach gut einer Stunde Marsch auf polizeiliche Anordnung hin nach Hause geschickt wurde. Oder Gefahr zu laufen, von aufgefahrenen Wasserwerfern verletzt zu werden. Ein Skandal, der nur deshalb abschließend überzeugend glaubhaft berichtet wurde, weil er zusätzlich per Bild und Ton dokumentiert werden konnte.

Bilanzierend bleibt bei allem Engagement erneut die Tatsache, dass die mediale Wahrheit Gefahr läuft, in der Regel zugunsten der hochtechnisierten Systemmedien auf der Strecke zu bleiben, solange die freien Medien mit einfachsten „händischen“ Kommunikationsmitteln gegen die hochgerüstete mediale Merkel-Armee antreten müssen. Hier muss dringend von Seiten der AfD investiert werden, wenn sie nicht dauerhaft von den Systemparteien und abhängigen Medien getoppt werden wollen.