- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Maaßen soll für Merkel brennen

Von BEOBACHTER | Am Anfang war das Wort – nämlich das von Kanzlerin Angela Merkel und Regierungssprecher Steffen Seibert. Und es war falsch. Die Systempresse saugte deren „Hetzjagden“ und „Zusammenrottungen“ begierig auf wie Drogensüchtige den Joint. Nach dem Kick stehen die Fake news-Partner unglaubwürdig-nackt und auf Entzug da und haben schon ein neues Narrativ für ihre Lügensucht im Spritzbesteck. Das heißt Hans-Georg Maaßen.

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes hat nur seinen Job gemacht, aber im Interview einen unverzeihlichen Fehler im Deutschland des Jahres 2018 begangen: er hat die Wahrheit gesagt. Es habe in Chemnitz keine Hetzjagden gegeben! Als Überbringer politisch unkorrekter Botschaften soll er jetzt brennen. Zuvor wird er noch ein bisschen gefoltert. Maaßen soll gestehen, wo es nichts zu gestehen gibt. Der politische Hexenhammer verlangt von ihm, dass er die Anwesenheit des Teufels – sprich Hetzjagden – hätte zugeben sollen, wo doch sämtliche Experten – außer der Kanzlerin und ihrem Lügenbaron* -keine Hetzjagden wahrgenommen haben.

Maaßen hat geringe Chancen, die Tortur heil zu überstehen. Die große Fake-news-Allianz klebt im Unrecht aneinander wie Pech und Schwefel. Mitgehangen, mitgefangen. Zuzugeben, dass man sich sträflich geirrt hat, käme einer Niederlage mit unabsehbaren Folgen gleich. Entweder siegt man gemeinsam oder geht gemeinsam unter. Rettung in letzter Sekunde verheißt nur eine Flucht nach vorn nach der Devise: Haltet den Dieb!

Der mediale Kadavergehorsam verlangt nach Belohnung. Kaum ist die von Maaßen verlangte Rechenschaft via Innenministerium im Kanzleramt angelangt, wird sie schon durchgestochen. Die Kernpassagen gelangten umgehend zum Spiegel, der Süddeutschen und zur FAZ, von welchem Leak auch immer. Der Hauptadressat, Bundesinnenminister Horst Seehofer, hatte am Montag nach eigenem Bekunden noch kein Wort gelesen, da bekam er bereits Einzelheiten und Interpretationen serviert: Maaßen rudert zurück, er relativiert seine Aussagen. Die Deutungshoheit ist ein verderbliches Gut und muss schnell verarbeitet werden, da sind Merkel und Seibert Meister.

Dem obersten Verfassungsschützer wird medial vorgeworfen, er habe die Echtheit eines Videos aus Chemnitz infrage gestellt [1], obwohl seine Fachleute die Authentizität noch gar nicht überprüft hätten. Hallo? Und was ist mit Merkel, Seibert und den Medien selbst? Haben die die Echtheit des berüchtigten Zeckenbiß-Videos überprüft, als sie „Hetzjagden“ und „Zusammenrottungen“ regierungsamtlich herausposaunten und sich auf diese wenigen Sekunden (ungeprüfte) Filmaufnahmen bezogen? Deutschlands oberster Verfassungsschützer hat sich immerhin vorsichtigerweise ein verbales Hintertürchen offen gelassen, während die Presse u.a. „Hetzjagden“, „Mob“, „marodierende Horden“ als unumstößliche Tatsachen propagierte. Um vom Mord an Daniel Hillig abzulenken, wie man inzwischen unterstellen muss.

Maaßens Rettungsanker heißt Seehofer. Bisher hat er ihn gestützt, was – nüchtern betrachtet – nicht viel heißt. Sollte er ihn aber fallen lassen, so kurz vor der Bayern-Wahl, fällt er vermutlich mit.

*Angesichts der Debatte über die Deutungshoheit von „Hetzjagden“ könne man „Lügenbaron“ als eine semantische Variante von Regierungssprecher ansehen, meint das Wissenschaftsportal ScienceFiles.

Beitrag teilen:
[2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]
[10] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]