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Fegt Friedrich Merz die AfD aus dem Reichstag?

Von PETER BARTELS | Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland war schlau, als er vom CDU-Kandidaten Jens Spahn als größte Gefahr für die AfD warnte. Das wäre er vielleicht sogar wirklich: Bankkaufmann, konservativ, katholisch, trotzdem verheiratet mit Ehemann Daniel, BUNTE… Allerdings wäre „Frau“ Spahn auch die größte Lachnummer, die je über einen roten Teppich in Deutschland wedeln würde …

Mit dem Spahn-Menetekel zum Schmunzeln, lenkte der listige Gauland erstmal clever von der wahren Gefahr für die AfD ab: Friedrich Merz! Der Sauertopf aus dem Sauerland wird längst klammheimlich in der CDU hochgebibbert. Und von Merkels Medien-Meute hochgebetet. Mal verkniffen, mal verbissen, mal gerissen. Wie seit Tagen in BILD. Polit-Schlagzeile letzten Donnerstag: „Mein Name ist Merz – mit E“. Heute dieselbe Stelle, dieselbe Quelle: „Hätte es mit Merz die AfD nie gegeben?“

Donnerstag staunte Ralf Schuler, ausweislich mancher Texte, einer der letzten BILD-Redakteure mit offenbar gesundem Menschenverstand, gleich im ersten Satz: „Als wäre er nie weg gewesen!“ Und schmunzelt über  drängelnde Reporter, einen scherzenden Kandidaten: „Mein Name ist Friedrich Merz, mit ‚E‘, anders als in der Einladung.“ Um nach der kurzen Vorstellungs-Rede (20 Minuten) des CDU-Parteichef-Kandidaten aufzulisten, wofür dieser Merz steht: Aufbruch, Erneuerung, kein Umsturz! Dann: Überzeugter Europäer und Transatlantiker … Klarheit über den CDU-Markenkern … Heimat für die Mitte … Nie Neoliberaler …BlackRock ist eine Vermögensverwaltung … Auch die 20-Jährigen kennen mich … Keine Politik zulasten der Jungen … Mit Merkel gibt‘s nichts

zu versöhnen … Was so oder so heißen kann. Taktisch „intern“ wird er wahrscheinlich „so“ meinen. So what …

Heute, in der Dienstag-Ausgabe, beherrscht  ein fast jugendlicher Merz (heute 62, damals 44) wieder die Seite. Text neben dem Rednerkopf: „Schon vor 18 Jahren warnte der mögliche Merkel-Nachfolger vor Migrationsproblemen“. Und die Redakteure Florian Kain und Peter Tiede beginnen: „Eine Rede wie von heute – gehalten vor 18 Jahren in einem Kaufhaus in Neukölln…damals der gescholtene „Leitkultur-Leithammel“(SPIEGEL).“ Der Rest gerafft: „Sein Thema am 15. Oktober 2000: Der Umgang mit kriminellen, nicht integrationswilligen Ausländern: „Wir haben Probleme mit Ausländern … die mittlerweile die Menschen zutiefst beunruhigen … Kriminalität, hohe Ausländerarbeitslosigkeit, soziale Konfliktstoffe …“

Dann lässt BILD den damaligen rot/grünen Kanzler Schröder (74) mit dem hilflosen Lieblingswort aller BILD-Deppen „ätzen“: Die Union sei auf dem Marsch nach rechts! Und zitiert nochmal Merz von dunnemals: Es werde versucht auch mir zu sagen: „Darüber darf man öffentlich nicht streiten“. Dann darf der Mainzer Historiker Andreas Rödder lobhudeln: „Frappierend, was Merz damals schon klar benannt hat“ … Und: „Wesentliche Aussagen von damals können heute noch nicht im öffentlichen Diskurs gesagt werden, ohne dass sie vom moralisierenden Mainstream niedergemacht werden.“

BILD gipfelt: „Hätte die CDU (damals) mehr Merz gewagt, wäre eine andere politische Kraft nicht so groß auf der Bildfläche erschienen: die Alternative für Deutschland (AfD), gegründet 2013 von Euroskeptikern, später mit der Flüchtlingskrise (erfolgreich).“ Und dann macht der Historiker wieder „Fahrradkette“: „Wenn die CDU sich (2015) stärker am Problembewusstsein von Friedrich Merz orientiert hätte …“

Hat sie aber nicht. Kann sie auch heute nicht mehr. Auch wenn Merkel weg ist … demnächst … vielleicht … irgendwie … Erstens waren „damals, vor 18 Jahren“, sogar schon lange vorher,  auch große SPD-Demokraten wie Herbert Wehner und Helmut Schmidt gegen „zu viele Ausländer“. Sogar große CSU-Könige wie Franz Josef Strauß und kleine CDU-Lispler wie Angela Merkel. Zweitens: Was diese Wachtel dann über Nacht auf ihrem Feldzug zur CDU-Vernichtung alles plattwatschelte, wie sie sich ihr Kunterbunt-Deutschland zurechtbog und log, ist  hinlänglich bekannt: Milliarden für griechische Reeder- und Bank-Milliardäre… Milliarden für die Versenkung kerngesunder, deutscher Kernkraft im Japanischen Meer … Milliarden für die GRÜNE Windmühlen-Mafia … Milliarden für Erdowahn und Palästinenser … Milliarden für  Millionen junger gesunder Männer …

Die machte Muttchen erst mit Hilfe ihrer Mainstream-Meute, wie BILD-Totengräber Kai Diekmann, zu „Flüchtlingen“, dann zu „Facharbeitern“. Dass sie sich nur als Flach-Arbeiter in Parks, auf Parkplätzen entblößten? „Mir doch egal!“ … „Nun sind sie halt da“. Immerhin, jetzt lernen Merkels Gäste aus Arabien und Afrika von Merkels rot-grünen Sozialarbeitern in Sex-Kursen, dass man deutsche Frauen erst küssen und fragen muss, ob sie vergewaltigt werden wollen …

Nein, auch Friedrich Merz kann das Rad der CDU-Geschichte nicht „zurückdrehen“. Dafür hat Merkel schon zu viel gegen die Wand gefahren. Erst aus Feigheit vor „schlechten Bildern“. Dann, als keiner der CDU-Wendehälse widersprach, hat sie sich selbst zur Staatsräson gemacht: Der Staat bin ich! Und weil der Hofstaat von Presse bis Kirchenfürsten in alle Ewigkeit Hofknicks und Kniefall vor Merkels Moslem-Reich machen werden, kann  einer wie Merz noch so konservativ wie El Cid losgaloppieren. Er wird sich selbst als Don Quichotte enttarnen, der gegen die Windmühlen reitet. Weil er schon jetzt in den goldenen Ketten einer verlogenen schwarz-rot-grünen Moral liegt. Auch wenn längst alles in Scherben gefallen ist …

Die Trümmer, die GröKaz hinterlässt, kann nur das VOLK selbst wegräumen. Wie schon mal, nach Gröfaz. Wenn dieses VOLK die AfD n o c h stärker macht. Viel stärker. Bis auch die Meinungs-Macher und Stimmzettel-Zähler nichts mehr unter den Tisch fallen lassen können. Denn die AfD fürchten die schwarz-rot-grünen „Leberecht Hühnchen“, wie der Teufel das Weihwasser. Oder Trump …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!