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Deutschland, deine Deppen: Diesel, Dukaten, Demagogen…

Von PETER BARTELS | Ein fettiger Zottel schrie sich im Juni 2017 vorn am Mikro die Rübe rot: Der Diesel muss weg! Weiter hinten, sein GRÜNER Ministerpräsident aus dem schwäbischen Diesel-Dorf, fauchte: Der nun wieder und seine E-Auto-Meise – der hat doch keine Ahnung!

Woher sollte Anton Hofreiter (48) auch Ahnung vom Diesel haben? Er hat doch nur was von „Inka-Lilien“ gelernt. Während Winfried Kretschmann (70), die Silberbürste, als MiniPrä von Baden-Württemberg offenbar endlich weiß, dass Tausende im Diesel-Dorf Sindelfingen auch Dieselautos bauen, davon ihr Häusle bezahlen, die Steuern bluten für die prächtigen Diäten und Dienst-Karossen der Demokratoren. Und der alte Mann weiß natürlich auch, wieviel Millionen Dieselfahrer täglich durch Städte und Straßen schleichen: Hin zu Arbeit und Aldi, zurück zu Häusle und Hollunder.

Hat trotzdem alles nix genützt: Ein Richter nach dem anderen verhängte ein Diesel-Verbot; der lange Marsch durch die Instanzen muss doch wenigstens kurz vor der prallen Pension ein „Sieg Heil“ für die Retter der neuen Welt bringen. Frisst die Revolution jetzt doch noch ihre GRÜNEN Kinder?

  • „Ausgerechnet Deutschlands ‚E-Auto-Papst’ spricht aus, was selbst Auto-Bosse aus Angst vor der Öko-Lobby verschweigen: Wir werden noch lange Verbrennungsmotoren brauchen!“ …
  • „Die heutige Batterietechnik ist für Langstrecken untauglich, frisst für das gigantische Eigengewicht viel zu viel Energie!“ …
  • „Für ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen ist unser Stromnetz nicht gemacht!“ …
  • „Solange Strom aus Kohle und Gas kommt, wäre reiner E-Verkehr ein Umwelt-Wahnsinn!“

Vier Ausrufezeichen für ein Halleluja! Alle von Ralf Schuler, dem vorletzten Mohikaner mit Gesundem Menschenverstand bei BILD. Die Überschrift zu seinem Kommentar: „Diese(l) Wahrheit tut gut!“ Allein: Auch der letzte Satz seines Kommentars rettet den (verlorenen) Freund (Leser) nicht mehr: „Lassen wir uns nach der verkorksten Energiewende keine verstümperte Verkehrswende aufschwatzen!“ …

Je nun: Die sogar vom eigenen „Postboten“ geheiligte Angela der Ahnungslosen, könnte natürlich von einer Minute auf die andere sagen: Ich hab mich nun mal geirrt, wie vorher mit dem Windei, der Migranten-Mafia … Die Mater Dolorosa Deutschlands könnte tatsächlich zwischen zwei „Bäuerchen“ entscheiden: Solange die doppelt so hohe Schadstoffbelastung im Wohnzimmer offenbar weder „Waldi“ im Körbchen, noch Baby in der Wiege schaden, sind die knietiefen Messstellen in den Stadtzentren gefakte Starenkästen, die nur Lobby-Vereinen und Inkasso-Unternehmen nützen, nicht der Umwelt, also: Freie Fahrt dem Diesel! Die Demokratorin könnte das alles auch ohne links. Da Gott leider nie irrt, irrt GröKaz, seine einzig wahre Stellvertreterin auf Erden, auch nie: Unfehlbar! Sakrosankt!! Für GRÜN bis ROT, egal wie tot.

Aber selbst wenn sie wollte … sie könnte den Diesel nicht mehr retten, die Verkehrswende läuft ja längst: Von Mercedes bis BMW, Opel bis Ford, Mazda bis Mitsubishi – keine Werbung ohne E-Auto. Am Kotflügel räkelt sich lasziv, am Steuer strahlt längst lässig der neue bunte Mensch: Schwarzbraun ist die neue Haselnuss, einfach ein Genuss! Und in den News, Talkshows, Magazinen dräuen immer neue Demagogen um Dukaten. Der Esel scheißt sie ja …

Natürlich weiß auch ein Professor namens Günther Schuh um die normative Kraft des Faktischen. Trotzdem tut der deutsche „E-Auto-Papst“ jetzt so, als könnte man noch alles zurückdieseln: Der Lulatsch (2,03 m) von der TH-Aachen will zwar den Stadtverkehr komplett unter Strom stellen, gründete sogar extra Firmen wie „Streetscooter“ (E-Post-Autos) und „e.GO“ (E-Kleinbus/ E-Luft-Taxi). Aber entweder hat er seine E-Schäfchen schon im Trockenen oder er hat einfach mal nachgerechnet. Jedenfalls sagt er jetzt in BILD: „Wer heute sagt, dass ab 2020 oder 2030 kein Verbrennungsmotor mehr zugelassen wird, fördert nur den Pferdezuchtbetrieb – reiten statt fahren!“… Und: „Nichts ist ökologischer als der Euro 6-Diesel!“

Na ja, Wilhelm Zwo soll mal gesagt haben: „Ich halte das Auto für eine vorübergehende Erscheinung, ich glaube an das Pferd.“ Und auch wenn der Lulatsch-Professor im April seinen Elektro-Viersitzer „Life“ auf die Straße bringt (15.900 Euro, angeblich 3000 Bestellungen):

Die Deutschen glauben trotz allem an Gott u n d Diesel!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!