1

Neuseeland: 49 Tote bei Moschee-Angriff durch „Umweltaktivist“

Bei Angriffen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mindestens 49 Menschen getötet worden. Das sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern in einer Pressekonferenz. Zudem wurden 20 Menschen durch Schüsse in den beiden Gebetshäusern schwer verletzt. „Dies kann nur als Terrorangriff beschrieben werden“, erklärte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern.

Der Angreifer stürmte gegen 13.45 Uhr Ortszeit (1.45 Uhr MEZ) in die Al Noor Moschee an der Deans Avenue und eröffnete das Feuer. Augenzeugenberichten zufolge soll er auch auf Kinder geschossen haben. Der Täter wurde von der Polizei als Branton Tarrant identifiziert, laut BILD ein „rechtsextremistischer Australier“ der laut Zeugen Tarnkleidung, einen Helm und eine schusssichere Weste getragen hat.

Allein in der Al Noor Moschee starben 30 Menschen. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. In der Linwood Avenue Moschee starben sieben Menschen, drei weitere wurden vor dem Gebäude tödlich getroffen. Einer der überlebenden Gläubigen, Mohan Ibrahim, berichtete der Zeitung „New Zealand Herald“ von einem „Schockmoment“. „Dann haben alle Leute angefangen davonzulaufen.“ Ein anderer Zeuge, Ahmad Al-Mahmoud, sagte: „Es fielen mindestens 50 Schüsse, sehr schnell hintereinander. Können auch Hunderte gewesen sein.“

Täter Tarrant: „Working Class Hero“ / Umweltaktivist / nationaler Sozialist / Antiimperialist

Der verwirrte (links-) extreme Brenton Tarrant, ist ein australischer Einwanderer und 28 Jahre alt. Kurz vor dem Massaker hatte er im Internet unter dem Titel „Towards a new society“ ein „Manifest“ veröffentlicht und seinen „Terrorakt“ angekündigt: wirre Gedanken zu einem „Grünen nationalen Sozialismus“, der „antiimperialistisch ist, die Arbeiterrechte schützt und sich für eine intakte Umwelt einsetzt.“

Massenmord für den „Umweltschutz“-Auszüge aus dem bizarren Manifest:

Born in Australia to a working class, low income family. My parents are of Scottish, Irish and English stock. I had a regular childhood, without any great issues. I had little interest in education during my schooling, barely achieving a passing grade.He claimed he invested in bitconnect,used the money to travel, and added, I am just a regular white man, from a regular family. Who decided to take a stand to ensure a future for my people.” […]

He ranted about climate change, saying that by killing the invadershe could kill the overpopulation and by doing so save the environment.[]

He advocates something called green nationalism.He urges people to kill high profile enemies,saying that German Chancellor Angela Merkel, the mother of all things anti-white and anti-germanic, is top of the list.[]

Neben Merkel kritisierte er Michael Jackson, Madonna, Kurt Cobain und Freddy Mercury und nahm Anders Breivik als „Inspiration“.

Vermutet wurde zunächst, dass es mehr als einen Täter gibt. Die Polizei nahm insgesamt vier Verdächtige fest: drei Männer und eine Frau, mindestens drei von ihnen sollen weiterhin in Gewahrsam sein. Ardern betonte, dass die Polizei weitere Beteiligte nicht ausschließe. Keine der verdächtigen Personen sei zuvor auf einer Gefährderliste aufgetaucht. Der verdächtige 28-jährige Australier habe aber ein „rechtsextremes Manifest“ vor der Tat online publiziert. Er streamte offenbar auch ein 17-minütiges Video der Tat mithilfe einer Bodycam. Facebook und Twitter sperrten das Material inzwischen.

Auch Australiens Premierminister Scott Morrison stufte den Angriff als Terrorakt ein. An der Attacke sei ein 28-jähriger Australier beteiligt gewesen. Wörtlich sagte Morrison am Freitag: „Wir verurteilen diese Attacke, die von einem rechtsextremistischen, gewalttätigen Terroristen begangen wurde, aufs Schärfste.“ In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimischen Glaubens. Insgesamt gibt es dort etwa 50.000 Muslime, viele davon Einwanderer aus Staaten wie Pakistan oder Bangladesch. Größte Religionsgruppe in Neuseeland ist das Christentum. Die Stadt Christchurch hat 350.000 Einwohner und liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats.

Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere bewaffnete Beamte einen Mann aus einem weißen Auto ziehen, das zuvor offensichtlich gerammt wurde. Nach Angaben von Polizeisprecher Mike Bush wurden an mehreren Autos Sprengsätze entdeckt. Ardern zufolge befanden sich die Sprengsätze an den Autos der Verdächtigen. Die “IEDs“ – improvisierte Sprengsätze – wurden entschärft.

Für den Pazifikstaat ist der brutale Angriff die schlimmste Gewalttat der jüngeren Geschichte. Premierministerin Ardern sprach von einer von Neuseelands „dunkelsten Stunden“ und von einem „außerordentlichen und beispiellosen Gewaltakt“. Schusswaffen sind in Neuseeland nur zu Jagdzwecken erlaubt. An die Bevölkerung – insbesondere an Muslime – appellierte Ardern, zuhause zu bleiben: „Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen.“ Sie fügte hinzu, für solche Taten gebe es „keinen Platz in Neuseeland“. Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. „Dies ist ihr Zuhause. Sie gehören zu uns“, sagte Ardern weiter. “Die Person, die diesen Gewaltakt ausgeführt hat, gehört nicht zu uns.“ Einer der mutmaßlichen Attentäter hatte in seinem Manifesto erklärt, er kämpfe gegen “Massenmigration“.

Der Waikato-Rechtsprofessor Al Gillespie sagte, es sei zu früh, um über die Motive des Schützen zu spekulieren. Das Risiko einer terroristischen Bedrohung in Neuseeland sei generell sehr gering. Im Vergleich zum Rest der Welt sei Neuseeland eines der sichersten Länder überhaupt.


Auch PI-NEWS ist tief schockiert über das Vorgefallene, egal aus welchen Motiven heraus der Täter gehandelt hat. Für solch ein Verbrechen und die unzähligen Morde an Unschuldigen gibt es nicht die geringste Rechtfertigung!