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Ratiokratie Deutschland

Von THOMAS K. LUTHER | Der Homo politicus democratia stellt eine Auslese des gewöhnlichen Homo sapiens dar und gilt als Säule der Demokratie – die langsam als ein fragwürdiges Gebilde erkannt wird, weil nicht die geistige Elite des Volkes regiert, sondern beliebige Figuren aus schillernden Parteitümpeln. Einige „Dummokraten“, wie SPD-Steinmeier, warnen inzwischen vor der Abschaffung der „Dummokratie“. Eine Sensibilität, die man den Aktiven nicht zugetraut hätte. Aber wenn das eigene Fell betroffen ist, reagiert Homo politicus democratia empfindlich.

Es wäre nicht abwegig, darüber nachzudenken, die europäischen Dummokratien in Ratiokratien umzubauen – allein, um den muslimischen Krieg der Gebärmütter („war of the wombs“) zu neutralisieren. Und, um das weltweit einzigartige Erbe der Aufklärung nicht untergehen zu lassen. Die unterentwickelten Ethnien der Gottgläubigen – hier besonders die Islam-Anhänger – sollten im Interesse der weltweiten Intelligenzia zurückgedrängt werden, weil sie in aufgeklärten Gesellschaften nicht integrierbar sind, sondern laut koranischer Weisung, als Endziel die Weltherrschaft anstreben. Es ist geradezu typisch für unsere rotgrünlinken Polit-Sekten, dass sie die intellektuellen Mängel der Fremdkörper nicht erkennen, da sie selbst unter kognitiven Defiziten und ideellen Verklärungen leiden. Nicht zufällig findet man Figuren wie Sawsan Chebli und Aydan Özoguz in der ehemaligen Volkspartei SPD.

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In unserer Dummokratie agiert aktuell eine CDU/CSU/SPD-Auswahl aus circa eine Millionen Parteimitgliedern (Stand 31.12.2016: CDU 431.920, CSU 142.412, SPD 432.706). Die koalierende Bundestagsgruppierung besteht aus lediglich 398 Mitgliedern (CDU/CSU: 246, SPD: 142). Unser 82,8-Millionen-Volk wird also von einer winzigen 398er Gruppe geführt. Das bedeutet im Klartext: Eine Diktatur des Proletariats. Denn die demokratische Auswahl rekrutiert sich aus der breiten Masse – und nicht: Aus einer intellektuellen Auslese. Die politische Gruppe von circa 0,0005 Prozent der Gesamtbevölkerung ist nicht nur mathematisch unmaßgeblich, sie ist auch keine Elite, die mit Wissen und Weitsicht führen könnte. Fehlendes Hirn, pardon, muss mit Millionenbeträgen bei Consulting-Firmen gekauft werden, obwohl das Loch für die Denke des Souverän-Vertreters fürstlich bezahlt wird. Allein die Know-how-Transfusionen für die Schwärme der großkopferten Regierungs-Schwadroneure kosteten 2017 beängstigende 722 Millionen Euro. Alle Warnlampen blinken: Die Demokratie ist eine Farce, eine verwerfliche überholte Konstruktion, die moderne Nationen in den Abgrund führt. Die Christo-Aktion der Verhüllung des Reichstages könnte nun, nach 25 Jahren wiederholt werden – und sollte dauerhaft sein.

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Die Rolle des BuPrä-Mimen, quasi die Aufgabe des Extra-Schwadroneurs, wird derzeit von SPD-Steinmeier gespielt – aber kaum beachtet. Natürlich erwartet heute niemand mehr substanzielle Beiträge von Parteifiguren in Endlagern. Der einstige Büroleiter des Putzfrauensohnes Schröder ist auch während seiner politischen Laufbahn nicht markant hervorgetreten – abgesehen von einer Nierenspende an die Ehefrau – und fiel selbst als offizieller „Grüßaugust“ der Republik kaum auf. Bis zu seiner jüngsten Gratulation in Richtung Iran. Der Vorgang macht deutlich: Offensichtlich war das Bundespräsidialamt nicht am allgemeinen Hirn-Einkauf beteiligt. Wie gewohnt, gratulierte der Chef der verstaubten Behörde dem verbrecherischen Mullah-Regime zum 40. Jahrestag der Machtergreifung – und verspottete so vor allem: Die Freiheitssehnsucht der iranischen Jugend.

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Der mit 236.000 Euro plus 78.000 Euro Aufwandsentschädigung (und weiterer Kosten) dotierte BuPrä-Posten ist überflüssig und teuer, denn die Ruhebezüge sind ebenso hoch wie das Amtsgehalt und laufen bis ans Lebensende. Das stressfreie, komfortable Leben eines BuPrä führt zu einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 85 Jahren. Der jetzt 63-jährige Steinmeier bleibt dem Volk also noch 22 Jahre als Kostenfaktor erhalten. Dann gibt es noch drei weitere Personal-Posten: Der ehemalige BuPrä Wulff wird, gemäß des angenommenen Durchschnittsalters, noch 26 Jahre alimentiert; die respektableren Herren Köhler und Gauck noch neun bzw. sechs Jahre. Ihnen sei es gegönnt.

Ebenso bemerkenswert wie erinnerungswürdig: Im deutschen Dummokratie-Eldorado tummelten sich in der Zeit von 2012-2015 gar sechs abgelaufene BuPräs: Scheel – Weizäcker – Herzog – Köhler – Wulff – Gauck. Eine Bewertung der gesamten Demokratie-Situation bleibt natürlich jedem Beobachter persönlich überlassen. Ob der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) heute bei seiner Bemerkung „Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören“ geblieben wäre, ist eine offene Frage. Vermutlich hätte er sich differenzierter geäußert – könnte aber zu einer ähnlichen Beurteilung gekommen sein.


Hinweis: Dieses Essay ist eine private Meinungsäußerung des Autors Thomas K. Luther. Aktuelle Buch-Publikationen: Theologen – Theolügen / Islam – Das rückständige System / Gotteswahn (auch als Ebook erhältlich).