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Bild, Welt, Spiegel, Stern, Focus – wieder alles Lokus

Von PETER BARTELS | Der Onlinebranchendienst Meedia schnappatmet in seiner IVW-Blitz-Analyse: „Die WELT bricht völlig ein … Mit einem wahnsinnigen Minus von 17 Prozent.“ Dann keucht Jens Schröder: „Bild erstmals ohne die eingestellte Fußball BILD mit einem extremen Minus von 9,3% auf 1,29 Mio …“

Was der nette Kollege arglos unterschlug: Friede Springers Milchmädchen rechneten der Auflagen-Polizei IVW mal wieder die knapp 70.000 Käufer des früheren Auflagen-Riesen BZ (500.000) mit rein uuund die 400.000 (behaupteten) ONLINE-Leser. Was die wirkliche Wahrheit natürlich viel fürchterlicher aussehen lassen würde: 820.000! BILD!! Wieder 131.681 Käufer weg. Täglich. Gestern hatte das Blatt über, sogar mal „weit über“ fünf Millionen Käufer. Nicht monatlich. TÄGLICH. Damals war BILD noch die deutsche Eiche, an der sich jede Sau schubberte. Natürlich auch Wallraff (76). Heute sitzt der alte rote Millionär längst an der Biegung des Flusses und zählt die Häupter seiner Feinde, der um ihre Freiheit davon schwimmenden BILD-Leser … Kurs Richtung wirklich freie Medien wie PI-NEWS, Jouwatch, Tichys oder Achgut …

Etwas weiter hinten, längst abseits von BILD, steht Kai Diekmann (54), der größte Totengräber der BILD-Geschichte, pflegt bei Taxi UBER die von Friede für 15 Fronjahre versilberten Fingerchen, während sein Schüler, Julian Reichelt (38) mit vergoldetem Ärschchen tapfer weiter am BILD-Loch buddelt. Es geht ja noch tiefer … immer tiefer … Linke Phoenix-Politclowns wie Nikolaus Blome (55), Syrien-Schlächter wie Paul Ronzheimer (34) wühlen mit linken Spaten weiter gegen den Wind des gesunden Menschenverstands, witzeln und rotzen, wie Merkels-Mainstream befielt. Doch leider, was einmal jenseits des Ereignishorizonts ist, wird vom Schwarzen Loch für immer geschluckt …

Und die anderen von Merkels Medien-Meute?

MEEDIA: „4,5% und 3,3% büßten die Süddeutsche Zeitung (Volksmund: Alpenprawda) und die Frankfurter Allgemeine (Volksmund: taz-Rentneranstalt) ein … größere Verluste als zuletzt.“ Dann delektiert sich Jens Schröder an den Adam-Riese-Rechenkünstlern vom „Handelsblatt“: „Die Druckauflage ist um weitere 9,8% gesunken – jetzt 81.721 Exemplare. Dennoch verkauft sich das Handelsblatt 134.515 mal. Mehr Verkäufe als gedruckte Exemplare“ (?). Des Rätsels Lösung: Die harte Auflage besteht zu mehr als der Hälfte aus Digital-Abos – 48.324 (Anstieg angeblich 6.000). Weniger Papier, mehr Digitales = Steigerung unterm Strich: 45 Exemplare. Applaus! Applaus! Applaus! Thales, Pythagoras, Archimedes haben also doch nur in den Sand gekritzelt …

Die Ohnmacht der MEEDIA-Macher rückt näher: „Dramatischer Verlierer des Quartals ist hingegen die Welt. Ihre Abos und Einzelverkäufe brachen gleichermaßen ein, insgesamt um heftige 17,0%. Nur noch 70.101 Kunden verzeichnet das Springer-Blatt. Zwar verkündete Springer im März, dass sich die Vertriebsstrategie des gedruckten Kernprodukts WELT künftig noch konsequenter ausschließlich am zahlenden Leser orientiert, also mit einer klaren Konzentration auf den Einzelverkauf (EV) und die Abo-Auflage, doch gerade hier rauschte die Auflage um diese extremen 17,0% nach unten. Um 14.359 auf 70.101.“

Tja, die kann Schmollippchen Ulf Poschardt (52) jetzt wirklich beim Brötchen holen nebenher mit seinem Porsche ausfahren … Die letzten Irren des SED-Zentralorgans Neues Deutschland (Zwangauflage einst über eine Million) hier nur zum Schmunzeln: Heute: 21.820, wieder 6,6 Prozent weg …

Immer wieder sonntags …

… kommt die Erinnerung an Zeiten, als die BILD am Sonntag noch unter Ewald „Titten“-Struwe satt über zwei Millionen hatte. Doch dann kamen Blattmacher-Zwerge wie Michael Spreng und die anderen Sesselfurzer aus den Politsalons und sprengten die Auflage zielstrebig nach Links weg. Bis Marion Horn (53) Merkel-Muttchens Quoten-Schwester, kam und den Rest ebenfalls nach links wegschwafelte. Diesmal satte 7,8 Prozent, 60.010 Käufer weg. Noch ärmliche 706.118 auf dem Sprung zum Gesunden Menschenverstand. Gentleman wie Jens Schröder dagegen sieht im Minus ein Plus, klappert mit den Augendeckeln: „Im vierten Quartal (2018) ging es (noch) um mehr als 11% nach unten, da sind die 7,8% ein Schritt in die richtige Richtung.“

Jau! So geht der Sprech der Generation Wattebäuschchen heute: „Mama, magst Du mir das Salz aus der Küche gleich mitbringen …??“

Schenken wir uns den anhaltenden Sinkflug von Welt am Sonntag um 5,8 Prozent (12.675) auf 207.630, der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Minus 3,5 Prozent (7.074) auf nur noch 195.381. Sogar die „rechte“ JUNGE FREIHEIT kriegt zum dritten Mal in Folge auf die Zwölf, seit sie auf West-Liberal macht: Wieder 2,5 Prozent (608), jetzt krümelt sie bei 23.549. Denn wirklich fürchterlich wird es für die „richtig“ linke Stalinorgel STERN: Minus 12,6 Prozent … wieder 40.651 Käufer weg … noch 283.178 harren dem Absprung entgegen. Und Henri Nannen kommt im Jenseits vor lauter roullieren nicht mehr zum Skat mit Franz Josef Strauß und Rudi Augstein …

Die „Spiegelbarone“ profitieren …

Obwohl die „Spiegelbarone“ doch nur ein Minus von ein Prozent melden. Was immer noch 5.245 Käufer weniger bedeutet, und das bei einem Exodus-Rest von 526.131 (gestern über eine Million). Sogar Jens Schröder von MEEDIA mag da nicht mehr mitmauscheln: „Der Spiegel … profitiert nicht etwa von stabilen Papier-Verkäufen, sondern von (angeblich) 20.000 neuen ePaper-Kunden … Dadurch werde das Minus bei Papier-Abos und im Einzelhandel klein gehalten …“

Auch die Auflage des FOCUS geht weiter Richtung Lokus: Minus 2,6 Prozent (6.167) auf 233.043. Focus-Erfinder und einstiger Spiegel-Jäger Helmut Markwort hat keine Zeit mehr für Fakten, Fakten, Fakten. Er ist jetzt 82, das reicht nur noch für den Alterspräsidenten im bayerischen Landtag. Hubert Burda, einst der genialische Seher des Internets: Er verkauft jetzt unter anderem Hundefutter. Im Internet. Bringt heute die Mäuse. Wie gesagt: Genialisch …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite und seinen Blog bartels-news.de!