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Oberursel: Schwerbewaffnete Maskierte stürmen „Europa-Café“

Von JOHANNES DANIELS | Wer kennt das nicht? Man sitzt gemütlich mit lieben Bekannten und Arbeitskollegen morgens um 3:52 Uhr bei einer Tasse Kaffee oder Kamillentee und bespricht die anstehenden Projekte des Tages, bevor es los zur S-Bahn zur Frühschicht geht, um auch ja alle Abgaben und Steuerlasten im einzigartigen Land mit der weltweit höchsten Einkommensteuer pünktlich zu erarbeiten – und zufällig stürmen fünf mit Sturmhauben Maskierte mit vollautomatischen Schnellfeuerwaffen bestückte weitere Frühstücksgäste das verschlafene Beis’l?!

Morgenstund hat Gold im Mund …

So geschehen in der Nacht zum Montag in der AfD-Gründerstadt Oberursel im Rahmen des „Historisch Einzigartigen Experiments“ der Systemparteien. Dort stürmten um 3:52 Uhr schwer bewaffnete „Hessen“ das „internationale Europa-Café“ und versprühen zunächst gehörig Reizgas. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, betraten die fünf mit Sturmhauben maskierten Frühaufsteher, von denen mindestens einer eine vollautomatische Waffe trug, das „Café“ (mit integriertem Casino) und bedrohten die Anwesenden mit schwerem Kriegsgerät und forderten Bargeld. Mit einer unfreiwilligen „Morgengabe“ von 8.000 Euro flüchteten die ungebetenen Gäste (der Kanzlerin?) mit einem weißen Mercedes C-Klasse Kombi in Richtung Bahnhof Oberursel. Wohl um auch noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Mindestens einer der Café-Besucher erlitt laut Polizei Atemwegsreizungen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Geld aus Gastronomie-Einnahmen und Kollekte

Einem Polizeisprecher zufolge stammt das erbeutete Geld vermutlich zu einem Teil aus der Kasse der „Gastronomie“, zum anderen Teil „aus dem privaten Besitz der Gäste“, die sich wohl die Zeit bis zu ihrer ersten Arbeitsschicht mit Schwarzer Peter, Mau-Mau und „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ vertreiben wollten. Ärgern musste sich aber dennoch die Polizei im hessischen Hochtaunuskreis, denn sie blieb wieder einmal zweiter Sieger. Von den („mutmaßlichen“) Goldstücken fehlte am Montag zunächst jede Spur. Eine Fahndung, zu der auch ein Polizei-Hubschrauber für weitere 8.000 Euro zulasten des Steuerzahlers eingesetzt wurde, blieb leider erfolglos.

Fächkräfte für kollektive Enteignungs-Übertragungen am Werk

Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der spektakuläre Raubüberfall nach dem offiziellen Ladenschluss des Lokals mit „internationalem Flair“ – die zehn Gäste waren nach kultursensiblen Polizeiangaben „vermutlich Bekannte, die sich zu einem privaten Treffen im Café zusammengefunden hatten“.

Ein Polizeisprecher: „Das Café hatte offiziell nicht geöffnet. Keine Ahnung, was die da gemacht haben“. Keine Ahnung, aber davon jede Menge – die Polizei beschäftigt derzeit hauptsächlich die Frage: Wie konnten sich sechs ausgewachsene Männer in das Fluchtauto quetschen – ohne vorschriftsmäßig angegurtet zu sein?

Und: Wurden die Ladenschlusszeiten im Café Europa exakt eingehalten?

Zeugen, die den Überfall beobachtet haben oder andere verdächtige Dinge gesehen haben werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06172-1200 an die Kriminalpolizei in Bad Homburg zu wenden.

Durchaus interessant, wieviel Geld sich mit den Einnahmen von zehn „Gästen“ für Kaffee und Kuchen und etwas „Backpulver“ beim internationalen Früh-Shoppen morgens um 3:52 Uhr so verdienen lässt. It’s the Earl Bird who catches the worm! Die kollektive Enteignung schreitet voran – Integration im Café Europa gelungen!