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Politreligiöser „Klimanotstand“ in den Städten

Von WOLFGANG HÜBNER | Jede Religion lebt vom Glauben derer, die ihr angehören. Alte Religionen haben den Vorteil, dass ihre fanatische Frühphase schon weit zurückliegt, die jeweilige Glaubensunbedingtheit also nicht mehr allzu totalitär gefordert und praktiziert wird. Da macht sogar der Islam keine Ausnahme, obwohl seine Praktizierung dieser Einschätzung zu widersprechen scheint. Doch der normale Moslem integriert seinen Glauben ebenso ins Alltagsleben wie das Christen aller Richtungen, Buddhisten oder andere Religionen tun.

Neue Religionen jedoch müssen nicht nur lautstark auf sich aufmerksam machen, sondern treten auch mit dem Anspruch auf, den Alltag ganz neu zu bestimmen. Derzeit ist es vor allem die international, ganz besonders in Deutschland Furore machende Klimareligion, die mit diesem Anspruch auftritt. Dass es sich dabei nicht um eine wissenschaftliche Überzeugung handelt, sondern um eine Religion, ist unschwer daran zu erkennen, dass ihre Gläubigen kategorisch ausschließen, auffällige klimatische Veränderungen könnten auch anderen Ursprungs als Folge menschlicher Aktivitäten sein.

Und nur eine Religion kann zu dem Schluss kommen, allein menschliche Demut, Reue und Umkehr könne den Klimagott besänftigen und zur Rettung des Klimas und damit auch der bedrohten Menschheit bewegen. Deshalb rufen nun die verzückten Jünger der neuen Religion allerorten in den Städten der unter argen Glaubensdefiziten in die bisherige christliche Religion leidenden westlichen Welt den „Klimanotstand“ aus. Was profilierte Vorkämpfer des Umweltbewusstseins in Los Angeles oder London bereits vorgemacht haben, dem sind nun im Land der Klimakanzlerin bereits Konstanz, Erlangen, Münster oder Kiel nachgefolgt: Sie haben mit politischen Mehrheiten den „Klimanotstand“ ihrer Kommune erklärt.

Damit erkennen sie erstens zweifelsfrei an, dass menschliche Aktivitäten die Ursache von klimatischen Veränderungen sind – also ein unerschütterliches Glaubensbekenntnis. Zweitens sollen alle kommunalen Entscheidungen und Maßnahmen so getroffen und realisiert werden, dass sie entlastende Wirkungen auf das Klima haben müssen – also die totale Klimatisierung der Politik.

Nachdem in der Vergangenheit schon viele deutsche Kommunen mit politischen Mehrheiten für atomwaffen- und atomkraftfrei erklärt wurden, gilt das neue Bestreben faktisch dem Ziel, Kommunen handlungsunfähig und extrem teuer zu machen. Denn eine Stadt, die sich diesem „Klimanotstand“ ernstlich unterwirft, kann keine Straßenumleitung mehr vornehmen, ohne deren Auswirkungen auf das Mikro- wie selbstverständlich auch das Weltklima zu klären und zu berücksichtigen.

Solche Städte können keine Betriebe mehr dulden oder gar neu ansiedeln, die viel bzw. überhaupt Energie verbrauchen. Und vor allem dürfen sie unter keinen Umständen ihre Einwohnerzahl erhöhen: Denn je mehr Einwohner, desto größer der Energieverbrauch, desto höher die Kohlendioxid-Emissionen. Immerhin eröffnet gerade die letzte Tatsache die Möglichkeit, künftig den Zuzug von anerkannten oder angelehnten Asylanten nicht mit rohen rechtspopulistischen Argumenten zu begründen, sondern mit feinsinnigen Hinweisen auf die Gebote der Klimareligion und den aus jener resultierenden Notstandsmaßnahmen.

All das ist natürlich verbunden mit stark erhöhtem bürokratischem Aufwand, denn die Befolgung der Notstandsmaßnahmen muss laufend kontrolliert wie dokumentiert werden. Hunderte, ja tausende Gutachteraufträge müssen erteilt werden, denn die klimagläubigen Kommunalpolitiker müssen ja glaubenskonforme Gewissheit über die Richtigkeit ihrer Entscheidungen bekommen. Da die Zahl der fachkundigen Gutachter allerdings sehr begrenzt ist, werden nicht nur deren Preise ins Unermessliche steigen, sondern auch die Wartezeiten auf die Gutachten.

Doch Wartezeiten haben für echte Gläubige noch nie eine große Rolle gespielt, wenn an deren Ende Erlösung zu erwarten war. So werden Städte im „Klimanotstand“ vielerorts Städte im ruhenden Wartezustand werden. Eine ganz neue Perspektive: Deutsche Städte schaffen sich im „Klimanotstand“ ebenso sanft wie neugläubig ab. Bestimmt werden Chinesen, Inder sowie Klimaungläubige aus aller Welt diese tiefschlummernden Paradiese des neuen Glaubens staunend besuchen!


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Warum kann Steinmeier eigentlich nicht mal Bahn fahren?

Von KEWIL | Am 22. Mai stand für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe auf dem Programm, wo er eine Lobrede auf 70 Jahre Grundgesetz halten durfte. Der A319, der ihn von Berlin zur Feier nach Karlsruhe (Entfernung 600 km) bringen sollte, hatte aber einen Riss in der Cockpitscheibe und konnte nicht starten.

Im einzigen anderen flugfähigen Regierungsflieger saß bereits Kanzlerin Merkel auf dem Weg nach Friedrichshafen an den Bodensee (Entfernung 700 km). So wurde für Steinmeier ein Privatjet organisiert, der für 30.000 Euro auf Staatskosten die 600 Kilometer nach Karlsruhe jettete.

Vielleicht kann irgendein grüner Fuzzi den ökologischen Fußabdruck dieser zweifelhaften Politikerflüge mal ausrechnen. Jeden Tag nerven uns diese Klimalügner mit immer neuen ökologischen Unverschämtheiten und Träumen von Verteuerung und Verboten, gerade auch was Fliegen angeht, und selber düsen sie jeden Meter per Jet durch die Republik.

So hat gerade Broder ausgerechnet, dass Merkel einfach mal nach Boston und zurück geflogen (12.000 Kilometer) ist, um für eine Blabla-Rede dort „eine Urkunde entgegenzunehmen, die auch mit DHL hätte befördert werden können“.

Zurück zu Steinmeier: Warum ist es für den Bundespräsidenten nicht zumutbar, 600 Kilometer per Bahn durch die Republik zu reisen und sich mit dem Volk zu unterhalten – zumindest es zu sehen? Er würde dann mit eigenen Augen an jedem Bahnhof den verfassungswidrigen Bevölkerungstausch und unterwegs den Zerfall der Infrastruktur und anderes Politikversagen erleben. Dadurch hätte er wichtige Stichworte für seine Reden gewonnen, viel wichtigere und realitätsnähere jedenfalls als das immer gleiche Gedudel, das ihm seine Entourage vorsäuselt.




Die Grüne Republik wird niemals kommen

Warum hat das Klima-Kabinett keine radikalen Maßnahmen beschlossen? Warum geht das nicht voran mit dem „Klimaschutz”? Obwohl doch Fridays For Future so radikale Forderungen stellt und Grüne wie CDUSPD sich überschlagen in der Zustimmung? Woran liegt das? Vielleicht daran, dass irgendwann doch die Taschenrechner der Familien ins Spiel kommen und die Frage gestellt wird: Was kostet mich all das konkret? Spätestens dann werden sich Mehrheiten finden, die dieser Massenhypnose endlich ein Ende setzen. Denn 600 € pro Familie und Monat sind ja auch ein Wort – und wären erst der Anfang.