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Staatstragendes CO2 – die Vereidigung der Annegret Kramp-Karrenbauer

Von EUGEN PRINZ | Die Wichtigkeit der Vereidigung der Bundesminister wird vom Volk oft unterschätzt. Die Eidesformel zwingt die künftigen Ressortleiter, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm zu wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes zu wahren und zu verteidigen, ihre Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben.

Gäbe es diesen Eid nicht, ginge es drunter und drüber in unserem Land. Da wären womöglich im Zuge der Griechenlandrettung am laufenden Band zwischenstaatliche Verträge gebrochen [1] worden, man würde sich nicht mehr um den Artikel 16a Absatz 2 Grundgesetz [2] oder das Dublin-Abkommen [3] scheren, illegaler Grenzübertritt und ebensolcher Aufenthalt in Deutschland würden nicht mehr strafrechtlich erfolgt und bei Abstimmungen über Gesetze könnte die Bundestagsvizepräsidentin einen jämmerlichen Haufen [4] von 100 MdBs kurzerhand par ordre du mufti zur Hälfte der Bundestagsabgeordneten hochstufen. Oh wie gut, dass es den Amtseid gibt, der solche Rechtsbrüche verhindert!

Deshalb müssen neue Minister so schnell wie möglich vereidigt werden, damit sie nicht aus dem Ruder laufen.

Dummerweise fällt jedoch die für den Fortbestand unseres Landes so wichtige Vereidigung von AK-47 [5], Verzeihung, AKK zur neuen Bundesverteidigungsministerin in die Sommerpause des Bundestages. Aber das macht nichts. Dann ruft man eben mal kurz die 709 Abgeordneten von ihren Urlaubsorten nach Berlin zurück. Die Reisekosten – geschätzte 100.000 Euro [6] – übernimmt der Bundestag, sprich: der Steuerzahler. Businessclass-Flug, nicht Holzklasse, versteht sich. Macht auch nichts, wenn die Anreise ein wenig länger dauert wie bei der FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann [7] (seien wir froh, dass es keine Dreifachnamen gibt). Sie benötigte von der Insel Akri in Griechenland 24 Stunden bis Berlin, das macht zusammen eine Schifffahrt und zwei Flüge.

Staatstragendes CO2

[8]Hier spielt plötzlich das Klima keine Rolle mehr, denn es ist staatstragendes CO2, mit dem hier die Atmosphäre bereichert wird. Außerdem wird man diese kurze Klimagas-Orgie schon irgendwie kompensieren, wenn dem deutsche Michel künftig beim Autofahren, Heizen und Fliegen mit der CO2-Steuer ordentlich die Daumenschrauben angezogen werden. Doch zurück zur Vereidigung: Dummerweise wird gerade der Plenarsaal im Reichstagsgebäude renoviert. Aber auch das macht nichts. Dann wandelt man halt flugs das Foyer des Paul-Löbe-Hauses in einen Plenarsaal um. Ein gutes halbes Tausend Stühle rein und Monitore installiert, schon hat sich die Sache.

Für die Bundestagsabgeordneten besteht bei der Vereidigung übrigens Anwesenheitspflicht,  damit genügend Zeugen aufgeboten werden können, falls es später einmal zu einem Prozeß wegen Meineids kommen sollte. Die eigentliche Prozedur dauerte nur etwa 90 Sekunden. Anschließend folgte eine kurze Rede von AK-47… äh… AKK und jene, die sich bemüßigt fühlten, durften zum Abschluss in einer Aussprache auch noch ihren Senf hinzugeben. Dann ging es auf dem selben Weg, mit dem selben CO2-Ausstoß zurück ins jeweilige Urlaubsdomizil. AKK ist vereidigt, Merkel sei Dank. Übrigens hat sie bei der Vereidigung nicht gezittert, sondern geschl… sie hatte die Augen zu [9]. Wahrscheinlich meditierte sie über ihre geniale Entscheidung, Annegret Kalaschnikow zur Verteidigungsministerin zu machen.


[10]
Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz [11] kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015. Erreichbar ist Eugen Prinz über seine Facebook-Seite [12] oder Twitter. [13]

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