Erholungsurlaub in Syrien – für schutzsuchende Asyltouristen

Von JOHANNES DANIELS | „Für die nächsten Monate ist das Wichtigste Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“, erklärte die beliebte „Resettlement-Kanzlerin“ mit energischem Nachdruck. Viele Schutz- und Schatzsuchende haben das komplett falsch verstanden. Wohl auch aufgrund erheblicher Integrations- und Kommunikations-Defizite im Sozialsystem-Schlafaffenland. Dem Land, in dem die Grenzen offen wie Scheunentore stehen und alle archaischen Kulturschaffenden nach Lust und Laune ein- und aus- und wieder einreisen können und sollen, denn Deutschland braucht jedes Talent.

Bereits öfters berichtete PI-NEWS über ausgedehnte Urlaubsreisen von Asylsuchenden, von der „Gewalt-in-ihrem-Heimatland-Geflohenen“, von „von-wem-auch-immer-Geduldeten“ und reiselustigen kriminellen und illegalen Migranten. Wie die BILD-Zeitung, die ehemalige mediale Speerspitze der „Refugees welcome!“-Bewegung, eingehend berichtet, gibt es in Deutschland vielfältige Möglichkeiten der komfortablen Einreise nach Syrien, z.B. über den Libanon, den Iran oder die Türkei:

„Anruf bei der libanesischen Fluggesellschaft Nakhal, die auf ihrer Website eine Nummer in Berlin angibt, und beim Reisebüro Al-Outom“ in Berlin-Neukölln. Der Reporter erklärt, dass er in seine Heimat reisen will, obwohl er das nach dem Asylgesetz nicht darf. Antwort eines Mitarbeiters: ‚Kein Problem. Sie brauchen nur einen syrischen Reisepass oder müssen ein ‚Übergangsticket’ in der syrischen Botschaft beantragen. Um den Rest kümmern wir uns‘.“

Hat man sodann die entsprechenden „Dokumente“, besorgen die Reise-Vermittler im Libanon eine Ausnahme-Genehmigung für die Einreise nach Syrien: „Ein Bus holt Sie direkt am Flughafen in Beirut ab und bringt Sie über die Grenze“, erklärt ein Reisebüro-Mitarbeiter. Kosten für den Heimat-Urlaub: rund 800 Euro – inklusive Flug, Busfahrt, Dokumenten und Bestechungsgeldern, berichtet BILD des Weiteren über die durchorganisierte Urlaubsplanung für die geflüchteten Schutz- und Schubssuchenden.

Entspannung, Erholung und „Ruhe vor Deutschland“

In sozialen Medien berichten viele Syrer begeistert von den schönen Heimatreisen. So schrieb der wegen sexueller Belästigung verurteilte „ZEIT und Freitag“-Blogger und „Vorzeigeflüchtling“ Aras Bacho, 20, auf Twitter:

„Vor zwei Wochen haben sechs Syrer, die ich kenne, Urlaub in Syrien gemacht, um ihre Familienmitglieder zu besuchen und bisschen Ruhe zu haben, vor allem von Deutschland. Man vermisst sein Heimatland und es ist mittlerweile Alltag, dass Syrer das machen!“

BILD zitiert weitere „Geflüchtete“, die bereits öfters nach Syrien und zurück jetteten: „Ich blieb zwei Monate, habe Urlaub gemacht,“ erklärt eine „Gina“:

„Ich habe meine drei Kinder besucht. Ich würde es wieder tun, selbst wenn ich meinen Aufenthaltstitel verlieren würde.“

Auch die emsige Reise-Biene „Maya“ „floh“ 2015 nach Deutschland und besuchte „ihren kranken Vater“ in Damaskus:

„Ich flog in die Türkei, überquerte die Grenze in die syrische Stadt Qamischli. Ich habe die deutschen Behörden nicht informiert, weil ich Angst hatte, dass mein Asylrecht zurückgenommen wird.“

Rückführung von der Rückführung

Mit den (eigentlich verlorenen) syrischen Ausweispapieren geht es wieder in das Transitland Libanon oder Türkei, von dort mit den deutschen Asylpapieren nach Deutschland. Falls die Ausweise in Syrien gestempelt wurden, kann man z.?B. über Dänemark wieder einreisen und an der Grenze wieder behaupten, den Pass – wieder mal – verloren zu haben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiß selbstverständlich von den „Heimaturlauben“, kennt jedoch keine genauen Zahlen.

Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit bestätigte, dass es Fälle gäbe, in denen Asylberechtigte „zu Urlaubszwecken vorübergehend in jenes Land zurückkehren, aus dem sie offiziell geflüchtet sind“, beispielsweise nach Syrien, Irak, Iran, Eritrea, Afghanistan oder den Libanon – anschließend kämen sie wieder nach Deutschland. Offizielle Erhebungen lägen dazu aber nicht vor. „Wir führen keine Auswertung oder Statistik zu diesem Thema, daher liegen uns keine Informationen vor.“ Dem Vernehmen nach bemühten sich Bundesagentur und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge darum, sich einen Überblick seit 2016 zu verschaffen.

Laut dem BAMF darf sich ein Flüchtling „frei bewegen“ sobald er/sie/es einen Aufenthaltstitel erhält und nicht mehr nur „geduldet“ ist. Das heißt, er/sie/es kann auch intensiv reisen – außer natürlich in das „ehemalige Heimatland“, das ihn/sie/es ja rein theoretisch intensiv mit Tod-Folter-Verfolgung-etc. bedroht, müsste aber für das jeweilige Land rein theoretisch ein Visum beantragen. Wenn der/die/das Schutzsuchende ausnahmsweise Hartz IV erhält, müsste er/sie/es rein theoretisch „sein“ Jobcenter informieren und die Reise dürfte dann auch nicht länger als drei Wochen dauern. Außerdem erhalten Flüchtlinge mit Anerkennung oder subsidiärem Schutz in der Verwaltungstheorie „die Ausweispapiere ihres Heimatlandes zurück“. Auch damit wäre es ihnen im Prinzip möglich zu reisen aber natürlich nicht in das böse Land, aus dem sie ja „geflüchtet“ waren.

Das BAMF hatte im März im Rahmen seiner ständigen Überprüfung – allerdings aus gutem Grund unbeachtet von den Mainstream-Medien – die internen Leitsätze für Syrien aktualisiert: „Man könne nicht mehr von einem landesweiten bewaffneten Konflikt ausgehen. Kampfhandlungen gebe es nur noch in wenigen Gebieten“.

Liebe Syrer, Iraker, etc.: Eure Frauen haben den Krieg gewonnen (wie die Deutsche Welle stolz berichtete) – Zeit endlich heimzukehren und Euer Land wieder aufzubauen!

Seehofer „redet“ von Abschiebungen

Die WeLT am Sonntag titelt dazu mit unfreiwilliger Komik:

„Seehofer redet von Abschiebungen für syrische Heimaturlauber“.

und zitiert Vollhorst Drehhofer: „Wer als syrischer Flüchtling regelmäßig in Syrien Urlaub macht, der kann sich ja nicht ernsthaft darauf berufen, in Syrien verfolgt zu werden. Dem müssen wir seinen Flüchtlingsstatus entziehen“.

Betonung auf „regelmäßig“! Gemeinsam mit der Migrations-Matrone sprach sich Seehofer am Freitag übrigens für eine „staatlich organisierte Seenotrettung von Migranten“ (organisierte Schlepper-Taxi-Dienste aus weiteren Steuermitteln) aus. Viele arabischsprachige Spezial-Reisebüros reiben sich bereits die Hände. Altmühltal-Prophet Seehofer hatte ausnahmsweise vollkommen recht mit dem PI-NEWS-Begriff „Asyltourismus“, für den ihm die Grün*Innen vorwarfen, die „Verrohung der politischen Kultur zu fördern“. Hat man da noch Worte …

*„Al-Outoum“ heißt auf deutsch übrigens: Nach Hause.