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Eine Massenbewerbung der besonderen Art…

Von PETER BARTELS | Es geschieht Seltsames in Deutschland. Da ist eine einst sehr große Zeitung, die „gestern“ noch über fünf Millionen Käufer am Tag hatte … Die heute mit weniger als einer Million längst den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs erreicht hat. Und weil sie weiß, dass sie der Singularität dieses „Horrorzonts“ nicht mehr entkommen kann, startet sie die größte Massenbewerbung ever: 26 Redakteure schreiben eine Art Curriculum BILD, den Lehrplan ihrer sterbenden Zeitung: „Das ist BILD, das sind wir“ …

Fischkopf first: Julian Reichelt (40), Chefredakteur, former Front-Fußballer für Kinder, die den Gasbomben von Syrien-Schlächter Assad gerade eben entkommen waren. Ansonsten erfahrener Tee-Trinker unter den Arkaden von Damaskus mit Donnergrollen in weiter Ferne. Besondere Blattmacher-Leistung: Er hat die Auflage in nur zwei Jahren um 700.000 Käufer von knapp zwei Millionen auf “offiziell” 1,3 Millionen niedergemacht. Die von BZ und ONLINE bereinigte Papier-Wahrheit beträgt weniger als eine Million.

Also ideale Bewerbungs-Voraussetzung für Nullblätter wie taz (Auflage 42.454), NEUES DEUTSCHLAND (Auflage 19.732 von 1,3 Mio), Frankfurter Rundschau (früher über 230.000, heute „Beilage“ der FAZ). Aber der Julian trägt zu gerne rote Socken und ruht in der Redaktion auf seinem nagelneuen Feldbett aus seinem Feldzug für die linke Wahrheit in Syrien …

Bewerbungs-Profil für die 26 Redakteure, mit denen er das Blatt in den Mahlstrom des Ewigen Schwarzen Lochs führte: “Unser Anspruch bei BILD ist es, ganz genau hinzugucken, alles zu hinterfragen, jede Lüge zu entlarven, jeden Missstand aufzudecken … Wir berichten, was euch bewegt: vor der eigenen Haustür, in der weiten Welt … 26 Reporter, warum sie für BILD brennen. Was sie antreibt …”

Und so lügt Julian los…

Elegisch: “Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich auf die herzzerreißenden Bilder vom brennenden Regenwald in Brasilien. Die Feuer sind so gewaltig, dass man sie aus dem Weltall sehen kann. Der Amazonas verschlungen von Flammen … Feuer zerfrisst die Lunge unserer Erde … Ohne BILD könnten die Mächtigen ignorieren, was man aus dem Weltall sehen kann.”

Pathetisch: “BILD ist immer da, wo unsere Zukunft entschieden wird. Das kann auf den Straßen unserer Städte, auf Bahnhofsplätzen und in Freibädern sein … Wo Menschen ermordet werden, die Politik in beschämender Bequemlichkeit wegsieht. BILD beschreibt die Welt nicht, wie wir sie gern hätten, sondern so, wie sie ist.“

Heuchlerisch: “Unsere Reporter erspüren, was Deutschland bewegt. Sie machen sich jeden Tag zu Zeugen. Wo es Zeugen gibt, kann niemand leugnen. Solange es Reporter gibt, kann niemand wegsehen … Wir sind stolz darauf, ein Haus der Reporter zu sein. Reporter sagen nicht, was sie denken, sondern was sie sehen. Ohne Reporter wäre die Welt blind. Ohne Reporter würden die Brände unserer Zeit nicht gelöscht. Ohne Reporter hätte die Welt kein Gedächtnis. Das ist BILD, das sind wir.”

Wer jetzt noch nicht über der Schüssel hängt, hat lange nichts gegessen…

BILD und die Welt atmen mit der Lunge des Regenwaldes? Und BILD weiß nicht, dass die Amazonas-Lunge gerade eben für seine eigene Flora, Fauna und Ur-Einwohner reicht; die wirkliche Lunge der Welt das schöne blaue, graue, grüne Meer ist? Was jeder halbwegs gelernte (nicht gelenkte) Klimaforscher in der Klippschule der Wissenschaft lernt? BILD weiß offenbar nicht mal, dass der Regenwald seit Millionen Jahren jeden Sommer brennt…

BILD ist da, wo unsere Zukunft entschieden wird… Auf den Straßen, wo nackte Afrikaner auf fahrende Kühlerhauben knüppeln? … Auf den Bahnhofsvorplätzen, wo arabische Horden „ungläubige“ Blondinen vergewaltigen? … In den Freibädern, wo 17-jährige Macker und Knacker mit Vollbart Kinder bis in die Umkleidekabinen zuonanieren?… Im Park, wo Joggerinnen in die Büsche gezerrt werden, und – wenn sie Glück haben – wieder lebend rauskommen? … Auf dem Weihnachtsmarkt, wo der Moslem-LKW 12 Menschen mit Allahs Sense in den Tod mäht … Merkel und Meute bis heute Nägel kauend schweigen oder schwurbeln? Führer*In, wir folgen dir …

BILD “gesteht”, dass sich seine Reporter jeden Tag zu ZEUGEN machen. Aber NICHT erspüren, was Deutschland bewegt … Nicht sagen, was sie sehen, nur was sie denken sollen. Zum Glück sind Leser weder taub noch blind … Und so haben in der Shoah von Totengräber Kai Diekmann drei Millionen den Exodus gemacht, unter Julian Reichelt noch mal 700.000 (“offiziell”) obendrauf. ”Ohne Reporter hätte die Welt kein Gedächtnis”? Ohne die AfD hätte Deutschland längst Alzheimer …

BILD hilft … rechnen

Noch 25 weitere Redakteure müssen sich für BILD und den Chefredakteur auf den Marktplatz seiner Eitelkeiten stellen. Natürlich auch sein bester Freund Paul Ronzheimer, sein Ersatz-Teetrinker für Syrien. Seit der “Schlächter” kaum noch Kinder vergast, muss Rotzheimer mit Steckblick den Amazonas abglasen, aufpassen, dass keine Funken das Gestrüpp am Kinn entzünden, während er sich todesmutig mit verständnislosen halbnackten Indios vor verkohlten Bäumchen für die BILD-Wahrheit knipsen läßt … Tapferkeitsmedaille? Jau: Stellvertretender Chefredakteur mit 34…

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Oder … Chefreporterin Karina Mößbauer (ein Hundsfott, wer jetzt an Diekmann denkt …). Sie knallt mit Platzpatronen: “Die Panzer mögen Schrott sein, unsere Soldaten sind es nicht!” Oder … Stefanie May, Leben und Wissen. Sie schafft “mit BILD, was für einen Arzt unmöglich ist” … und bringt mit BILD die besten Ärzte zu den Menschen! Und lügt, dass BILD täglich mehr als zwölf Millionen Menschen erreicht.
 
Seufzer-Pause: Trotz Claudia Roth hat sich die neue gefühlte GRÜNE Mathematik offenbar doch nicht ganz rumgesprochen: 2,4 ist immer noch der Auflagen-Multiplikator… Also selbst bei der “offiziellen” Auflage von 1,3 Millionen Käufern, ergibt das eine „Reichweite“ von 3,12 Millionen. 12 Millionen war gestern bei Rambo & Django. Und die verkauften täglich über fünf Millionen, nicht nur 1,3 Millionen …

BILD und … der Gesunde Menschenverstand

Oder … ENRICO AHLIG, REDAKTEUR UNTERHALTUNG: “BILD ist laut, wild, immer volle Pulle. Wir hören trotzdem hin: ‚Mein Körper ist definierter als der von Auschwitz-Insassen‘ – Song von Kollegah und Farid Bang, Rapper. ECHO der Schande. Wenige Wochen später war der ECHO Geschichte. Abgeschafft … Wir bei BILD werden weiter hinhören. Kunst sollte niemals Hass, Beleidigungen, Ausgrenzung sein. Das lassen wir nicht zu.“ Nur bei Erdowahn, Böhmermanns “Ziegenficker”, schwurbelte BILD mit klammheimlicher Freude, gelle?!

Oder … MOHAMMED RABIE, REDAKTEUR NACHRICHTEN: „Ich kam als Flüchtling … Bei BILD hat jeder die Möglichkeit, alles zu werden … Ich bin dankbar, dass BILD es mir ermöglicht hat, Redakteur zu werden“ … Natürlich ahnt jetzt keiner, warum arabische Macheten-Metzger in BILD nur eine „südländische Erscheinung“ sind, die in der Klapsmühle beschützt werden müssen … Warum afrikanische Vergewaltiger zwar einen dunklen Teint, aber sonst keine ethnischen Merkmale haben …

Und dann ist da noch … RALF SCHULER, Parlamentsbüro-Chef. Auch er mußte die Schaufensterpuppe für BILD machen. Der V-Mann des Gesunden Menschenverstands von “Chesterton” Matussek schaffte es tatsächlich zu dieser Überschrift: “Wir sind für Europa, aber lassen uns nicht tEUschen“ … Seine schriftliche Bewerbung für die unvermeidliche Zeit nach BILD hätte eigentlich einen Komplettabdruck verdient … Vielleicht morgen, junger Mann!

Leider gibt es die Zeitung nicht mehr, die Schuler verdient – als BILD noch die deutsche Eiche war, an der sich Gott und die Welt kratzen konnte. Die wurde vor langer Zeit von Diekmann, Reichelt und Konsorten gefällt …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (hier bestellen!) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor; inzwischen mehr als 4 Mio. Bartels ist zu erreichen über FB und seinen Blog bartels-news.de.




Winfried Kretschmann tritt auch 2021 für Grüne zur Wahl an

Von CANTALOOP | Genug gebangt und gezittert, werte Grüne aus dem Schwabenländle. Er machts nochmal, wurde am Donnerstag offiziell verlautbart. Im Klartext: Winfried Kretschmann, seines Zeichens Ministerpräsident von Baden-Württemberg und die fleischgewordene Inkarnation der super-korrekten, penibel-genauen und umweltbewussten Öko-Schwaben („isch des au Bio?“) wird sich auch 2021 zur Wahl stellen.

Mit dem warmen „Fukushima-Rückenwind“ im Nacken – und gegen den in umstrittene Machenschaften verstrickten Konkurrenten der damals noch mit „Dauerregierungs-Erlaubnis“ ausgestatteten CDU, zog der selbsternannte Bahnhofsverhinderer samt seiner Entourage, bestehend aus Lehrern, Rechtsanwälten und sonstigen Weltverbesserern, anno 2011 in den Stuttgarter Landtag ein.

Erstaunliche 24,2 Prozent votierten seinerzeit für Grün, damit konnte er mit dem damaligen Spitzenkandidaten der SPD, dem eher farblosen Nils Schmid, die Regierung bilden. Die erfolgsverwöhnte CDU, als stärkste Kraft wohlgemerkt, nahm indessen auf der harten Oppositionsbank Platz. Die erste Länder-Regierung Deutschlands unter grüner Führung war geboren.

Fukushima, Bildungsreform und Bahnhof – die Katalysatoren des grünen Erfolges in BW

Der damals vom ebenso arroganten wie unsäglichen Stefan Mappus angeführten Landes-CDU nutzte ihr eigentlich gutes Ergebnis von fast 40 Prozent gar nichts. Zum angedachten Regierungsbündnis Schwarz-Gelb war die FDP zu schwach. Böse Zungen munkeln bis heute, viele der sonst so kontinuierlich-grundanständigen „Vierteles-Schlotzer“ hätten einfach genug von einer in Parteien-Klüngel verstrickte und in dubiose Spendenaffären verwickelte Spätzles-Union gehabt.

So gewann Kretschmann, nach einigen Anfangs-Schwierigkeiten mit der ortsansässigen Automobil-Industrie, (“weniger Autos bauen, wäre natürlich besser“) in seiner bedächtigen und von viel Lokal-Kolorit geprägten Art zunehmend das Vertrauen der Bürger.

Einst vom Brandtschen Radikalenerlass betroffen – heute selbst Landesvater

Auch wenn er eine sehr bewegte Vita aufweist, trifft der geläuterte Kommunist Kretschmann mittlerweile oftmals genau den richtigen Ton und erzielt dadurch auch in hektischen Debatten Ruhe. Ausgerechnet der einstige Mao-Anhänger bringt nun seine Partei-Linken wie Hofreiter, Habeck und Konsorten regelmäßig gegen sich auf. Das entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik. Er gilt parteiintern als „Realo“, demzufolge kommt er auch gut mit Boris Palmer zurecht.

Hätte letzterer mehr Rückendeckung von „Oben“, wäre er als würdiger Kretschmann-Nachfolger sicherlich hoch gehandelt. Doch dazu ist Palmer (momentan) noch zu rebellisch. Das Potential für höhere Ämter hat er aber zweifellos.

Die Gehorsams-Lust der Grünbewegten

Die bisherige Regierungszeit Kretschmanns ist sehr ambivalent zu bewerten. Als gesichert gilt jedoch eines: unter seiner Ägide stieg die Anzahl der bekennenden Stuttgarter Linken sprunghaft an. Anzunehmen ist ebenfalls; ohne ihn wäre die Hälfte der erreichten Wahlprozente von zuletzt 33 Prozent sicherlich perdu. Die Menschen im Ländle wählen eben personenbezogen. Spannend wird natürlich auch weiterhin die Frage sein, welchen Gegenkandidaten die ortsansässige CDU dieses Mal aufstellen wird.

Der 2016 angetretene Guido Wolf, mit dem spröden Charme eines Buchhalters, dürfte viele der traditionellen CDU-Wähler nachhaltig verprellt haben. Die medienerfahrenen Grünen können in ihrer neuen „Aufstellung“ somit eine Art von Politik vertreten – aber auch deren genaues Gegenteil. Ihr Ziel ist es, Mehrheiten zu konstruieren. Die Richtung diktiert ihnen der Zeitgeist.

Auch wenn in Stuttgart-City der Migrantenanteil zügig in Richtung 50 Prozent marschiert, der Automobil-Industrie eine Rezession ungeahnten Ausmaßes droht und zwischenzeitlich sogar die Umwelt kollabiert, hat Kretschmann dennoch gute Chancen, in 2021 für weitere fünf Jahre an der Spitze eines im Wandel begriffenen Bundeslandes zu stehen. Auf die entscheidende Frage, der im Grunde sehr vorsichtigen Schwaben in ihrer geradezu fatalen Unbedarftheit bezogen, antwortet stellvertretend Radio Eriwan:

Anfrage an Radio Eriwan: „Kann man den Grünen die innere Sicherheit und das Vermögen eines Landes anvertrauen?“
Antwort: „Im Prinzip ja, nur sind sie dann halt weg, die Sicherheit und das Vermögen.“




Gauland: Steinmeier verlässt mit Äußerungen Boden der Neutralität

Von H.G. | Zwischen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der AfD knallt es gewaltig. Steinmeier hatte in einem Spiegel-Interview die AfD als antibürgerlich bezeichnet und sich auf Äußerungen des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland bezogen, in denen er die AfD als bürgerliche Partei reklamiert hatte. Die AfD wehrt sich umgehend: Steinmeier verlasse den Boden der Neutralität, die ihm sein Amt verpflichte, sagte Gauland.

Im Spiegel hatte Steinmeier erklärt, dass Bürgertum, Rechtsstaat und individuelle Freiheitsrechte zusammen gehörten. „Wer sich in dieser Tradition sieht, der kann nicht gleichzeitig einem ausgrenzenden, autoritären oder gar völkischen Denken huldigen. Das ist das Gegenteil von bürgerlich: Es ist antibürgerlich.“

Steinmeier unterstellte der AfD, „völkisch kollektivistisch“ zu sein statt „aufgeklärt bürgerlich“. Beides zusammen gehe nicht. Und er warf der AfD im Umkehrschluss vor, nicht die Haltung des Bürgerlichen zu haben, wie es die Verteidigung der Freiheit, die Anerkennung des Individuums und den Respekt vor Andersdenkenden erfordere.

Harter Toback für einen „neutralen“ Präsidenten mit letztlich unbewiesenen und widerlegbaren Behauptungen. Die Reaktion der AfD kam postwendend vom gescholtenen Bundessprecher Gauland: „Steinmeier verlässt mit seinen Äußerungen zur AfD und mir den Boden der Neutralität. Ein Bundespräsident sollte sich nicht in Parteipolitik einseitig einmischen. Er ist Bundespräsident für alle Parteien und für alle Deutschen. Ich unterhalte mich gerne mit ihm unter vier Augen über das, was bürgerlich ist und sein sollte. Öffentliche Parteinahme gegen eine demokratische Partei gebührt nicht dem Amt des Bundespräsidenten.“

Auch Co-Bundesvorsitzender Prof. Jörg Meuthen widersprach Steinmeier: „Der Bundespräsident verlässt mit solchen Äußerungen erstens seine Rolle, die eine parteipolitisch neutrale zu sein hat. Zweitens redet er Unfug, wenn er der strikt rechtsstaatlichen, konservativ-freiheitlichen AfD die Bürgerlichkeit abspricht. Er wird das auch wissen, nimmt aber leider aktiv am politischen Kampf gegen die AfD teil. Wenn Herr Steinmeier eine linksradikale und gewaltverherrlichende Texte skandierende Band wie „Feine Sahne Fischfilet“ goutiert und zu Gratiskonzerten einlädt, ist das wohl eher ein Beleg, dass es tatsächlich ihm selbst an wahrer Bürgerlichkeit mangelt.“

Klar ist, dass sich Steinmeier auf dünnem Eis bewegt. Denn Äußerungen des Präsidenten haben aufgrund seiner herausgehobenen Stellung auch politisches Gewicht und können die Chancengleichheit einer politischen Partei verletzen. Allerdings dürfte er auf die Karlsruher Verfassungsrichter vertrauen können, die bereits 2014 in einer Klage der NPD gegen den damaligen Präsidenten Joachim Gauck diesem den Hals gerettet hatten. Gauck hatte die NPD indirekt als Spinner bezeichnet. Negative Äußerungen des Präsidenten seien, so die Schlussfolgerung des Gerichts damals, lediglich darauf zu untersuchen, ob mit ihnen unter evidenter Vernachlässigung der Integrationsfunktion und damit willkürlich Partei ergriffen werde. An diesem Maßstab gemessen urteilte das Gericht erwartungsgemäß, Gauck habe die Amtspflichten des Bundespräsidenten durch seine Äußerung nicht verletzt.

Natürlich dürften auch Steinmeier und seine Rechtsabteilung das wohlwollende und freisprechende Urteil von damals kennen und sich relativ sicher fühlen. Insofern müssen Steinmeiers Äußerungen als das bewertet werden, was sie sind: die reine, bewusste Provokation gegen einen aufrückenden politischen Gegner der Altparteien und eine spezielle Schützenhilfe für Steinmeiers Mutterpartei SPD, die der Einstelligkeit entgegendriftet. Fazit: Steinmeiers Volte ist eines „bürgerlichen“ Bundespräsidenten unwürdig.




Boehringer: Klimapolitik der Groko ist planwirtschaftlicher Ökosozialismus

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Peter Boehringer, hat heute in seiner Rede im Bundestag die Klimapolitik der Bundesregierung als „planwirtschaftlichen Ökosozialismus“ bezeichnet. „Ein System, bei dem die Angebotsseite künstlich zwangs-verknappt wird, heißt einfach nur Planwirtschaft!“, so der Finanzexperte der AfD. Wir dokumentieren nachfolgend die Rede Boehringers im Wortlaut:

Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich sagte am Dienstag hier, der zur ersten Lesung noch gänzlich fehlende Klimateil im Haushaltsentwurf sei eine parlamentarische Zumutung. Doch die größte Zumutung der Woche war eine andere: Der Finanzminister nämlich auf die Frage, warum wir in Deutschland aus der Kohle aussteigen sollen, wenn gleichzeitig in Afrika und Asien 1000 neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Er sagte dazu: Wir tun es, „weil wir es können.“ Die Regierung gibt ihren ideologischen Machbarkeitswahn also zu!

Wir erleben mehrfache Volksverdummung: Erstens agiert man auf Basis der unhaltbaren Ideologie einer Schuld des in Deutschland menschengemachten CO2 an irgendeiner signifikanten Klima-Veränderung. Das wurde bei der Umweltdebatte diese Woche sehr klar. Und zweitens will man uns weismachen, der CO2-Zertifikate-Handel sei eine marktwirtschaftliche Lösung. Die Kanzlerin etwa erklärte uns am Mittwoch: „Der Staat darf nur Rahmenbedingungen setzen“.

Groko betreibt willkürliche Kontingentierung des deutschen CO2-Ausstoßes

Schön wäre es – doch die GroKo betreibt etwas ganz anderes: Die willkürliche Kontingentierung des deutschen CO2-Ausstoßes. Ein System aber, bei dem die Angebotsseite künstlich zwangs-verknappt wird, heißt einfach nur Planwirtschaft. Noch dazu ein unwissenschaftlicher Plan, denn es gibt kein Modell, das aus welcher auch immer gewählten Reduktion des deutschen CO2-Ausstoßes irgendeine messbare Änderung der Erdtemperatur errechnet.

Es ist keine Marktwirtschaft, über die Mengen-Kontingentierung von Zertifikaten einen Zielpreis für die CO2-Tonne zu erzwingen. Doch genau das will die GroKo. Und leider auch alle anderen Altparteien. Man darf gespannt sein, welchen Zielpreis das Klimakabinett in einer Woche auswürfeln wird – und welche deutschen Schlüsselindustrien durch solchen Ökosozialismus weiter abgewickelt werden.

Dann die ominösen Pläne des Wirtschaftsministers für eine „Klimastiftung“: Zum einen hätte uns Haushälter natürlich interessiert, wie viele Milliarden Startkapital die Stiftung denn aus dem Bundeshaushalt bekommen soll. Zum anderen wäre eine solche Stiftung ein neuer Schattenhaushalt – genau das, was eigentlich alle Fraktionen außer den Grünen nicht mehr wollen, weil dadurch immer die Haushaltsklarheit verletzt wird.

Medialer Aktionismus und linksgrüner Populismus!

Vor allem aber ist auch hier nichts „marktwirtschaftlich“, obwohl Herr Altmaier das diese Woche in seiner Rede drei mal behauptet hat. Wir lassen der Regierung diese orwellianische Begriffsverwirrung nicht durchgehen! Schwarz ist nicht weiß – und Plan ist nicht Markt!

Statt sich einfach regulär am Kapitalmarkt zinsfrei das Stiftungskapital zu beschaffen, will die GroKo nun hoch verzinste „Klimaanleihen“ begeben. Man plant ernsthaft Zinssubventionen über den Haushalt! Wie auch sonst?! Diese Schnapsidee wird die Steuerzahler ohne jede Not eine Milliarde Euro pro Jahr kosten. Fürs Protokoll also: Söders Klimaanleihe, der Öko-Schatzbrief der SPD oder eben nun Altmaiers Klimastiftung: All das ist teure Planwirtschaft, medialer Aktionismus und natürlich auch linksgrüner Populismus!

Und das gilt selbstredend auch für die Verwendungsseite der Stiftungsmilliarden: Diese Stiftung wird ein Fest und eine Spielwiese für Ökofreaks mit ideologischem Machbarkeitswahn aber ohne jedes Gespür für marktfähige Projekte sein! Es graust einem schon jetzt, welcher Unsinn hiermit finanziert werden wird. Doch wie der Finanzminister am Dienstag sagte: „Das ist gelebter Keynesianismus“ „mit vielen, vielen Milliarden“. Genau. Man darf also erwarten, dass die GroKo schon sehr bald bedingungslos Keynes folgt – damit auch dessen Rat: „Die Regierung sollte Menschen dafür bezahlen, Löcher zu graben und sie dann wieder zuzuschütten.“

Weltentrücktheit der Kanzlerin

Solche keynesianische „Qualität“ haben übrigens viele vom Bund geförderten Projekte. Schon seit Jahren finanziert die GroKo fast jede politisch korrekte Marotte. Nur Beispiele: Ein „holistisches Gendergerechtigkeitsprogramm in Tansania“, „Graffitikunst“ in Zentralafrika oder ein Forschungsprojekt „Wie entstehen Väter und Mütter?“

Die Kanzlerin meinte ja in ihrer Rede verständnislos „Wie kann man nur von ‚Verschwendung‘ von Steuergeldern sprechen?“. Nun, Frau Merkel: Das sind nur drei von tausenden Beispielen. Sie verstehen das in Ihrer Weltentrücktheit nicht. Die von Ihnen außer in Sonntagsreden verachteten Steuerbürger verstehen es.

Regierung zahlt für Wohlergehen von etwa 70 IS-Kämpfern

Und noch zur Außenpolitik: Noch immer steht eine Medienmeldung im Raum, wonach viel Geld an den Irak fließen könnte, damit IS-Mörder mit deutschem Pass dort nicht zu streng verurteilt werden. Ich fordere erneut die Regierung zu einer Erklärung zur Entstehung dieser Meldung auf! Und inzwischen auch die Staatssender ZDF und ARD, die ihnen vorliegenden einschlägigen Papiere der Regierung offenzulegen. Auch wenn die Summe sich inzwischen reduziert hat, scheint weiterhin klar, dass die Regierung ernsthafte Gespräche mit dem Irak und Syrien über die Zahlung bis zu einer Milliarde Dollar für das Wohlergehen von etwa 70 IS-Kämpfern führt. Das ist so nicht erklärbar – auch nicht mit einer Fürsorgepflicht für deutsche Staatsbürger.

An diese Fürsorge hätte sich das Außenministerium doch bitte beim schuldlos in ein venezolanisches Foltergefängnis gesteckten unschuldigen Journalisten Billy Six erinnert, den das Auswärtige Amt vier Monate lang so gut wie nicht konsularisch betreut hat und für dessen Wohlergehen von Leib und Leben sie niemals auch nur einen Bruchteil der Plansumme für IS-Kämpfer ausgegeben hätte!




Grüne fordert Luftballonverbot

Von REALSATIRE | Auch im sturmfest-erdverwachsenen Niedersachsen werden zwar jedes Jahr tonnenweise Insekten (u.a. Bienen!), Vögel und Fledermäuse durch Windräder geschreddert, aber kein Grüner ist hier bisher auf die Idee gekommen, die für die Natur gefährlichen Öko-Cutter abzuschalten. Dafür wollen die örtlichen Grünen jetzt gasgefüllte Luftballons in freier Natur verbieten, durch die angeblich viele Vögel sterben.

Nena ließ Anfang der 80er-Jahre noch 99 Luftballons in den Himmel steigen, um gegen den bösen Nato-Doppelbeschluss anzusingen. Und besonders die Grünen jubelten damals lauthals mit. Doch nun kehrt marsch zurück! Die grüne Landeschefin in Niedersachsen, Anne Kura (35), ruft die Vorstufe zur Öko-Diktatur aus: „Steigen gelassene Luftballons landen in den allermeisten Fällen in der Natur. Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen“, forderte sie laut BILD. Auch Ballons aus Naturlatex seien deswegen keine wirkliche Alternative.

Genauso gut hätte sie fordern können, dass der Gebrauch von Kondomen aus Naturlatex in der freien Natur (zum Beispiel beim Bett im Kornfeld) verboten werden müsste, weil dies den Vögeln ebenfalls schaden könnte. Doch so weit will die Chefgrüne wohl noch nicht die Luft aus den Ballons lassen. Bisher trifft das geforderte Luftballonverbot besonders Hochzeitsfeiern oder Kindergeburtstage im Freien. Luftballons in Wohnzimmern sollen immerhin erlaubt sein.

Die Altparteien in Niedersachsen haben erschrocken die Notbremse gezogen und erteilen der grünen Verbotsgängelei diesbezüglich eine Absage. Dabei sind sie es selbst, die dem Nannystaat das Wort reden. Aktuell wird zusammen mit NRW politisch eingetütet, dass in Autos bei Strafe nicht mehr geraucht werden darf, wenn Minderjährige oder Schwangere mitfahren. Zuwiderhandlungen sollen bis zu 3000 Euro kosten.

Was nachvollziehbar klingt, ist überflüssig: Von jedem vernunftsbegabten Menschen kann ohne Misstrauen erwartet werden, Kinder und Frauen nicht rücksichtslos gesundheitlichen Gefahren auszusetzen. Mal abgesehen davon, dass sich ein Rauchverbot in Autos kaum polizeilich überwachen ließe. Aber zur grün-roten DNA gehört es, die Mitmenschen von der Wiege bis zur Bahre zu gängeln und zu schikanieren. Und insbesondere die CDU zieht hier rückgratlos mit.




Video: 113. Sitzung des Bundestags

Heute findet die 113. Sitzung des aktuellen Deutschen Bundestages statt, in der es um die Themen Arbeit und Soziales sowie Gesundheit geht. Außerdem gibt es die Schlussrunde zum Haushaltsgesetz 2020. Für die AfD werden die folgenden Abgeordneten heute ans Rednerpult treten: Uwe Witt, Ulrike Schielke-Ziesing (zwischen 9 Uhr und 10.45 Uhr für jeweils sechs Minuten), Prof. Axel Gehrke und Dr. Birgit Malsack-Winkemann (zwischen 10.45 Uhr und 12.30 Uhr für jeweils sechs Minuten) und bei der Schlussrunde zum Haushaltsgesetz 2020 Albrecht Glaser und Dr. Peter Boehringer (zwischen 12.30 Uhr und 14.10 Uhr für jeweils sechs Minuten).




Berlin: Eritreer beißt Fünfjährige vor den Augen ihrer Mutter ins Gesicht

Von EUGEN PRINZ | Der Bürger würde von so mancher „Zuwanderer-Straftat“ nichts erfahren, weil die Polizei sie nicht im Pressebericht erwähnt. Dafür gibt es verschiedene „Begründungen“ und eine davon ist der „Opferschutz“. Dummerweise landet der eine oder andere Fall vor Gericht und bei entsprechender Medienberichterstattung wird die Sache dann doch noch ruchbar.

Opferschutz oder Vertuschung?

Auch der Vorfall, der Gegenstand dieses Artikels ist, wurde der Öffentlichkeit verschwiegen, als er passierte. Ob das aufgrund des „Opferschutzes“ geschah oder weil man eine öffentliche Empörung über diese widerliche Straftat vermeiden wollte, wird das Geheimnis der Polizei bleiben. Wie auch immer, jetzt beschäftigt sich jedenfalls das Berliner Landgericht mit der Angelegenheit und die Öffentlichkeit nimmt daran teil.

Was war geschehen?

Am 15. März 2019 gegen 16.55 Uhr traf die 40-jährige Aileen D. aus Nürnberg zusammen mit ihren beiden kleinen Töchtern am Berliner Hauptbahnhof (Mitte) ein. Um an ihr endgültiges Ziel zu gelangen, wartete das Trio an der Straßenbahnhaltestelle vor dem Hauptbahnhof auf die Tram auf die M10. Gerade mal vor drei Minuten angekommen, machten Mutter und Töchter gleich unliebsame Bekanntschaft mit den Zuständen in der Bundeshauptstadt.

Hochgehoben und zugebissen

Daniel K., ein 20-jähriger Asylbewerber aus Eritrea, ging unvermittelt auf die 5-jährige Tochter von Aileen D. zu, hob sie hoch und biss sie derart in die Wange, dass sich die einzelnen Zähne zwei Tage später immer noch deutlich abzeichneten. Das Mädchen fing sofort an, zu schreien und zu weinen.

Die Mutter im Zeugenstand des Berliner Landgerichts:

„Der Mann kam lächelnd auf uns zu, nahm die Kleine auf den Arm. Ich hatte das Gefühl, er fand sie einfach süß und knuffig. Ich dachte, das mit dem Hochheben ist vielleicht so eine kulturelle Sache bei ihm. Sah aus, als wollte er sie küssen. Aber sie weinte, er hat zugebissen.“

Mit Steinen geworfen – Polizei ließ ihn laufen

Es war nicht das erste Mal, dass der Eritreer willkürlich Fremde auf der Straße angegriffen hatte. Eine Zalando-Managerin traf einen Monat vorher auf dem Weg in die Arbeit in der Marchlewskistraße in Berlin-Friedrichshain auf den Schwarzafrikaner. Er fragte sie nach einer Zigarette. Als sie erklärte, dass sie keine hätte, warf er ihr Steine zwischen die Beine und verfolgte sie. In der Warschauer Straße hob er einen schweren Betonklotz hoch und schleuderte ihn von sich.

Die herbeigerufene Polizei nahm den Eritreer fest, ließ ihn aber dann nach Feststellung seiner Personalien wieder laufen. Als Folge davon konnte er vier Wochen später das Kind ins Gesicht beißen und wer weiß, was er zwischendurch noch alles angestellt hat, das nicht angezeigt wurde.

Nach dem Beissangriff kam Daniel K. in Untersuchungshaft. Seit zwei Monaten ist er im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht. Aufgrund einer psychischen Erkrankung soll er nicht schuldfähig sein. Ziel der Staatsanwaltschaft ist es, ihn dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen.

Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie viele seines Schlages inzwischen die Psychiatrien unseres Landes bevölkern. Das scheint ja inzwischen Standardprozedur zu sein.

Abschließend sei erwähnt, dass die Behandlung in so einer Einrichtung monatlich mit knapp 10.000 Euro zu Buche schlägt. Aber wir haben es ja…


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015. Erreichbar ist Eugen Prinz über seine Facebook-Seite oder Twitter.