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Akif Pirinçci: Der Lobo-Tomierte

Sascha Lobo.

Von AKIF PIRINCCI | Woran erkennt man, daß ein Mensch verrückt geworden ist? Nun, er redet plötzlich wirres Zeug, tut irrationale Dinge, sagt, daß er Stimmen höre, die andere nicht hören, hat seltsame Visionen und gibt sein geregeltes Leben nach und nach der Auflösung preis. So in etwa.

Woran erkennt man jedoch, daß ein Mensch sich zwar äußerlich wie ein Verrückter aufführt, aber ansonsten sein Leben völlig rational, vorausschauend und auf Konsequenzen bedacht weiterlebt?

Zum Beispiel daran, daß er überall und mit Leichenbittermiene und Grabesstimme herausposaunt, daß uns bereits in ein paar Jahren der Klimawandel alle rösten und töten werde, aber sich gleichzeitig heimlich ein Haus kauft, welches er hälftig über einen Kredit mit 30-jähriger Laufzeit finanziert. In diesem Fall wird die Verrücktheit, die heutzutage 1:1 den deutschen Zeitgeist darstellt, lediglich vorgetäuscht, um an ganz egoistische Ziele zu gelangen. Bei dem Klima-Heini mag es die gutdotierte Stelle bei irgendeinem Umweltamt oder einer Nichtregierungsorganisation sein, die desto besserdotierter zu werden verspricht, je mehr die Klimahysterie steigt.

Es gibt allerdings auch so ein Zwischending, bei dem man nicht genau unterscheiden kann, ob der Offenbarer der bekloppten Weltsicht tatsächlich den Verstand verloren hat oder sie nur offenbart, um seine eigennützige Agenda mittels irrer Unterstellungen zu verfolgen:

“Denn das zeichnet den Faschismus aus: Früher oder später tötet er.”

Dieser Satz ist keineswegs einem bedeutenden Geschichtsbuch entnommen, das die Monstrositäten des Dritten Reiches abhandelt. Dieser Satz meint auch keineswegs den eingewanderten Islam-Faschismus hierzulande, der im Gewande einer Religion Frauen zum rechtlosen Fickvieh degradiert und durch entsprechender Verpackung zum Besitz des Mannes deklariert, ein Herrenmenschentum gegenüber seinen ihn über Sozialtransfers fütternden Gastgebern an den Tag legt und überhaupt die aufgeklärte Moderne des Westens wieder schleunigst in seine Neandertal-Höhle befördern will.

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Nein, dieser Satz steht in der aktuellen SPIEGEL-Online-Kolumne des bekanntesten Irokesen Deutschlands Sascha Lobo vom 4. September mit dem Titel “Medienschuld und Merkels Beitrag”. Unser Halb-Mensch-halb-grün-links-versiffter-Regierungspropaganda-Subwoofer Sascha meint damit die neulichen Wahlsiege von AfD in Sachsen und Brandenburg, die nach seiner Lesart über kurz oder lang dazu führen werden … naja, daß die Mitglieder dieser aufstrebenden Partei, deren Wähler, Sympathisanten oder nicht existenten Verharmloser in den Systemmedien … naja, irgendwie alle töten werden, wenn sie Alexander Gaulands Hunde-Krawatten nicht geil finden … naja, vielleicht nicht alle, sondern nur die Fatzkes mit einem Irokesen-Schnitt, die gestern noch glaubten, die “bunte” Diskursherrschaft ihrer immer weniger verkäuflichen Lügen- und Käseblätter längst in deutsche Köpfe einbetoniert zu haben.
 
Eigentlich ist Sascha bei SPIEGEL-Online fürs Internet-Gedöns verantwortlich und vermittelt in seinen Kolumnen gewöhnlich den Eindruck, er stünde sekündlich mit den Google- und Apple-Zentralen in Wählscheiben-Telefon-Kontakt, damit er uns über deren meist bösen Strategien aufklären kann. Doch diese scheußlichen Wahlergebnisse in Dunkel-Deutschland haben ihn über sich hinauswachsen und das Erbe Dietrich Bonhoeffers antreten lassen.

Auch der Rest der hell-deutschen Journaille stimmte gleich eine Minute nach den ersten Fernseh-Hochrechnungen am Sonntag aufheulend in diesen Wehret-den-Anfängen-Klamauk ein, von der Furcht erfaßt, daß die Scheiß-AfDler vielleicht doch die Steuerkohle für ihre Vorträge und Symposien zumindest auf kommunaler Ebene abstellen oder gar irgendwie in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eindringen und sie und Ihresgleichen durch lauter kleine Goebbels ersetzen lassen könnten.

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