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Egal wie: Trump muss weg!

Von WOLFGANG HÜBNER | Die amerikanische Innenpolitik ist ein Schlachtfeld, auf dem mit allen Waffen gekämpft wird. Dieser Kampf hat sich mit dem Erscheinen Donald Trumps extrem zugespitzt. Seitdem ist es nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen zwei Parteien oder ihren zwei Kandidaten für das höchste Amt, sondern ein kalter Bürgerkrieg geworden. Grob charakterisiert, ist es der Kampf zwischen dem von Trump repräsentierten militärisch defensiven Wirtschafts- und Sozialnationalismus („America first!“) und dem von den Demokraten vertretenen militärisch offensiven multikulturellen Globalismus und, soweit er diesem dient, Multilaterismus, also der Beteiligung von abhängigen Staaten wie Deutschland.

Es ist nicht nur für das amerikanische Volk, sondern für die ganze Welt und nicht zuletzt für Deutschland von größter Bedeutung, wer sich in diesem Kampf durchsetzt. Denn nach wie vor sind die USA die wirtschaftlich und militärisch mächtigste Nation. Es wäre gleichwohl vermessen, all die Rochaden und Winkelzüge in der Schlacht der beiden politischen wie weltanschaulichen Gegner von der Ferne seriös beurteilen zu können. Das gelingt wohl noch nicht einmal unabhängigen amerikanischen Beobachtern so einfach.

Deshalb ist es auch nicht möglich, die neuen Entwicklungen um die Ukraine-Affäre und die Pläne der Demokraten gegen Trump perspektivisch einschätzen zu können. Das sei auch den deutschen Hass- und Hetzmedien überlassen, die Trump schon seit Amtsantritt aus dem Weißen Haus jagen wollen. Diese Hexenjagd der Gottlob Machtlosen erreicht derzeit neue Höhepunkte, weil sich Trump in dem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyi abfällig über das deutsche Medienidol Angela Merkel geäußert hat und der junge Ukrainer ihm auch noch frecher Weise zugestimmt hat.

Trump: „Deutschland macht fast gar nichts für Sie. Alles was sie machen ist reden und ich denke, das ist etwas, nach dem Sie fragen sollten. Angela Merkel spricht Ukrainisch, aber sie macht nichts“

Selenskyi: „Ja, Sie haben absolut recht. Nicht nur zu 100 Prozent, sondern zu 1000 Prozent und ich kann Ihnen folgendes sagen; ich habe mit Angela Merkel gesprochen und sie getroffen.(…) Sie tun nicht so viel für die Ukraine, wie sie sollten. Die Europäische Union sollte unser größter Partner sein, aber technisch gesehen sind die USA ein viel größerer Partner.“ (Übersetzter Auszug aus dem Transkript des Ukraine-Gesprächs zwischen Trump und Selenskyi auf den Servern des Weißen Hauses)

Aber das ist nur ein Nebenaspekt des politischen Dramas, das nun offenbar mit einem von den oppositionellen Demokraten angestrebten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eskaliert werden soll. Allein der Zeitpunkt nur ein Jahr vor der nächsten Präsidentenwahl 2020 sollte allerdings stutzig machen: Denn allzu schnell kann ein amtierender Präsident gar nicht aus dem Amt katapultiert werden. Es deutet also vieles auf ein sehr riskantes Wahlkampfmanöver hin, dessen Schuss nach hinten losgehen kann. Das vielskandalisierte Telefonat Trumps mit Selenskyi, diese Voraussage sei gewagt, wird Trump nicht stürzen.

Zwar war es sicher etwas gewagt von Trump, in einem dokumentierten Telefonat auf fragwürdige wirtschaftliche Aktivitäten des Sohns seines potentiell gefährlichsten demokratischen Widersachers Joe Biden in der Ukraine zu sprechen zu kommen. Doch eigentlich brisanter ist die Frage, was Bidens Sohn dort getrieben hat und welche amerikanischen Kräfte sich überhaupt in der Ukraine herumtreiben. Natürlich interessiert Trump auch weiterhin dringend, wie er in den Verdacht gekommen ist, seine Präsidentschaft russischer Hilfe zu verdanken. Letzteres war und ist eine schwere Bürde für die von ihm beabsichtigte Entspannungspolitik gegenüber Russland.

Denn für Trump ist der wahre gefährliche Rivale China – also der autoritär regierte Großstaat, den die Kanzlerin so viel lieber als Trump besucht. Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass Donald Trump von sehr mächtigen politischen und wirtschaftlichen Kreisen in den USA wie auch in anderen Staaten als größter Störfaktor ihrer globalistischen Pläne betrachtet wird. Bei der weiteren Entwicklung in den USA ist es für jeden kritischen Beobachter hierzulande unbedingt geboten, diese Tatsache bei der Beurteilung der in der Regel völlig einseitigen, von erbitterter Feindschaft gegen Trump geprägten Berichte in den deutschen Medien zu berücksichtigen. Einstweilen gilt: Nicht Trump muss weg, sondern die unerträgliche Desinformation in Merkel-Deutschland!


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.