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Ist Trump schuld am türkischen Einmarsch nach Syrien?

Von MANFRED ROUHS | Von den USA aus gesehen ist Syrien ein Land jenseits des Atlantiks, weit weg und uninteressant. Von Deutschland aus gesehen ist Syrien das Land hinter der Türkei, und weil Millionen Türken und Kurden, deren Heimat auf türkischem, syrischem, irakischem und iranischem Gebiet liegt, in Deutschland leben, ist ein Krieg zwischen Türken und Kurden in Syrien für uns so etwas ähnliches wie ein innerdeutscher Konflikt.

Die ersten Schlägereien zwischen Kurden und Türken fanden im Oktober im Ruhrgebiet statt. Weitere Auseinandersetzungen werden folgen.

Maischberger erklärt die Welt

Als Sandra Maischberger in der ARD am 20. Oktober über den Syrienkonflikt diskutieren ließ, konnte der Zuschauer den Eindruck gewinnen, nicht Recep Erdogan, sondern Donald Trump hätte seinen Truppen den Einmarsch nach Nord-Syrien befohlen. Die gesamte erste Hälfte der Sendung bestand aus Trump-Bashing. Dabei hat Trump mit dem Rückzug der US-Truppen aus der Krisenregion lediglich eine schon lange öffentlich bekannt gemachte Ankündigung umgesetzt: die Aktion erfolgte weder überstürzt, noch überraschend.

Trumps USA wollen nicht mehr den Weltpolizisten spielen, sondern in internationalen Konflikten nur noch unmittelbare US-Interessen wahrnehmen. Und die sind in Syrien nicht betroffen.

Die Truppen Assads sowie russische Streitkräfte sind in die entstandene Lücke nachgestoßen. Trump hat Erdogans militärisches Abenteuer nicht nur scharf verurteilt, sondern sofort empfindliche wirtschaftliche Nadelstiche gegen die Türkei gesetzt. Sein militärisches Ziel, die kurdischen Milizen in Nordsyrien auszuschalten, hat Erdogan jetzt schon verfehlt, weil ihm die Trump-Administration den freien Abzug dieser Streitkräfte aufgezwungen hat.

Die türkischen Truppen stehen nun nutzlos im Norden Syriens herum und können sich ungünstigstenfalls an einer Handvoll Zivilisten vergehen, sind ansonsten aber für Ankara militärisch, wirtschaftlich und politisch nutzlos. Sie kosten jeden Tag Geld, ohne die türkische Führung ihrem Ziel näher zu bringen, das kurdische militärische Potential in Syrien auszuschalten.

Bürgerkrieg auf deutschem Boden

Es bedarf keiner großen geostrategischen Kenntnisse, um abzusehen, dass dieses Abenteuer für die Türkei nicht gut ausgehen wird. Bis sich diese Erkenntnis auch in Ankara durchsetzt, werden viele Menschen sterben. Und die Deutschen werden wieder einmal feststellen, dass eine multikulturelle Gesellschaft nicht nur Vorteile hat.

Wir brauchen keinen türkisch-kurdischen Bürgerkrieg auf deutschem Boden. Wer das nicht einsieht, sollte seine Sachen packen und gehen!




Inflationäre Morddrohungen sollen der AfD in die Schuhe geschoben werden

Von LUPO | Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Thüringen haben dort Morddrohungen einen inflationären Höhepunkt erreicht. In der Berichterstattung darüber gibt es allerdings feine Unterschiede.

Morddrohungen und Anschläge gegen AfD-Politiker und deren Partei-Eigentum finden journalistischen Niederschlag höchstens in regionalen Medien. Bei Morddrohungen gegen grüne, linke und schwarze Politiker steigt der mediale Mainstream bundesweit groß ein.

Es geht auf der Zielgeraden in Thüringen offensichtlich nicht mehr um politische Inhalte, sondern darum, wer am häufigsten und brutalsten mit Worten an Leib und Leben bedroht wird und wem es am besten gelingt, dies unters Volk zu bringen. Am Sonntag traf es erneut den schwarzen Herausforderer von der CDU, Mike Mohring.

Der Droh-Text war ziemlich dümmlich abgefasst, alleine was Rechtschreibung, Inhalt und Ausdruck betrifft. Die Drohung ging dem CDU-Spitzenmann per E-Mail zu, was auch nicht gerade für die digitale Intelligenz des Absenders namens „Staatsstreichorchester“ spricht, bedenkt man, welche technischen Möglichkeiten der Enttarnung den thüringischen Schlapphüten zur Verfügung stehen.

Dennoch war sich Mohring nicht zu schade, den Text öffentlich zu kommentieren. Es sei kein Platz für Hass, Hetze und Gewalt. Natürlich wusste Mohring auch gleich, wer da von ihm forderte, den Wahlkampf bis Sonntagmittag, 12 Uhr, einzustellen, andernfalls er „abgestochen“ werde wie die Kölner Oberbürgermeisterin Reker. Es waren es Rechtsextremisten, teilte er per Twitter-Video mit:

Woher Mohring sein Wissen über die Tätereinordnung hat, bleibt sein Geheimnis. Wer seinen Schwachsinn mit „Sieg Heil und Heil Hitler“ zeichnet und sich sogar als Rechtsextremist outet, muss eben logischerweise ein Rechtsradikaler sein. Auch wenn bekannt ist, dass – wie in Chemnitz – schon mal ein Agent provocateur von der Antifa die Hand zum Gruß hebt und die ARD dies noch in der vergangenen Woche der AfD anlasten wollte.

Hass, Hetze, Morddrohungen, Rechtsextremismus, AfD – das sind die Vokabeln, die sich in die Köpfe der thüringischen Wähler eingraben sollen. Auch wenn Mohring die AfD nicht namentlich nennt, so ist es doch die unausgesprochene Causalkette, die dem Wähler ins Hirn geklopft werden soll. Wer jetzt dennoch AfD wählt, macht sich mitschuldig, lautet die versteckte Botschaft. Ein Fressen für die überregionalen Medien, die – wie die Zeit – gegen Ende des Wahlkampfes noch mal groß einsteigen. Erst am Freitag war der grüne Bundesvorsitzende Robert Habeck mit Mord bedroht worden. Auch der grüne Spitzenkandidat Dirk Adams soll eine Morddrohung erhalten haben.

Zeit, Tagesspiegel, Stern, Bild, Focus – um nur einige zu nennen – posaunten die undurchsichtige Nachricht in die Welt, bei der zwei verdächtige Männer in den Droh-Zusammenhang gebracht werden. Erwartbare Festnahmen erfolgten allerdings nicht. Die Bild hatte immerhin den journalistischen Anstand, darauf hinzuweisen, dass auch gegen den thüringischen AfD-Spitzenkandidaten Björn Höcke bereits Anfang Oktober Morddrohungen eingegangen waren. Das fand aber damals nur regional begrenzten journalistischen Niederschlag.

Auch der schwere Brandanschlag am vergangenen Freitag auf einen Wahlkampf-Lkw der AfD im thüringischen Artern/Unstrut erhielt nur regionale Aufmerksamkeit (PI-NEWS berichtete). Am LKW war Totalschaden entstanden, dessen Höhe insbesondere aufgrund der Veranstaltungsmaterialien und der Tontechnik, die sich im Laderaum des LKW befanden, laut AfD auf einen sechsstelligen Betrag belaufen dürfte. Es hätten auch leicht Menschen zu Schaden kommen können. Das interessiert aber anscheinend niemanden.




Medien mit geschönten Teilnehmer-Zahlen zu den Demos in Dresden

Genehme Zahlen zu Pegida lieferten gestern fast alle Medien den Regierungen in Sachsen und im Bund. Übergreifend vergaßen sie dabei, dass die Quellenkritik zum journalistischen Handwerk gehört.

Der FOCUS zum Beispiel gab die Teilnehmerzahl der Gegendemonstranten mit etwa 5000 an und folgte damit brav den Angaben der linken Veranstalter! Für Pegida wurde die Zahl der Teilnehmer mit „schätzungsweise“ 3000 angegeben, wobei die Schätzung nicht (!) von der Polizei kam, die gar keine Angaben machte.

Man muss befürchten, dass hier ebenfalls die Zahl von den Linken übernommen wurde, die so ihre Schwierigkeiten beim Zählen, Schätzen und mit der Wahrheit haben.

Auch die Dresdner Neuen Nachrichten nennen 5000 Gegendemonstranten, und man darf getrost hinter der Bezahlschranke 3000 für Pegida annehmen.

Gleiches gilt vom SPIEGEL bis hin zum „Hitradio RTL Sachsen“. Immer dieselben Zahlen.

Die unkritisch und wahrscheinlich nur zu gern übernommenen Angaben sind eine glatte Lüge.

Unser Leser und Kommentator „Johann“ wies auf eine Luftaufnahme des MDR hin (Bild Nr. 9), auf der deutlich zu sehen ist, dass die Pegida-Demo auf der rechten Seite weitaus mehr Teilnehmer hat als die der Gegendemonstranten.

Wenn es 3000 und 5000 gab, dann eher umgekehrt: 5000 bei Pegida und 3000 bei den Gegendemonstranten. Der FOCUS zitiert im genannten Artikel die Sprechchöre der Pegida:

Die Menge reagierte mit bekannten Sprechchören wie „Merkel muss weg“ oder „Lügenpresse“.

Beide Parolen haben – wie man gerade wieder sehen kann – ihre volle Berechtigung.

(Dank an Johann und den MDR)




Die Wahrheit über das Schock-Video

Von EUGEN PRINZ | Netzkommentar: „Schau dir das an …das Video ist von gestern sämtliche Schleusen aus dem Osten sind offen. Migranten Strömen alle Richtung Deutschland ( nur Männer ) und in Slowenien bekleidet die Polizei sämtliche Migranten durch das Land durch, zur nächsten Grenze. Das ist eine Katastrophe nichts gegen 2015 ! Wenn wir das nicht stoppen ist unser Land in den nächsten Wochen verloren (sic).“

Legende und Wahrheit

Seit einigen Tagen sorgt im Netz ein Video für Aufregung, das eine schier endlos erscheinende Kolonne von männlichen Flüchtlingen zeigt, die unter Polizeibegleitung auf einer Landstraße unterwegs sind. Die Aufnahmen, die gerade auf Facebook und YouTube viral gehen, sollen in der Gegend der nord-bosnischen Stadt Bihac aufgenommen worden sein. Sie suggerieren Zustände wie bei der Flüchtlingskrise in 2015.

Grund genug für PI-NEWS, der Sache auf den Grund zu gehen und den sich rasch ausbreitenden Fehlinformationen und Spekulationen ein Ende zu bereiten.

Um das Ergebnis der Recherche gleich vorweg zu nehmen: Bei der Kolonne handelte es sich um einen Tross illegaler Zuwanderer, die vom Innenministerium des Kantons Una Sana/Bosnien-Herzegowina von der 60.000-Einwohner Stadt Bihac in das nahe gelegene, „umstrittene“ Flüchtlingslager Vucjak gebracht wurden. Bosnischen Medien zufolge waren es etwa 1000 Männer, tatsächlich dürfte der Flüchtlings-Tross jedoch deutlich größer gewesen sein. Im Lager Vucjak sind ausschließlich Männer untergebracht.

Maßnahme als Teil der Wiederherstellung von Recht und Ordnung

In Bihac herrschen durch die illegalen Migranten unhaltbare Zustände. Die Zuwanderer  hausen in Parks und verlassenen Gebäuden. Der Stadt fehlen die finanziellen Mittel zur  Versorgung der Flüchtlinge. Den von der Regierung in Sarajewo für diesen Zweck  vorgesehenen Betrag in Höhe von vier Millionen Konvertible Mark (ein EURO = 1,95583 KM), der an den Kanton Una Sana überwiesen wurde, hat dieser selbst eingesackt, statt das Geld an die zuständigen Behörden in Bihac weiterzuleiten.

Deshalb wusste sich die Stadt nicht anders zu helfen, als alle illegalen Migranten, denen man habhaft werden konnte, ins Flüchtlingslager Vucjak zu schicken.

Der Nachrichtensender N1 mit Studios in Belgrad, Sarajewo und Zagreb schreibt dazu:

„Nachdem Bulgarien und Ungarn strenge Grenzkontrollen durchführten und Migranten daran hinderten, in ihr Land einzureisen, strömten die Migranten nach Bosnien. Letztes Jahr sind 25.000 in das Land eingereist. die zuständigen Behörden schätzen, dass derzeit etwa 9.000 davon noch im Land leben. Sie wollen jedoch nicht in Bosnien oder den östlichen EU-Mitgliedstaaten bleiben, sondern ihren Weg in westliche EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und Österreich fortsetzen, um ein besseres Leben zu finden. Von den 9.000 im Land lebenden Migranten sind nach Angaben der Behörden nur etwa 8 Prozent Flüchtlinge, der Rest sind Wirtschaftsmigranten.“

Sie sehen, liebe Leser, man muss ausländische Medien in Anspruch nehmen, um korrekt und umfassend informiert zu werden. Was für ein Armutszeugnis für die „Vierte Gewalt“ in unserem Land, die nur das veröffentlicht, was wir wissen dürfen und was den Absichten der Regierung nicht zuwider läuft.

Sickern Flüchtlinge aus Bosnien illegal in die EU ein?

Angesichts der von N1 veröffentlichten Zahlen stellen sich zwei Fragen: Wenn letztes Jahr 25.000 Zuwanderer nach Bosnien eingereist sind und sich dort nur noch etwa 9000 davon aufhalten, wo sind die restlichen 16.000 abgeblieben? Und wie geht es mit den noch verbliebenen 9000 weiter? Die Antworten auf diese Fragen werden wir bald – zum Teil wohl jetzt schon – in unserem Land finden.

Das sind also die wahren Hintergründe des „Schock-Videos“. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass sich die Wahrheit ebenso viral verbreiten wird, wie die Fehlinformation.

Vorankündigung

Über die „Besonderheiten“ des Flüchtlingslagers Vucjak und den kroatischen Grenzschutz, an dem die so genannte „Push-Back“ – Methode zur Anwendung kommt, wird PI-NEWS  zeitnah berichten. Sie dürfen sich auf einen hochinteressanten Artikel freuen, der die Frage aufwirft, mit welchem Recht sich eigentlich „unsere“ Flüchtlinge über die deutsche Polizei und die Unterbringung in den Ankerzentren beschweren.

Vucjak und „Push-Backs“ an der Grenze zu Kroatien – wenn unsere Mainstream-Medien diese Themen in größerem Umfang aufgreifen sollten, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Bundesregierung im Rahmen einer „humanitären Geste“ zumindest einen Teil der Bewohner des Flüchtlingslagers Vucjak – wie bereits ausgeführt, ausschließlich Männer – übernimmt. Falls nicht, ist ebenfalls zu erwarten, dass die meisten davon in Deutschland landen, da sie trotz der Wachsamkeit der kroatischen Grenzschützer im Laufe der Zeit bei uns „einsickern“ werden, wie vermutlich ein guter Teil ihrer etwa 16.000 Vorgänger.


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015. Erreichbar ist Eugen Prinz über seine Facebook-Seite oder Twitter.




Hans-Jörg Müller: Altparteien heucheln bei Antisemitismusdebatte

Von JÖRG HALLER | Mit kurzen Sätzen und einleuchtendem Handlungsplan bewertet der AfD-Bundestagsabgeordnete, Hansjörg Müller, im PI-NEWS-Interview den Mordanschlag in Halle und die allgemeine Reaktion der Parteien im Bundestag darauf: „Die anderen Fraktionen drehen die Dinge immer so, wie sie es gerade brauchen.“

Während es sich bei der Vielzahl von islamischen Angriffen nach Meinung des Mainstreams meist angeblich um „kranke“ verrückte Einzeltäter handele, die im Zweifelsfall nichts mit dem Islam zu tun haben, wird der Täter von Halle politisiert. Tatsächlich hat der Mörder nicht aus politischen Motiven, sondern aus Krankhaftigkeit, Isolation, Killerspiel-Verrücktheit und Judenhass gehandelt, ist definitiv psychisch gestört, wie es auch das Innenministerium bewertet. Er werde von den Altparteien nicht als Einzeltäter gesehen, um der AfD Mitverantwortung zuzuschieben. Hier zeigt sich die Heuchelei der Altparteien.

Grenzschließung und Grenzkontrollen schützen insbesondere auch Juden

Müller fordert dazu auf, die Polizei, Aufgaben und Gelder sinnvoller einzusetzen. Während die Behörden ohnehin überlastet sind, z.B. mit der Verfolgung von Meinungsdelikten mit (oft politisch motivierten) Hausdurchsuchungen zu Hass-Crimes im Sinne des neuen Netzdurchsuchungsgesetzes. Müller fordert, für Synagogen und jüdische Einrichtungen umfassenden Schutz zu bieten, wenn nötig 24 Stunden am Tag. Parallel müssen die Grenzen geschlossen und kontrolliert werden, um den Zuzug von islamischen und durchweg antisemitischen Gefährdern zu verhindern.

Seit 2015 sind in der EU etwa 40 schwere islamische Anschläge verübt worden. Dabei wurden mehr als 350 Menschen getötet, darunter gezielt viele Juden. Die Zahlen von rechtsextremistischer Gewalt dürften bei nicht einmal 15 Prozent dieser Zahlen im gleichen Zeitraum liegen.

Islamische Übergriffe auf Juden werden statistisch „rechts“ falsch zugeordnet

So wie die AfD dämonisiert wird, wurden seit Jahren auch Statistiken verzerrt, und muslimische Vorfälle massenhaft als rechts-motiviert eingeordnet. 2018 wurden in einer EU-Studie europaweit über 16.000 Juden befragt. 30 Prozent haben antisemitische Belästigungen und Gewalt von Personen »mit extremistisch-muslimischer Anschauung« erlebt, danach 21 Prozent Täter »mit linker politischer Sichtweise« und Täter »mit rechter politischer Sichtweise« hingegen nur 13 Prozent.

Diese Zahlen widersprechen deutlich der offiziellen deutschen Kriminalstatistik. Das American Jewish Committee (AJC) in Berlin kritisierte, dass »eine Parole wie ‚Juden raus‘ fast ausschließlich dem Rechtsextremismus zugeordnet wird«. Auch der dem Hitlergruß nachempfundene Gruß von Hisbollah-Anhängern auf der islamischen Al-Quds-Demo wird als »rechtsextrem« verzeichnet. Joseph Schuster vom Zentralrat: „Das Problem ist, wenn ein Täter nicht ermittelt werden kann, wird diese Tat von der Polizei automatisch dem rechten Spektrum zugeordnet.“ Historiker Prof. Wolffsohn redet von „Verschleierung“: das Bild „ist völlig verzerrt. Viele Vorfälle landen unter dem Stichwort «Israel-Palästina-Konflikt» in einer anderen Statistik für politisch motivierte Kriminalität.“

Wenn deutsche Regierungspolitiker ihren „Kampf gegen Rechts“ mit solchen irreführenden Zahlen und Statistik-Methoden führen, vor was schrecken die Altparteien, denen die Wahrheit offensichtlich derart egal ist, nicht zurück?

Der Anstieg des Judenhass in unseren westlichen Gesellschaften ist eine Tatsache und führt dazu, dass 38 Prozent Juden mit dem Gedanken spielen, auszuwandern, „Alijah“ zu machen, also im Land der Väter, in Israel, neu anzufangen.

Die AfD ist die einzige politische Alternative, die Deutschland durch einen muslimischen Einwanderungsstopp wirksam vor dem neuen Judenhass schützen möchte.




Türken gegen Kurden: Eskalation nicht ausgeschlossen

Von MANFRED ROUHS | Am 19. Oktober 2019 gingen in Köln mehr als 10.000 Kurden gegen den Einmarsch türkischer Truppen in den Norden Syriens auf die Straße. Der Tag verlief weitgehend friedlich, was vor allem einer massiven Polizeipräsenz geschuldet war. Entlang der Demostrecke waren die Schaufenster türkischer Geschäfte vernagelt worden. Die in Köln lebenden Türken waren vorgewarnt und gingen den Kurden aus dem Weg.

Erst nach der Großdemonstration kam es zu Konfrontationen. In Düsseldorf setzte die Polizei rund 120 türkische Fans des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen fest. Sie hatten eine kleine Gruppe von Teilnehmern der Kölner Kurdendemonstration bemerkt und versucht, über sie herzufallen. Ein ähnlicher Vorfall mit türkischen Fußballfans ereignete sich am Abend desselben Tages in Bergisch-Gladbach bei Köln.

Bewahrung der nationalen Identität

Etwa eine Million Kurden leben im deutschsprachigen Raum. Die Zahl der bei uns lebenden Türken dürfte etwa doppelt so groß sein. Auch ein halbes Jahrhundert nach der ersten Anwerbewelle in den 1960er Jahren sind die meisten von ihnen nach ihrem Selbstverständnis keine kurdischen oder türkischen Deutschen, sondern Kurden oder Türken mit Wohnsitz in Deutschland. Davon zeugen die Satellitenschüsseln, die ihre Wohnblocks prägen und über die sie ausländische Fernsehsender empfangen: die Türken sehen Erdogans Staatsfernsehen, die Kurden empfangen Programme aus dem Irak und aus Syrien, die für Kurden in aller Welt gemacht werden.

Über das türkische und kurdische Fernsehen verfestigen sich die Parallelgesellschaften – seit Jahrzehnten. Sie arbeiten in deutschen Firmen und ihre Kinder besuchen deutsche Schulen, aber die meisten Türken im Ausland bleiben Türken und auch die meisten Kurden bewahren in fremden Ländern ihre sprachliche, kulturelle und nationale Identität.

Türkische Parallelverwaltung

Erdogan und seine Partei, die AKP, erheben ausdrücklich für die in Deutschland lebenden Türken einen politischen Vertretungsanspruch. In den Zuwandererghettos der deutschen Großstädte hat die aus Ankara finanzierte türkisch-islamische Union DITIP eine Parallelverwaltung errichtet. In türkischen Moscheen wird Recht gesprochen – oder das, was die Imame dafür halten. Hierhin dringt der deutsche Staat nicht vor.

Die in Deutschland lebenden Kurden sind zwar nur zu einem kleinen Teil im „Volkskongresses Kurdistans“ organisiert, einer Nachfolgeorganisation der verbotenen PKK. Aber diese politisch organisierten Kader sind gut vernetzt und mobilisierungsfähig.

Sie beeinflussen das Leben der Kurden in Deutschland diskreter, als es die DITIB mit ihren repräsentativen Großmoscheen tut, aber nicht weniger effizient. Kurden und Türken haben in Deutschland unter den Augen der deutschen Sicherheitsbehörden ein erhebliches Konfliktpotential aufgebaut. Beide Seiten sind eskalationsfähig.

Politische Kurzsichtigkeit

Dass es so weit kommen konnte, ist das Ergebnis eines aus ideologischer Verblendung resultierenden Totalversagens der deutschen Politik. DITIB, „Volkskongress“ und die türkischen sowie kurdischen Fernsehsender im Ausland lassen seit Jahrzehnten alle Integrationsbemühungen der deutschen Politik ins Leere laufen. Dies aber wird im Politikbetrieb immer wieder erst im Konfliktfall bemerkt, wie er jetzt ansteht, weil die politischen Verantwortlichen ihr multi-kulturelles Weltbild nur selten mit der Realität abgleichen. Sonst wäre ihnen längst aufgefallen, dass ein deutscher Pass nicht unbedingt die Loyalität eines Türken zu Recep Erdogan oder eines Kurden zum inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan bricht.

Erdogans politisches Fernziel ist die Erneuerung des Osmanischen Reiches. Dafür sind seine Anhänger in Deutschland bereits mit flatternden Fahnen und klirrendem Spiel durchs Brandenburger Tor marschiert. Die jetzt türkisch besetzten syrischen Gebiete sind Bestandteil des alten osmanischen Herrschaftsraumes, den Erdogan für Ankara zurückerobern will.

Risiken der Parallelgesellschaften

Mit jeder Woche, die Erdogans Truppen länger in Syrien zubringen, wächst der Hass kurdischer Nationalisten auf ihre türkischen Nachbarn in Deutschland. Mit jedem weiteren Toten, der in Nordsyrien zu beklagen ist, steigt die Wahrscheinlichkeit von Ausschreitungen auf deutschem Boden. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann in deren Folge auch in Deutschland Tote zu beklagen sein werden.

Die jahrzehntealte Fehlentscheidung deutscher Politiker, halbwegs geschlossene türkische und kurdische Siedlungsgebiete in unseren Großstädten zuzulassen, birgt ein tödliches Potential. Sie sollte so schnell wie möglich, so gründlich wie möglich, so sozial verträglich und so friedlich wie möglich korrigiert werden.