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Wenn die AfD der „rechte Arm des Rechtsradikalismus“ ist, …

Von POMMES LEIBOWITZ | …wie CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer behauptet, sind die etablierten Parteien dann der rechte Arm des radikalen Islamismus und der linke Arm des Linksradikalismus? Schlichter Umkehrschluss bzw. AKK-Logik auf die Regierung angewendet!

Wenn die AfD eine generelle Sympathie für den Rechtsradikalismus hätte, und deshalb für dessen Einzeltäter verantwortlich wäre, dann wäre die Regierung, aufgrund ihrer offenkundigen Sympathie für den Islam, auch verantwortlich für die Einzeltäter des Islam. Von denen es übrigens wesentlich mehr „Einzeltaten“ gibt.

Wie viele Einzeltaten und Täter gibt es eigentlich?

Beinahe täglich liest man von gewalttätigen Angriffen durch Menschen mit islamischem Hintergrund. Schaut man dann aber in die Statistiken, dann gibt es diese offenbar gar nicht. Der erste Schritt meiner Recherche führte zu Statistiken über politisch motivierten Terror. Laut Statistik fast alles rechtsextremistische Straftaten.

Eine von einem mutmaßlichen Rechtsextremisten begangene Straftat wird grundsätzlich als rechtsextremistischer Terrorakt interpretiert und verbucht, selbst wenn der Täter gar nicht ermittelt wurde. Eine von linken oder von islamischen Menschen begangene Tat wird dagegen meist als schlichte Gewalttat eines Einzeltäters gedeutet und gelangt gar nicht erst in die Terror-Statistik.

Kommt noch hinzu, dass die Taten von Muslimen nicht gesondert erfasst werden. Je nachdem, ob sie deutsche Staatsbürger sind oder nicht, kommen sie in die Statistik für Deutsche oder in die für Ausländer. Auch die EZW (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) legt den Finger in die Wunde und weist auf eklatante Widersprüche zwischen realem Erleben, auch der Opfer, und den polizeilichen Statistiken hin.

Umfrage unter Juden

2017 führte die Universität Bielefeld eine Umfrage unter Juden in Deutschland durch. Demnach kamen 81 Prozent antisemitischer Vorfälle von muslimischer Seite. In der PMK-Statistik (Politisch Motivierte Kriminalität) für 2017 tauchen aber nur ganze zwei Prozent auf.

Noch krasser ist die Differenz bei den Linksextremisten: Nach der Erfahrung der Opfer gehen 25 Prozent der Taten auf Linksextremisten zurück, in der amtlichen Statistik hingegen sind es nur 0,07 Prozent (eine einzige von 1504 Taten).

Erst an dritter Stelle kommen rechtsextreme Täter bei den befragten Juden. Mit 19 Prozent Täteranteil im krassen Widerspruch zu den 94 Prozent der staatlichen Angaben:

(Quelle: Uni Bielefeld)

Wer lügt? Die Opfer oder die politisch gesteuerten Statistiken des BKA? Bei MeToo ist man geneigt, den Opfern zu glauben. Bei Juden auch?

Statistikfälschung in Deutschland längst die Regel

Eine Besonderheit der PMK-Statistiken besteht darin, dass ein mutmaßlich rechtsextremistischer Hintergrund, selbst von Taten, die nie aufgeklärt wurden, ausreicht, um die Statistik mit „rechtsextremen“ Taten zu füttern.

So wurden in Berlin 2014 nur 30 Prozent der 192 antisemitischen Straftaten aufgeklärt, aber 98 Prozent einer rechten Tätergruppe zugeordnet. Ein Fall von Hellseherei.

Das BKA erläutert dazu:

Dem Phänomenbereich Rechts werden Straftaten zugeordnet, wenn in Würdigung der Umstände der Tat und/oder Einstellung des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie nach verständiger Betrachtung einer rechten Orientierung zuzurechnen sind.

Wenn also im Prinzip alle Taten, die nicht aufgeklärt wurden, dem rechsextremen Täterkreis zugeordnet werden, schließlich ist ja nach gängiger Ideologie Antisemitismus „rechts“, gleichzeitig linke und islamische Gewalttaten als unpolitische Einzeltaten gewertet werden, so wundert nicht, dass es in der Statistik so gut wie keine Fälle von linker oder islamischer Seite aus gibt.

Der Antisemitismus-Expertenkreis des Bundestages merkt dazu an:

Man darf die Zahlen der PMK-Statistik nicht als Abbild der Realität missverstehen.

Ach so! Na denn…

Das gezielte Fälschen der Statistik zu linken und rechten Straftaten ist übrigens schon seit langem bekannt. Hier eine aus den tatsächlichen BKA-Zahlen zusammengestellte Statistik aus der WELT:

(Quelle: WELT)

Der Trick ist: Es wird zwischen linken und linksextremistischen Straftaten unterschieden. Im Prinzip wird das auch bei den rechten Straftaten gemacht, nur: Dort gilt halt fast alles als „extremistisch“. Das führt dazu, dass linke Straftaten absolut zwar wesentlich häufiger als rechte sind, in der vom BKA und auch in der Presse verbreiteten Statistik aber auf die angeblich „extremistischen“ Fälle reduziert werden. Mit der Folge, dass die linken Straftaten auf ein Drittel der tatsächlichen Anzahl geschmolzen werden.

Und dann sind es aufeinmal mehr rechte Straftaten, da diese fast alle als extremistisch gelten, auch wenn es überwiegend um Propaganda-Delikte, verbotene Zeichen etc. geht, womit linke nicht konkurrieren können, da linksextremistische Propaganda nicht verboten ist.