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Landkreis Starnberg: Erster Deutscher an Coronavirus erkrankt

In Deutschland hat sich der erste Verdachtsfall auf Coronavirus bestätigt. Es ist ein 33-jähriger Mitarbeiter der Firma Webasto im Landkreis Starnberg. Der Erkrankte selbst stammt aus dem Landkreis Landsberg. Er liegt derzeit auf einer Isolierstation des Klinikums Schwabing/München.

Auf einer Pressekonferenz des bayrischen Gesundheitsministeriums am Dienstagvormittag (Video oben) wurden weitere Einzelheiten bekannt. Der 33-Jährige infizierte sich vermutlich am 23. Januar bei einem Treffen seiner Firma im Webasto-Werk Starnberg. Teilnehmerin als Schulungsleiterin war auch eine chinesische Mitarbeiterin des Standheizungsherstellers, der auch Zweigwerke in China betreibt. Die Frau befand sich seit dem 21. Januar in Bayern. Zuvor hatte sie zuhause Besuch von ihren Eltern aus Wuhan.

Auf ihrem  Rückflug litt die Chinesin an einer fiebrigen Attacke. Der Test auf Coronainfektion ergab einen Erkrankungsbefund. Erst am Montag, 27. Januar, erreichte die Nachricht von ihrer Coronaerkrankung das bayerische Stammwerk.

Dort hatte der 33-jährige Mitarbeiter übers Wochenende grippemäßige Symptome. Am Montagabend lag das positive Testergebnis vor. Der Mann liegt seitdem auf einer Isolierstation im Klinikum Schwabing. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.

Kontaktpersonen werden ermittelt

Der Leiter des Landesgesundheitsamtes, Andreas Zapfer, klärte auf der Pressekonferenz, dass die Gesundheitsbehörden nun alles tun, um die Kontaktpersonen im Umfeld des infizierten Mannes zu ermitteln, um so die Infektionskette zu unterbrechen.

Nach wie vor sind Politik und Behörden bemüht, keine Panik aufkommen zu lassen. Aktuell beträgt die Zahl der Toten in China 106, erkrankt sind 4515 Menschen. Nach Einschätzung der bayerischen Behördenvertreter birgt der Coronavirus ein „moderates Risiko“, allerdings „zum jetzigen Zeitpunkt“.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erneuerte nach dem Bayernfall sein Petitum: „Wir sind gut vorbereitet“. Das bundesweit koordinierende Robert-Koch-Institut in Hamburg schätzt das Risiko derzeit gering ein. Allerdings wurde auf der bayerischen Pressekonferenz deutlich, dass bereits Händeschütteln oder Gespräche von „Face to Face“ über mehrere Minuten für eine Infektion ausreichen. Das Tragen von Masken ist nach Meinung der bayerischen Experten  jedoch nicht sinnvoll. Über die Erkrankung selbst wissen die Experten längst nicht alles. „Wie lange ein Virus gefährlich bleibt, selbst wenn jemand davon wieder gesundet ist,  ist im Moment nicht beantwortbar“, sagte der Leiter des bayerischen Gesundheitsamtes in der Pressekonferenz.

WELT und Spiegel informieren gegen Bezahlung

Inzwischen ist der mediale Mainstream auf das Coronathema voll eingestiegen. Die Berichterstattung darüber gehört zu den meistgelesenen Artikeln zum Beispiel in der WELT oder im Spiegel. Anstatt aber die Bevölkerung auf ihren Online-Seiten ungehindert zu informieren, schalten die vorgenannten Medien nur einige Seiten zum Thema frei. Andere wissenswerte Seiten informieren nur hinter Bezahlschranke. Zum Beispiel waren bei WELT online am Dienstagvormittag nur drei von sieben Artikeln ohne Bezahlschranke erreichbar. Darunter auch ein Bericht mit dem Titel „Was Sie über das Coronavirus wissen müssen“. Geht hier Geld vor Gesundheit? PI-NEWS fordert, dass alle online-Artikel zu diesem Thema für jedermann ohne Kosten lesbar sein müssen. (RB)