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Wölfe: Immer mehr Angriffe auf Schafe – und auch auf Menschen

Von MANFRED W. BLACK | Karl-Heinz Jahnke ist Schäfer. Über Wochen ist seine Herde immer wieder von Wölfen attackiert worden. Viele Schafe haben die Überfälle nicht überlebt. Das ist nur ein Beispiel. Weltweit wird der Wolf, der keine Gräser frisst, wieder zur Gefahr. Ebenfalls für Menschen.

Die Angst, dass seine Schafe ein weiteres Mal von Wölfen angegriffen werden, sitzt ihm stets im Nacken“, berichtet die lokale Tageszeitung AZ über den Schaftierhalter Jahnke. Mehrfach in letzter Zeit sind Tiere in der Herde Jahnkes gerissen worden, die etwa 350 Schafe umfasst. In Suderburg – im Kreis Uelzen (Niedersachsen). Die vorläufige Bilanz: 32 tote Schafe. Und etliche schwer verletzte Tiere, denen oftmals große Stücke Fleisches aus dem Leib gerissen worden sind. Ob diese Schafe überleben werden, ist mehr als ungewiss. Die Fotografin Anne Friesenborg (Landkreis Celle) von der Bürgerinitiative „Wolfsfreie Dörfer“ sagte kürzlich der AZ: „Ein aufgerissener Leib, aus denen die Lämmer-Föten herausschauen – das ist ein grauenvoller Anblick.“

Schafherden werden immer wieder und immer öfter Opfer von erbarmungslosen Wolfsattacken, die den Züchtern auch psychisch zunehmend zusetzen. „Ich kann nicht mehr richtig schlafen. Ich bin erst beruhigt, wenn ich morgens meine Herde kontrolliert habe und sehe: Es ist alles gut gegangen“, erzählt der 56-jährige Schäfer Jahnke. So wie ihm geht es sehr vielen Schaftierhaltern in Deutschland.

Oft im Blutrausch: Wölfe fressen keine Gräser – sie bedrohen viele Schäfer-Existenzen

Die Verluste an Tieren haben für Karl-Heinz Jahnke, der mit seiner Schafherde ohnehin keine großen Jahresgewinne macht, erhebliche finanzielle Folgen, die auf Dauer seine berufliche Existenz bedrohen. Um das Schlimmste zu verhüten, schiebt Jahnke nun regelmäßig Nachtwachen. Abwechselnd mit einem Freund. „Neulich bin ich um 1.30 Uhr morgens hingefahren und habe stundenlang auf die Tiere aufgepasst“, schildert er. Wenn er vor Ort war, passierte seiner Herde – bisher – nichts. Denn dann wittern ihn die Raubtiere – und halten Abstand. Freilich kann Jahnke nicht ständig auch nächtens bei seinen Schafen sein. Die nächtlichen Einsätze gehen „an die Substanz“ (AZ).

Wölfe überfallen immer frecher Herden mit Schafen, Lämmern, Kälbern, Rindern oder Fohlen. Oft in der Dämmerung. Aber immer häufiger auch am hellichten Tag. Die gefährlichen Wolfsrudel haben längst gelernt, auch größere Herden zugleich von mehreren Seiten anzugreifen. Folge: Selbst attackierte Kühe oder Pferde geraten auf Weiden schnell in Panik, durchbrechen in ihrer Angst um ihr Leben die Umzäunungen und versuchen zu fliehen. Nicht wenige dieser großen Weidetiere wurden anschließend nie wieder gesehen.

Ganz zu schweigen von Schafsherden. Bei einem einzigen Angriff tötet ein einziger Wolf im Blutrausch meist mehrere ausgewachsene Schafe – oder Lämmer. Einzelne Tiere werden gefressen. Oder zunächst verschleppt. Oft als Nahrung für die Wolfswelpen, die keine Gräser fressen. Die Raubtiere haben auf ihren Raubzügen längst gemerkt, dass sie den Menschen als gefährlichen Feind nicht mehr zu fürchten haben.

Nicht selten ließen sich Wolfsrudel selbst von Schäfern – bewaffnet mit dem klassischen Schäferstock und begleitet von Hütehunden, Herden-Schutzhunden oder Herde-Schutzeseln – nicht mehr als hundert Meter weit von einer Wiese vertreiben. Besonders weibliche Schäfer haben auch tagsüber Angst vor aggressiven Wölfen.

EU-Recht stellt Wölfe unter strengen Artenschutz

Zahlreiche Wolf-Schützer behaupten immer wieder, Schäfer könnten ihre Herden durch Maschendrahtzäune schützen. Darüber können Schäfer nur noch lachen – oder weinen. Selbst 1,80 Meter hohe Zäune überspringt ein trainierter Wolf. Und auch Elektrozäune werden durch diese Raubtiere mit großen Sprüngen immer häufiger überwunden – oder untergraben.

Schäfer, die mit ihren Tieren in größeren Regionen auf Wanderschaft sind und deshalb häufig ihre Weideplätze wechseln, müssen mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand die neuen Weidegründe immer wieder neu umzäunen. Beliebig erhöht werden können die Zaun-Netze nicht. Sie sind schon in der bisher üblichen Höhe schwer und verhaken sich beim Umzug der Herde allzu oft im Gras oder auch im Feld.

Weil der Wolf nach EU-Recht unter strengem Artenschutz steht, ist es in der Regel strikt verboten, auf ihn zu schießen oder ihn auf andere Weise zu töten. Und natürliche Feinde – unter anderen Tieren – gibt es für erwachsene Wölfe zumindest in Westeuropa nicht mehr.

Weltweit: Wölfe töten auch Menschen

Die überregionalen Medien berichten kaum oder gar nicht kritisch über den Wolf, der immer weiter und immer angriffslustiger in die Kulturlandschaften Deutschlands eindringt. Selbst in Vororten von Großstädten wie Hamburg ist er bereits des Öfteren gesichtet worden. Wenn der Medien-Mainstream und linke Naturschützer heutzutage über die Wolfs-Thematik berichten, werden diese Tiere, die es Jahrhunderte in deutschen Landen nicht mehr gegeben hat, hartnäckig verharmlost und oft sogar grotesk verniedlicht.

So wird Menschen, die im Wald oder auf Wiesen auf das Raubtier treffen, von Wolf-Schützern etwa des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) großmundig geraten, stehen zu bleiben und laut zu rufen oder in die Hände zu klatschen. Dann, so heißt es, würden die Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit das Weite suchen. Das wird wider besseres Wissen behauptet.

Denn es hat auch in den letzten Jahren in Europa etliche Angriffe auf Menschen gegeben. Zum Beispiel in Polen. In Griechenland wurde eine britische Touristin angefallen – und auf grauenvolle Weise von Wölfen gefressen. In Israel haben Wüsten-Wolfe (Gattung: „Arabische Wölfe“) häufig schon insbesondere kleine Kinder überfallen. In Indien – so informierte die Zeit vor ein paar Jahren, die insgesamt eigentlich als wolfsfreundlich gilt – sind beispielsweise von 1980 bis 2000 allein in drei Bundesstaaten 273 Kinder von Wölfen getötet worden.

Immer mehr Wolfsüberfälle auch in Deutschland

In Thüringen wurden 2018 nach offiziellen Angaben noch 28 „Übergriffe“ auf 70 Tiere gezählt, darunter 47 Schafe und 16 Ziegen. Im Jahr 2019 haben sich diese Zahlen in diesem Bundesland nach Angaben des Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz bereits enorm gesteigert: Von Januar bis „in die ersten Novemberhälfte 2019 hat der Wolf mindestens rund 140 Schafe und Ziegen, vereinzelt auch Kälber und Fohlen“ (tag.24.de) gerissen.

„Bundesweit leben nach den Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf aktuell 78 bestätigte Rudel, 9 Paare und 12 territoriale Einzeltiere“ (Nordkurier). Die Zahl der Wölfe wird von Jäger-Verbänden heute auf etwa 1300 geschätzt, die meisten davon leben in Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen. Von einer bedrohten Tierart kann also nicht Rede sein. Denn diese Wölfe haben sich in den letzten Jahren jährlich um rund 30 Prozent vermehrt.

Die Zahl der Angriffe von Wölfen auf Nutztiere hat Jahr für Jahr auch insgesamt in Deutschland deutlich zugenommen. Laut einem Bericht der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW) gab es 2018 nach vorsichtigen Schätzungen bundesweit 639 gemeldete Wolfs-„Übergriffe“. Sogar der NDR, der sonst immer wieder gern behauptet, Wölfe gehörten zu deutschen Wiesen, Feldern und Wäldern, berichtete: „Deutschlandweit wurden insgesamt 2067 Nutztiere – darunter 1656 Schafe – getötet, verletzt oder anschließend vermisst.“ Das ist im Vergleich zu 2017 eine Steigerung um 35 Prozent.

Die echten Opfer-Zahlen dürften noch höher liegen. Das sagen Schäfer, Bauern und Jäger immer wieder. Häufig erklären Gutachter von den zuständigen Landesämtern oder aus den „Wolf-Büros“ – die ganz überwiegend als ausgesprochen wolfsaffin gelten – nach Wolfsrissen, sie könnten angeblich nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich bei den Angriffen um Wölfe, „Hybrid-Wölfe“ oder um „frei“ herum laufende Hunde handelt. In diesen vermeintlichen Zweifelsfällen fließen die Attacken zum großen Ärger der betroffenen Tierhalter nicht in die Wolfs-Statistiken ein.

Schäfer, Bauern und Jäger empören sich auf Versammlungen immer lauter darüber, dass sich Wölfe de facto zumindest außerhalb von Ortschaften völlig frei bewegen dürfen, während große Hunde an der Leine – und zumeist mit einem Maulkorb – geführt werden müssen. Artenschutz dürfe es keineswegs nur für den Wolf geben. Sondern auch für Schafe, Lämmer, Kälber oder Fohlen. Und ebenfalls für Menschen.




Soll die Euro-Union jetzt oder erst später platzen?

Von PROF. EBERHARD HAMER | Die Euro-Union steht trotz der Einigung der Finanzminister über ein 500 Milliarden-„Rettungspaket“ in einer entscheidenden Zerreißprobe. Die drei sozialistischen Regierungen der fröhlichen Schuldenstaaten Italien, Spanien und Frankreich sind praktisch pleite. Italien war es schon unter der vorherigen Regierung Salvini. Dieser wollte mehr Schulden machen als er nach EU-Vorschrift durfte. Dies wurde ihm verwehrt und deshalb ein Wechsel zu Conte betrieben. Die Schuldenlöcher aber blieben und wurden so groß, dass Italien auch ohne Corona-Krise zahlungsunfähig zu werden drohte.

Die gleiche Situation haben wir in Spanien und hatten wir bereits im vergangenen Jahr in Frankreich. Als Frankreich im Sommer vorherigen Jahres dafür Eurobonds forderte, musste Merkel Macron gestehen, dass dies im deutschen Bundestag wegen der AfD – die aus Protest gegen die Europa-Verschuldung gegründet wurde – nicht durchzukriegen sei.

Als nun drei Staaten gemeinsam ihre letzte Hilfe in Eurobonds sahen, haben die Finanzminister unter anderen Bezeichnungen Gemeinschaftsschulden geschaffen, nämlich über den ESM (240 Milliarden), über EU-Zusatzverschuldung (100 Milliarden) und über die Europäische Investitionsbank (200 Milliarden Euro). Praktisch haften für die Zusatzschulden alle Mitgliedsländer, also vor allem Deutschland. Nur durften diese Schulden nicht Eurobonds oder Corona-Bonds genannt werden, weil dann die deutsche Bevölkerung gleich gewusst hätte, dass sie dafür zahlen muss.

Praktisch ist die Euro-Union eine Gemeinschaft von vier Zahler- und 21 Pleitestaaten. Inzwischen sind auch fast alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Pleitestaaten legal noch zusätzliche Kredite zu verschaffen. Die EZB kauft deshalb bereits illegal (Verbot der Staatsfinanzierung) und übermäßig italienische, spanische und französische Staatsanleihen auf, der ESM – mit 700 Milliarden Kreditmöglichkeiten – soll ebenso mit Neuschulden überdehnt werden, denn für Direktkredite an die Pleitestaaten findet sich keine Bank, die nicht erhebliche Risikoaufschläge machen würde und müsste.

Nun steht die Regierung Merkel in der Zwickmühle:

  • Weigert sie sich weiterhin, die Schulden Italiens, Spaniens und Frankreichs als deutsche Schulden zu übernehmen, würde sie zwar innenpolitisch gegenüber der AfD Position gewinnen, aber riskieren müssen, dass Italien und Spanien wegen Illiquidität den Staatsbankrott erklären und damit die Euro-Zone platzen würde.
  • Würde Deutschland also bei seiner Weigerung der Schuldenunion bleiben, würde Italien die nächsten Monate finanziell nicht überleben, also entweder Staatsbankrott oder Austritt aus dem Euro oder beides erklären müssen.
  • Da Letzteres auf keinen Fall geschehen soll, wurde der Zwischenweg mit dem neuen Kreditrahmen von 500 Milliarden Euro geschaffen. Italien lehnt es aber ab, die neuen ESM-Kredite kontrollieren zu lassen. Sie wollen mit dem Geld frei bestehende Löcher und Korruptionsverbindungen (Mafia) bedienen. Die von den Finanzministern mit Mühe versuchte Scheinschuldenlösung ist damit überwiegend (ESM) vom Tisch und die Weigerung Deutschlands zur bedingungslosen Schuldenübernahme für ganz Europa wieder akut.

Merkel steht also vor der Frage, ob sie den längst fälligen Verfall der Euro-Zone durch Bankrott wichtiger Euro-Länder riskieren oder durch Übernahme der Schulden aufschieben soll. Würde Merkel im Widerstand gegen die Schuldenunion bleiben, würde Deutschland die Schuld am Finanzzusammenbruch Italiens, Spaniens und Frankreichs zugeschoben, würde die Euro-Zone auseinanderbrechen und müssten die für ihre Schulden selbst verantwortlichen Nationen eigene Wege (eigene Währungen) aus dem Zusammenbruch finden.

Dieses Scheitern der Euro-Zone und politische Scheitern sowie die Schuldzuweisung will Merkel sich europapolitisch nicht leisten. Sie wird also wiederum auf Zeit spielen und die Pleitestaaten unbedingt wieder vorübergehend „retten“ müssen. Ihr wird also gar nichts anderes übrigbleiben, als Eurobonds – die Schuldenübernahme Deutschlands für alle Schulden Europas – in irgendeiner Form mitzumachen. Den Widerstand der AfD glaubt sie auch aushalten zu können, nachdem sie diese Partei durch üppige Finanzierung der Staats- und Privatmedien im „Kampf gegen rechts“ weitgehend aus den Medien verbannt hat, also deren Protest in Deutschland nicht mehr verbreitet werden darf.

Die nächste Runde der gemeinsamen Euro-Verschuldung ist also wohl unvermeidlich, löst aber kein Problem, sondern verschiebt es nur und verstärkt es für die Zukunft. Mit anderen Worten: Merkel will den Einzelbankrott einzelner Euro-Staaten verhindern und nimmt dafür einen Gesamtbankrott der Euro-Union einige Monate oder Jahre später in Kauf. „Europäische Solidarität“ nennt sich diese unverantwortliche Konkursverschleppung. Was privat strafbar wäre, ist für strafimmune Politiker nützlich, verzögert jedenfalls ihren Abgang.

Da jetzt nur in Teilen aufgeschoben, kommt es danach umso stärker und für alle zur großen Gesamtschuldenexplosion in einer nicht mehr beherrschbaren Dimension. Wenn alle sich überschulden, aber gemeinsam haften, ist der Solide der Dumme.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.




Wer jetzt nach Deutschland kommt, bleibt

Von MANFRED ROUHS | „Flüchtlinge“ aller Art, die in diesen Wochen und Monaten ihren Fuß auf deutschen Boden setzen, werden auf unbestimmte Zeit bleiben können. Denn Corona ist zwar nicht immer ein Hindernis für die Einreise nach Deutschland – aber garantiert eines für die Ausreise. Die Nachbarländer der Bundesrepublik Deutschland entlassen Asylbewerber gerne über ihre Grenze nach Germoney – in die andere Richtung aber blockieren sie.

Deutschland ist eine Insel inmitten sicherer EU-Länder. Wer als Asylbewerber zuerst in einem dieser Länder seinen Fuß auf EU-Gebiet gesetzt hat, kann keinen Rechtsanspruch auf ein Asylverfahren in Deutschland geltend machen. Folgerichtig könnte die deutsche Justiz die meisten Asylanträge schon aus formalen Gründen ablehnen – wenn der Wille dazu vorhanden wäre.

Ist er aber nicht.

Hält sich nun aber ein Asylbewerber sechs Monate oder länger legal in Deutschland auf, dann hat er erfolgreich das Recht ersessen, sein Asylverfahren in der Bundesrepublik durchführen zu lassen. Er müsste also schnell – spätestens innerhalb von sechs Monaten – in dasjenige EU-Land zurückgeführt werden, aus dem er nach Deutschland eingereist ist, um den Zugang zum deutschen Asylverfahren zu verlieren.

Die EU-Kommission stellt klar: „Wird die Überstellung in den zuständigen Mitgliedstaat nicht innerhalb der geltenden Frist durchgeführt, so geht die Zuständigkeit nach Artikel 29 Absatz 2 der Dublin-Verordnung auf den ersuchenden Mitgliedstaat über.“ (Quelle) Und:

„Keine Bestimmung der Verordnung erlaubt es, in einer Situation wie der, die sich aus der Covid-19-Pandemie ergibt, von dieser Regel abzuweichen.“


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.




Recklinghausen: UBP und AfD kämpfen gegen Muezzinruf

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Im Windschatten der Kirchen, die mit ihrem Glockenläuten ein „Solidaritätsbekunden“ mit den Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverboten während der Corona-Krise ausdrücken, nutzen immer mehr islamische Gemeinden jetzt die Möglichkeit, ihren Kampfruf von den Minaretten herunterdröhnen zu lassen. Das Bekunden „Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt. Ich bezeuge, daß Mohammed der Gesandte Allahs ist. Allah ist der Allergrößte“ stellt eine Kriegserklärung an sämtliche Religionen dar, denn andere Götter werden mit diesem Ruf als nicht existent erklärt.

Dieses Video vermittelt eindrucksvoll, mit welch akustischer und inhaltlicher Belästigung Bürger in derzeit 37 deutschen Städten konfrontiert sind. In einer Online-Petition hatten bereits 2014 über 11.000 Personen dies auch für Recklinghausen gefordert. Erfolgreich, denn jetzt ertönt er auch dort. Nun formiert sich aber Widerstand. Ein Bürger sammelte bisher von Haus zu Haus bisher 120 Unterschriften gegen das Gedröhne und möchte sie in Kürze den Verantwortlichen bei der Stadt überreichen.

Die Unabhängige Bürger Partei (UBP) und die AfD gehen ebenfalls gegen den Muezzinruf vor. Die UBP hatte die Moscheevereine aufgefordert, eine neutrale Form für ihr Solidaritätsbekunden zu finden, das die religiösen Gefühle Andersgläubiger nicht berühre. Zudem dürfe die Aufforderung „Eilt zum Gebet“ nicht erschallen, denn in Zeiten der Corona-Krise sollten die Gläubigen eben nicht zum Gebet in die Moschee kommen. Moslems müssten sich an die weltlichen Gesetzte halten, da diese über den religiösen Gesetzen stünden.

Die AfD forderte Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) auf, die vorschnell erteilte Genehmigung umgehend zurückzunehmen. Der Bürgermeister solle mit den Moslems nach alternativen Möglichkeiten suchen. Die Reaktionen von Vertretern der Altparteien sind entlarvend. Keiner scheint die Botschaft des Muezzinrufs begriffen zu haben. Oder sie wollen sie nicht begreifen und versuchen sie geradezu zwanghaft zu verharmlosen. Die Recklinghäuser Zeitung dokumentiert:

CDU-Fraktionschefin Marina Hajjar hält die Debatte für überflüssig und nicht mehr zeitgemäß. Alle Recklinghäuser Muslime und Juden hätten mehr als einmal bewiesen, dass sie das Gleiche wollen wie die Christen: Frieden und Zusammenhalt. Da sei der Ausruf des Muezzin kein Widerspruch.

Falsch. Der Muezzinruf lehnt alle anderen Götter und damit Religionen ab. Sobald der Politische Islam an der Macht ist, werden sämtliche nicht-islamischen Religionsgemeinschaften unterdrückt, diffamiert und verfolgt. Anschauungsunterricht liefern alle 57 islamischen Staaten. Es ist hochgradig naiv und gefährlich, wenn man wie die CDU-Fraktionschefin glaubt, die Moslems vor Ort seien „ganz anders“. Denn auch sie sind der Scharia verpflichtet, und sobald der Politische Islam in Machtposition kommt, muss das islamische Gesetz umgesetzt werden. Andernfalls droht die Todesstrafe wegen Abfalls vom Islam.

SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Cerny hält die Kritik am Muezzinruf ebenso für unangemessen. Alle drei großen Religionen beriefen sich auf einen Gottvater. Er hat kein Verständnis für die Kritik der Anwohner. Die Gemeinden hätten diese mittels Flugblättern informiert.

Ebenfalls falsch. Alle drei großen Religionen berufen sich auf einen anderen Gott. Und der Gott des Islams ruft auch noch zum Krieg gegen alle anderen Religionen auf. Er verspricht den Moslems sogar das Paradies mit 72 Jungfrauen, wenn sie in diesem Kampf Andersgläubige töten und dabei selbst getötet werden. Allah verflucht alle Andersgläubigen im Koran (Sure 9 Vers 30) und diffamiert sie als „schlechteste Geschöpfe“ (98:6) sowie „schlimmer als das Vieh“ (8:55), die bekämpft und unterworfen (9:29) sowie bei Gegenwehr getötet werden sollen (2:191, 4:91, 5:34, 9:5, 9:111 etc.). Der Kampf soll so lange geführt werden, bis nur noch Allah angebetet wird (8:39). Wer sich von den minderwertigen Kuffar (Ungläubigen) auch noch einsetzt, ist entweder völlig faktenresistent oder hochgradig suizidär veranlagt.

Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) hat kein Verständnis für die Kritik. Zumal sich die Erlaubnis für den Ruf auf die Zeit, in der das Versammlungsverbot Gottesdienste und Gebete verbietet, beschränke. Darüber hinaus hält er die Lautstärke für zumutbar. Sie bewege sich „natürlich in den Grenzen der gesetzlichen Vorschriften“. Nach Ansicht des Stadtoberhaupts sei es nötiger denn je, die Kräfte der Stadtgesellschaft zu einen. Die Lage sei zu ernst, „als dass wir deren Spaltung akzeptieren oder kommentarlos hinnehmen könnten“. Ebenso die Pfarrer verteidigen den Muezzinruf.

Appeasement in Vollendung gegenüber einer totalitären Ideologie. Der Wunsch nach „Einigung“ und die Angst vor „Spaltung“ der Gesellschaft führen dazu, die akute Bedrohung zu verharmlosen und zu ignorieren. Solche Politiker und Mandatsträger stellen eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Viele Pfarrer marschieren hierbei im Gleichschritt mit. Recklinghausen ist ein stellvertretendes Beispiel für alle Städte und Gemeinden in Deutschland, die den Muezzinruf akzeptieren.

Auch der CDU-Bürgermeister von Bergisch-Gladbach erklärte freudig, dass er dies „selbstverständlich gerne möglich“ mache. PI-NEWS-TV hat die unheimliche Szenerie vor Ort aktuell gefilmt:

Das Erwachen aus dem blauäugigen Multi-Kulti-Traum wird für alle linksgrünrotschwarzen Realitätsverweigerer brutal werden. Die Bürger müssen es dann aber ausbaden. In Recklinghausen können zumindest UBP und AfD sagen, dass sie gewarnt haben und dagegen vorgegangen sind.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Kritik am Politischen Islam muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: HU70117753795954288500000000, BIC: OTPVHUHB. Oder bei Patreon.




Münzenmaier zu Merkel: “Sie sind nicht Ludwig der XIV.!”

Von MARKUS WIENER | Nicht nur in Österreich übt die FPÖ mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Herbert Kickl inzwischen scharfe Kritik an der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung. Auch die AfD hat im Bundestag den Schalter auf Angriff umgelegt.

In der Bundestagsdebatte am Donnerstag glänzte besonders der Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses, Sebastian Münzenmaier, durch eine bissige Generalabrechnung mit Merkel & Co. Nicht die Corona-Pandemie sei eine demokratische Zumutung, sondern diese Bundesregierung.

Der schneidige Mainzer Bundestagsabgeordnete brachte die wesentlichen Fakten ohne viel Schnörkel auf den Punkt. Es müsse Schluss sein mit den Beschönigungen und Beschwichtigungen. Denn nach einer Phase des Zauderns und Zögerns, in der die Bundesregierung effektive Maßnahmen am Anfang der Pandemie verschlafen habe, sei dann panisch und planlos überreagiert worden.

Frühzeitige Warnungen der AfD seien in den Wind geschlagen worden. Stattdessen habe man durch eine “Chronik des Versagens” erst den totalen Lockdown verursacht und würde Menschen und Wirtschaft jetzt mit dramatischen Grundrechtseingriffen terrorisieren.

“Sie haben die Frühphase der Pandemie verschlafen und jetzt verschlafen Sie den rechtzeitigen Wiederausstieg aus den Maßnahmen”, so Münzenmaier. Die Wirtschaft, besonders auch Gastronomie und Tourismus, würde an den völlig unzureichenden Lockerungen zugrunde gehen.

Aber Kritik an den Maßnahmen würde von Angela Merkel persönlich als “Öffnungsdiskussionsorgien” abqualifiziert. Anscheinend sei die Bundeskanzlerin wieder einmal der Meinung, dass ihre Politik “alternativlos” sei.

Münzenmaier: “Sie sind aber nicht Ludwig der XIV., Sie stehen nicht über dem Gesetz und auch Sie sind nur auf Zeit gewählt!” Es sei daher dringend nötig, die verfassungsgemäße Ordnung endlich wiederherzustellen und den Menschen ihre Freiheit zurückzugeben, so Münzenmaier abschließend unter großem Applaus der AfD-Fraktion.


Markus Wiener.

PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Petersen stellt Anfrage zu Examens-Täuschungsvorwurf gegen Kahrs

Olga Petersen, die Abgeordnete der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, hat federführend mit zwei anderen Abgeordneten eine Anfrage an den Senat gestellt, um nun Licht ins Dunkel zu bringen und den roten Hamburger Sumpf trockenzulegen.

Johannes Kahrs war Nachrücker im Sondergremium des Bundestages 2016, weil die SPD Abgeordnete Petra Hinz zurücktreten musste, da sie vorgab, Juristin zu sein, aber weder das Staatsexamen noch Abitur gemacht hat.

Kahrs‘ ehemaligem wissenschaftlichen Mitarbeiter Uwe Brinkmann wurde 2011 der Doktor-Titel entzogen und ist seitdem von der politischen Bildfläche verschwunden.

Nach Recherchen des Journalisten Klemens Kilic verdichten sich nun die Indizien, dass der zwielichtigste Abgeordnete des deutschen Bundestages, Johannes Kahrs, selber bei seinen akademischen Prüfungen betrogen hat (PI-NEWS berichtete).

Die Hamburger AfD-Abgeordnete Olga Petersen stellte daraufhin zusammen mit zwei Fraktionskollegen folgende Anfrage an den Senat: „Die Gerüchte über den SPD-Politiker Johannes Kahrs sind schon lange Stadtgespräch in Hamburg. Ich hoffe, wir können mit unserer Anfrage zur Aufklärung dieser Anschuldigungen beitragen und nun Licht ins Dunkel bringen und den roten Hamburger Sumpf trockenzulegen. Kahrs sollte sich selbst zu den Vorwürfen äußern und diese aus der Welt schaffen, sofern etwas an den Anschuldigen dran ist. Wir warten gespannt die Antwort vom Senat ab und erwarten, dass die Behörden ihre Arbeit machen und der Sache auf den Grund gehen.“

Wer das Kahrs/Kilic-Video noch nicht gesehen hat:




Martin Reichardt fordert Rücktritt von Familienministerin Giffey

Am Mittwoch sprach Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, zu seinem Antrag, nach dem der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auffordert, mit der Hilfe eines erhöhten Wohngeldes die Familien zu unterstützen und die Vermieter vor Forderungsausfällen zu schützen.

Systemrelevant seien diejenigen, die das Gemeinwesen aufrechterhalten. Als Beispiel dafür nennt er das Pflegepersonal, die Ärzte und Angestellte in der Versorgung. Für Reichardt sei die systemrelevanteste Gruppe die Familie, die eine Stütze unserer Gesellschaft sei und vom Grundgesetz als besonders privilegiert gestellt wird.

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen die Familien und Alleinerziehenden besonders in das Mark, denn deren schon mühsam aufgebauten Existenzen sind schon jeher bedroht. Die aktuelle Lage verschärft sie umso mehr.

Wer sich die geltenden Öffnungsmaßnahmen anschaut, der muss aus familienpolitischer Sicht konstatieren, dass die Familie als eine der systemrelevanten Pfeiler für unsere Gesellschaft eher als nachrangig betrachtet wird. Die Öffnung von Autohäusern und Baumärkten oder die Austragung von Bundesligaspielen erscheinen wichtiger als das Wohl der Familien und insbesondere der Kinder. Kinderspielplätze bleiben gesperrt und Tagesstätten geschlossen. Die Frage nach der Systemrelevanz stellt sich hier.

Von den SPD-Familienministerinnen der letzten zwanzig Jahre wird immer und immer wieder den Argwohn gegenüber den Eltern erklärt, sie könnten ihre Kinder nicht entsprechend fördern, das könne nur der Kindergarten übernehmen. Eltern und Alleinerziehende werden sträflich vernachlässigt. Ihnen wird nicht zugetraut, das Beste für ihre Kinder zu wollen. Der Staat vernachlässigt hierbei seine im Grundgesetz verankerte Wächteraufgabe und versucht damit verstärkt, in die Familien einzugreifen und die Kinder nach den eigenen ideologischen Vorstellungen zu erziehen.

Es wird immer deutlicher, dass alte Fantasien der linken Träumer zur Realität werden. Marx und Engels schrieben schon vor mehr als 150 Jahren, dass die Kindeserziehung dem Einfluss der bürgerlichen Familie entrissen und vergesellschaftet werden müsse, während die Familie als gesellschaftliche Institution am Ende des Prozesses vollständig von der Bildfläche verschwinden solle. Giffey bezeichnet sich gerne als „Frauenministerin“ und verliert somit bewusst die Zielgruppe ihres Ministeriums: die Familien und die Kinder.

Bereits in der vorhergehenden Plenarwoche wurde seitens der AfD-Bundestagsfraktion gefordert, dass Eltern und Alleinerziehende in Folge der Schul- und Kitaschließungen eine rechtliche und finanzielle Sicherheit benötigen. Es ist auch unstrittig, dass sie Sicherheiten brauchen. Das Armutsrisiko bei Kindern, Familien und Alleinerziehenden ist auch in Zahlen messbar. Die schon vor der Krise in Bedrängnis geratenen Eltern werden in der Folge von Kurzarbeit und Schließungen der Einrichtungen immer weiter in Schwierigkeiten geraten. Dies soll der aktuelle Antrag abfedern.

Reichardt wünschte den Familien eine bessere Ministerin und forderte Giffey zum Rücktritt auf. Sie reagiere zu spät, wenn sie erst fünf Wochen nach Ausrufung der Maßnahmen eine Arbeitsgemeinschaft zu Kitas einberuft. Schon in Zeiten der Normalität sei sie eine „schlechte Familienministerin“ gewesen. Am Ende seiner Rede dankte Reichardt allen Familien in Deutschland.




„Kurz hat Menschen bewusst in Angst und Schrecken versetzt“

In Österreich bekommt das Wort „Kurz-Arbeit“ bei vielen Teilen der Bevölkerung langsam einen faden Beigeschmack durch die umgreifenden Maßnahmen von Kanzler Sebastian Kurz. Einen Eindruck davon, wie dramatisch die Arbeitslosigkeit auch in Deutschland in den nächsten Monaten steigen könnte, vermittelt die aktuelle Lage in Österreich: Dort waren seit 1946 noch nie so viele Menschen arbeitslos gemeldet wie aktuell.

Wie der Arbeitsmarktservice in Wien im April mitteilte, waren bereits im April mehr als 504.000 Menschen ohne Job, bei einer Bevölkerung von 8,9 Millionen Einwohnern. Das entspricht einem Anstieg um sage und schreibe 52,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kommen etwas mehr als 58.000 Menschen, die derzeit „eine Schulung machen“. Allein zwischen dem 15. und dem 31. März stieg die Zahl der Arbeitslosen um 200.000, Tendenz weiter steigend.

Der durchsetzungsstarke ehemalige Innenminister und Klubobmann der FPÖ, Herbert Kickl, 51, erhob am Mittwoch im Nationalrat schwere Vorwürfe gegen die nach seiner Meinung von falschem Aktivismus geprägten Maßnahmen der türkis-grünen Kurz-Kogler-Regierung. Ganz bewusst habe Kanzler Sebastian Kurz die Menschen in den letzten Wochen „in Angst und Schrecken versetzt und Horrorszenarien heraufbeschworen, wenn man seinen Maßnahmen nicht bedingungslos folge“.

Jetzt leidet Österreich unter einer historischen Rekordarbeitslosigkeit. Zahlreiche Existenzen seien zerstört oder massiv gefährdet. Der „Blindflug der Regierung“ habe enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Bei seiner Rede im österreichischen Nationalrat zog Kickl Bilanz über die bisherigen Maßnahmen der Kurz-Regierung. Das Video hatte allein in den ersten 24 Stunden über 200.000 Aufrufe und 3000 Kommentare. Prädikat: Besonders wertvoll!




Operation Corona gelungen – Weltwirtschaft tot

Von EUGEN PRINZ | Alles deutet darauf hin, dass wir den Höhepunkt der COVID-19 Pandemie bereits überschritten haben. In vielen EU-Staaten – auch in Deutschland – ist die Sterblichkeit laut Euromomo, dem Europäischen Sterblichkeits-Überwachungsprojekt, mittlerweile sogar leicht unter dem Durchschnitt.

Ein mächtiges Statistik-Werkzeug: Die Übersterblichkeit

Um die Infektiosität und die Gefährlichkeit dieser Variante der Corona-Viren genau zu ermitteln, müsste man 80 Millionen Bundesbürger auf COVID-19 testen und die „Corona-Toten“ obduzieren, ob sie auch tatsächlich an dem Virus gestorben sind. Da beides nicht geschieht, haben wir es hier mit einer sehr unklaren Datenlage zu tun.

Aber es gibt ein anderes, sehr wirksames Messinstrument, das sich bei zahlreichen Influenza-Epidemien bewährt hat: Die so genannte Übersterblichkeit.

Für jedes Land gibt es eine Statistik darüber, wie viele Menschen in einem „normalen Jahr“ in einem bestimmten Zeitraum sterben. Hat man plötzlich deutlich mehr Tote, als es nach der Statistik eigentlich sein dürften, spricht man von einer Übersterblichkeit. Mit dieser lassen sich die Opferzahlen von Epidemien ziemlich gut einschätzen. Ein Beispiel: Im Winter 2017/2018 gab es in Deutschland 25.100 Tote mehr, als es im Durchschnitt des gemessenen Zeitraums hätten sein dürfen. Da in dieser Zeit das Influenza-Virus grassierte, konnte man diese 25.100 Toten zuordnen und man wusste: Wir haben eine gefährliche Grippe-Epidemie.

Deshalb dürfte angesichts der unklaren und eher verwirrenden Datenlage hinsichtlich COVID-19, der Blick auf die wöchentlich von Euromomo ausgegebene Übersterblichkeitsrate der zuverlässigste Indikator zur Bestimmung von dessen Gefährlichkeit und der Entwicklung der Epidemie sein.

Schweden widerlegt den Shutdown  

Besonders interessant: Auch in Schweden, dessen Regierung das Wirtschafts- und Sozialleben nur in sehr geringem Maße eingeschränkt hat, ist die Übersterblichkeit gegenwärtig bereits wieder rückläufig. Zu keinem Zeitpunkt waren dort die Krankenhäuser überlastet. Aus der Grafik von Euromomo ist ersichtlich, dass Schweden zwar für die Aufrechterhaltung der Normalität mit einer höheren Übersterblichkeit bezahlt hat, aber diese lag auf ihrem Höhepunkt in der 14. Kalenderwoche mit 7,49 nicht wesentlich über dem Wert von 5,27 bei der letzten Influenza-Epidemie in der 10. Kalenderwoche des Jahres 2018. Mittlerweile ist die Übersterblichkeit sogar wieder auf 1,70 gefallen, das heißt: Auch in Schweden ist „Corona“ rückläufig und das ganz ohne Shutdown.

Nun wird es Leute geben, die argumentieren, das skandinavische Land sei sehr dünn besiedelt und deshalb mit Rest-Europa nicht vergleichbar. Dem sei entgegengehalten, dass 87,4% der Schweden in Städten leben, die genauso dicht besiedelt sind, wie andere europäische Metropolen auch.

2020: Das Jahr der globalen Hysterie

Die kommende warme Jahreszeit wird nach Ansicht von Experten noch zusätzlich zum Rückgang der Neuinfektionen beitragen. All dies deutet darauf hin, dass die von den Regierungen der meisten Länder dieser Erde getroffenen Maßnahmen – der globale Shutdown – nicht nötig gewesen wäre.

Der Autor ist der Überzeugung, dass man in 100 Jahren in den Geschichtsbüchern lesen wird, dass damals, im Jahr 2020, die Regierungen dieser Welt in einer globalen Massenhysterie alle ihr gesundes Urteilsvermögen verloren hatten.

Die Folgen werden brutal sein

Geht man vom leider nicht unwahrscheinlichen Worst-Case-Szenario aus, werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen dieser „Operation Corona“ dermaßen umfassend und brutal sein, dass selbst der erfahrenste Wirtschaftswissenschaftler gegenwärtig nicht in der Lage ist, sie bis ins letzte Detail zu überblicken.

Durch den Shutdown wurde am höchsten Berggipfel ein Schneeball ins Rollen gebracht, der  auf dem Weg ins Tal mit jedem Meter größer wird und unten als alles verschlingende Monster-Lawine ankommt.

Es sind Millionen von Dominosteinen, die alle miteinander verbunden sind und nun zum Kippen gebracht werden. Das spielt in Bereiche hinein, an die bisher kaum jemand denkt.

Allein der Blick auf die US-Arbeitslosenstatistik lässt einem jetzt schon das Blut in den Adern gefrieren:

(Arbeitslosenstatistik der Vereinigten Staaten der letzten 50 Jahre) 

Schon jetzt ziehen die Preise für bestimmte Artikel nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage an. Das betrifft insbesondere die Autoersatzteile. Dem Autor wurde berichtet, dass eine Autowerkstatt für eine neue Stoßdämpfer-Feder das Vierfache von dem berechnete, was sie normalerweise kostet.

Eine Rechnung, die die Bundesregierung nicht aufgemacht hat

Wir sehen einer riesigen Pleitewelle von Unternehmen, Massenarbeitslosigkeit und dem Zusammenbruch von Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung entgegen. Wenn die Versorgung der Kranken und Alten nicht mehr richtig funktioniert, haben wir als Folge wesentlich mehr Tote, als wir es ohne den Shutdown jemals gehabt hätten. Diese Rechnung wurde jedoch von der Bundesregierung bei ihren Entscheidungen nicht aufgemacht.

Aber das ist nicht alles. Menschen werden ihre Häuser und Wohnungen verlieren und obdachlos werden. Manche haben keinen Strom, weil sie die Rechnung nicht mehr bezahlen können. Unter Umständen kommt es sogar zu Engpässen bei der Lebensmittelversorgung. Die Verknappung von Waren verbunden mit einer Gelddruck-Orgie der Zentralbanken wird zu einer hohen Inflation führen, vielleicht sogar zur Währungsreform mit dem Verlust aller Ersparnisse.

In einem solchen wirtschaftlichen und sozialen Umfeld sind Verteilungskämpfe und Unruhen vorprogrammiert. Diese tragen dann zu einer weiteren Verschlechterung der allgemeinen Lage bei.

Natürlich geschieht das alles nicht über Nacht. Bleiben wir bei dem Bild vom Schneeball, der ins Tal rollt. Dieser wird einige Jahre unterwegs sein und auf jedem Meter, den er zurücklegt, an zerstörerischer Kraft gewinnen.

Freude über Umfragehoch wird nicht lange währen

An dieser Stelle sei jetzt schon vorausgesagt, dass die Bundesregierung gut daran tut, sich jetzt noch über das gegenwärtige Umfragehoch ausgiebig zu freuen. Denn sollte sich anhand der für die Zeit der Corona-Epidemie in Deutschland gemessenen Übersterblichkeit herausstellen, dass wir womöglich nicht einmal die Anzahl der Grippe-Toten von 2017/2018 erreichen, was sehr zu wünschen wäre und sich jetzt schon abzeichnet, dann muss die Bundesregierung nicht nur wegen des erfolgreichen schwedischen Umgangs mit der Krise einiges erklären.

Spätestens dann ist es vorbei mit dem Umfragehoch. Was anschließend folgt, wird entweder die LINKE nach oben spülen, wenn sie in der Krise den Gebeutelten verspricht, die Superreichen entweder zu erschießen oder ins Arbeitslager zu stecken und deren Geld an die Armen zu verteilen – oder aber die AfD, falls sie in den kommenden Monaten und Jahren geschickt agiert.

Und so erleben wir gerade ganz großes Kino. Dumm nur, dass wir nicht mit der Tüte Popcorn in der ersten Reihe sitzen und zusehen können, statt als Kanonenfutter im Film mitzuspielen.


Eugen Prinz auf dem FreieMedien-Kongress in Berlin.
Eugen Prinz auf dem Freie
Medien-Kongress in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern. Der bürgerlich-konservative Fachbuchautor und Journalist schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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