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Anschlag auf Helge Lindh offenbar aus eigenen Kreisen erfolgt

Von CANTALOOP | Da hat die liebreizende Saskia Esken, ihres Zeichens SPD-Co-Chefin, offensichtlich wieder einmal zu früh aus der Hüfte geschossen. Wie nun vom Tagesspiegel bekannt gegeben wurde, verübten zunächst „Unbekannte“ einen Pflasterstein-Anschlag auf das Wahlkreis-Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh in Wuppertal.

Dieser Herr ist in Parteikreisen und darüber hinaus dafür bekannt, in der Flüchtlings-Thematik eine besonders humanitäre Haltung zu vertreten. Flugs war der Schuldige an diesem Attentat ausgemacht: nur „die Rechten“ können so niederträchtig sein.

Und sogleich setzte die eilfertige Esken, sichtlich um sofortige Bekanntmachung des unappetitlichen Vorfalles bemüht, einen brisanten Unterstützungs-Tweet ab, in dem sie selbstredend „rechte Gewalt“ hinter der Pflasterstein-Tat vermutet.

Ohne natürlich die weiteren Ermittlungen abzuwarten, versteht sich. Schließlich muss der allgegenwärtige Kampf gegen die missliebige politische Konkurrenz auch in Corona-Zeiten weiterhin aufrecht erhalten werden.

Sofortige Unterstützung von Esken

Dumm nur, wenn jetzt ein von der Polizei als authentisch eingestuftes Bekennerschreiben der bekannten Plattform „Indymedia-linksunten“ auftaucht, das den in dortigen Zirkeln in Ungnade gefallenen Lindh, trotz seiner weitreichenden Bemühungen um die weitere Aufnahme und Versorgung von Neubürgern, der Menschenfeindlichkeit bezichtigt.

Er, der vermeintlich „liebe Herr Lindh“ sei, so der Wortlaut des Schreibens, gar eine Schande für die gesamte antirassistische und antifaschistische Bewegung und verdiene demzufolge eine Mahnung.

Um sogleich die von ihnen gestellten Forderungen kundzutun: die Linksextremisten verlangen „aus Menschlichkeit“ nicht weniger als die vollständige Aufnahme sämtlicher Schutzbegehrender auf den griechischen Inseln in Deutschland, zur Not auch von militanten Aktionen begleitet und mit (sic) „deutlich erhöhter Durchschlagskraft“ versehen.

Zitat des Polizeiberichtes:

Selbstbezichtigungsschreiben vermutlich authentisch

Die Wuppertaler Polizei bestätigt, dass es das Selbstbezichtigungsschreiben gibt. Ein Sprecher sagte am Freitag auf Tagesspiegel-Anfrage: „Auf den ersten Blick spricht nichts dagegen, dass das authentisch ist.“ Genaueres müssten die noch laufenden Ermittlungen zeigen. Laut Polizeibericht wurden in unmittelbarer Nähe vom Tatort zwei dunkel gekleidete Personen gesehen.“

Vielleicht wäre es doch so manches Mal klüger, zunächst abzuwarten, bevor man einen Schuldigen ausmacht, werte Frau SPD-Chefin. Dann könnte man sich durchaus das eine oder andere Fettnäpfchen auf dem Weg in die persönliche und parteipolitische Bedeutungslosigkeit ersparen.