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Hiannick Kamba: Totgesagte leben länger

Von MANFRED ROUHS | Phantasie muss der Mensch haben. Und einen Wohnsitz in einem Land wie beispielsweise dem Kongo. Dann könnte man einfach verschwinden, und die Ehefrau kassiert eine sechsstellige Summe von der Lebensversicherung, sobald die eigene Todesanzeige in der Zeitung steht und ein Beamter seinen Stempel auf die erforderliche Urkunde setzt.

So oder so ähnlich ging es offenbar zu im Falle des im Jahr 2016 gerade mal 29-jährigen Fußballsternchens Hiannick Kamba, das eine Zeitlang bei Schalke aufflackerte, aber je verlöscht zu sein schien. Tod durch Autounfall, hieß es.

Jetzt aber, vier Jahre später, ist der mittlerweile 33-Jährige zurück, der offenbar doch ein Leben in Deutschland dem dauernden Verbleib im Kongo vorzieht. Ermittlern und Journalisten tischt er eine herzzerreißende Geschichte auf, der zufolge seine Frau eher aus Versehen in den Versicherungsbetrug hineingeschlittert sein soll.

Demnach sei er „Opfer eines Betrugs geworden“. – „Ja nee, is klar“, sagt man in solchen Fällen im Ruhrgebiet. Und seine (mittlerweile Ex-)Frau wusste natürlich von nichts, logisch. Sowas passiert eben, da kann man nichts machen…

Jetzt sind wir alle gespannt, ob die Ex eine Möglichkeit findet, den „niedrigen sechsstelligen Betrag“, der ihr seinerzeit in den Schoß rutschte, an die Versicherung zurückzuzahlen. Wie wäre es mit einer Spendensammlung?


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.