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„Fridays for Future“ wird jetzt Klima-„Antifa“

Von WOLFGANG HÜBNER | Ach, was wurde sie geliebt und gehätschelt – die bravste und systemtreueste schulschwänzende Jugendbewegung des 21. Jahrhunderts. Ein Termin bei der Bundeskanzlerin? Kein Problem für Schwedens Gretchen und Deutschlands Luisa! Abmahnungen wegen unerlaubten Fernbleibens vom Unterricht? Aber wer wird denn so unmenschlich sein zu Kindern, die den baldigen Wärmetod fürchten! Straßenblockaden und Ordnungswidrigkeiten? Kein Problem für Medien, Politik und Polizei, es ist schließlich alles für eine gute, ja die beste Sache der gegenwärtigen Welt! Und wer könnte Trump, Xi und Putin mehr schlechtes Gewissen einjagen als die Rebellionssimulation von hyperventilierenden Knaben und Mädchen aus vielfliegenden linksliberalen Elternhäusern?

Und nun das: In Frankfurt und anderswo fanden die Demonstrationen von „Fridays for Future“ am gestrigen sogenannten „Globalen Klimastreiktag“ mit radikalen Parolen gegen Kapitalismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie und überhaupt gegen alles, was die Menschheit noch vom Paradies auf Erden trennt, statt. Denn von nun an soll die Sorge um das Klima nur noch ein Thema unter vielen sein. Das erste Lebenszeichen von „FFF“ nach der Coronapause war also der Auftakt zu einer Art Klima-„Antifa“, die von nun an auch mit härteren Bandagen als nur einer skandinavischen Magerikone die Welt verändern will.

Diese Entwicklung ist unbedingt zu begrüßen. Macht sie nämlich nur kenntlich, was diese Bewegung immer war: Ein unernstes Gesellschaftsspiel tödlich gelangweilter Luxuskinder, das von gleichermaßen unernsten Mamas, Papas, Omas samt der ganzen entzückten Medien- und Politikerschar nur allzu gerne mitgespielt wurde. Null Risiko, hundert Prozent Popularität – wer wollte da nicht gerne dabei sein? Nun aber volley gegen den Kapitalismus, der noch immer so gut alle nährt – da werden manche Mamas, viele Papas und selbst Omas doch etwas ins Grübeln kommen.

Keine Angst, werte Erzeuger eurer unruhigen Brut: Ist alles nicht so ernst gemeint. Eure zwangsmaskierten Kinder wollen nur ein bisschen 1917 und 1968 sowie die Verhinderung von 1933 in Szene setzen. Wir wissen aber: Auch die miserabelsten Aufführungen haben ein Ende. In diesem Fall wird das Publikum schon davor flüchten.


Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.