Wenn die Wohnung zum Büro wird, ist das Heim nur noch bedingt eines.

Von WOLFGANG HÜBNER | Im Laufe der letzten Monate mit den Corona-Zwangsmaßnahmen hat das sogenannte „Homeoffice“, also Lohnarbeit in der Mietwohnung oder im Eigenheim, Karriere gemacht. Nun will der SPD-Bundesarbeitsminister mit dem politisch sehr unkorrekten Namen Heil sogar ein Gesetz auf den Weg bringen, das Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf Heimarbeit in gewissen Grenzen und zu bestimmten Bedingungen ermöglichen soll. Von CDU und FDP hagelt es Kritik an Heils Plänen, die unrealistisch seien und zu rechtlichen Konflikten führen könnten. Der DGB hingegen findet die Beschränkung auf maximal 24 Tagen im Jahr für „eindeutig zu wenig“. Was bei diesen politischen Diskussionen im Parteienkartell herauskommen wird, ist offen, kann aber hier nicht weiter erörtert werden.

Hier soll vielmehr darüber nachgedacht werden, ob „Homeoffice“ für abhängig Beschäftigte ein Fortschritt ist oder vielleicht doch eine bedenkliche Entwicklung. Dabei ist gleich festzustellen, dass diese Möglichkeit für Millionen Deutsche überhaupt nicht realisierbar ist: Arbeiter im VW-Werk können nicht zuhause Autos herstellen, Polizisten in den eigenen Wänden keine öffentliche Ordnung durchsetzen, Bäckereiverkäuferinnen keine Brötchen im Wohnzimmer anbieten. Geeignet für Heimarbeit sind also vor allem Bürotätigkeiten, die am Computer stattfinden können. Die ARD hat am Sonntag in der „Tagesschau“ eine Mutter von zwei Kindern gezeigt, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit derzeit „Homeoffice“ betreibt und damit offenbar sehr zufrieden ist.

Das war gerade für Freunde traditioneller Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen sicher eine gute Nachricht: Die Frau macht Lohnarbeit zuhause und kann sich gleichzeitig noch um die Kinder kümmern. Was nicht gezeigt wurde war, wie das zusammengeht – die Lohnarbeit und die Kinder. Doch das ist ein Problem, über das schon gesprochen werden sollte. Aber es gibt noch ein ganz anderes, grundsätzlicheres Problem mit „Homeoffice“: Die Verwischung von Privat- und Arbeitsbereich. Wenn die Wohnung auch zum Büro wird, ist das Heim nur noch bedingt eines. Das mag manchen nicht stören, doch andere können es mit guten Gründen als Reduzierung, ja Kontrolle ihrer Privatsphäre beklagen.

Für Arbeitgeber eröffnet die Verlagerung von bestimmten Tätigkeiten ins „Homeoffice“ erhebliche Sparpotentiale, deren Ertrag wohl kaum den Lohnabhängigen zugutekommen wird. Das ist allerdings „nur“ ein materieller Aspekt. Einschneidender ist die Isolations- und Entsolidarisierungswirkung von Heimarbeit. Wo der Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten nur noch digital erfolgt, bilden sich auch ganz andere Arbeitsstrukturen heraus, die unvermeidlich zu Vereinzelungseffekten führen. Es ist erstaunlich, ja befremdlich, wie angetan gerade SPD und DGB von einer Arbeitsstruktur sind, die das menschliche Bedürfnis nach unmittelbarer Kommunikation und kollektiver Reaktion auf mögliche Zumutungen schwieriger macht oder sogar verunmöglicht. Was sagen die Leser dieses Textes zu den Vor- und Nachteilen von „Homeoffice“?


Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.

Like
Beitrag teilen:
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.
Jetzt den PI-NEWS-Telegram Kanal abonnieren!

46 KOMMENTARE

  1. Homeoffice erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin.
    Homeoffice erfordert ein hohes Maß an Vertrauen vom Arbeitgeber.
    Homeoffice würde den Verkehr entlasten.
    Homeoffice kann für vielen Arbeitnehmer entlastend sein , da er weniger Zeit im Stau verbringt und weniger Zeit beim Warten auf den unzuverlässigen Öffentlichen Nahverkehr vertrödelt.

    Homeoffice als Vorschrift ist Unsinn-
    Homeoffice macht nur Sinn, wenn es Sinn macht!

    Dann aber bitte gerne und selbst bestimmt.

  2. Ist „Homeoffice“ wirklich ein Fortschritt?

    Nein, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann

  3. Es ist erstaunlich, ja befremdlich, wie angetan gerade SPD und DGB von einer Arbeitsstruktur sind,

    ——————
    Wieso das, Home-Office ist jetzt politisch korrekte Ideologie und da sind solche Typen wie SPD und DGB natürlich vorneweg. Ich habs damals erlebt, dass wenn in der Software-Entwicklung Leute krank wurden (was eine Katastrophe war, denn es gab ja Termine), die dann unbedingt so weit wie möglich von zu Hause aus weiter machen konnten.

  4. Bei uns können die, machen es aber nicht soviel (Ablenkung durch Haushalt, doch schnell eine Wäsche zwischendurch; Isolation auch von Kollegen, aufsteigen im Home-Office???). Kommunikation und Produktion lassen sich halt auch nicht im Home-Office machen (s.o.).

    Vermutlich geht’s den Politikern dabei eher um Stärkung der Arbeitnehmerrechte, in Richtung so auf eine sozialistische Grundversorgung für Arbeitende, alle angestellt, aber doch keiner mehr so richtig da.

  5. Homeoffice in einer Mietwohnung…

    …. gewerbliche Nutzung.
    … Versicherung der Räumlichkeiten, Mietpreis?
    … Versicherung von Arbeitsunfällen?
    …. Arbeitszeitobergrenze?

    Hmmmm….

  6. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Arbeitsmoral stark zu wünschen übrig und selbst ein Bierchen morgens um acht während des Telefonats mit dem Chef ist drin. Also alles in allem nicht so verkehrt.

  7. Meine Meinung ist:
    Home-Office ist – ebenso wie die gesamte bereits eingeleitete und weiter angestrebte Digitalisierung – auf Dauer ein Irrweg. In Teilbereichen zeitweise praktizierbar, aber mit zahlreichen Gefahren für Produktion, Dienstleistung und die gesamte Arbeitswelt verbunden. Zudem wird dadurch (durch Ome-Office) für den normalen Arbeitnehmer die private Welt zu stark mit der Berufswelt vermischt, was krank machen kann.
    Jeder Selbstständige weiß, was es bedeutet, „ständig“ Beruf und Privates durchmischen zu müssen.
    Das kann man nur ertragen, wenn die Kasse wirklich am Ende überdurchschnittlich „stimmig ist“.

  8. Wer glaubt, Home Office sei die Antwort auf Digitalisierung, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Limetten zusammenfalten. Es bietet Chancen und Risiken für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber nur bei sinnvoller Anwendung. Eine Arbeit, die komplett im Home Office erledigt werden kann, wird sowieso als eine der ersten der Digitalisierung zum Opfer fallen.

    Der heutige, komplexe Arbeitsalltag erfordert in der Regel Präsenz und direkte Kommunikation vor Ort. Maximal 50 Prozent können ohne grosse Verluste in das Home Office verlegt werden nach meiner Einschätzung und Erfahrung.

    Auch die viel gepriesenen Video-Konferenzen können den direkten Kontakt nicht ersetzen. Wenn ich in einer Besprechung von z.B. 12 Teilnehmern nicht mitbekomme, wenn jemand die Augen rollt oder die Backen aufbläst oder zwei andere sich über den Vortragenden lustig machen, habe ich sehr viel verpasst.

  9. Damals hat die SED gesagt: „Der Schutz und die Sicherung der deutschen Staatsgrenze dient der Friedenssicherung!“ Wer als Ossi seinen Wehrdienst an der Grenze ableisten musste, dem haben sie das besonders eingehämmert. Das sitzt tief. Und die Realität beweist heute, wie wichtig diese Grenzsicherung ist. Was Linke definieren, gilt ja heute als Wahrheit. Also ist eine sichere Grenze richtig und wichtig.

    Jeder normale Mensch würde nun folglich erwarten, dass die SED (3x umbenannt) diese 40-jährige Politik weiterhin mit Leben erfüllt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Offenbar wollen die Linken Krieg, denn den Frieden mit einer geschlossenen Grenze sichern zu wollen, lehnen Merkel & Co ja vehement ab.

    Unter dem Aspekt einer mittlerweile (selbst innerdeutsch) erheblich eingeschränkten Reisefreiheit, kann das Merkel-Regime die originalen DDR-Zustände letztlich wieder herstellen. Im Kontext mit den Corona-Maßnahmen und z.B. den Maas´schen Zensurgesetzen leben wir ja mittlerweile längst wieder in der DDR.

  10. Nachtrag zu Barackler 5. Oktober 2020 at 14:08:

    Die Lösung für Corona ist Home Office jedenfalls nicht, auch wenn kein Maskenzwang besteht.

  11. Es gibt Studien die besagen, dass die Kreativität, Qualität der Arbeit erheblich reduziert ist,
    die Arbeitsleistung ziemlich sinkt. Man wartet bis man Aufgaben zugewiesen bekommt, kann nicht übergreifend proaktiv arbeiten.
    Ferner sehe ich Probleme bei der Sicherheit, z.B. bei Banken.
    Bald werden wir unsere Kontobewegungen im Netz finden und andere Lumpereien, nur eine Frage der Zeit.
    Bei Home-Schooling ist der Lernerfolg sogar mangelhaft, die Kinder spielen aber lernen nicht.

  12. „Für Arbeitgeber eröffnet die Verlagerung von bestimmten Tätigkeiten ins „Homeoffice“ erhebliche Sparpotentiale, deren Ertrag wohl kaum den Lohnabhängigen zugutekommen wird.“

    Der Arbeitnehmer spart auf jeden Fall schon mal den Weg zur Arbeit und i.d.R. die Kantinenkost. Das können schon einige Euro pro Tag sein. Ob die Arbeitnehmer den Kontakt zu Kollegen vermissen, ist sicherlich von Person zu Person und den Kollegen unterschiedlich.

  13. Zusatz zu Nachtrag Barackler 5. Oktober 2020 at 14:13 zu Barackler 5. Oktober 2020 at 14:08:

    Der am besten für „Home Office“ geeignete Beruf ist wohl der einer Prostituierten.

  14. Bei Hubertus Heil kann ich mir homeoffice hervorragend vorstellen.

    Der Mann kann zu Hause Papierflieger falten und die durchs Wohnzimmer schicken. Ich garantiere, er wird in seinem Ministerium nicht vermisst werden.

    Ich kenne eine ganze Menge Minister, bei denen ist nicht einmal auffallen würde, wenn sie drei Monate abwesend sind.

  15. Home Office: Sind da nicht die Arbeitnehmer deren Arbeitgeber gar nicht merken wenn sie fehlen (Satire !)

  16. Als langjähriger Chef weiß ich aus Erfahrung, daß es bereits nach Empfang einer SMS, email oder einer Störung durch Kollegen etwa 10 Minuten dauert, bis der Arbeitnehmer wieder voll konzentriert an seiner Aufgabe arbeitet. Wie soll es da im ‚Heimbüro‘ funktionieren? Fast jeder wird versucht sein, den Haushalt nebenbei zu erledigen. Sehr disziplinierte Singles oder kinderlose Paare können vielleicht ungestört arbeiten. Doch sobald eine weitere Person in der Wohnstatt anwesend ist, ist es mit dem konzentrierten Arbeiten vorbei. Wenn gleichzeitig Kinder betreut werden gerät die Arbeit natürlicherweise gänzlich zur Nebensache.

    Die Diskussion zu diesem Thema zeigt jedoch eins: Weder Politiker noch Gewerkschaftsfunktionäre haben jemals reale Arbeit geleistet und haben daher von betrieblichen Abläufen nicht die geringste Ahnung.

  17. Auch in Betriebsrats- und Gewerkschaftskreisen ist Home Office nicht unumstritten. Befürchtet wird, dass die Arbeitszeitverordnung (Begrenzung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit nach oben) unterlaufen werden könnte, und kranke Arbeitnehmer etwa mit einer Grippe durcharbeiten würden. Auch Anforderungen an den Arbeitsplatz z.B. bezüglich Ergonomie können schlecht überprüft werden. Hinzu kommen noch Fragen der Kostenübernahme, auch eines WLAN-Anschlusses.

  18. Das muss jeder für sich entscheiden – und auch entscheiden dürfen, gell, Herr Heil?
    Weil die Rechte des Einen immer auch die Pflichten des Anderen sind und mit der Zuweisung von Pflichten ist die Genossenschaft um Heil ja recht grosszügig…

    Ich für meinen Teil würde Homeoffice nur dann betreiben wollen, wenn die Firmensoftware, die Firmendaten und ein firmeneigenes Betriebssystem auf einem firmeneigenen Schlepptop oder auf einer separaten Festplatte in meinem Heimrechner liegt.

    Und natürlich gelten die Arbeitszeiten weiterhin, um 22:00 wird keine Firmenmail bearbeitet, das ist klar.

  19. Verödung der Innenstädte nicht vergessen, nix mehr mit Mittagspause inner Frittenbude oder Feierabendbierchen… Jetzt in London schon der Fall, auch Wegfall von Mieteinnahmen durch nicht mehr benötigte Büroräume.

  20. Diedrich
    5. Oktober 2020 at 14:29

    „Ich denke der Hubert ist sogar dafür zu dumm …….“

    Wikipedia liefert überraschende Einsichten.

    11 Jahre Politologie studiert und bei der FernUniversität Hagen abgeschlossen.

    Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Erstaunlich nur noch, dass bei Wikipedia erwähnt wird, dass er als Wahlkampfmanager die schlechtesten SPD Ergebnisse eingefahren hat.

    Der typische SPD Wunderwuzzi, in den Ausschüssen zu Hause, charakterlich und fachlich eine völlige Niete.

  21. Die Menschen zu Hause einsperren.
    Den ganzen Tag vor dem Bildschirm sind sie perfekt kontrollierbar.
    Urlaubsreisen nur noch im Inland, am besten mit Fahrrad und Zelt.
    Und Kritik an der Regierung geht gar nicht.

    Willkommen in Merkels neuer DDR…!

  22. „Sehr geehrte*r Herr,Frau XY.
    nachdem sie nun seit einiger Zeit
    hervorragende Arbeit bezüglich des Homeoffice
    geleistet haben,stellen wir fest,daß diese
    Tätigkeit von Herrn Y.Singh,wohnhaft in Indien,
    genauso qualitativ hervorragenden,ausgeführt werden kann.
    Zu dem ist Herr S. ,Einkommenstechnisch,um 75% günstiger,so daß wir uns entschlossen haben,
    sie nach Ablauf der Gesetzl.Kündigungsfrist,frei zu setzen.
    Wir danken ihnen für ihre Langjährige Treue zu diesem Betrieb.

    Erst nachdenken,dann jubeln,
    dem Internet ist es egal,wo wer sitzt, und die Arbeit erledigt,
    die entsprechend erledigt werden kann!…

  23. Irgendwo habe ich gelesen, es könnten gut 40% der Arbeitnehmer auch vom Homeoffice aus ihre Arbeit verrichten. Das muss man sich mal vorstellen, das wären 40% weniger Verkehr, weniger Unfälle auf dem Arbeitsweg, weniger verschwendete Lebenszeit, weniger Stress, weniger Intrigen … Es wäre auch weniger Bürofläche nötig, Grundstücke in der Innenstadt könnten für Wohnraum genutzt werden. Natürlich kann man ein- oder zweimal trotzdem ins Büro für Meetings etc. Ich bin schon lange dafür, dass das endlich gemacht wird, alles andere sind Ausreden. Wer ein Problem damit hat, dass er im Pyjama nicht leistungsfähig sein kann, der kann sich ja einen Anzug zuhause anziehen. Erwachsenen kann man durchaus abverlangen sich selbst organisieren zu können.

  24. Ich würde sagen, es hängt davon ab, natürlich zuerst von der Natur des Arbeitsplatzes, aber auch von der eigenen Persönlichleitsstruktur. Extrovertierte Menschen leiden darunter, introvertierten dagegen geht’s allein daheim meistens ganz gut. Wenn ihr Broterwerb rein mit Informationsverarbeitung zu tun hat, wozu auch ein Großteil des Verwaltungsapparates gezählt werden kann, dann haben sie damit selten ein Problem. Allein der Wegfall des Streßfaktors Pendeln ist eine enorme Erleichterung, die nicht nur Ökonazis zusagt. Alles in allem, wenn das aktuelle Drama mal vorbei ist und am Ende dauerhaft ein erhöhter Anteil an Telearbeit verbleibt in den Bereichen, wo es Sinn macht, dann kann ich daran nicht viel Falsches finden. Welche Schwierigkeiten der Einzelne dabei mit Familie, Privatsphäre, Konzentrationsfähigkeit und was sonst noch haben mag, das läßt sich nicht seriös für ein pauschales Argument instrumentalisieren, sondern da wird jeder seine passende Lösung finden, solange man zu etwas auch nein sagen kann.

  25. Mit angeblichen Vorteilen dieser Digitalisierung sollen doch wieder nur die Menschen geködert und eingelullt werden?! francomacorisano 5. Oktober 2020 at 14:49 ; Blimpi 5. Oktober 2020 at 14:55 haben da schon einige wichtige Aspekte angedeutet. Es geht m.E. um Kontrolle und Vereinzelung und um die Gewöhnung der Menschen daran.

  26. Schon mal auf die Idee gekommen, dass das jeder für sich selber bestimmen kann? Seit 20 Jahren geistert dieses Home Office durch die Medien. Und immer das gleiche Gesülze zu dem Thema. Ich arbeite seit Jahren von Zuhause aus und mir geht es in jeder Beziehung bestens. Und wem es nicht passt im HO der soll es halt lassen. Ich persönlich halte Büros für so entbehrlich wie einen Kropf. Wer lieber im Büro arbeitet, von mir aus gerne. Was geht mich das an 🙂

  27. Homeoffice ist eine feine Sache wenn man sich krank fühlt oder auf die Blagen aufpassen muss weil die Kita mal wieder streikt. Aber bei Kindergeschrei, Hundegebell im Hintergrund, aufpassen daß der Topf nicht überkocht in der Karl-Lagerfeld-Jogginghose und mit Stoppelbart vor dem PC sitzend kann man sich nicht konzentrieren.
    Schnell bald wird der Arbeitgeber merken daß der Job eigentlich überflüssig ist weil man sich mit einem wichtigen Gesicht nicht an den Intrigen im Büro beteiligen kann oder keine Möglichkeit besteht das Lehrmädchen anzubaggern.
    Na gut, etwas übertrieben dargestellt vielleicht aber da ist was dran…
    Homeoffice ist auch etwas für Corona-geschädigte Abgeordnete. Bei vielen merkt man ja nicht einmal daß sie fehlen…

  28. Verschisstenjaeger 5. Oktober 2020 at 13:54

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Arbeitsmoral stark zu wünschen übrig und selbst ein Bierchen morgens um acht während des Telefonats mit dem Chef ist drin. Also alles in allem nicht so verkehrt.
    ———–
    Genau, das frische Frühstücksbierchen hatte ich nicht erwähnt. Das muß man allerdings beim skypen gut verbergen…Gilt auch für den Fernseher mit der Arztserie (für Frauen) oder die Köln 5????“ bzw. BTN – Wiederholung ( mit Schmidi und Krätze, für Jüngere) .

  29. Ich arbeite seit Jahrzehnten (mit ein paar Jahren Unterbrechung – leider) von meinem home office aus. Fuer mich als Freiberufler/Selbststaendiger ist es perfekt. Aber auch wenn ich angestellt waere wuerde ich persoenlich viel lieber von zu Hause arbeiten als in einem Buero. Allerdings muessen auch die Raeumlichkeiten entsprechend vorhanden sein. Niemand kann mit Frau und 2 Kindern in einer 3 Zimmer Wohnung vernuenftig von zu Hause arbeiten (es sein denn, man hat genug Hanfseile und Klebeband und kann die Familie „ruhig stellen“)…

  30. Eigentlich lebt uns das unsere liebreizende, wohlriechende, mit unendlicher Klugheit ausgestattete Kanzlerin seit vielen Jahren vor. Wenn sie sich nicht gerade auf einer wichtigen Auslandsreise befindet, ist sie zu ca. 80 Prozent im Home Office. Sie benötigt dafür noch nicht einmal viel Neuland-Elektronik.

    Der Klima-Weinschrank mit fünf verschiedenen Temperaturzonen ist von Haier, nicht von Liebherr. Aufgefüllt wird täglich, überwacht von Mundschenk Altmaier. Für die Sauberkeit ist Putzfrau AKK verantwortlich. Wenn sie zittert, kommt Veterinärmediziner Wieler und gibt ihr eine Spritze.

    Gegen Ende jedes anstrengenden Arbeitstags teilen ihr Baumann und Seibert mit, was sie heute für die Presse verlautbart hat. Später telefoniert sie vielleicht noch mit ihrer Busenfreundin Julija Tymoschenko, die ihr erzählt, wieviele Kugeln sie Putin gerne in die Stirn schiessen würde. Sie schüttet sich vor Lachen ein halbes Glas Weisswein über den Kittel. Macht nichts, gibt ja keine Rotweinflecken. Schnell kommen sie auf Trump zu sprechen.

    Home Office ist schön.

    Merkel ist Kult.

  31. Man hat, zumindest bis vor kurzem noch, uns glauben machen wollen, dass man die vielen Zugereisten als zukünftige „Fachkräfte“ benötige. Schon allein aber der Digitalisierungswahn und die digitale Rationalisierung und Automatisierung moderner Produktionen strafen dieses Argument scon von Anbeginn der Lüge. So nun auch dieser „Homeoffice“-Quatsch. Letzteres dient nur wiederum der Gewinnmaximierung weil Kostenminimierung der Superreichen Konzernvorstände und Lobbyisten in den oberen Regierungsebenen. Dem einst gesunden Mittelstand hingegen nutzt dieser Unsinn wiederum nichts. Genau so wenig wie diese im Sande versickerten „Corona-Hilfen“ und genau so wenig wie diese „Mehrwertsteuersenkung“, die der bayrische Aiwanger nun auch noch bis Ende 2021 verlängern möchte. Also über den Zeitpunkt der nächsten Bundestags-„Wahl“ hinaus.

  32. Bitte meidet das blödsinnige Wort „homeoffice“. Zuerst einmal wird es nach den Regeln der englischen Sprache in zwei Worten geschrieben, und da es einen Eigennamen, nämlich das britische Innenministerium beschreibt, wird es mit Großbuchstaben am Anfang geschrieben, also „Home Office“.
    Wir haben in der deutschen Sprache ein absolut zutreffendes Wort für diese Tätigkeit, nämlich „Heimarbeit“. Die aber heißt auf Englisch „working from home“. Es müssen nicht immer Anglizismen sein!

  33. Klasse Kommentar von Hn. Hübner.
    Sachlich prägnant.
    Andere PI Beiträge sind auch ok aber dieser – Hübner – hat eanau das was wir brauchen in der öffentl. Wahnehmung. Überzeugend ohne dem Vorwurf der Radikalität Nahrng zu geben.
    Klasse.

  34. In mein Wohnzimmer ist ein kleiner Tisch eingezogen, schön ist das nicht, mehr Räumlichkeit in Nähe des Routers habe ich nicht und möchte auch keine Lan Kabel verlegen, Die wohnliche Atmosphäre ist dahin.
    In der Firma sagen sie, dass ich froh sein soll, dass ich einen Job habe und nicht täglich mit dem Auto 1,5 Stunden Fahrzeit habe. Ich befürchte allerdings, dass nächstes Jahr bei der Steuererklärung auch das Finanzamt mich noch abzockt. Die ziehe mir mehr für die Kilometer ab als ich für Homeoffice im Wohnzimmer geltend machen kann. Das Wohnzimmer ist jetzt nicht mehr die gute Stube sondern Sperrgebiet für die Familie wenn Papa arbeiten muss und das auch am Wochenende und in Schicht.

  35. Es ist nicht die erste Pandfemie, die uns begegnet. Die Spanische Grippe, Scharlach nach dem Kriege, Polio Ende der 50ger Jahre und nun COVID19.
    COVID19 ist wohl eine Erkrankung, ich möchte nicht Grippe sagen, die das erste Mal ihre Wurzel in der zunehmenden Vermassung der Menschheit hat.
    Es wird nicht die letzte Epedenmie sein, denn wir Menschen vermehren uns exponentiell. Das Home Office ist eine ungeübte Notlösung um Prozesse am Laufen zu halten. Alle hier aufgeführten Argumente sind zutreffend. Die Frage ist, ob es so bleiben muß, oder ob die technische Entwicklung nicht ungeahnte Möglichkeiten der Weiterentwicklung bietet. In der Fertigung wird eine zunehmende Automatisierung durch Robotik um sich greifen. Gesetzlich sollte man die Arbeitgeber für den Einsatz eines Roboters für 10 Arbeitsplätze dazu verpflichten aus den Erträgen der Roboterarbeit Sozialabgaben für 10 Arbeiter zu zahlern. Administrative Tätigkeiten lassen sich nach Hause auslagern, die Nachteile sind technisch kompensierbar. Das kostet, aber die Firma kann weiter produzieren und vermarkten. Es wird sicherlich Grenzen geben. Das Wichtigste ist, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern eine funktionierende Erwerbswelt hinterlassen.
    Es geht dabei aus diesem Grund garnicht darum, ob es in jedem Fall und über alles gerechnet ein Vorteil ist. Das Überleben zählt, für die Firmen und die Menschen, die daran hängen.

  36. Ist „Homeoffice“ wirklich ein Fortschritt?

    Eindeutig JA!

    Die Köppe, die ich mag, kann ich ja privat treffen.
    Ich spare Verschleiß, Sprit und wertvolle Freizeit als Pendler.

    Ich finde Homeoffice super und effizienter ist es auch noch.

  37. Das ist eine Sache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer . Das sollte jeder selbst aushandeln.
    Für was wollen unsere Politdarsteller noch alles Gesetze machen ? Die sollen sich lieber mal um eine Verfassung und einen Friedensvertrag kümmern.

  38. Marc 5. Oktober 2020 at 21:10
    Falls du es noch nicht verstanden hast die Brd braucht sich nicht um einen Friedensvertrag zu kümmern -das ist auch besser …so denn sonst hätten zB die Polen recht mit ihren Forderungen …
    und die Verfassung -google einfach ….

  39. Der SPD-Hubertus ist nicht ganz dicht
    Wahrscheinlich wusste er schon, dass die Sache in die Hose geht
    Die Öffentlich-Rötlichen Dreckschleudern von Ard/Zdf sollten nur nochmal Wahlwerbung für die eigenen Kandidaten machen. Nach dem Motto: Hauptsache in den Morgennachrichten

    Was gibt es als nächstes: Einmal in Monat Freibier für alle Mitarbeiter eines Unternehmens

  40. Hubertus spricht wahrscheinlich von seinem bequemen Leben auf kosten der arbeitenden Bürger

  41. Bevor Deutsche in deutschsprachigrn Sätzen mit dem englischen Wort: „Homeoffice“ deutsche Wörter wie zum Beispiel: „Heimarbeit“ verdrängten, sagten und schrieben Deutsche in deutschsprachigen Sätzen deutsche Wörter wie zum Beispiel: „Heimarbeit“.

    Warum können Deutsche das heute in deutschsprcchigen Sätzen nicht mehr sagen und schreiben?

Comments are closed.