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Natürlich gibt es verschiedene Rassen

Von KEWIL | Während der dämliche weiße Bundestag gerade dabei ist, wegen dem kriminellen Neger George Floyd politkorrekt das Wort „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, verschwinden die menschlichen Rassen aus dem wirklichen Leben genauso wenig wie Hunderassen. Corona bringt es an den Tag.

Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus ist eindeutig überhastet, aber trotzdem werden immerhin vor Einführung noch wichtige Tests durchgeführt. So lassen die verschiedenen Pharma-Firmen schon seit Monaten in Südamerika, Pakistan, Indien, auf den Philippinen und in Indonesien testen.

Bestimmt spielen dabei auch finanzielle Gründe eine Rolle, aber wichtig ist eben auch die Rasse. Nicht nur wir weißen Kaukasier sind wichtig. Ein Impfstoff muss heutzutage auf der geschrumpften Erde auch bei verschiedenen Rassen getestet werden.

Die USA unterscheiden dabei sehr wohl Weiße, Afroamerikaner, Latinos und die Urbevölkerung:

42 Prozent der Studienteilnehmer sind entweder schwarz, asiatisch oder lateinamerikanischen Ursprungs. Das ist insofern wichtig, da nicht alle ethnischen Gruppen gleich auf Wirkstoffe in der Medizin reagieren. Für die meisten Studien wählten Wissenschaftler aber in der Vergangenheit weiße Menschen (Kaukasier), häufig auch überwiegend Männer. Dies könnte dann möglicherweise wenig darüber aussagen, wie — je nach Wirkstoff — eine asiatische Frau oder ein schwarzer Mann auf einen Wirkstoff reagiert.

Meldet Biontech, und bei anderen Firmen ist es nicht anders. Die von den Grünen verteufelte Gentechnik spielt dabei eine Riesenrolle, und da hat man längst festgestellt, dass nicht alle Rassen gleich sind. So ist die Sichelzellen-Anämie bei Schwarzen auffällig häufiger als bei Weißen.

Seit einiger Zeit gibt es auch bei Leukämie Heilungschancen durch Stammzellentherapie, notfalls durch das Blut eines anderen. Bei diesen „allogenen“ Stammzellen muss man aber genau aufpassen, dass das Blut auch zusammenpasst – und genau das tut „weißes und schwarzes Blut“ offenbar nicht. Hier sucht Alice, zur Hälfte Deutsch und zur Hälfte Nigerianerin, nach Stammzellen weltweit. Unter geschätzt 30 Millionen Stammzellenspendern auf dem Globus, passte im letzten Jahr keiner.

Keine Ahnung, ob Alice jemand gefunden hat und noch lebt, aber eines ist sicher: Natürlich gibt es verschiedene Rassen. Die Gentechnik beweist es jeden Tag!




Drahtzieher und Einzelheiten des Terror-Anschlags von Mumbai

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Der islamische Terror-Anschlag von Mumbai dauerte drei Tage. Vom 26. bis zum 28. November 2008. Die zehn Terroristen aus Pakistan waren so grausam, skrupellos und menschenverachtend, dass die indische Polizei und herbeigeorderte Spezialeinheiten drei volle Tage und Nächte benötigten, um die Allah-Krieger auszuschalten. Diese koordinierte Attacke, bei der fünf Zweier-Killerkommandos eine Millionenstadt in Angst und Schrecken versetzen, lieferte die Vorlage für spätere große Anschläge in Paris und Brüssel. Er gibt auch einen tiefen Einblick in die brutale Ideologie des Politischen Islams, die seit 1400 Jahren für Gewalt, Kriege und Terror verantwortlich ist.

Die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) hat zu diesem Anschlag ein dreiteiliges Video produziert, das die wichtige Vorgeschichte des Anschlags dokumentiert, den dramatischen Tod des Münchners Ralph Burkei beschreibt und die Drahtzieher dieses bis in alle Einzelheiten perfekt geplanten Operation beleuchtet. Sie kommen allesamt aus der Islamischen Republik Pakistan.

Zehn moslemische Terroristen fuhren am 22. November 2008 von der pakistanischen Hafenstadt Karatschi mit einem Boot Richtung Indien. Sie kaperten ein indisches Fischerschiff und zwangen den Kapitän mit seinen vier Besatzungsmitgliedern, Kurs auf Mumbai zu nehmen. Kurz vor der Ankunft am 26. November ermordeten die Terroristen alle fünf und suchten ihre Ziele in der indischen Stadt auf. Gedrillt von der Terror-Organisation Laschkar-e Taiba in Ausbildungslagern im Gebirge Pakistans, von dutzenden Koranversen indoktriniert, die das Töten von Ungläubigen befehlen, wo immer sie gefunden werden, schossen sie mit ihren Kalaschnikows wahllos in Menschenmengen von Andersgläubigen am Hauptbahnhof, im Taj-Mahal-Hotel, im als Touristenmagnet bekannten Leopold Cafe, in der jüdischen Einrichtung Nariman House, in der Frauen- und Kinderklinik Cama Albless Hospital und im Hotel Hilton Trident Oberoi.

Alle zehn waren bis auf die Zähne bewaffnet. Auf ihren Rücken trugen sie 10 kg schwere Sprengstoffbomben, denn sie sollten und wollten diesen Anschlag nicht überleben. Sie waren überzeugt, nach dem Wunsch ihres Gottes Allah zu handeln, der laut Koran Sure 9 Vers 111 ihr Leben für das Paradies erkauft habe, damit sie töten und getötet werden. So ermordeten sie 174 in ihren Augen minderwertige „Kuffar“, „Ungläubige“, und verletzten 304. Dabei gingen sie völlig skrupellos und absolut menschenverachtend vor. Schließlich waren sie wohl auch der Überzeugung, dass Allah durch ihre Hände töte, wie im Koranvers Sure 8 Vers 17 dargelegt.

An der Planung und Finanzierung der Anschläge waren mehrere ehemalige und aktive Offiziere des pakistanischen Geheimdienstes „Inter-Services Intelligence“ beteiligt. Dieser ISI gilt als einer der mächtigsten und am besten ausgestatteten Nachrichtendienste der islamischen Welt und als ein Staat im Staate in Pakistan mit zum Teil eigener Außenpolitik.

Der pakistanische Moslem Daood Sayed Gilani, der sich für seine amerikanische Staatsbürgerschaft den Namen David Coleman Headley gab, ist eine der Schlüsselfiguren des Terror-Anschlags von Mumbai. Der Sohn eines pakistanischen Diplomaten und einer amerikanischen Botschaftsmitarbeiterin kundschaftete die Terrorziele in Mumbai aus, vor allem das Taj Mahal. Hierzu nutzte er seine Hochzeitsreise mit Ehefrau Nr. drei, einer Marokkanerin, und quartierte sich in diesem Luxushotel ein. So konnte er den zehn Terroristen genaueste Informationen liefern.

Der gläubige Moslem hatte zwischen 2002 und 2005 mehrere Terror-Trainingslager in Pakistan absolviert. Er war von der die ganze Welt schockierenden Wirkung des Mumbai-Anschlags so begeistert, dass er nach dem gleichen Muster selber eine Terror-Attacke durchführen wollte. Und zwar in Kopenhagen, da die dortige Zeitung Jyllands Posten Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte. Weitere Angriffsziele waren der Hauptbahnhof, ein Luxushotel und die Haupt-Synagoge. Im Redaktionsgebäude von Jyllands Posten sollten Geiseln genommen werden, vor den Live-Kameras der Welt geköpft und die abgetrennten Köpfe aus den Fenstern geworfen werden.

Immer wieder dieses Köpfen. Leider liefern der Koran und das Leben des Propheten Mohammed die Vorlagen dazu.

Da David Coleman Headley alias Daood Sayed Gilani aber bereits im Visier der US-Geheimdienste war, wurde er auf direkte Anweisung von Präsident Obama am Flughafen in Chicago festgenommen, bevor der Halb-Pakistaner nach Kopenhagen fliegen und seinen Anschlag durchführen konnte.

Das Land des Vaters von David Coleman Headley, Pakistan, spielt ein mörderisches Doppelspiel. Nach außen täuscht es vor, im Kampf gegen den Terror zu helfen. Aber nach innen gibt es Terroristen die Möglichkeit, das Land als Rückzugsraum und als Drehkreuz für Reisen zu nutzen. Die Verstrickungen gehen aber offensichtlich noch viel weiter.

Auch die Arte-Dokumentation „Das Geschäft mit dem Terror“, die am 26. November 2020 um 2:05 ausgestrahlt wurde, ist der Überzeugung, dass die Aktivitäten der Terror-Organisation Laschkar-e Taiba, was „Armee der Reinen“ bedeutet, von Teilen der pakistanischen Armee und des Geheimdienstes ISI unterstützt wird.

Die zehn Terroristen wurden von einem Kommandozentrum im pakistanischen Karatschi gesteuert und hatten ständig Telefonkontakt mit ihrer Einsatzleitung. Einer davon war Sayid Mir, der als Chefplaner des Anschlags gilt.

Die Gespräche wurden vom indischen Sicherheitsdienst abgehört und aufgezeichnet. Im Doku-Spielfilm „Hotel Mumbai“, der 2018 veröffentlicht wurde, sind sie authentisch wiedergegeben. So befahl Sayid Mir den Terroristen im Taj Mahal-Hotel per Telefon:

„Lasst Eure Handys an. Ich will ihre Schreie mit eigenen Ohren hören. Diese Tiere haben nichts Menschliches, Abdullah, vergiß das nicht. Keiner von ihnen verdient Allahs Gnade.“

Zu dieser Überzeugung kam Sayid Mir wohl durch den Koranvers 8:55:

„Gewiß, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die, die ungläubig sind und auch weiterhin nicht glauben“

So antwortete Terrorist Abdullah auch folgsam:

„Ja, Bruder. Allahu akbar – Allah ist der Allergrößte.“

Vor der Hinrichtung von Geiseln wies Sayid Mir an:

„Abdullah. Der Zeitpunkt ist gekommen. Von Mumbai bis Washington soll man ihre Schreie hören. So wie wir die Schreie unserer muslimischen Brüder hörten.“

Abdullah antwortete mit „Allahu Akbar.“

Eine junge Frau, deren Ehemann gerade vor ihren Augen erschossen worden war, begann islamische Gebete zu sprechen, in der Hoffnung, dass sie als Moslemin gilt und dadurch verschont wird. So konnte sie sich retten.

Als die Terroristen im Feuer der indischen Spezialkräfte lagen, rief Sayid Mir vom sicheren Karatschi aus durch das Telefon:

„Allah erwartet Euch. Um Allahs Willen dürft Ihr nicht zurückweichen. Seid tapfer, meine Löwen. Die ganze Welt sieht Euch zu. Allah erwartet Euch im Paradies. Lasst die Handys an, damit die ganze Welt Euch brüllen hören kann.“

Die beiden Terroristen erhoben sich anschließend aus ihrer Deckung, schossen und schrien:

„Gelobt sei Allah. Allahu Akbar“.

Dann wurden sie getötet. Man hatte sie offensichtlich zu der Überzeugung gebracht, dass ihr Leben von Allah für das Paradies gekauft wurde, damit sie töten und getötet werden. Exakt so, wie es im Koran in Sure 9 Vers 111 befohlen ist.

Einer der zehn Terroristen von Mumbai überlebte angeschossen. Bei der Befragung durch die Polizei sagte er, dass ihnen von den Terror-Ausbildern auf den Weg gegeben wurde:

„Ihr seid Muslime. Die Ungläubigen haben Euch betrogen. Sie haben Euch in Armut zurückgelassen und weitergemacht. Geht. Und kämpft den Dschihad.“

Die Hintermänner, die die Terroristen indoktrinierten, so dass sie bereit waren, ihr eigenes Leben zu opfern, sind bis heute auf freiem Fuß. Sie werden in Pakistan gedeckt. Der überlebende Terrorist sagte aus:

„Sie haben uns immer wieder gesagt: Das ist der Dschihad. Es ist ein sehr ehrbarer und wagemutiger Job.“

Der damalige Ministerpräsident Pervez Musharraf antwortet in der Arte-Dokumentation auf eine Frage zur Terror-Organisation Laschkar-e taiba:

„Warum nennen Sie sie Terroristen? Ich nenne sie Mudschaheddin-Gotteskrieger. Laschkar-e taiba ist die beste Hilfsorganisation der Welt.“

In Pakistan steckt also offensichtlich von höchsten Regierungskreisen über die Armee und dem Geheimdienst bis zu Terror-Organisationen vieles unter einer Decke. Ausgerechnet an dieses Land wurden seit 9/11 von der westlichen Allianz 35 Milliarden Dollar gezahlt, da man hoffte, in Pakistan einen Verbündeten im Anti-Terror-Kampf zu haben. Dem ist ganz offensichtlich nicht so. Mit dem Geld wurde wohl eher der Terror finanziert. In der Arte-Dokumentation wird dies folgerichtig als ein „mörderisches Geschäftsmodell“ bezeichnet.

Der frühere CIA-Chef Michael Haydn stellt Pakistan als einen „Verbündeten aus der Hölle“ dar. Er bestätigt, dass dieses Land islamische Terrorgruppen unterstützt und sagt:

„Sie glauben, dass der Islam sie vereint“.

Diese Aussage eines langjährigen Geheimdienstchefs ist sehr bedeutungsvoll. Der Terror wird nie aufhören, wenn ihm nicht die ideologische Grundlage entzogen wird. Die Partei, bei der ich früher als Münchner Pressesprecher und im Integrationsausschuss mitarbeitete, die CSU, beschreibt es in ihrem Ende 2016 verabschiedeten Leitantrag erstaunlich deutlich:

„Der Politische Islam nutzt den Koran zur Legitimation von Gewalt und führt Kriege im Namen der Religion. Der Dschihad wird vom Politischen Islam zur Rechtfertigung und Verherrlichung von Gewalt benutzt.

Die Religion des Terrors ist der Politische Islam. Es gibt keine andere Ideologie, die den weltweiten Terror qualitativ wie quantitativ so prägt wie der Politische Islam. Durch ihn wird der islamistische Terror legitimiert und motiviert. Islamistische Terroristen rufen bei einem Anschlag „Allah ist groß“ und sehen sich als Märtyrer.

Deshalb ist es falsch zu sagen, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun. Überall, wo sich Terroristen auf den Koran berufen, wo der Islam für Gewalt missbraucht wird, wo muslimische Geistlichkeit Terror predigt, hat der Terror mit dem Politischen Islam zu tun. Wer den Zusammenhang von Politischem Islam und Terror nicht wahrnimmt, wird die weltweit agierende Ideologie der Gewalt nicht stoppen. Wer blauäugig die offensichtlichen Motive der Täter verneint, wird die Gewalt im Namen der Religion nicht beenden. Wer den Zusammenhang von Politischem Islam und Terror verneint, der hat den Kampf gegen den Terror schon verloren.“

Nun muss die CSU das in diesem Leitantrag erkannte nur noch politisch anpacken. Was sie bisher aus opportunistischen Gründen vermieden hat. Aber allzu lange können sich die „Christ-Sozialen“ nicht mehr verweigern. Der Druck der befreundeten Partei ÖVP aus Österreich unter Kanzler Sebastian Kurz wird immer größer. Dort arbeitet man, sogar in der Koalition mit den Grünen, am Verbot des Politischen Islams. Auch in Deutschland werden die Stimmen von immer mehr Politikern und Journalisten lauter, das Schweigen zur Bedrohung durch diesen Politischen Islam zu beenden. So war beispielsweise am 23. November in einem Gastkommentar in der BILD-Zeitung zu lesen:

„Europa muss dem Politischen Islam den Kampf ansagen“

Verfasser waren die Direktorin des Amerikanisch-Jüdischen Komittees in Europa und dessen Berliner Direktor. Es ist höchste Zeit, dass jetzt noch weitere jüdische und endlich auch christliche Organisationen ihr Schweigen beenden und sich an der Aufklärungsarbeit beteiligen. Das feige Wegducken trägt dazu bei, dass der Terror niemals aufhört und auch in Deutschland noch sehr viele Menschen sterben werden müssen. Wie Ralph Burkei.

Erst, wenn dem Terror endlich der ideologische Nährboden entzogen wird, besteht die Chance, das seit 1400 Jahren andauernde Töten zu beenden. Das Verbot des Politischen Islams ist unabdingbar.

Und es hilft überhaupt nicht weiter, wenn ständig gebetsmühlenhaft betont wird, dass so viele Moslems so friedlich sind. Ja klar, denn gottseidank beschäftigen sich viele nicht mit der Ideologie. Aber es sind genügend, die es tun und damit immenses Unheil über die Menschheit bringen und gebracht haben. Und damit muss endgültig Schluss sein. An diesem historisch unerhört wichtigen Vorhaben können sich übrigens alle wirklich friedlichen und demokratisch gesonnenen Moslems beteiligen. Wir reichen ihnen die Hand dazu.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Kritik am Politischen Islam muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: HU70117753795954288500000000, BIC: OTPVHUHB. Oder bei Patreon.




Video: 11. AfD-Bundesparteitag in Kalkar

Von ROBERT ANDERS | An diesem Wochenende findet der mit Spannung erwartete 11. Bundesparteitag der AfD in Kalkar statt (Livestream ab 10 Uhr auf afd.de und auf phoenix.de). Spannend ist das politische Ereignis nicht wegen der Corona-Zwänge und auch nicht wegen der hysterisch-einschüchternden Debatte der AfD-Feinde um ein mögliches Parteiverbot. Das sind nur, wenngleich lästige, Begleiterscheinungen der auf dem zweitägigen Parteitag anstehenden Debatte über den Weg, den die AfD in der Sozial- und Rentenpolitik einschlagen will.

Wer sich der dunklen Wolken bewusst ist, die keineswegs nur durch die Viruskrise über der Ökonomie der westlichen Demokratien und damit auch über Deutschland immer tiefer hängen, kann nicht verkennen, dass es bei diesem Thema um nicht weniger geht als um die Zukunft der Partei. Vereinfacht gesagt geht es darum, ob die AfD sich weiterhin als bürgerliche Reserve und als potentieller Koalitionspartner von Union und FDP verstehen will. Oder ob die Partei mit Blick auf eine sehr wahrscheinliche Zukunft eher in die Richtung geht, die Benedikt Kaiser in seinem gleichnamigen Buch „Solidarischer Patriotismus“  als Erfolg versprechend schildert (siehe auch sein aktueller Artikel auf sezession.de zum Thema).

Zwar steht in Kalkar weder die eine noch die andere Wegrichtung zur Entscheidung, dazu ist es auch noch zu früh.  Doch dass es einmal so weit sein wird und es dann auch zu einer inhaltlich-strategischen Spaltung der Sammelpartei AfD führen könnte, ist programmiert  durch die Veränderungen in Gesellschaft und Ökonomie, die in den kommenden Jahren dramatische Ausmaße annehmen dürften. Vorerst dürfte aber der Leitantrag des Vorstands zur Rententhematik eine Mehrheit finden, der einen Kompromiss zwischen den Parteilagern beinhaltet.

Die Folgen der Viruskrise, der Digitalisierung und die astronomisch hohe Staatsverschuldung werden unweigerlich Konsequenzen haben. Diese sind mit der Frage verbunden, wen sie am härtesten treffen werden, wen sie eher verschonen könnten und wer sogar von ihnen profitieren wird. Auf jeden Fall, diese Prognose ist nicht gewagt, wirft das mit aller Sprengkraft die sogenannte „Soziale Frage“ auf.

Kaiser hat sein Buch mit dem etwas provokativen Untertitel „Die soziale Frage von rechts“ versehen. Das wird denjenigen in der AfD gar nicht schmecken, die sich nicht als „Rechts“, sondern als bürgerlich-konservativ oder national-konservativ einstufen. Das sind auch jene Kräfte in der Partei, die auf eine Regenerierung jener sozialen Marktwirtschaft hoffen, der die Deutschen zweifellos ihren Massenwohlstand verdanken.

Zudem könnten die notwendigen Nachwahlen für den Bundesvorstand zeigen, welche innerparteilichen Folgen die Auseinandersetzungen um den Co-Bundesprecher Jörg Meuthen, der Maskenverweigerer auf dem Parteitag „ohne Ansehen der Person“ streng ahnden will, haben werden. Es kann sogar sein, wie Kenner der AfD vermuten, dass die Personaldiskussionen einmal mehr die inhaltlichen Debatten in den Hintergrund drängen. Es wird deshalb nicht unwesentlich sein, welche Delegierten den Weg nach Kalkar unter den erschwerten Corona-Bedingungen überhaupt antreten. Für Spannung ist auch in dieser Beziehung gesorgt.

Live-Restream des ersten Tages:




Eine AfD à la Meuthen wird keinen Blumentopf gewinnen

Jörg Meuthen, einer der beiden Bundessprecher der Alternative für Deutschland, nutzte den in Kalkar am Niederrhein stattfindenden Bundesparteitag dazu, seine parteiinternen Gegner heftig anzugreifen (Video hier).

Er warf Teilen seiner Partei eine zu große Nähe zu den „Querdenkern“ vor. Insbesondere kritisierte Meuthen, dass im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz von einem „Ermächtigungsgesetz“ gesprochen werde. Ebenso sei es falsch, von einer „Corona-Diktatur“ zu sprechen. Meuthen wörtlich:

„Wir leben in keiner Diktatur, sonst könnten wir diesen Parteitag wohl auch kaum abhalten“.

Diktaturen entstehen nicht auf Knopfdruck

Offenbar verkennt der AfD-Parteisprecher die Tatsache, dass Diktaturen nicht durch Knopfdruck von einem Tag auf den anderen eingeführt werden, sondern durch einen schleichenden Prozess. Aber vielleicht bekommt man in Brüssel nicht soviel von dem mit, was in Deutschland geschieht.

Alexander Gauland, einer der beiden Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Bundestag, rügte in einem Interview mit der ARD die Rede von Meuthen mit den Worten:

„Wir haben an sich einen Rentenparteitag, keinen AfD-Bashing-Parteitag“.

Offenbar will Meuthen die AfD zu einem Abklatsch der etablierten Parteien machen, um eine Beobachtung der gesamten Alternative für Deutschland durch den Verfassungsschutz zu verhindern. Einem Bericht der FAZ zufolge wirbt der Verfassungsschutz bereits Informanten in der AfD und ihrer Parteijugend an. Schon im Frühjahr soll angeblich die Partei bundesweit zum „Verdachtsfall“ erklärt werden.

Eine „gezähmte“ AfD, die brav alles mit abnickt, was an Corona-Maßnahmen beschlossen wird und in den Chor jener einstimmt, die die Querdenker als von Nazis unterwanderte Verschwörungstheoretiker hinstellen, wird jedoch bei der entsprechenden Zielgruppe der Wähler keinen Zuspruch finden.

An „Corona“ führt kein Weg vorbei

„Corona“ und die daraus resultierenden Zwangsmaßnahmen sind das Thema Nummer eins in diesem Land und das wird auch noch lange so bleiben. In der nasskalten Witterung, die uns in den kommenden Monaten bevorsteht, wird die Heilige Kuh, der Inzidenzwert, bundesweit trotz aller Zwangsmaßnahmen ansteigen, was zur Folge hat, dass man diese immer weiter verschärft, solange bis wir nur noch zum Arbeiten aus dem Haus dürfen und vielleicht nicht einmal mehr das. Zudem ist die Messe noch lange nicht gelesen, was „Lockerungen“ an Weihnachten und Silvester betrifft.

Deshalb ist zu erwarten, dass viele derjenigen, die bisher alles mitgemacht haben, ohne wirklich von der Sache überzeugt gewesen zu sein, ins Lager der Zwangsmaßnahmen-Kritiker überlaufen.

Gegenwärtig ist die AfD die einzige Partei, die sich klar und entschlossen gegen die meisten dieser Zwangsmaßnahmen stellt und diese beim Namen nennt: Corona-Diktatur.

Deshalb ist es nur folgerichtig, zu erwarten, dass jene, deren wirtschaftliche Existenz durch die Zwangsmaßnahmen gerade ruiniert wird; jene, die schulpflichtige Kinder haben, die unter dem Maskenzwang leiden; jene, die ihre betagten Eltern im Pflegeheim nur noch unter hohen Auflagen besuchen dürfen und jene, die trotz harter körperlicher Arbeit ebenfalls zum Tragen einer Maske gezwungen sind, trotz mancherlei Bedenken bei den kommenden Wahlen jene Partei wählen, die Abhilfe verspricht. Und das ist die AfD.

Die dritte große Chance für die AfD

Es ist daher nur folgerichtig, dass die Alternative für Deutschland und die Querdenker-Bewegung gemeinsam daran arbeiten, die Prävention in einem vernünftigen Rahmen zu betreiben. Die einen parlamentarisch, die anderen außerparlamentarisch. Nach dem „Euro“ und der Flüchtlingskrise ergibt sich nun die dritte große Chance für die AfD, weiter zu wachsen. Die Annäherung zu den Querdenkern wird den etablierten Parteien und deren Medien große Kopfschmerzen bereiten, und das ist gut so.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass Meuthen das anders sieht. Eine AfD à la Meuthen wird keinen Blumentopf gewinnen. Die Parteimitglieder, die an einem Erfolg interessiert sind, müssen sich fragen, ob Meuthen noch der Richtige für das Amt des Bundessprechers ist. (hsg)