"Gott" heißt der Film von Ferdinand von Schirach, der am Montag Abend in der ARD gezeigt wurde.

Von WOLFGANG HÜBNER | In der ARD-Sendung um das Thema Sterbehilfe am Montag kam in der Spielhandlung des Autors Ferdinand von Schirach auch Gott vor. Und das nicht nur im Vortrag des fiktiven katholischen Bischofs, der faszinierend von dem Schauspieler Ullrich Matthes dargestellt wurde. Auch der von Lars Eidinger verkörperte, spürbar linksliberale Anwalt eines sterbewilligen alten Mannes kam im Laufe der Handlung auf Gott zu sprechen, nämlich jenem, von dem es in der Präambel des Grundgesetzes ganz am Anfang heißt: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen….hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“

Was hat Gott in einem Menschenwerk zu suchen, das bindende Grundlage des Zusammenlebens eines Volkes ist? Und welcher Gott soll das überhaupt sein? Betrachten wir zuerst die letzte Frage. Als der Parlamentarische Rat am 23. Mai 1949 das Grundgesetz verkündete, bezog sich der Gott in der Präambel zweifellos auf den christlichen Gott. Aber auch als die Präambel 1990 durch den Einigungsvertrag neu formuliert wurde, blieb Gott in der Präambel erhalten. Und der Bezug auf den christlichen Gott wurde damals noch nicht  ernsthaft bestritten. Seinerzeit war der Islam in Deutschland noch keine Macht. Inzwischen  sind die nichtislamischen Deutschen ein weitgehend gottesfernes, gottloses und in Teilen auch gottesfeindliches Volk geworden.

Nichts dokumentiert diesen Befund übrigens eindrucksvoller als die Reaktion auf die Virusgefahr. Da wo das Leben – auch mit Maske und Abstand vom Nächsten – als  allerhöchstes aller Güter gilt, kann Gott, der bekanntlich das Sterben nicht verhindert, keine Bedeutung und Macht mehr behaupten. Womit wir bei der oben genannten zweiten Frage sind, also der, was Gott überhaupt noch im Grundgesetz zu suchen hat. Der Anwalt in der ARD-Spielhandlung erkennt in dem Gottesbezug der Präambel jedenfalls nur eine symbolische Floskel, die irgendwie zur Demut verpflichten soll. Damit jedoch unternimmt er faktisch den Versuch, Gott aus dem Grundgesetz zu verbannen.

Das ist aus der Sicht des linksliberalen Anwalts nur logisch, denn er kann mit Gott nichts (mehr) anfangen: Gott stört nur in einem reinen Menschenwerk. Denn der neue Gott ist der freie, selbst entscheidende, selbstbestimmte Mensch. Und genau das soll der moderne Mensch unserer Zeit ja sein. Doch wo der Mensch sich vergöttlicht, da ist auch kein Platz mehr für Demut.  Denn vor was müsste ein Gott auch Demut empfinden oder zeigen? Der Anwalt sollte also konsequent für die ersatzlose Streichung des Gottesbezugs in der Präambel eintreten. Dazu bedarf es entsprechender politischer Mehrheiten, die ja längst durchaus möglich erscheinen. Jedoch wäre die Formierung einer solchen Mehrheit  mit Diskussionen verbunden, die von den meisten Parteien schon aus Gründen des politischen Opportunismus wie auch mangelnder geistiger Orientierung und Potenz gescheut werden.

Weit bequemer ist es, den Gottesbezug unbeachtet und folgenlos in der Präambel stehen zu lassen. Nur deshalb befindet sich das „Deutsche Volk“ noch immer auf dem Papier „im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott“ – also nicht nur vor „den Menschen“.  Wer aber tatsächlich Verantwortung vor Gott auf sich nimmt, der kann und darf den Menschen nicht vergöttlichen. Damit sind menschlicher Allmacht Grenzen gesetzt. Diese können nicht ohne die Verursachung unmenschlicher Folgen überschritten werden. Wo das trotzdem geschah und geschieht, waren und sind die Konsequenzen stets negativ, ja katastrophal.

Die Verfasser des Grundgesetzes haben das 1949 noch sehr gut gewusst, weil selbst erfahren. Die heutigen Ignoranten des Gottesbezuges in der Präambel, gewiss die große Mehrheit im Merkel-Deutschland, wollen es nicht mehr wissen. Die Folgen werden nicht ausbleiben. Der Mangel an Demut und der Überfluss an Kleinmut sind schon heute die gefährlichsten geistigen Pandemien unserer Zeit.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.

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106 KOMMENTARE

  1. Ich habe lange an Gott geglaubt. Gezweifelt ja, aber wieder geglaubt. Immer wieder ging das Spiel hin und her, was waren schon die Alternativen- Die Juden dürfen ihren Gott nicht mal beim Namen nennen, Manitou trägt Jack Wolfskin, die Musels jagen sich Reihenweise in die Luft, im Glauben an 79 Jungfrauen, nicht wissend, dass es dort nur 72 für Alle gibt. Unrealistisch, dass die noch alle Jungfrauen sind.
    Meine Augen wurden 2015 dank eines Erzengels geöffnet. Da wurde mir klar, dass Gott eine Erfindung der Unterdrücker ist. Um das dumme Volk in Zaum zu halten. Gäbe es einen Gott, er hätte es nicht zugelassen, was wir hier jeden Tag erfahren müssen.

  2. Bedikt XVI. im Deutschen Bundestag: „Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.

    Berlin, Reichstag, am 22. Sept. 2011:

    Papst Benedikt XVI. betonte in seiner Rede im Bundestag die Verantwortung eines jeden Politikers für Gerechtigkeit und Frieden. „Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein“, sagte der Papst vor den Abgeordneten im Reichstag. Die Politik müsse stets das „Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen“. Der Erfolg sei dem Maßstab der Gerechtigkeit und dem Willen zum Recht untergeordnet.

    Leere Reihen und Proteste

    Der Auftritt des Papstes im Bundestag war umstritten. Dutzende Abgeordnete blieben der Rede fern. Nur 28 der 76 Plätze der Linksfraktion waren am Donnerstag besetzt. Damit boykottierten noch deutlich mehr Linke als erwartet die Sondersitzung. Die meisten anwesenden Abgeordneten der Linksfraktion trugen rote Aids-Schleifen.
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-09/papst-rede-bundestag

    Bei SPD und Grünen waren die Reihen dagegen relativ dicht besetzt. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele verließ nach den ersten Sätzen von Papst Benedikt XVI. den Plenarsaal. Von Union und FDP waren mit Ausnahme einzelner Fraktionsmitglieder, die entschuldigt fehlten, alle Abgeordneten anwesend.

    Hier weiter in der Rede:
    https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/benedict/rede-250244

    Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen – vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Dem Herrn Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat. In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiß auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt…“

    ER schließt – mit BIBEL-Bezug aus dem AT:
    “ Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“

    Vielleicht sollte unser PoltikerInnen die christliche Ethik wieder beherzigen – es schadet nicht.

  3. OT: Neunzehnhundertvierundachtzig (s. oben):
    “ Um das dumme Volk in Zaum zu halten. Gäbe es einen Gott, er hätte es nicht zugelassen, was wir hier jeden Tag erfahren müssen.“

    GOTT gibt uns die FRREIHEIT zu handeln: „so oder so…“
    Wie langweilig wäre doch sonst die Welt !

  4. In früheren Religionen (griechisch, römisch, nordisch) gab es immerhin schon eine Frauenquote, die in den heutigen Weltreligionen fehlt (unfaßbar) 🙂
    . Allerdings gab’s auch damals keine weiteren 65 Geschlechter.

  5. Das Problem ist aus meiner Sicht: Für mich als Erwachsenen ist Gott nicht notwendig. Gott ist der kategorische Imperativ die 10 Gebote, die Bibel, das formal nicht begründbare Ethische für das Abtreibung natürlich Sünde bleibt, auch wenn man die Ausnahmen verstehen kann.
    Kurz Gott ist die Voraussetzung für den Rechtsstaat, die der Rechtsstaat selbst nicht schaffen kann

    Nur wo habe ich das her? Da liegt das Problem; ich habe das wohl auch noch vom lieben Gott, denn ich bin (obwohl vielleicht mit 8 schon nicht gläubig,mit 13 bewußt nicht mehr, also vor der Konfirmation) mit dem lieben Gott groß geworden.

    Also man muß eventuell mit dem lieben Gott groß werden um seine Gesetze zu verinnerlichen, auch wenn man ihn ansonsten ad acta legt.
    Das war mir schon lange vor PI klar, dass das ein Problem ist. Also Kinder brauchen den lieben Gott, aber wenn denen den keiner mehr vermittelt dann ist das eben das Ende. Ja und so kommt es ja auch.

    Das Unheil ist also eventuell auf einer ganz fundamentalen Ebene nicht abwendbar gewesen. Künstlich kann man mich zum lieben Gott njcht zurück bringen. Obwohl ich alle Werte teile, um ihm zu 100% die Treue zu halten.
    Aber das nutzt nichts, wenn es Niemand gibt der ihn den Kindern vermitteln kann. So gehen eben Zivilisationen unter.
    Der Islam hat sich dagegen geschützt. Ob er ewig hält wird sich zeigen, aber das werden wir ja nicht erfahren.

  6. Unsere christliche Tradition hat uns Werte überbracht,die sich in den Gesetzen wiederfinden und für ein gewaltfreies,gleichberechtigtes Leben in diesem Land wichtig sind.Wer christliche Tradition wegschmeißt geht das Risiko ein,daß hier z.B. der Islam die entstandene Leere füllt.
    Dann gnade uns Gott,unser Gott!

  7. seegurke 24. November 2020 at 21:09
    Unsere christliche Tradition hat uns Werte überbracht,die sich in den Gesetzen wiederfinden und für ein gewaltfreies,gleichberechtigtes Leben in diesem Land wichtig sind.Wer christliche Tradition wegschmeißt geht das Risiko ein,daß hier z.B. der Islam die entstandene Leere füllt.
    ———————————-
    Ode auf die Christlich Demokratische Union? Christlich Soziale Union? Geht’s die Instrumentalisierung des Glaubens noch transparenter? Wenigstens die Sozen haben dieses Betrugsprefix aus ihrem Parteinamen rausgehalten.

  8. Um es etwas kürzer zu machen: Erwachsene brauchen den lieben Gott nicht. Aber Kinder brauchen ihn. Wenn es aber keine Erwachsenen gibt die an ihn glauben, dann kann man ihn Kindern schwer vermitteln. Obwohl für meine Generation noch ging. Aber es werden immer weniger die ihn Kinder vermitteln. Und damit ist es verloren. Weltlich kann man Kindern die Werte nicht vermitteln.

  9. Herr Hübner, endlich auch mal was, woran es sich reiben läßt!
    Gott hat m.E. in einer Verfassung (!) nichts verloren. Und Demut ist mitnichten eine genuin christliche Tugend, sondern eine sokratische. Der Satz „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“ steht dafür.

    Ich erinnere äußerst gut den Anstrengungen der Frau Merkel und des Herrn Barroso, Gott in eine damals geplante europäische Verfassung einzubauen. Mit einem Stoßseufzer der Erleichterung nahm ich zur Kenntnis, dass daraus nichts wurde.

    Nochmals: Die Existenz eines Gottes ist n-i-c-h-t Grundlage menschlicher Demut. Und ja, Demut (Nicht zu verwechseln mit Devotion!) ist, in der Tat, eine Tugend.

  10. Das Grundgesetz funktioniert auch ohne Gott. Das Grundgesetz funktioniert nicht, wenn Politiker es entführen, missbrauchen, und gegen das Volk halten. Die Logik des Grundgesetzes ohne Gott Passagen ist vollkommen ausreichend, um das Land vor falschen Missionaren egal mit welchem religiösen Hintergrund zu schützen. Man denke an die Kreuzzüge zum Gefallen Gottes, bis in die Anden wurden Menschen umgekrempelt, verschleppt, ausgebeutet, massakriert. Was ist das für ein Buch? Es besser machen heisst ohne Gott regieren.

  11. @INGRES 24. November 2020 at 21:03
    „Nur wo habe ich das her? Da liegt das Problem; ich habe das wohl auch noch vom lieben Gott, denn ich bin (obwohl vielleicht mit 8 schon nicht gläubig,mit 13 bewußt nicht mehr, also vor der Konfirmation) mit dem lieben Gott groß geworden.“
    ++++++++++
    Bei mir, da Eltern katholisch, war es der Tag der Firmung.

    „Also man muß eventuell mit dem lieben Gott groß werden um seine Gesetze zu verinnerlichen, auch wenn man ihn ansonsten ad acta legt. … Also Kinder brauchen den lieben Gott …“
    ++++++++++
    An dieser Stelle bin ich sogar geneigt, Ihnen zuzustimmen. Gott als eine Allmachtsinstanz, an der man sich reibt, um erwachsen, selbstverantwortlich zu werden. Ich vermute, bei allen Menschen ist der gemäße Zeitpunkt der Infragestellung einer Gottesinstanz die Pubertät bzw. deren Verlauf.

  12. „Der Mangel an Demut und der Überfluss an Kleinmut sind schon heute die gefährlichsten geistigen Pandemien unserer Zeit.“

    Demut – damit verschreckt man vor allem Narzissten, die mit einer demütigen Einstellung nicht viel anfangen können. Sie lassen sich in ihrem Stolz leicht blenden und unterschätzen diese Eigenschaft, die nichts mit Unterwerfung oder Demütigung zu tun hat.
    Wenn man sich in der politischen Altparteien-Szene so umschaut, kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass nicht wenige dieser Akteure am NPS-Syndrom leiden. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus.

  13. „Wer aber tatsächlich Verantwortung vor Gott auf sich nimmt, der kann und darf den Menschen nicht vergöttlichen. Damit sind menschlicher Allmacht Grenzen gesetzt.“ Wie wahr! Leider waren in den vergangenen Jahren zuviele Politiker an der Macht, die es an einer Haltung der Demut völlig fehlen ließen, schon in ihrer äußeren Haltung, aber wie viele Menschen folgen diesen Typen blind, auch dann, wenn sie nachgewiesermaßen skrupellos lügen und die Menschen aufhetzen? In den USA muss einer von diesen gerade abtreten, in vielen Autokratien ist diese Art aber immer noch an der Macht, z.B. in der Türkei. Genau solchen Verhältnissen wollte unser Grundgesetz wehren.
    Was der Film „Gott“ im übrigen gezeigt hat ist, wozu es führt, wenn alles, insbesondere die Beziehungen zu den Mitmenschen und den Mitgeschöpfen- ohne Gott! – dem Nützlichkeitsdenken unterworfen wird: Zu einem rücksichtslosen, missbräuchlichen Freiheitsbegriff nämlich.

  14. Augustinus vergleicht den Staat mit einer Räuberbande – ist diese schlecht oder etwa gut ?

    In einem Zitat aus seinem Werk „De civitate Dei“, vergleicht Aurelius Augustinus eine Räuberbande mit dem Staat bzw. umgekehrt. Er behauptet, man könnte eine Räuberbande mit einem kleinen Reich gleichstellen, da sie aus Menschen besteht ,von einem Herrscher regiert wird, von einem Gesellschaftsvertrag zusammengehalten wird, und die Beute nach vorher getroffener Übereinkunft geteilt wird.

    http://www.schule.suedtirol.it/rg-bx/projekte/phil-olymp/Landesr/essay06-7.htm

    Mit dieser Aussage hat er offensichtlich doch Recht! Ein Staat besteht aus einer Bevölkerung (im Zitat: die Schar der Menschen), bei manchen Staatsformen ist ein einziger Mensch da, der herrscht, wie zum Beispiel der König, den meisten Staaten liegt eine Verfassung oder zumindest Gesetze zugrunde (Gesellschaftsverträge), zuerst werden Gesetze verabschiedet, dann werden sie angewandt (es wird nach einer vorher getroffenen Übereinkunft gehandelt).

    Es ist jedoch nicht ganz klar, ob die Räuberbande nun Wert ist, nachgeahmt zu werden oder nicht, ob sie einen idealen Staat darstellt oder einen Staat, gegenüber den man Abneigung zeigen soll.

    In der Erklärung des Zitates habe ich absichtlich betont, dass Augustinuns sowohl einen Staat mit einer Räuberbande vergleicht, als auch, dass er eine Räuberbande mit einem Staat vergleicht. Dies macht bei ihm einen großen Unterscheid aus. Man kann nämlich nicht deutlich herauslesen, wie die Räuberbande wirklich bewertet werden kann.

    Zunächst vergleicht er einen ungerechten Staat mit einer Räuberbande. Also ist die Räuberbande eine ungerechte „Staatsform“. Dann aber, im zweiten Satz, wird die Räuberbande mit einem Reich verglichen. Diesem Reich schreibt er aber keine Attribute zu. Man weiß nicht ob er gerecht oder ungerecht ist.

    Der erste Satz scheint nämlich paradox zum restlichen Text. Es scheint! Ob es wirklich so ist, dass muss zuerst überprüft werden. Wieso scheint es aber paradox? Er behauptet zunächst, in der Räuberbande gehe es ungerecht zu. Sobald er aber die Ähnlichkeiten mit dem Staat aufzählt, so scheinen (scheinen!), Merkmale eines gerechten Staates zu sein: das drücken vor allem der Gesellschaftsvertrag und die Verteilung der Beute, die aufgrund bereits ausgemachter Kriterien, erfolgt.

    Um aber mit Sicherheit ausdrücken zu können, ob es sich um ein gerechtes oder ungerechtes Reich handelt, ob der erste Satz zum restlichen Text paradox ist, müssen wir die beschriebene Staatsform genau untersuchen….“

    Kant hat auch von einer Räuberbande gesprochen, und zwar hat er behauptet, jeder Mensch besitze eine Vernunft, die ihm sagt, was gut und was schlecht ist. Darum könnten auch Räuberbanden gut zusammenleben, wie in einem Staat. Nach Kants Aussage würde also Augustinus’ Räuberbande eine gute Form von Zusammenleben sein, eben schon darum, weil sie eine Räuberbande ist, und sich im Inneren logischerweise richtig konstruiert.

    Hegel war anderer Meinung als Kant, und hat behauptet, in jedem Staat bräuchte man Gesetze. Man bräuchte eine Verfassung, die von den Bürgern aufgestellt wird, damit alle zufrieden sind und sich alle freiwillig daran halten. Die Räuberbande des Zitates hat einen Gesellschaftsvertrag und die Beute wird so aufgeteilt, wie im Vornherein ausgemacht worden ist. Also wieder eine Begründung, dass die Räuberbande kein schlechtes Reich ist.

    Jan-Jacques Russeau hat auch den „Contrat Social“ plädiert. Nichts anders als den Gesellschaftsertrag der behandelten Räuberbande.

    Wer sagt uns übrigens, dass eine Räuberbande wirklich schlecht ist. Der Staat hat vorgegeben, was man tun soll und was man nicht tun soll. Wenn aber die Räuberbande richtig liegt und der Staat falsch, so ist es eigentlich nur eine subjektive Annahme, dass eine Bande von Räubern schlecht ist. Die emotionale Annahme, von der wir gestartet sind, kann also widerlegt werden. Die Räuberbande kann also mit gleicher Wahrscheinlichkeit ein gutes Reich als auch ein schlechtes Reich sein. Die Antwort hängt dabei nicht von der Räuberbande selbst hat, sondern von der Staatsform, die sie vertritt.

    KANTS philosophischen Ergüsse – recht ungewohnt im Zeitalter heutiger Momnetaufnahmen:

    „Was ist, wann es also eine Führung braucht, und möglichst viele damit zufrieden sein sollen? Dann sollen die Menschen entscheiden, wer sie führen soll. Die Mehrheit gewinnt, also ist auch die Mehrheit zufrieden. Diese Staatsform ist eindeutig die Demokratie! Jedoch, die utopische Demokratie. Eine utopische Demokratie ist eine Demokratie, in der die Bevölkerung alleine auf die Führung (die aus mehreren Personen besteht) einen Einfluss hat, nicht wie heute, wo die Konzerne mehr zu sagen haben als die Bevölkerung.

    Eine utopische Demokratie ist eine Demokratie, in der das Volk genau weiß, was auf ihn zukommen wird, in der alles was irgendwie mit dem Staat in Beziehung steht für die Bevölkerung transparent ist. Das ist aber leider nicht immer so. Nicht umsonst setzen sich Wittgestein und Russel so sehr dafür ein, dass die Sprache der Wissenschaft so übersetzt wird, dass sie mit Alltagsbegriffen ausgedrückt werden kann, damit dem Volk gesagt werden kann, was in der Wissenschaft geschieht, und damit es weis was auf es zukommt. Wir wissen aber, dass diese beiden Philosophen in diesem Versuch gescheitert sind und alles nur utopisch bleibt.

    In der Demokratie ist immerhin die Staatsform, in der die relative Gerechtigkeit am größten ist, und die Kluft zwischen subjektiver und objektiver Gerechtigkeit am kleinsten ist.

    Aus diesen Überlegungen lässt sich nun manches schließen. Die Monarchie ist eine der ungerechtesten Staatsformen und somit auch die Räuberbande. Also ist der Staat, der mit einer Räuberbande verglichen wird ein sehr ungerechter Staat und nicht wünschenswert.

    Es hat sich aber auch klar herausgestellt, dass keine Staatsform eindeutig gerecht sein kann, auch weil es nicht nur eine Gerechtigkeit gibt….

  15. Ich danke Gott für seine Liebe und Gnade,
    ich danke für die Gaben, die er uns schenkt.
    Ich danke für den Geist und die Freiheit und für sein Erbarmen.
    Ich danke für die Hilfe und den Schutz.

    Aber wenn das hier so weiter geht,
    werde ich mal Thor bitten,
    mir seinen Hammer zu leihen.

  16. Blue02 24. November 2020 at 21:22
    @INGRES 24. November 2020 at 21:03
    An dieser Stelle bin ich sogar geneigt, Ihnen zuzustimmen. Gott als eine Allmachtsinstanz, an der man sich reibt, um erwachsen, selbstverantwortlich zu werden. Ich vermute, bei allen Menschen ist der gemäße Zeitpunkt der Infragestellung einer Gottesinstanz die Pubertät bzw. deren Verlauf.
    ————————–
    Das ganze funktioniert, so lange man seinen Gott über andere stellt. Was aber ist mit dem Islam und dessen ähnlicher Vorzüge, die aufrichtig von den Gläubigen verinnerlicht werden?
    Ich glaube, aber dazu brauche ich keine Institution. Die primitivsten Völker können ohne Bücher ganz abstrakt an Gott o. Götter glauben, oder an ihre Toten, was nicht weniger wert ist als das, was der Vatikan für sich beansprucht.
    Sobald eine Schrift den Menschen vorgibt, was Frauen zu tragen haben, wo Männer sich was abzuschneiden haben, hört es für mich auf. Da schon fängt die Manipulation an. Glaube ist älter als die Bibel. Und älter als der Koran allemal.

  17. Psalm 100,4: „Tretet mit Dank in seine Tore ein! Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels.“
    Lukasevangelium, Jesus zu seinen Jüngern: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“
    Johannes 18.36, Jesus : „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

    Es ist die „innere Ausrichtung“, die einen Gott erkennen bzw. erfahren läßt und wer eine Ausrichtung jenseits materieller Werte lebt, der findet eine Beziehung, wie sie im „Hohen Lied der Liebe“ als Verheißung für die Stunde des Todes verstanden werden kann.

    Mit anderen Worten, es gibt nur ein Gottesgesetz: Liebe Gott und dann tu‘ was Du willst.

  18. @Eurabier 24. November 2020 at 21:38
    „Gott ist tot“
    – Nietzsche, 1883
    +++

    Das ganze Zitat:

    „Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“

  19. „Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.“
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 bis 1881)

    So, jetzt wissen wir wenigstens warum wir Deutschen in ein Jahren ein islamischer Staat sind und die Polen nicht.

  20. Schlussanmerkung zu AUGUSTINUS … in seiner Schlussfolgerung: Staat -eine Räuberbande ode nicht ?

    „Wenn wir also auf Augustinus’ Zitat zurückgreifen, so müssen wir behaupten, dass alle Staaten Räuberbanden sind. Ist unsere Aussage berechtigt? Wir haben eine a priorische Schlussfolgerung gezogen, wie schaut das aber empirisch, also a posteriori in der Praxis aus?

    Wenn wir unsere Staaten untersuchen, so müssen wir mit Entsetzen feststellen, dass es sich wirklich um Räuberbanden handelt.

    Erfahren wir nicht in der jetzigen Legislatur, die hoffentlich mit ihrem Ende dem Staat eine andere Richtung gibt, dass die Armen immer ärmer werden und dass die Reichen unterstützt werden? Ist das nicht Betrug und Diebstahl?

    Unsere Staaten sind Räuberbanden und wir sind Teile davon, weil wir mitschwimmen, weil wir nicht selber nachdenken, weil wir nicht den Mut haben, uns dem Räuberhauptmann (der durch mehrere Personen verkörpert ist, sodass der monarchische Charakter versteckt wird) zu widersetzen, und es vielleicht auch nichts bringen würde, weil wir uns von ihm beeinflussen lassen.

    Wer soll uns aber verhaften? Unser Idee von Gerechtigkeit? Wenn wir uns von dieser verhaften lassen, so wird uns das Leben so unangenehm, dass wir lieber Schopenhauers Rat folgen.

    Darum, wir müssen lernen mit unserem Räuberdasein zu leben, und möglichst das Beste daraus zu machen, indem wir versuchen, trotz unserer Räuberbestimmung, menschliche, moralische Räuber zu sein.

    FAZIT: nach wie beschämt guckt man auf „seinen STAAT“ !

  21. Schon im Römischen Reich konnte man den Freitod wählen.
    Man musste sich vor einem Gericht erklären und bekam das Urteil.

    Herr Gesundheitsminister Spahn hat von höchster Stelle, dem Verfassungsgericht ein Urteil bekommen und Blockiert dieses konsequent über das Gesundheitsministerium.

    Ein weitere Indiz für dessen verfassungsfeindliche Haltung und faschistisch gedankengut eines Kleinherrschers.

    Die demokratischen Instanzen werden ignoriert wenn es einem nicht passt.
    Alles wird mobilisiert, auch Medien und sonstige Radikalität, wenn es den eigen willen stütz.

    Dieses zieht sich durch das Politische System und sein Vasallen.

    Sie Herr Minister und andere haben nicht darüber zu entscheiden, was der Einzelne, im selbstbestimmten Willen wünscht.

  22. Alle Religionen (teils religiös getarnte Ideologien) – da von Menschen gemacht – sind fehlbar (allerdings mit erheblichen Unterschieden).

    Selbst bin ich kein Religionspraktiker, kein eingeschriebener Christ mehr – allerdings schätze ich verschiedene christliche Traditionen und Werte sehr, soweit sie als Kulturpool in der Zivilisation hohe Bedeutung besitzen.

    Unvermeidlich, dass ich mir im Laufe von Jahrzehnten Eindrücke von allen Religionen beschaffte, denn als Naturwissenschaftler ist man generell neugierig und hat in „Glaubensfragen“ erhebliche Probleme – mit entsprechendem Klärungsbedarf.

    Wenn man sich Religionen ansieht, so sind es zumeist MÄNNER-Religionen.
    Jede Religion, mit Ausnahme des Hinduismus und der japanischen Naturreligion Shintoismus, beginnt mit auserwählten MÄNNERN. Geschichtlich zwar erklärbar, aber aus unserer heutigen (aufgeklärten) Sicht der Gleichberechtigung von Mann und Frau durchaus delikat zu beurteilen – und auch mit einem fetten Glaubwürdigkeits-Fragezeichen zu versehen.

    Selbstverständlich ist „Gott“ überall männlich. Geschichtlich auch unvorstellbar, dass die MÄNNER-Religionen eine Frau als Gott auserkoren hätten.

    Worauf ich hinaus will, das ist Folgendes:

    Der Mensch als „gescheiter“ Menschenaffe müsste in der Lage sein, durch seine evolutionär erworbene Vernunft zu erkennen, dass irgendetwas an diesen teils sehr diffusen „Glaubensdingen“ nicht stimmt.

    Da der Mensch typischerweise in seinem Innersten „nach Gott“ (oder nach der Schöpfungsursache) sucht bzw. nach dem Ursprung des Lebens und nach dem, was nach dem Ableben kommen könnte,
    wäre zur Befriedigung der Gottgläubigen eigentlich sinnvoll und wünschenswert, wenn sich alle Religionen als eine friedliche Einheit zusammentun würden.

    Dass dies nicht geschieht und nie geschehen wird, beweist wiederum, dass die Vernunft der Masse Mensch gegen Null tendiert.

    Streng genommen gehört „Gott“ m. E. nicht in eine weltliche Verfassung.

    Aber:
    Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass eine Verfassung*) sich z. B. auf einige kultivierte Grundsätze christlich-jüdischer (europäischer) Tradition – unter unbedingter Einbeziehung der Gleichberechtigung von Mann und Frau – beruft.

    *) das Grundgesetz ist eigentlich nur eine Übergangsstufe zu einer endgültigen Verfassung.

  23. Aus der ARDmediathek.de – eine Audiobeitrag… uns ALLEN etwas zum Nachdenken über GOTT und die WELT…. und unser sicheres ENDE…. das bei ALLEN kommt … eher oder später – gut, dass wir den Zeitpunkt je kennen.

    Zum AUDIOBEITRAG: … auch die Angst verlieren zu können, wenn es zu Ende geht.

    https://www.ardmediathek.de/hr/video/die-ratgeber/nahtoderfahrungen-wenn-sich-das-leben-schlagartig-aendert/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMDAzMzM/

    „Forscher schätzen, dass rund vier bis fünf Prozent der Deutschen, zumindest einmal in ihrem Leben eine Nahtoderfahrung gemacht haben, zum Beispiel bei einem Herzstillstand, einer schwierigen Geburt oder nach einem schweren Unfall. Betroffene berichten danach häufig von Lichterscheinungen, Glücksgefühlen oder „Out-of-Body-Erfahrungen“ und krempeln anschließend nicht selten ihr ganzes Leben um.

    Aus Angst, nicht ernst genommen zu werden, trauen sich viele auch nicht, darüber zu sprechen. Doch zu den Nahtod-Erlebnissen gibt es nicht nur religiöse oder esoterische, sondern auch wissenschaftliche Erklärungen.

    FAZIT: „Eine Nahtoderfahrung (NTE) ist eine spirituelle Erfahrung, die prinzipiell auch bei Personen entstehen kann, die nicht dem Tode nah sind. … Allerdings: Menschen, die dem eigenen Tod nahe sind, erleben das Phänomen stärker. Es ist möglich, dass alle Menschen eine NTE haben, wenn sie die Schwelle zum Tod überschreiten….“

  24. Neunzehnhundertvierundachtzig 24. November 2020 at 21:46

    Das ist natürlich humanistisch richtig gedacht. Aber dieses Denken, dass aus dem Christentum entstanden ist war gleichzeitig das Grab des Christentums. Alle anderen Religionen und die orthodoxen Richtungen haben sich gehalten. Die Transformation des Christentums zum Humanismus war aber der Untergang dieses Zweiges.
    Der Humanismus ist ohne das Christentum haltlos. Nicht jeder einzelne Humanist, aber der Humanismus insgesamt. Ethik kann Kindern nicht rein weltlich vermittelt werden. Außer sie wird in die Kinder wie im Islam hineingeprügelt, das geht dann quasi weltlich durh Erziehung zum Hass und zur Überlegenheit.
    Das Christentum ist frei von den Fragwürdigkeiten des Islam und des Judentums, aber hat sich deswegen in dieser Variante auch abgeschafft.

  25. Demut und Bescheidenheit sind und abhanden gekommen. Ebenso wie Pluralität und Dialektik. Übrig bleibt ein geistiges Armenviertel.

    🖤

  26. @Bedenke 24. November 2020 at 22:02

    Vorsicht. Spahn will eure Organe kostenlos bekommen. Wer sich umbringt, wird noch ausgeweidet.

  27. an Neunzehnhundertvierundachtzig: „Gäbe es einen Gott, er hätte es nicht zugelassen, was wir hier jeden Tag erfahren müssen.“
    Falsch! Gott ist keine Feuerwehr, die kommt, wenn man sie ruft. Er ist auch kein Blödmann, der sich von den Menschen verunglimpfen und in den Hintern treten läßt, und dann einem auch noch nett über den Kopf streicht.
    Das, was wir heute um uns herum sehen, geschah einzig und allein nach unserem Willen. Wir haben das zugelassen; entweder, daß wir diejenigen, die uns schaden gewählt haben, oder uns die Poltik egal war.
    Wer ist denn heute noch bereit, sich an die göttlichen Gebote zu halten? Wer verweigert sich dem Konsum am Sonntag, dem Tag der Ruhe? Wer beschäftigt sich noch mit Gottes Wort? Und vor allem: Wer ist überhaupt noch dankbar für das, was er hat?
    Gott hat uns den freien Willen gelassen, Ihm zu dienen oder nicht. Wir können unser Leben selbst gestalten. Was wir aber nicht können ist, uns die Konsequenzen unseres Tuns aussuchen. Die erleben wir jetzt gerade. Anstatt also Gott vorzuwerfen, warum Er das Böse zuläßt, sollten wir uns bemühen, es dadurch zu bekämpfen, daß wir zu besseren Menschen werden.

  28. „Gott ist tot“
    – Nietzsche, 1883
    —————————-
    „Nietzsche ist tot“
    – Gott, 1900
    ——————————
    „Gott ist tot“
    – Nietzsche, 1883

    „Nietzsche ist tot“
    – Gott, 1900
    Eurabier 24. November 2020 at 21:38

  29. FAKT / MDR soeben mit Beitraegen zu
    Coronamasken-Gener-Eltern und ihrer poesen „Naehe“ ™ zu Corona-infobustour
    und den genetisch-bedingten Serienstraftaetern und H4 beziehenden remmos

  30. Tessa Lonicher 24. November 2020 at 22:09
    an Neunzehnhundertvierundachtzig: „Gäbe es einen Gott, er hätte es nicht zugelassen, was wir hier jeden Tag erfahren müssen.“
    Falsch! Gott ist keine Feuerwehr, die kommt, wenn man sie ruft.
    ———————————————————–
    Ist natürlich richtig was Sie schreiben, war von mir eher im Zusammenhang mit dem Thema des P.I. Artikels provokant gemeint. Denn wie Sie schreiben, ist Gott neutral. Aus diesem Grunde darf ihn auch keine Partei für sich instrumentalisieren, wie des die „Christlichen“ Parteien tun. Wie fadenscheinig deren „Bekenntnis“ ist, zeigt sich doch an dem berühmten Ausspruch eines BP „der Islam gehört zu Deutschland“, was ja dann auch von der Pfarrerstochter so bestätigt wurde. Ich brauche keine christliche Partei die mir in den Rücken fällt und behauptet, der Islam gehöre zu Deutschland. Christentum und Politik haben Jesus schon gleich mal sein Leben gekostet.

  31. Grippchen-News

    Benötigte Urnen für angebliche Corona-Tote heute laut worldometer und die wahren Todesursachen:

    Russland 491 – Russischer Wodka ⚱️
    Polen 540 – Polnischer Wodka ⚱️
    Italien 853 – Tod durch Bunga Bunga bei Berlusconi-Party ⚱️
    Frankreich 592 – im Altersheim vergessen und verhungert ⚱️
    Brits 608 – Selbstmorde wegen Pfundschwäche nach Brexit ⚱️
    Spanien 537 – Feier-Biester nach 6:0 gegen Dodo-Mannschaft ⚱️
    Ukraine 188 – wollten über die Biden-Family aussagen ⚱️
    Tschechien 123 – Massengrab aus II. Weltkrieg gefunden ⚱️
    Rumänien 168 – von Bären gerissen ⚱️
    Niederlande 90 – bekifft beim Radfahren in Grachten gestürzt ⚱️
    Iran 483 – irgendwas mit Baukran, Hochhaus oder Steinen ⚱️
    Tunesien 73 – Sprengstoffgürtel jetzt fäääääh … Kaboum ⚱️
    Süd-Afrika 115 – von Kokospalme auf die Nuss gefallen ⚱️
    Mexico 250 – Plata o Plomo – Silber oder Blei ⚱️
    Türkei 161 – Ehre von Familie gerettet ⚱️

    Dodo-Schland 354* – darf man nicht sagen 🗡️

    * evtl. noch nicht endgültig

  32. Meine persönliche Sichtweise ist (abseits meines kath. Kindheitsglaubens) naturwissenschaftlich geprägt – wie ich oben bereits erwähnte.

    Das Universum betrachte ich als eine höhere Wesensheit, als einen „Universum-Organismus“, den ich mit meinem begrenzten irdischen Gehirn nicht erklären/begreifen kann.

    Vielleicht kann man diesen „Universum-Organismus“ auch „Gott“ nennen, aber dieser „Gott“ hat eine solche Kapazität, die wir niemals als erdgebundene Wesen begreifen können.

    Um es noch drastischer auszudrücken:
    Vielleicht ist „Gott“ sowas wie eine universale biologisch-physikalische „Formel“ – die wir aber (vornehmlich für unser erdgebundes Gehirn) bildlich sehr einfach als alten Mann mit weißem Bart (in unserem Kinderglauben) partiell begreifen.

    Jedenfalls ist – nach meiner Auffassung, „Gott“ (bzw. die universale biologisch-physikalische „Formel“) so unendlich groß, dass wir dieses „höhere Wesen“) gar nicht begreifen können, weil uns dazu die Fähigkeiten fehlen.

    Man vergleiche dies mit einem niederen Lebewesen (nennen wir es „Käfer“), das nur zwei Dimensionen kennt: Länge und Breite. Setzt man dieses niedere Lebewesen in einen offenen Karton, so läuft es stets am Boden längs der Seiten des Kartons lang. Da es die Dimension „Höhe“ gar nicht kennt (weil sein „Gehirn“ dies nicht hergibt), wird es nie auf „den gedanken“ kommen können, die Kartonwand hochzukrabbeln.

    So ähnlich kann man sich die Begrenztheit menschlicher Denkfähigkeit plastisch vorstellen. „Gott“ ist – um bei dem Beispiel zu bleiben, die „Höhe“, die wir nie begreifen werden.

    „Gott“ selbst wird demnach eine Vernunftkapazität besitzen, die es (aus meiner Sicht) völlig verbietet, dass „Gott“ (er oder sie oder es) einem irdischen Menschenaffen „Geschichten“ diktiert, die dieser Menschenaffe – nach Lust und Laune – mit seinem menschengebundenen begrenzten Verstand (!) auch noch „verbiegt“.

    „Vernunft“ (so sie göttlich ist) gebietet Eindeutigkeit – ohne irgendwelche Zweifel.

    Ich meine dennoch, dass die Grundaussage der christlichen Religion (ganz unabhängig vom Wahrheitsgehalt mancher „Geschichten“) u. a. eine hohe philosophische Bedeutung hat und unsere Kultur positiv beeinflusste. Ob dies auch für die Zukunft gelten kann, daran zweifle ich sehr stark.

  33. Morgen um ca. 18:00 ist Corona-Showdown mit 1 x Merkel und 15 ahnungslosen Ministerpräsidenten. Der nachdenkliche Typ ist der Bürgermeister aus HH (SPD), ein ehemaliger Laborarzt, der nur die Grünen nicht im Griff hat.

  34. Meiner Meinung nach wird hier ein falscher Gegensatz aufgebaut: Entweder, man glaubt an den Gott der Bibel, also des Neuen, und damit auch des Alten Testaments, oder man vergöttert den Menschen.

    Wieso?

    Es gibt gute Gründe, beides nicht zu tun.

  35. DENKENSWERTES über GOTT, GLAUBEN und mehr… in der so agonstischen Zeit, heute.

    „Wenn Gott ein Land segnet, so gibt er ihm einen weisen Fürsten und einen langen Frieden.“ (unbekannt)

    „Die Mutter ist wie der liebe Gott: man ruft sie in der Not und vergißt sie in der Freude.“
    Carmen Sylva

    „Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: In dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.“
    Arthur Schoppenhauer.

    „Glaube ist Liebe zum Unsichtbaren, Vertrauen aufs Unmögliche, Unwahrscheinliche.“
    J.W.v.G OETHE

    „Der Glaube ist Liebe.“ Johann Heinrich Pestalozzi

    „Was Menschen zu guten Christen macht, macht sie auch zu guten Staatsbürgern.“
    am. Pol. Daniel Webster

    „Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft ist blind….“
    Albert Einstein

  36. Um es einfach auszudrücken
    1.) Jeder Souverän hat über sich selbst die Eigenständigkeit (d.h Souveränität)
    2.) Wer den Souverän „aushebelt“, hat jede Berechtigung im politischen Leben verwirkt

    (In den VSA bedeutet dies 1.) Wir mit unserer Verfassung bestimmen, was angesagt ist 2.) Wir holen demnächst „hartes Eisen mit dicken Bohnen“ raus)…

  37. Man kann den Gottbezug in vielerlei Richtungen sehen.
    Das Zitat von Dostejewski, fuer den ich Teilnehmer ALTER OSSI 24. November 2020 at 21:51 ausdruecklich danke, sagt alles und ist wie eine prophetische Voraussage, die sich bereits zu 3/4+ erfuellt hat, leider.

    „„Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.“
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 bis 1881)

    Ich glaube an Gott, nicht, weil er mir in so vielen Faellen zur Seite stand sondern weil ich ueberzeugt bin, dass ohne den Christlichen Gott, die westliche Zivilisation, Gesellschaft, Kultur verloren ist und die gleiche Bedeutung hat, d.h. KEINE, wie wir vergangene Religionen betrachten, unter denen sicher auch bemerkenswerte und wertvolle waren.

    Wenn sich die LIBERALE , LINKE, Marxistische, Globalistische, NWO Richtungem usw so sicher fuehlen alles in den Schmutz zu treten, was lange Jahre Kultur, Wohlstand, Disziplin, Freiheit, Zusammenleben ermoeglichten, sich erlauben alles nach ihrer Idiologie in Gut und Boese zu be und verurteilen dann Gute Nacht, man sieht dass unser Volk total gespalten ist, sich wiederum eine Diktatur aus einer Scheindemokratie entwickelt hat, die mit ihren Scharfmachern ueberall Befehle erteilen den man zu folgen hat
    anderenfalls wird verteufelt. in einer Weise, die in den uebelsten Diktaturen der Vergangenheit, auch und im Besonderen der D ueblich waren,

    Wer etwa glaubt, dass Abtreibung etwas anderes ist wie Holocaust oder Archipel Gulag irrt,
    es sind allesamt unmenschliche Auswuechse, die nur ohne Gottesfurcht, Liebe, Demut moeglich sind, die ganze Voelker in der Lage sind zu fanatisieren und aufzuhetzen.

    Unmenschliche Regime koennen sich nur in GOTTLOSEN Gesellschaften entwickeln, wo wie in China nur 1 Partei regiert, ohne jede Opposition, Gewerkschaft, abweichende Meinung.

    Wer den Islam/ Koran/ Scharia die total brainwashed Anhaenger beobachtet, wo nur der Mann eine Rolle spielt, weiss dass er nichts gutes verheisst. Ihn zu abermillionen in Westeuropa aufzunehmen war eine kollektive gigantische Fehlentscheidung,
    genau das Gegenteil was ueber jahrhunderte Christlche Regime, Gesellschaften verhinderten, damit unsere Kultur, Humanitaet, Standarts vor der im Gang befindlichen Aufloesung und Vernichtung bewahrten.

    Ich weiss, dass der sog. Multikulti Maulkorb verhindert und verhindern soll, dass die Wahrheit noch ausgesprochen werden darf. ich bevorzuge bei der Wahrheit und meiner Ueberzeugung zu bleiben, sie nicht zu verstecken.

  38. Wer soll den Glauben an Gott vertreten? Die Kirche ist da raus, nur noch Heuchelei.
    Heute können Leute das Patenamt bekleiden, die selbst ihre eigenen Kinder nicht taufen lassen.
    Was soll da noch kommen?

    Das Gebaren der CDU macht mich ziemlich sicher, dass es keinen Gott geben kann, sonst würde er die Lügen und die Missetaten derer, die in seinem Namen sprechen, durchkreuzen oder bestrafen.

    Der neue Gott ist der Schnöde Mammon.

  39. @ ingres
    Eine völlig nüchterne Stellungnahme.
    Ich bin fundamental gläubiger Katholik. Wer mich deswegen Fundamentalist nennt, den nenne ich Depp. Ende der Debatte zu diesem Punkt. (An Heiligkeit kann mich leicht jeder übertreffen.)
    Eine nette Begebenheit hielt mir das Weitere in Erinnerung. An Allerseelen 1953 trug ich die „Allerheiligenblumen“, großblütige Chrysanthemen, zu unserem Grab auf der Nordseite der Kirche. Auf dem Rückweg schaute ich in die Kirche hinein – Hochaltar – tiefe Kniebeuge – und ging heim. Kurz darauf kam die Frau, die unsere Kirche pflegte und schenkte mir 50 Pfennige für die schöne Kniebeuge.
    1956, Niederschlagung des Ungarnaufstandes, wurde ich UNO-Skeptiker und Antisowjet. Vom Kommunismus hatte ich noch keine Ahnung, trotzdem hatte er, ebenso wie der Sozialismus nie eine Chance bei mir.
    Jetzt, mit bald 78 geht mir auinnt der Extremismusf, was offenbar total schief läuft in der öffentlichen Debatte. Der Verlust an Verstand. Gibt es eine Definition von Links, eine von Rechts, eine von Rechtsextrem?
    Als christlicher Abendländer sehe ich die Zehn Gebote als Richtschnur. Wenn sich alle bemühen(!) würden, sich daran zu halten, dann hätten wir fast paradiesische Zustände auf der Erde.
    Wenn ich also davon ausgehe, dann habe ich rechts von mir vernünftige Leute, die auch radikale Forderungen stellen können. Aber genau links von mir beginnt der Extremismus. Die revolutionäre Feindlichkeit gegen das tiefste im Menschen: Moral, Ehe, Familie, Kinder, Privateigentum.
    Im Rechtsextremismus findet man zum linken Gemeinsamkeiten: Antisemitismus, Kirchenhaß.
    Wer widerlegt mir meine Behauptung, daß in DE Nationalsozialismus von SPD, Grünen, Linken und CDU die treibende Ideologie ist?

  40. An alle, die sagen : „Es gibt keinen Gott!“
    Lest Mal ein kleines Büchlein (kostet nur ca. 2,90 Euro) Titel:
    WELTGESCHICHTE IM VISIER DES PROPHETEN DANIEL von Dr.Roger Liebi

    Ein Buch mit detaillierter Prophetie,die sich über Jahrtausende erstreckt und doch unfehlbar erfüllt.
    Anhand des Propheten Daniel zeigt Dr.Roger Liebi eine konkrete Zukunftsschau, deren Zuverlässigkeit und
    Präzision durch über 200 erfüllte Weissagungen zum Thema Weltgeschichte eindrucksvoll untermauert wird.

  41. „„Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.“
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 bis 1881)

    Gut gut, Dostojewski war ein literarisches Genie, aber in dem, was im da vage als Gegenentwurf zum Westen vorschwebte, würde ich nicht leben wollen. Dieses russisch-orthodoxe Weltgefühl ist dann auch nicht mehr weit vom Islam entfernt, da berufe ich mich auf Spengler, der „die Welt als Höhle“ als gemeinsamen Ausdruck des Lebensgefühles von Judentum, Islam und östlicher Orthodoxie ausgemacht hat.

    Der Westen kommt zu Fall? Mit russischen Alkies („der Stalker“) von der Brüstung vergammelnder Betonbauten ins Leere zu glotzen ist keine Alternative. Thank you.

  42. KOmmt vielleicht daher, dass es keinen Gott gibt. Egal, welchen Namen man ihm verpasst. Gott, Allah, Jahwe, Shiva. Falls es doch einen Gott gibt, hat der dieses gottlose Land längst verlassen. Er zuerst.

  43. Nachdem Gott nun aus der deutschen Gesellschaft weitgehend ausgeschlossen ist, haben sich die Demutsfreien neue Götzen gesucht: Klima, Gender, Sozialismus, Immigranten, Multi-Kulti, Einfalt der Vielfalt, Intoleranz der Toleranz und nun Corona. Tägliche Andacht vorm Fernseher, so gegen 20 Uhr. Anbetung der Rautenpriester und Verkündigung der neuen Hygiene-Religionsregeln und anschließend folgt das Infizierten-Merkel-Unser.

    Der Westen hat seine Seele verkauft.

  44. Ist Markus Lanz geistig noch zurechnungsfähig?

    Wenn man denkt, es geht nicht mehr widerlicher, kommt der Lanz mit einer neuen Hassshow um die Ecke.

    Solch eine einseitige links-grüne bis links-faschistische Gästeschar gab es noch nie: Der linksradikale grüne Papst Robert Habeck, Lügenbaron Olaf Sundermeyer, der für den Hass auf AfD und Querdenker geladen ist und das verkommene GEZ-Idol aller Trump Hasser Elmar Theveßen sind u.a. zu Gast.

    Warum wird diese Lanz Sendung nicht wegen schwerster Volksverhetzung verboten?

  45. „Juden und Heiden hinaus!“ so duldet der christliche Schwärmer.
    „Christ und Heide verflucht!“ murmelt ein jüdischer Bart.
    „Mit den Christen an Spieß und mit den Juden ins Feuer!“
    Singet ein türkisches Kind Christen und Juden zum Spott.
    Welcher ist der Klügste? Entscheide! Aber sind diese
    Narren in deinem Palast, Gottheit, so geh ich vorbei.

    J.W.v.Goethe: Nachlese: Epigramme. Venedig 1790 (72)

    Dennoch ich finde die Transzendenz zu etwas Höherem ist durchaus wichtig. Wie man nun dieses höhere Macht bezeichnet ist aber sekundär. Denn dass es eine höhere Macht gibt ist doch eigentlich klar. Denn irgendjemand oder irgendetwas muss das Universum ja erschaffen haben in dem die Erde bekanntlich nur ein winzig kleines Teilchen ist. Aber ob die Menschen nun mit oder ohne Religion leben spielt keine Rolle. Sie schlachten sich sowieso immer wieder in bestimmten Zeitabständen gegenseitig ab. Das haben wir einfach in unseren Genen. Fakt ist allerdings: Glaube kann Kraft, Trost und Hoffnung spenden. Egal welcher Glaube.

  46. Es ist bemerkenswert, wieviel kluge Beiträge hier von den Kommentatoren geliefert werden.

    Aus der Fülle des Göttlichen erwachsen hier befriedende Ideen.

    Und wer würde dann noch zweifeln an einen Gott?

    Der Gott des Islams ist es aber nicht: er macht die Menschen unfrei, schränkt sie ein, macht eindimensionale Roboter aus ihnen, die ausschließlich zu Krieg gebildet und herangezogen werden.
    Der Kriegsgott Allah wird sich demnächst wieder (z. B.) in Afghanistan zur Schau stellen!

  47. Und was sagt Gott selbst zu diesem Thema?

    * Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« (Psalm 14,1)

    * Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern. (Jakobusbrief 2,19)

  48. Ich habe ja vorhin kommentiert: ohne das Christentum ist der Humanismus haltlos. Das gilt zum Beispiel für die Giordano Brunos. Aber gedacht habe ich dabei an einen Buchtitel aus meiner Studien Zeit;

    „Das Elend des Christentums: oder Plädoyer für eine Humanität ohne Gott“
    (und ich wußte immer, dass das nicht geht.)
    von einem Dr.Dr. Kahl, ich meine (pol und theol).

    Ich habe das Buch nicht gelesen. Ich habe aber anläßlich meiner Diplomarbeit zur Wissenschaftstheorie ein anderes Machwerk von dieser Person in die Finger bekommen in der er gegen einen seriösen Vertreter der Wissenschaftstheorie (Ernst Topitsch) primitiv hetzte, ganz im Stile des damaligen Vulgärmarxismus. Ich meine das war die Doktorarbeit pol.

    Ich habe ihn explizit dann in meiner Arbeit erwähnt, dass ich dieses Machwerk nicht in meine Betrachtungen einbeziehen würde.

  49. „Ich danke es dem lieben Gott tausendmal, dass er mich zum Atheisten hat werden lassen.“
    Georg Christoph Lichtenberg
    🙂

  50. Ich werde in den nächsten Tagen mal bei meinem Gesundheitsamt per Email anfragen, ob die dort eidesstattlich erklären können/wollen, ob wir eine Infektionslage haben und ob alle dort angezeigten angeblich „Infizierten“ auch Infizierte nach IfSg sind. Bin gespannt auf die Antwort, denn dort steht das noch immer einfach so da! Das sollte jeder tun! Die sollen ruhig wissen, dass wir uns nicht verarschen lassen!
    ————-
    Ich will erstmal Beweise sehen, das es überhaupt ein Infektionsgeschehen gibt! Sind alle „Infektionen“ denn alle lt. IfSg von einem Arzt festgestellt worden oder nur weitergemeldete postitive PCR-Laborergebnisse? Wurde bei allen positiven PCR-Tests eine Anzucht vorgenommen, um festzustellen, ob das Virus vermehrungsfähig ist? Nein. Das wären aber die Bedingungen, um überhaupt von einer Infektion sprechen zu dürfen. Seit 18.11. darf das Gesundheitsamt nicht mehr von Infektionen lt. IfSg sprechen. Bei Nachfragen verweisen die nicht mehr auf das RKI, sondern auf ihre Rechtsabteilungen, weil jetzt die Falschbehauptungen strafbewährt sind.
    ————–
    https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__24.html

  51. Es tobt ein Kampf gegen das Wort Gottes!
    In der Bibel in Epheser 6,12 steht: “ Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den
    Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“
    Hier ein Video Olaf Latzel – Der Kampf gegen Gottes Wort YouTube
    https://youtu.be/SJsoHv6l1Pg?list,=PL6tiZ58X-d21t_R3Qv4JrFZOBG-XCdtMN
    Beschäftigt euch damit , dann blickt ihr durch!
    Hoffentlich wachen noch mehr Menschen auf, politisch wie religiös!
    JESUS CHRISTUS SPRICHT (LUKAS 12ff): „Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was
    euch gesagt wird in das Ohr, das verkündet auf den Dächern.“

  52. Ingres:
    „Ich habe ja vorhin kommentiert: ohne das Christentum ist der Humanismus haltlos.“

    Sei es drum.

    Man kann also nicht „christlich“ und nicht „human“ sein, wenn wenn es kein „X-tum“ und keinen daraus abgeleiten „Humanismus“ gibt?

    Wozu bedarf Mitmenschlichkeit einer Begründung?

  53. Also, ich bin damals nach Erhalt meines 1. Facharbeiterlohnes sofort aus der Kirche ausgetreten.
    Für die 9 % von der Lohnsteuer hätte ich mir jeden Monat z. B. ein paar Schuhe kaufen können.

    Aber ich erkenne trotzdem, dass die 10 Gebote eigentlich die Grundlage unserer Gesetzgebung sind.

  54. Kreuzritter HH
    24. November 2020 at 23:09
    Ist Markus Lanz geistig noch zurechnungsfähig?
    ++++

    Natürlich ist er bescheuert!
    Wie fast sämtliche Knalltüten, die bei den GEZ-Sendern herumwuseln!

  55. INGRES 24. November 2020 at 00:05
    Hier wie immer kurz vor Mitternacht die Corona- Prognose für die zu erwartenden Todesfälle.

    Die Prognose reicht derzeit vom 1 Nov. bis zum 11. Dezember.
    Die 2. Spalte gibt jeweils die tatsächlich gemeldeten Todesfälle an.
    Zu erwartende Tote am 11. Dez: 136
    Das interessante heute: In der Tat mußten die Todesfälle von gestern nachgemeldet werden. Aber wenn meine Formel die Tendenz richtig wieder gibt, dann zeichnet sich immer mehr eine Gegenthese zu Lauterbach ab.
    Es wird perspektivisch weniger Todesfälle geben. Es müßte bis auf 100-150Tote /Tag zurückgehen.

    Das Hoch müßte erreicht sein. Die beiden letzten Tage beinhalteten die höchsten Schätzungen (bis auf eine beim vorherigen Hoch). Ein neues Hoch bei den Todesfällen (was morgen in der Presse bejubelt wird), wurde heute nur erreicht, weil gestern zu wenig Todesfälle gemeldet wurden.

    geschätzt gemeldet
    ———————————————————————–
    1. Nov 90 39
    2. Nov 95 112
    3. Nov 114 149
    4. Nov 111 145
    5. Nov 136 162
    6. Nov 225 174
    7. Nov 239 71
    8. Nov 123 70
    9 .Nov 366 152
    10. Nov 373 203
    11. Nov 360 222
    12. Nov 282 194
    13. Nov 213 227
    14. Nov 76 116
    15. Nov 145 73
    16. Nov 472 199
    17. Nov 506 357
    18. Nov 372 244
    19. Nov 392 296
    20. Nov 279 288
    21. Nov 90 160
    22. Nov 203 104
    23. Nov 497 240
    24. Nov 475 382
    25. Nov 298
    26. Nov 333
    27 .Nov 218
    28. Nov 66
    29. Nov 127
    30. Nov 320
    01. Dez 297
    02. Dez 263
    03. Dez 223
    04. Dez 162
    05. Dez 52
    06. Dez 97
    07. Dez 258
    08. Dez 274
    09. Dez 251
    10. Dez 198
    11. Dez 136

  56. Ok Herr Hübner … wenn mit Gott nicht Amtskirche gemeint ist , kann ich das akzeptieren .
    Aber leider gibt es immer noch einen Stellvertreter Gottes auf Erden nämlich einen „ Papst „ wenn ich nicht irre . Wurde der etwa beteiligt ?

  57. Gutgelaunte Bestie 24. November 2020 at 23:45

    Nein, Humanismus ohne Gott gibt es nicht. Kinder können nicht rein weltlich human erzogen werden. Es gibt keine wissenschaftliche weltliche Kindererziehung. Es sei denn man akzeptiert den erwünschten Untergang und die Übergabe an den Islam z.B. Also den heutigen Zustand.

  58. @ Neunzehnhundertvierundachtzig 24. November 2020 at 20:39
    … Gäbe es einen Gott, er hätte es nicht zugelassen, was wir hier jeden Tag erfahren müssen.
    ——————
    Na Sie machen sich das Denken auch sehr einfach. Und das ist das Ergebnis jahrelangen Ringens mit dieser Frage?

  59. Als Jesus weit im Norden des Landes umherzog, kam eine Frau aus Syrien auf ihn zu, und wollte von ihm Heilung für ihre Tochter. Jesus lehnte ab und sagte, er helfe nur den Menschen seines eigenen Volkes, nicht Leuten aus anderen Ländern.
    Seine Heilkraft sei wie Brot, das für die „Kinder“ (die Menschen seines Volkes) bestimmt sei, nicht für die „Hunde“ (alle anderen).
    Jesus sprach: „Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde“.
    So steht es geschrieben in Matthäus 15,21:
    https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us15%2C21
    Wer bin ich, Jesus zu widersprechen?

  60. afd beschluss gegen afd-mdb wegen „stoeraktion“ durch afd-mdb-gaeste

    – bystron und hemmelmann 3monate verbot fuer reden, anfragen und zwischenfragen
    – Angelika Barbe, ex spd, koennte nach AfD-Störaktion Hausausweis verlieren
    HAttps://www.rnd.de/politik/afd-storaktion-ex-spd-bundestagsabgeordnete-konnte-hausausweis-verlieren-7X3YZXOOZJGGDAR6XWC6I5N7QU.html

    CDU Patzelt: Richtich so, das war bedrohlich und gemein !!
    … die wollte mir flugblaetter geben und mit mir sprechen. ich habe abgelehnt.
    „Daraufhin habe Barbe gesagt: „Dann werde ich Ihren Namen veröffentlichen
    und bekannt machen, wie Sie abgestimmt haben. Und ich werde öffentlich machen,
    dass Sie mir keine Antwort geben.““
    sacht patzelt.

  61. @ INGRES 24. November 2020 at 23:58
    „Hier…die Corona- Prognose für die zu erwartenden Todesfälle.“

    guck mal bitte nach wann ich dran bin. welche angaben brauchst du,
    als geburtsuhrzeit und -ort mit koordinaten in gms nach wgs 84,
    sozialversicherungsnummer oder autokennzeichen oder schufa-scoring…

  62. Jede Gsesellschaft braucht einen moralischen Grundkonsens, auf dem sie aufgebaut ist. Völlig unabhängig, ob man an einen Gott glaubt oder nicht sind die christlichen Grundwerte des Abendlands eine gute Basis, solange sie nicht zur Wehrlosigkeit führt. Grobe Abweichungen davon haben immer zum Unheil geführt.

  63. Ich geh‘ ins Bett. Gute Nacht!

    Mal sehen, ob der morgige Tag besser wird!!

    Pffffrrzzzzz!!!! :)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

  64. OT

    Impfpflicht

    Werden wir unsimpfen MÜSSEN, um irgendwohin Zutritt zu erlangen?

    Ich selbst als freudiger Fernreisender könnte zumindest hier betroffen sein; morgen auch woanders?

    Australien:

    Qantas ändert die AGB
    Airline plant Impfpflicht für Passagiere
    Ziehen weitere Airlines nach?: Qantas plant Corona-Impfpflicht für Fluggäste

    Ohne Impfung gegen das Coronavirus gibt es bei Qantas demnächst keinen Zutritt zu einem Flugzeug mehr. Die australische Fluggesellschaft will die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ändern. Qantas-Chef Joyce ist sich sicher: Sein Unternehmen steht damit nicht allein da.

    https://amp.n-tv.de/panorama/Airline-plant-Impfpflicht-fuer-Passagiere-article22188683.html

  65. @ Vernunft13 25. November 2020 at 04:21
    „Impfpflicht …Werden wir uns impfen MÜSSEN, um irgendwohin Zutritt zu erlangen? “

    davon gehe ich stark aus,
    – weil all die bizarren „massnahmen“ nicht wirken.
    – wie die gleichen sagen „niemand hat die absicht eine impf-pflicht einzufuehren“
    – weil die praxis dann ist „was schert mich mein geschwaetz von gestern“

    zunaechst werden am eingang des einzelhandels personalien abgefragt,
    dazu nur zahlungen per chipkarte, dann hat man auch die identitaet,
    und bargeld verliert per dekret den status als gesetzliches zahlungsmittel.

    es mag zwar in deutschland keine impfpflicht fuers leben und atmen geben,
    aber was zutritt in ueberdachte oder geschlossene raeume, verkehrsmittel angeht,
    wird es mit sicherheit zugangs-voraussetzungen geben.
    vom grenzuebertritt in die eu oder australien ganz abgesehen.

    so eine gelegenheit fuer kontrolle und aushorchen wie diese corona-zeit
    zum durchsetzen der neuen weltordnung/werteordnung/superregierung
    per ermaechtigungsgesetz und dekret gibts fuer diese politik nie wieder.

    und mich als zahlenden deutschen staatsbuerger dann auch nicht.

  66. INGRES 24. November 2020 at 23:58

    Der Videotext meldet übrigens gerade hoch erfreut den neuen Rekord. Robert Cook hat anders gezählt als worldometer und 410 Tote gemeldet (ich 475 geschätzt).
    Nur wenn die Formel die Tendenz auch weiter richtig wieder gint, dann wissen die noch gar nicht, das es in den nächsten 17 Tagen auf 50-150 Tote zurückgeht. Das liegt einfach nahe, weil ich aus irgendeinem Grund, den ich noch nicht die Zeit hatte zu ergründen, in diesem Bereich zu hoch schätze. Wenn das auch in Zukunft gilt, dann geht es eben mit den Todesfällen zurück. Was ja aber positiv ist. Ansonsten muß ich halt wieder geben was die Formel sagt. Die kann leider Menschenleben nicht retten.

  67. INGRES 25. November 2020 at 08:47

    Ich weiß freilich nicht, ob die Formel nicht ein Problem hat, was sich jetzt zunehmend bemerkbar machen könnte.
    Meine Grundidee war ja, möglichst Änderungen in der Sterblichkeitsrate dynamisch mit zu erfassen. Wobei ich die Rate lediglich über das Intervall der Vorhersagen konstant halte; denn sonst wird das zu kompliziert, um das in einigen Minuten in eine Formel zu packen. Und mit der Differentialgleichung dafür habe ich mich noch nicht befaßt.
    Man kann ja auch einfacher davon ausgehen, dass die Sterberate immer konstant bleibt, dann würde es bei einer bestimmten Fallzahl grundsätzlich immer dieselbe Anzahl von Toten geben. Vielleicht ist das die Methode von Lauterbach. Mal sehen, welche hinkommt.

    Man könnte übrigens die Formel dadurch verbessern, indem man etwa die jeweiligen Zugänge auf die Intensivstation mit einbaut. Dann wieder dort die Sterberate ermittelt und und die Formel einbaut. Aber dann wär ich zeitlich damit nicht fertig geworden das zu entwickeln. Und dafür habe ich auch nicht den Anreiz. Es reicht ja, wenn man einen einfachen Anhaltspunkt hat.

  68. @Barackler 24. November 2020 at 22:06
    Demut und Bescheidenheit sind und abhanden gekommen. Ebenso wie Pluralität und Dialektik. Übrig bleibt ein geistiges Armenviertel.
    *****

    Die Entstehung der Religionen war ein Versuch Gottes, die Menschen an ihn zu erinnern. Was der Mensch daraus gemacht hat, kann nur dem Menschen angelastet werden. Macht und Geldgier standen im Vordergrund, dafür wurden Dogmen erlassen. Die Kirchen haben den Menschen von Gott getrennt, sie halten immer noch am Doktrin der Getrenntheit fest, sonst würde das Machtinstrument „Sünde“ in sich zusammenfallen. Das hat in der westlichen Welt eine ganze Zeit gut funktioniert, in der Welt des Koran funktioniert es immer noch, und das wird genutzt, wie wir unschwer erkennen können. Ich bezweifle aber stark, daß es die Kirche war mit ihren Dogmen und Traditionen, die dem Mensch Werte vermittelt hat. Ich gestehe jedem Menschen zu, seine eigenen göttlichen Werte zu entwickeln und zu leben. Der Mensch in der westlichen Welt hat erkannt, daß die alte Theologie nicht mehr zeitgemäß ist, sie löst sich nach und nach davon, leider aber auch von der Vorstellung eines Schöpfers. Ein Lösen von den Dogmen ist notwendig, eine noch tiefere Abkehr von Gott fatal. Ich bin ein Verfechter der „neuen Theologie“, in der der Mensch und Gott eins sind. Würden sich die Kirchen dieser neuen alten Spiritualität nicht verschließen und diese „predigen“, und damit ein höheres Bewußtsein erschaffen, anstatt Sünde und Hölle, kämen die „Schafe“ auch wieder zusammen.

  69. Ich will das jetzt nicht weiter kommentieren, denn philosophische Diskussionen sind hier meistens sinnlos. Aber ein Gottesbezug hat in einer weltlichen Verfassung aus Prinzip nichts zu suchen. Das gilt unabhängig davon, ob man glaubt oder nicht. Früher gab es keine Wahl, und die individuelle Haltung im Glauben oder Unglauben war eine moralische Kategorie. Das ist sie heute nicht mehr, und jeder, der daran festhält, ist Teil des Problems und nicht der Lösung, und muß sich den Vorwurf gefallen lassen, vor allem nach Macht über andere zu streben. Diese Leute werfen mit dem Begriff „Demut“ um sich, ohne ihn überhaupt verstanden, geschweige denn verinnerlicht zu haben. Wer an einen Gott glaubt und daran, ihm verantwortlich zu sein, der hat eine äußerst private Beziehung unabhängig davon, wieviele andere eine gleichartige Vorstellung hegen, und läßt daher die privaten Beziehungen anderer aus Prinzip in Ruhe. Das ist Demut. Aber wer glaubt schon an eine Notwendigkeit, über sowas überhaupt nachzudenken, wenn er ja schon alle Antworten aus seinem Glauben hat… Die Zukunft wird uns noch viele Glaubenskriege bringen, und richtig blutige dabei. Viel Glück.

  70. Mindy 25. November 2020 at 09:15

    Ich bezweifle aber stark, daß es die Kirche war mit ihren Dogmen und Traditionen, die dem Mensch Werte vermittelt hat.

    ————————————————-
    Nein, dass nicht unbedingt. Es war zu meiner Zeit das Zusammenspiel zwischen Elternhaus, Schule und Kirche Und vielleicht eine glückliche Konstellation zwischen Stadt und Land und allerdings aber auch, dass man dem Pfarrer damals noch seinen Glauben abnehmen konnte, auch wen ich den nicht übernommen habe. Aber es waren ernsthafte Menschen (eben auch die Lehrer(, die ihre Aufgabe ernst nahmen. Auch mit der Gerte und mit Prügel.
    Es mag albern vorkommen, aber der Lehrer Flunkert z.B. (unser Klassenlehrer) brachte uns die Naturkunde auf ganz eigene Art bei. Es wurde oft gewandert (die Natur war ja nur einige Meter weg, die Schule lag natürlich neben der Kirche). Und machte uns den Vorschlag die Bäume mit „Frau Birke“ und „Herr Eiche“ anzureden.
    Ja so war das damals. Der Deutschunterricht fand an besonderen Ereignissen im Dorf statt. Einmal war ein großer silberner Vogel auf einem Feld gelandet (also ein Hubschrauber). Darüber wurde dann ein Aufsatz geschrieben und dann ein Diktat.
    Und die Frau Sundermann war auch ganz toll, auch wenn sie die Gerte für die Hände benutzte, wenn man ungezogen war. Damals wurde die Frau Sundermann noch gefragt, was sie denn meine, ob man auf eine höhere Schule gehen könne. Und der Pfarrer setzte sich dafür ein, wenn er auch dieser Meinung war.
    Ich denke so können Menschen entstehen. Im Zusammenspiel ernsthafter Menschen aus Elternhaus, Schule und Kirche. Aber es ist vorbei. So zerfallen eben Kulturen.
    Es hat nicht geholfen mich gläubig zu machen, nur anständig, aber das reicht nicht. Und die Pfaffen sind ebenfalls ungläubig geworden. So sind wir halt naturgesetzlich zugrunde gegangen. Das alles habe ich schon lange vor meiner PI-Zeit so wahrgenommen

    Es geht leider nur wie der Islam das macht. Mohamed scheint alles mögliche gewesen zu sein, aber irgendwie nicht dumm. wenn er auch ungebildet gewesen sein soll.

  71. INGRES 25. November 2020 at 10:07

    Und übrigens, die Eltern, die Lehrer, die Pastoren und die Pfarrer, die Onkel und Tanten damals waren alle Nazis gewesen.
    Immer habe ich geschrieben, ich hätte unter denen nie einem Nazi kennen gelernt, im Gegenteil zu heute wo die gesamte Politik (außer AfD), ei Medien, die Kirchen und einfach alles linksbraun korrupt ist.

    Aber nachdem ich unter COVID nun auch den Untertanengeist wieder wahrnehme, muß ich davon ausgehen, dass auch die Menschen die ich damals so geacheet habe eben doch mit Schuld an den Nazis gehabt haben, so wie heute die Leute an ihrem eigenen und unser aller Untergang

  72. INGRES 25. November 2020 at 10:07

    Ach so, es geht natürlich nicht nur so wie der Islam es macht es geht auch so wie der Buddhismus es macht, wie die Chinesen es machen (die sind zwar Atheisten, haben aber noch die Tradition) und wie die Orthodoxie es macht. Wir haben halt den Zweig erwischt der zum Untergang bestimmt war. Er war zu gei und zu wunderbar. Die wunderbarste Kultur überhaupt war zu frei und hat damit den Pöbel an die Macht gebracht.

  73. Es gibt nur einen Gott.

    Einen Gott der Drei ist und Eines. Den dreieinigen Gott. Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist.

    Dieser Gott hat die Welt erschaffen und deren Weg vorherbestimmt. Wer lesen kann wird in der Bibel 2.300 Jahre alte, in unserer Zeit gültige, Wahrheiten finden. Durch das lesen der heiligen Schrift und das Gebet kommt das Verständnis, mit dem Verstehen die Erkenntnis, mit der Erkenntnis der Glaube und die Gewissheit. Die Bibel ist mehr als ein Buch. Im laufe der Arbeit mit dem Wort Gottes erkennt man das es ein wahres Wunder ist. Ein größeres Wunder als die Pyramiden oder die chinesische Mauer. Staunen und Demut sind alles was selbst dem belesenen Mann bleibt.

    Gottes Sohn Jesus hat den Menschen dieser Welt eine Chance gegeben. Durch ihn erhalten wir die Möglichkeit dem letzten Feind, dem Tod, zu entrinnen.

    Der heilige Geist wirkt durch die Gemeinde Gottes auf dieser Erde bis zu dem Tag an dem der Herr die Gnadenzeit beendet und die Gemeinde und den heiligen Geist von dieser Welt nimmt.

    Lasst Sie lachen. Bald wir Heulen und Zähneklappern sein. Christus aber wird all jene erretten die Ihm Nachfolgen. Ich werde dabei sein.

    fröhliche Grüße
    Peter Blum

  74. @ Neunzehnhundertvierundachtzig 24. November 2020 at 20:39
    Seit meiner frühen Jugen bewegt mich die Frage nach der Existenz Gottes.
    Es gibt schließlich sehr viele hochintelligente Menschen auf der Welt, die an Gott glauben.
    Später kam ich zu der Einsicht, daß Gott eine Definitionsfrage ist und als ich mich mit dem Buddhismus befasste, habe ich für mich beschlosen, daß Gott in jedem von uns steckt. Manche nennen es Seele, egal wie es heißt, für mich ist Gott die Summe all dieser Seelen auf der Erde. Ich glaube, es gibt auch den Begriff „Schwarmintelligenz“. Damit ist er allwissend, allmächtig und wenn man dann noch an die Existenz der Seele nach dem Tode glaubt, auch ewig lebend.
    Damit hatte für mich auch die Weisheit „hilf Dir selbst, dann hilft dir Gott“ eine tiefe Bewandnis.
    In diesem Sinne bin ich inzwischen ein gläubiger Mensch. Die Kirche und alle Institutionen, die mit dem Gottglauben Geld verdienen, lehne ich ab.

  75. @INGRES 25. November 2020 at 10:07
    Mindy 25. November 2020 at 09:15

    Es gab ja früher kaum eine andere Möglichkeit, sich einen Glauben außerhalb der Kirche und der Gemeinschaft vorzustellen, und außerdem stand man, wenn man es gemacht hat, laut Kirche mit einem Fuß in der Hölle. Sicherlich hat die Kirche zur Vermittlung oder besser gesagt, Aufrechterhaltung von Werten beigetragen, das Ganze aber unter der Zuchtrute bzw. Androhung von Strafen. Hätte die Kirche den Menschen die Trennung von Gott nicht propagiert – also du hier und Gott da drüben – hätten wir keinen Abfall von Gott, egal welcher Religion. Das würde Religionen sogar überflüssig machen. Jetzt gibt es nunmal diese Institutionen und ich mache diesen den Vorwurf, daß sie in der Vermittlung des Gottesbewußtseins versagt haben, gebe ihr eine große Schuld an dem Dilemma von heute. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die mit Maß und Ziel mit den Informationen, die sie heute in Hülle und Fülle bekommt, umgeht. Die Flut an Informationen, die Auseinandersetzung untereinander hauptsächlich über soziale Medien macht eine Trennung nur noch größer. Daß die Menschen erkennen, daß sie nach wie vor und eigentlich noch schlimmer als früher von allen Seiten manipuliert werden und daß eine positive Änderung der turbulenten Zeit nur in der Gemeinschaft mit einem gesunden Bewußtsein des Schöpferischen gelingt.

  76. Ich bin ein Gegner jeder Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen. Welch Größenwahn ist es zu denken, ein Gott den hundert Millionen Galaxien beschäftigen, würde auch nur im geringsten interessieren, mit wem Sie schlafen oder ob Sie überhaupt an ihn glauben. Entscheidend ist nicht, ob Gottes Existenz widerlegbar ist (das ist sie nicht), sondern ob sie wahrscheinlich ist. Unser Leben ist so sinnvoll, so ausgefüllt und großartig, wie wir selbst es gestalten. Und wir können es wirklich großartig gestalten. Mit der Vorstellung, die erste Ursache, der große Unbekannte, der dafür gesorgt hat, dass es etwas statt nichts gibt, könne das Universum gezielt gestalten und zu Millionen Menschen gleichzeitig sprechen, entzieht man sich völlig der Verantwortung, eine Erklärung zu finden. Es ist die entsetzliche Zurschaustellung einer selbstzufriedenen, das Denken leugnenden Wundergläubigkeit.

  77. Rund 40 Jahre nach dem WK2 (wo unser HERR und Heiland noch eine gewisse Bedeutung hatte) ging’s Deutschland gut. Aber ohne IHN, geht’s den Bach runter; das sehn wir ja

    Und die kriminelle EU hat ohne einen Gottesbezug, von Anfang an versagt …

  78. Kurz und knapp:
    katholisch aufgewachsen; Naturwissenschaftler geworden; aus jugendlicher Hybris Gott verworfen.
    Nach jahrzehntelangen Umwegsschleifen wieder Christ geworden – und das nach verzweiflter Sinnssuche im Hier und Jetzt über Spinoza, Hegel, Kant einerseits und Nietzsche, Schopenhauer andererseits.

    Letztlich die Erkenntnis: Ohne Gott ist (wirklich!) alles erlaubt:
    Sinn existiert entweder objektiv oder er existiert nicht. Sinn kann aber nur durch ein Subjekt erzeugt bzw. definiert werden. Seinem inneren Wesen nach ist Sinn immer subjektiv, da er der Deinition bedarf. Um gleichsam in einem objektiv existierenden Sinnzusammenhang als Mensch leben zu können, muß also
    1. das sinndefinierende Subjekt ausgelagert von mir selbst oder anderen Menschen sein.
    2. das sinndefinierende Subjekt muß Schöpfer un damit Gewalteigner aller objetkiv wahnemhbarer Welt sein
    3. das sinndefinierende Subjekt muß allmächtig innerhalb seiner Schöpfung sein (was aber bereits aus 2. folgt)

    Nur aus dieser Konstruktion kann Sinn in einem objektiven Verständnis als existent betrachtet werden.

    Will ich einen Sinn im Leben, muß ich Gott mindestens „postulieren“. Andernfalls muß ich akzeptieren, daß alles Sein sinnlos ist, keine Ethik existiert und damit keinerlei Grund für einen wie auch immer gearteten Humanismus besteht.
    Glaube ich nicht an Gott, glaube ich automatisch an sein Gegenteil. Und vom Genuss, als Massenmörder im Blut der anderen zu waten, können mich allenfalls Mächtigere als ich selbst abhalten. Gibt es die nicht, gibt es auch keinen Grund, zu verzichten.
    Der Humanismus ist ein großer Schmarrn! Die Menschenrechte sind ein großer Schmarrn! Warum sollte ich jemanden Rechte gewähren, der sie nicht selbst durchsetzen kann? Lächerlich – außerdem – ist doch alles nur stoffwechselnde Biomasse! Rechte sind damit allein das, was ich mit meiner Eigengewalt durchzusetzen in der Lage bin.

    …Es sei denn, es gibt Gott und damit einen Sinn. Noch besser, der Sinn existiert nicht nur, sondern sei auch noch ein guter..
    Nun das war die Kurzfassung meiner Vita: und so war ich wieder beim christlichen Gott.
    Nur so war schließlich die Vorstellung von der Existenz für mich wieder eine erträgliche.

    meint hquer

    MOD: „Kurz und knapp“ ist anders.

  79. ZU:
    Glaukos 25. November 2020 at 11:20
    ZITAT:
    „…Entscheidend ist nicht, ob Gottes Existenz widerlegbar ist (das ist sie nicht), sondern ob sie wahrscheinlich ist. Unser Leben ist so sinnvoll, so ausgefüllt und großartig, wie wir selbst es gestalten…“
    ZITAT ENDE.

    Dem kann ich folgen!
    WIR sind es, die s e l b s t gefordert sind.

    Möchte noch einen Hinweis geben, der sich u. a. aus biologischen Überlegungen ergibt.

    Wir verinnerlichen heute nahezu als Selbstverständlich, dass der Menschenaffe „homo sapiens“ das „höchstentwickelte Lebewesen“ auf diesem Planeten ist.

    Betrachtet man die Gesamtwelt der Lebewesen, insbesondere die Säugetiere (wozu der Mensch letztlich zählt), so ist es unerklärlich, warum sich aus der ursprünglichen Affenlinie die Menschaffenlinie abzweigte.
    Es gibt dazu etliche Theorien, die ich hier aber aus Platzgründen nicht aufzählen möchte. Es bleiben dennoch erhebliche Fragezeichen, die darin gipfeln, dass man den Menschen auch „als Irrtum der Natur“ einordnen könnte.

    Es sind zahlreiche Sachverhalte des Menschen im Endergebnis nur unbefriedigend zu beantworten,
    z. B.
    die enorme Gehirnentwicklung mit der Fähigkeit des abstrakten Denkvermögens,
    die nahezu unbegrenzte Vermehrungsfähigkeit,
    die dem Menschen innewohnende Ur-Aggression (vgl. Konrad Lorenz),
    die Fähigkeit, die gesamte Welt „umzukrempeln“.

    Daraus ergeben sich Fragen nach der Herkunft.
    Gibt es eine Kraft im Weltall, die irdisches Leben „zeugte“ und dazu den Menschen als Experiment hervorbrachte?
    Wir wissen bis heute nicht, wie „Leben“ entsteht. Dass bestimmte Substanzen dazu erforderlich sind, ist erforscht, aber wie sie „zum Leben erweckt werden“ – das wissen wir nicht – und werden es niemals experimentell nachstellen können.

    Wenn man sich die aktuellen Corona-Sachverhalte anschaut, so ist das Virus, was uns beschäftigt, gar kein Lebewesen (es hat keinen Stoffwechsel und kann sich aus eigener Kraft nicht vermehren), es ist nur Erbsubstanz (RNA) und benötigt eine Wirts-Zelle, um sich zu vermehren.
    Aber auch solche „lebensnahen“ Eiweiße in Form von RNA (RNA gibt es auch im menschlichen Organismus) sind im Grunde ein Irrtum der Natur.

    Es existieren im Tierreich noch (geschätzt) eine Million Virenarten, die unter Umständen als sog. Zoonosen auch den Menschen befallen können. Sie lassen den Menschen erkranken und können ihn töten. Letzteres ist eigentlich – streng genommen – gar nicht Ziel eines Parasiten oder Krankheitserregers, denn er braucht den Wirt, um sich zu vermehren.

    Man sieht auch daran, dass vieles an Ungereimtheiten die Welt beherrscht. Ist das etwa „göttlich“? Nein, alles unvollkommen – mir scheint es eher experimentell zu sein. Spekulativ sind die Theorien, die Außerirdische als Urheber ansehen. Auch dies kann man nicht widerlegen.

  80. @ Glaukos 25. November 2020 at 11:20
    Sehr guter Beitrag!
    Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, daß es viele Menschen gibt, die einen Halt suchen, wnn ihnen die Realität keinen gibt. Darin sehe ich den Glauben an Gott. Er gibt Richtung und Halt für Menschen, die nicht für sich selbst stark genug sind oder die einfach einer Gemeinschaft Gleichgesinnter angehören wollen.
    Dort sehe ich einen Sinn und auch darin, Gott eine Definition zu geben, die wirklich wieder lehrt, achtsamer mit dem Leben und der Natur umzugehen. Solange die Wissenschaft nicht auf alles eine Antwort geben kann, sollte man die Ungewißheit wenigstens in die richtige Richtung lenken.
    Und manchmal ist auch für Atheisten ein kleines Wunder reizvoll.
    Ich finde den Streit darum, ob es Gott gibt oder nicht und wenn ja, welcher ist der Richtige, viel verheerender für die Menschheit. Nicht wegen des Glaubens an Gott sind so viele Menschen bisher gestorben, sondern immer im Streit um die Pfründe derer, die aus dem Glauben Vorteile gezogen haben.
    Wer etwas mehr politisch inkorrektes über die Kirche erfahren möchte, sollte mal hier reinschauen: de.metapedia.org/wiki/Römisch-katholische_Kirche
    „Zwei Dinge sind im Vatikan schwer zu bekommen: Ehrlichkeit und eine Tasse Kaffee.“ — Papst Johannes Paul I. (1978)

  81. Mindy 25. November 2020 at 11:17

    Sicherlich hat die Kirche zur Vermittlung oder besser gesagt, Aufrechterhaltung von Werten beigetragen, das Ganze aber unter der Zuchtrute bzw. Androhung von Strafen.

    ……………………………………………
    Nun ich bin in keiner Weise religiös, ich wollte nur die Athmosphäre beschrieben in der mal Werte noch existiert haben.
    Das mit der Kirche damals war nicht sonderlich streng. Ic hhatte ja al Evangelischer gesonderten Unterricht mit 4 Mädchen die natürlich frech waren, so dass der kleine Pfaffer (der war auch kleiner als die Mädchen, wobei die Mädchen ja in dem Alter (11 Jahre) größer sind als die Jungs) da immer mal wider mit einer Ohrfeige zulangte.
    Aber ich war brav (mein Eltern natten mich so brav gemacht)und hatte daher keine Probleme. Aber der kleine war sehr energisch und da war eben Zucht drin.
    Von meinen katholischen Mitschülern bekam ich mit, dass es bei denen weniger streng zuging (Luther hat halt alles so verbissen gesehen), obwohl der Pastek bei denen schon mal mit dem Taschenmesser geworfen haben soll. Und dann hatten die auch noch die Beichte über die sie sich lustig machen konnten.

  82. Hübner:
    Der Anwalt in der ARD-Spielhandlung erkennt in dem Gottesbezug der Präambel jedenfalls nur eine symbolische Floskel, die irgendwie zur Demut verpflichten soll. Damit jedoch unternimmt er faktisch den Versuch, Gott aus dem Grundgesetz zu verbannen.

    Hab ich anders wahrgenommen. Es ging an der Stelle vielmehr, und sehr auffällig, darum, festzustellen, dass die „christlichen Werte“ beim verhandelten Thema „assistierter Suizid“ keinerlei Bedeutung haben. Und: Dass der Gottesbezug im Grundgesetz mitnichten bedeute, dass wir es zwingend mit einem christlichen Gott zu tun haben. „Das heißt nicht“, sagte der Anwalt, „dass der Staat sich zum Christentum bekennt“ und er wiederholte nochmal: dass dies „keine Entscheidung für einen christlichen Staat ist“. Dass Gott in der GG-Präambel nur eine abstrakte Größe darstelle und eigentlich „Demut“ bedeute, hatte zuvor die Rechtssachverständige erläutert.

    In direktem Kontrast dazu stand am Schluss die Befragung des katholischen Bischofs – der längsten und eindrucksvollsten Passage des Films (als Bischof fabelhaft: Ulrich Matthes) –, der selbst unseren leicht frivolen Anwalt und womöglich sogar den lebensmüden alten Mann nachdenklich gestimmt hat. Schauspieler Matthes berichtete übrigens im „Welt“-Interview, dass auch die Film-Crew am Schluss der Dreharbeiten nicht mehr so eindeutig pro Natrium-Bentobarbital gewesen sei wie zu Beginn.

  83. Heta 25. November 2020 at 15:23

    Es ging an der Stelle vielmehr, und sehr auffällig, darum, festzustellen, dass die „christlichen Werte“ beim verhandelten Thema „assistierter Suizid“ keinerlei Bedeutung haben.

    Aber das kann ja nicht korrekt sein. Welche Werte sollen denn da Bedeutng haben. Weltlich sind Werte nicht zu begründen. Das ist ein Phamtom des Humanismus. Natürlich wird man auch weltlich argumentieren, aber die Entscheidung fällt eben, indem man Werte einfordert oder nicht. Begründbar ist das nicht. Wenn man das begründet, dann ist man bei Peter Singer.

  84. INGRES 25. November 2020 at 17:29:
    Welche Werte sollen denn da Bedeutung haben. Weltlich sind Werte nicht zu begründen.

    Das müssen Sie Ferdinand von Schirach fragen, der diese Sätze seinem Protagonisten ins Drehbuch geschrieben hat.

  85. Heta 25. November 2020 at 17:41
    INGRES 25. November 2020 at 17:29:
    Welche Werte sollen denn da Bedeutung haben. Weltlich sind Werte nicht zu begründen.

    Das müssen Sie Ferdinand von Schirach fragen, der diese Sätze seinem Protagonisten ins Drehbuch geschrieben hat.
    ————————
    Nun an den Schirach werde ich nicht rankommen und der wird mich sicher nicht akzeptieren. Ich weiß auch nicht ob er ein anständiger Mensch ist. Ich behaupte halt, dass es unsinnig ist zu bahaupten, dass christliche Werte keine Rolle spielen, denn das suggeriert es gäbe außerchristliche Werte die eine Rolle spielen (könnten).

    Nun ist es halt so, wer sich mit Philosophie beschäftigt hat weiß, daß man Werte nicht begründen kann, was ja eigentlich direkt einsichtig ist.
    Da die Philosophie aber dazu da ist so etwas zu klären, ist das auch näher erläutert worden; denn natürlich versuchen Leute die meinen im Besitz des Guten zu sein ihre Vorstellungen vom Guten zu begründen, was eben aber nicht geht. Was man freilich auch wissen kann, wenn man Erich Kästner kennt; denn der hat gesagt: „Es gibt nicht Gutes, außer man tut es“.
    Nun man wird Ideologen nicht beibringen können, dass ihre Werte nicht begründbar sind. Es ist übrigens nicht so, dass das ein rein akademisches Problem ist; denn Humanisten glauben, dass sie Werte begründen können. Aber es geht nicht:
    Und zwar begehen diese Leute den sog. „naturalistischen Fehlschluß“.

    Als <b<naturalistischer Fehlschluss (engl. naturalistic fallacy) wird der Versuch bezeichnet, die Eigenschaft „gut“ als eine bestimmte deskriptive, natürliche oder metaphysische Eigenschaft oder Relation zu definieren.

    Für unsere Zwecke hier ist die Verwandschaft des naturalistischen Fehlschlusses mit folgendem wichtig:

    Es besteht eine gewisse Verwandtschaft zum moralistischen Fehlschluss, der unterstellt, dass Eigenschaften, die mit bestimmten ethischen Werten belegt sind, natürliche Tendenzen zum Ausdruck bringen.

    Weiter begründen will ich das nicht, das führt zu weit.
    Populärer heißt das Ergebnis, man kann vom Sein nicht auf das Sollen schließen (und deshalb kommt man ohne so was wie Gott nicht aus). Das ist ja offensichtlich, aber man kann es eben auch begründen.
    Kann man ja hier bei Interesse nachlesen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Naturalistischer_Fehlschluss)

  86. Heta 25. November 2020 at 18:01

    Vielleicht seh ich mir den Dialog morgen an, jetzt bin ich wieder zu müde.

  87. Ich weiß von CDU-Mitgliedern und Kirchenvorständen, die mehr ungetaufte als getaufte Enkel haben.
    Die Überzeugungskraft des Glaubens kann also nicht allzu groß sein.

  88. LEUKOZYT 25. November 2020 at 05:50
    @ Vernunft13 25. November 2020 at 04:21
    „Impfpflicht …Werden wir uns impfen MÜSSEN, um irgendwohin Zutritt zu erlangen? “

    zunaechst werden am eingang des einzelhandels personalien abgefragt,
    dazu nur zahlungen per chipkarte, dann hat man auch die identitaet,
    und bargeld verliert per dekret den status als gesetzliches zahlungsmittel.
    ———————————————————————————————–
    Sind Sie Regierungsberater?
    Wenn nicht, sollten Sie unbedingt alle Ihre Ideen zur Durchsetzung des Zwangsimpfens hier einstellen, dass ja nichts vergessen wird, so wie es jeder Vollpfosten auch tut.

  89. Die Sendungen der steuerfinanzierten Alt-Parteien-Sender wirken übertrieben, künstlich, unnatürlich und lächerlich. RTL-Niveau.

  90. MOD: ‚“Kurz und knapp“ geht anders.‘

    hquer hat aber recht. Sinn wie Moral müßen objektiv sein. Daher ist auch „Ethikunterricht“ Schmarrn, denn hier waltet die Beliebigkeit.

    Anders gesagt: als Atheist war mir klar, daß ich mich töten kann und darf. Als nun gläubiger Christ weiß ich, daß dies nicht mehr drin ist, da gegen Gottes Gebot verstoßend. C. S. Lewis nannte in „Mere Christianity“, neu übersetzt als „Pardon, ich bin Christ“ die Gebote Gottes eine Anleitung für die menschliche Maschine.

    Es gibt schon genügen Atheisten, leider auch auf Seiten der Rechten. Wenn oben jemand behauptet, unser Leben ist so reicht und sinnvoll, wie wir es gestalten, dann ist das — pardon — einfach nicht wahr. Solchen Leuten geht es gut, jedenfalls noch; doch was soll ich als Versager, als Bodensatz der Gesellschaft, genetisch auch nicht gerade gut getroffen was sowohl meinen Körper als auch Geist betrifft, was soll ich da groß noch am Leben bleiben?

    Gibt eine Milliarde, die von einem Dollar pro Tag lebt. Da ist nicht viel mit Genuß u.ä.

    Was die Evolution betrifft: sie ist eine Nebelkerze, wie auch das Homosexuellenproblem. Gott hängt hiervon ja nicht ab; es erklärt ja nichts. Aus dem Nichts entstand alles ohne Grund — aber „Nichts“ kann es nicht geben, also mußte immer schon etwas existieren. Das ist dann die Ewigkeit, die also eine Realität darstellt, die wir nicht imstande sind zu fassen, höchstens durch Glauben zu ertasten.

    Daher Vox Day recht hat, wenn er sagt: Entweder der Westen kehrt zum Christentum zurück, oder wir werden von Dämonen regiert werden. Einen Plan B gibt es nicht.

    Und: Wir müßen akzeptieren, daß wir kaum etwas über dieses Universum wissen und nie groß wissen werden; die Evolutionstheorie ist nur wenig härter als die weichste Wissenschaft, die Psychologie. Witzigerweise wird gerade aus dieser das am besten untersuchte Merkmal, die Intelligen (IQ), von vielen abgelehnt, die dagegen an die zigfach angepasste „TENS“ (Theory of Evolution via Natural Selection) glauben.

    Vox Day hatte diese bereits als Atheist abgelehnt; ich zwar nicht, aber fand diese bereits als Atheist schwer zu glauben, kam mir aber recht, um eine Bestätigung für meinen Selbstmord zu haben: wenn wir bloß ein Zufallsprodukt sind, dann ist der Suizid ja eine rationale Möglichkeit, das eigene Leiden und die Plackerei zu beenden. Doch schon die Tatsache, wie Vox Day anführt, daß wir ja zwanzig Generationen beim Menschen verfolgen können, und sich nichts tat (da oft gemeint wird, bereits in zwei Generationen könne es enorme Sprünge geben), oder auch, daß sich unsere Umgebung in den letzten 450 Jahren drastischer änderte als jemals zuvor ohne jegliche Änderung beim Menschen, ist bloß ein weiterer Grund, der Dawkins und andere in Erklärungsnot bringt.

    Das war jetzt auch nicht kurz. Mea culpa. Doch des Menschen Probleme sind in erster Linie religiöser Natur, nicht politischer. Daher Gómez Dávila wohl recht hat, wenn er alle politischen Irrtümer auf theologische zurückführt.

  91. Gedankensplitter:

    „Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.“ (Galileo Galilei)
    „Die von der CDU werden noch so lange machen, bis der liebe Gott aus der Kirche austritt.“ (Wolfgang Neuss)
    „Gott hat keine anderen Hände als die unseren.“ (Georges Bernanos)
    „Der Glaube an Gott ist wie der ewige Beginn einer Liebe: Schweigen.“
    (Jean Giraudoux)
    „Ich bin der persönliche Feind Gottes.“ (Lenin)
    „Mein Gott lebt. Tut mir leid wegen deinem.“ (Graffiti)

    DANKE für diesen Artikel und die zahlreichen Kommentare!

    „In der Raserei des Augenblicks seh‘ ich Gottes Hand, in jedem Blatt, das zittert, in jedem Korn aus Sand.“ (Bob Dylan – „Every Grain Of Sand“)

  92. hquer 25. November 2020 at 12:09

    Man muß deshalb trotzdem nicht Gott postulieren, jedenfalls nicht mit Eigenschaften außerhalb der Sinnstiftung. Ich habe die Argumentation jetzt auch nicht nachvollzogen (sieht aber vieles sinnvoll aus) Allmacht, Allgüte usw interessiert mich nicht. Ist ja alles widersprüchlich. Aber Gott als regulative Instanz ist unausweichlich. aber er heißt dann nicht Gott.
    Aber das gilt nur für Erwachsene. Kindern kann man das ja si nicht erklären. Um später einen Begriff von Gott als regulativer Instanz zu gewinnen muß man als Kind erst mal was von lieben Gott hören. Jede Kultur hat da sowas. In unserer dürfte es nicht verschwinden. Dann ist es allein deahalb schon aus.

  93. Es gibt übrigens die, die aus der Not der Nichtbegründbarket des Sollens aus dem Sein eine Tugend machen wollen. Das ist die Argumentaiton, die eigentlich durchaus zieht. Das man das was man bestreitet durch das Bestreiten voraussetzt.
    D.h. wer sagt, dass es die Wahrheit nicht gibt widerspricht sich, denn ist diese Aussage nun wahr oder nicht. Ist sie wahr, gibt es die Wahrheit nicht, also ist sie falsch und umgekehrt. Ich weiß nun nicht, ob es raffinierter Argumentationen gibt, oft das ist das ja so. Ich sage das aber immer Leuten, die meinen, es gäbe keine Wahrheit. Für mich gíbt es die Wahrheit, so lange man eben nichts Falsches daran feststellt.
    Also in diese Fall akzeptiert ich das Argument.

    Aus dem Augenwinkel habe ich gestern in der wiki gesehen, dass man auf diese Art auch das „Sein nicht Sollen“ Argument angreift.
    Aber ich meine seit 50 Jahren, dass das in diesen Fall nicht zieht, da man einer Verpflichtung, die man angeblich haben soll, ja einfach nicht nachkommen muß.

    Wenn ich bestreite, dass es die Wahrheit gibt, widerspreche ich mir, also sollte ich mich bemühen sie zu finden.
    Aber dieses Bemühen kann ich jederzeit unterlassen, wenn ich z. B,. Drosten bin und einfach über Corona lüge. Oder wenn ich Bundestagsabgeorneter bin und mit der AfD nicht diskutiere.
    Man kann einfach immer gegen jede angebliche Verpflichtung verstoßen.
    Und deshalb ist es sinnlos davon zu sprechen, dass es objektive Verpflichtungen gäbe die man anerkennen müsse um zum Beispiel selber erwarten zu können, das Andere gegenüber mir Verpflichtungen einhalten.
    Jemand der versucht zu beweisen, dass es solche nicht hintergehbaren Verpflichtungen gäbe, will meist Anderen die eigenen Werte verbindlich aufzwingen.
    Das geht eben nur durch einen kulturellen Grundkonsens.

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