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Stichwahl: Bekommt Stuttgart wieder einen bürgerlichen OB?

Von CANTALOOP | Auch wenn es im Moment sicherlich spannendere Wahlen auf dieser Welt gibt, sollte man die kleinen, aber dennoch wichtigen Regionalgeschehnisse keinesfalls aus den Augen verlieren. Derzeit steht die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Stuttgart an – und wer geglaubt hatte, dass dies ein weiterer Durchmarsch der Grünen wird, sieht sich seit Sonntag getäuscht.

Wir erinnern uns: nachdem dieses Amt jahrzehntelang in den bewährten Händen des legendären OBs Manfred Rommel ruhte, wurde nach und nach alles in schwäbischen Gefilden grün. Viele Personen mit nachweislich kommunistisch geprägter Vita in Kombination mit nicht linearer Biographie rückten nach und lösten brave, bürgerliche Amtsträger ab. Um mit dem Maoist Fritz Kuhn, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und dessen scharflinks ausgerichtetem Verkehrsminister Winfried Hermann nur die wesentlichsten Vertreter dieser Gattung zu nennen. Schlimmer noch, die eigentlich im Grunde wenig experimentierfreudigen Schwaben und Badener entwickelten sich fortan zu den fleißigsten Grünwählern im Lande. So weit – so bekannt.

Planwirtschaft, Zuwanderung und Öko-Experimente schüren die innere Aggression

Nachdem der zwischenzeitlich nicht unumstrittene Fritz Kuhn nicht mehr zur Verfügung steht, haben diverse Anwärter ihren Hut in den Ring geworfen. Unter anderem auch skurril anmutende Personen, deren parteiliche Ausrichtung mitunter deutlich im „dunkelroten Bereich“ liegt. Im Moment jedoch allesamt hinter dem aufgestellten CDU-Kandidaten und derzeitig amtierenden OB von Backnang, Frank Nopper, zurückstehend. Die geradezu grotesk anmutende Autofeindlichkeit ihrer aktuellen Rathaus- und Landtagsbesatzung verstört die ansonsten als sehr integer geltenden Stuttgarter doch tatsächlich mehr als man zunächst vermutet hätte.

Die Spätzles-Metropole als zunehmend inländerfeindliche und ökosoziale Fahrradstadt scheint dann selbst dem ein oder anderen gutsituierten Schwaben-Avantgardisten doch etwas zu weit zu gehen. Alldieweil „der Daimler“ und andere Großkonzerne als Wohlstandsgaranten der gesamten Region im Moment etwas angeschlagen sind. Auch deshalb hat der FDP-Kreisverband beschlossen, den als solide geltenden CDU-Mann Nopper, der als promovierter Verwaltungs-Jurist zudem einiges an Amtserfahrung aufweist, vollumfänglich zu unterstützen. Um eigenen Worten zufolge weitere, „wie auch immer geartete Linksbündnisse“ wirksam zu verhindern.

Die Stuttgarter Nachrichten berichten:

„(…)Nopper war am Sonntag im ersten Wahlgang auf 31,8 Prozent der Stimmen gekommen. Damit lag er überraschend deutlich vor seiner stärksten Konkurrentin, der Grünen-Politikerin Veronika Kienzle, die 17,2 der Stimmen für sich verbuchen konnte. Da keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen erreichte, kommt es zu einem zweiten Wahlgang – am 29. November reicht dann die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen für eine Entscheidung.“

Das Wohlstands-Paradoxon: Grün wählen als die höchste Stufe der „Erlösung“

Da kann man sicherlich gespannt sein ob des Ausgangs dieser nicht minder als Schicksalswahl anmutenden Abstimmung am 29. November. Sollte selbige tatsächlich wieder zu einem bürgerlichen OB führen, wäre dies in der Tat als Signalwirkung aufs gesamte „Ländle“ zu betrachten. Dieses einst sehr wohlhabende Bundesland haben die schon deutlich jeder Bodenhaftung verlustig gegangenen Grünideologen im Südwesten bekanntlich zu ihrem persönlichen Öko- und Umvolkungs-Laboratorium erklärt. Und blocken demzufolge jede konstruktive Reform, die nicht in ihr ideologiedurchtränktes Konzept passt, kategorisch ab.

Darüber hinaus gilt die 58-jährige Grünen-Bewerberin Veronika Kienzle mit ihrer löchrigen Vita und äußerst fragwürdigem Abschluss als „anthroposophische Tanz und Bewegungs-Künstlerin“ als fachlich eher ungeeignet. Demzufolge wäre es für alle Beteiligten gut, wenn fortan wieder ein frischer Wind im sozialistisch eingestaubten Rathaus wehen würde. Aber sicher ist indessen noch nichts – alles bleibt weiterhin hochspannend. Die Frau mit dem Tanzdiplom – oder doch eher der Verwaltungsjurist? Sie haben die Wahl, werte Stuttgarter.