Corona macht den „Spiegel“ platt…

Von PETER BARTELS | „Folgen der Corona-Krise: Personalabbau beim „Spiegel“ … Die Rede ist von einem „sozial verträglichen Stellenabbau“. Vor allem ältere Beschäftigte sollen betroffen sein“.

Natürlich ist glatt gelogen, was die Brüder und Schwestern der süddeutschen Alpenpravda, des neuen Roten Klosters in München (früher Leipzig) da den Lesern unter Janker und Dirndl zu heucheln versuchen. Denn nicht Corona macht den „Spiegel“ platt, die Herr/Innen selbst waren und sind es. Jede Woche auf Papier, jeden Tag Online: Im Namen der Heiligen Troika Marx, Murks und Merkel. Manifest und Mantra: Am linksdeutschen Wesen MUSS doch endlich die Welt genesen. Fakten? Relativ bis Relotius –  es war halt schon immer etwas leichter, dem lieben Gott in die Schuhe zu schieben, was der Mensch verbockt hat…

Und diese „Auserwählten“ haben die letzten 15 Merkel-Jahre so gut wie alles verbockt: Energie, Klima, Auto, Heimat, Vaterland. Gott? Weihrauch für’s Volk, Opium für die grünen, Hasch für die roten Götter. Und als es eng wurde für die fetten Oligarchen-Omas und Opas, ließen die Chinesen in Wuhan die Reagenz-Korken knallen: Die Schlange Corona schlängelte los. General-Absolution für alles und alle, die da mit Schuld beladen und Testosteron geladen waren…

Das Wetterleuchten für den „Spiegel“ begann bald nach Augstein und Aust, also gestern. Da kauften das Blatt noch Woche für Woche über eine Million (1.000.000!). Heute sind es nur „noch“ 654.484 (3. Quartal 2020). Wiki: Die „Spiegel“-Auflage ist seit 1998 um 38,1 Prozent gesunken, in Zahlen: 402.189! Noch Fragen? „Stern“ vielleicht? Diese Merkel-Schalmeie ist schon jenseits des Ereignishorizontes des Schwarzen Lochs: 390.000 (statista.com). Dabei verkloppte der „Star-Fighter“ von einst unter Henri Nannen 1,2 Millionen die Woche. 1.200.000!

Vorruhestand oder Altersteilzeit

Zum Corona-„Spiegel“ zurück: Die Alpenpravda leicht gekürzt, aber wörtlich: Die Spiegel-Gruppe will … Personal abbauen. Grund dafür seien die Folgen der Corona-Krise, die … einen massiven Rückgang der Werbeerlöse verursacht hätten … Die beschlossenen Maßnahmen werden vor allem „rentennahe“ Beschäftigte betreffen … Beschäftigte der Jahrgänge 1966 oder älter … Sie hätten die Möglichkeit, sich für … Vorruhestand oder … Altersteilzeit zu entscheiden – beide Varianten enthielten laut Spiegel eine Einmalzahlung …

Goldener Handschlag oder Goldener Arschtritt – wie’s beliebt. Und natürlich soll alles einen „sozial verträglichen Stellenabbau ermöglichen“. Und: „Die Inanspruchnahme des Programmes sei freiwillig“. Uuund: Die Stellen derjenigen, die das Programm in Anspruch nehmen möchten, sollen in der Regel nicht neu besetzt werden. Die Alpenpravda schlussendlich: „Derzeit sind rund 1100 Mitarbeiter/Innen in der Spiegel-Gruppe beschäftigt.“

Also noch jede Menge Luft, Luftikusse wie Relotius und seine Rädelsführer? Wenn nicht: In der DDR fuhr doch auch der Heizer auf der E-Lock mit: Vollbeschäftigung auf sozialistische Art eben. Wie das „bedingungslose Grundgehalt“ auf sozikapitalistisch…

Die „Spiegel“-Verzwergung

Aber nochmal: Nicht die elenden Redakteur/Innen waren’s, die das ehemalige Flakgeschütz der Demokratie mit grün gegendertem Schwachsinn verschrotteten, Corona war’s , also irgendwie doch Gott. Und gegen den ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Höchstens Allah…

Pikante Petitesse: Über die „Spiegel“-Verzwergung schreibt ausgerechnet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, die selbst längst auf dem Weg ins Auen-(Aua?)Land ist. Die verkaufte Auflage der selbsternannten Volkskommissare lag im 3. Quartal 2020 bei rund 306.600 Stückerl. 100.000 weniger als zum 3. Quartal 2012. Diesen Lawinen-Abgang machen auch die zusammen gekrümelten 88.700 Onliner nicht annähernd wett.

Apropos: Gulliver der Lücken-, Lügen-, Leimer-Presse? Natürlich BILD!! Gestern über fünf Millionen, heute unter 800.000. Aber „schon“ 500.000 Onliner, ließ BILD-Totengräber II Julian Reichelt am Freitag auf Seite 1 jubeln. Axel Springer wäre schon bei drei Millionen aus dem Kloster Patnos nicht mehr raus gekommen…


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.




Ebersberg: Stattliche Villa mit Park für Asylanten angemietet

Von CANTALOOP | Was sich beim ersten Blick wie eine Fake-Meldung aus unseriöser Quelle liest, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen tatsächlich als die Wahrheit. Wie das Landratsamt aufgrund einiger Nachfragen nun bestätigte, sollen ab Januar ein knappes Dutzend Geflüchtete in das noble Anwesen mit großzügig bemessener Wohnfläche und parkähnlichem Garten einziehen. Da laut Aussage eines Landratsamt-Mitarbeiters im Moment nichts anderes zu bekommen sei – man aber die Notleidenden zwingend unterbringen müsste.

Der Merkur weiß zu berichten:

„Der Landkreis Ebersberg hat eine Stadtvilla (250 m2 Wohnfläche) in der Ignaz-Perner-Straße 12 mit parkähnlichem, rund 1700 Quadratmeter großen Garten angemietet, um dort Asylbewerber unterzubringen. Entsprechende Informationen der Ebersberger Zeitung bestätigte das Landratsamt einsilbig.

Das jetzt vom Landratsamt angemietete Haus in der Ignaz-Perner-Straße befindet sich jedenfalls in Bestlage der Kreisstadt, manche sprechen vom „Viertel der Millionäre“. Das Landratsamt bezahlt nach eigener Auskunft eine ortsübliche Miete von 11,20 Euro pro Quadratmeter, sprich rund 2800 Euro gesamt. Der Mietvertrag ist bis Ende Oktober 2023 befristet.“

Somit kann man getrost davon ausgehen, dass sich solch eine herrschaftliche Art der Unterbringung in den einschlägigen Kreisen wie ein Lauffeuer herumsprechen wird. Und die dementsprechende Signalwirkung in die restliche Welt hinaus gewaltig sein wird. Seht her, sie bringen uns jetzt in Villen unter, die Deutschen. Kommt nur alle hierher, ihr Menschen in Not. Es ist das neue Eldorado.

Eine fatale Signalwirkung

Dass derlei Meldungen aber auch dazu geeignet sind, den Unmut – um nicht zu sagen, den Hass in der ohnehin schon gereizten Bevölkerung weiter anzuheizen, sollte man nicht unterschätzen.

Während die wertschöpfenden Bevölkerungsteile in der Corona-Phase darben und teilweise um ihre Existenz bangen, bringt man die trotz aller Restriktionen eingewanderten Kostgänger in derart luxuriösen Destinationen unter, die sich ein Normalbürger unter keinen Umständen leisten könnte. Dies eine politische Instinklosigkeit zu nennen, wäre wohl noch gelinde untertrieben.

Alleine schon der Unterhalt, Beheizung und die Instandsetzung eines solchen Monstrums verschlingen Unsummen. Damit könnte man ein ganzes afrikanisches Dorf vollumfänglich versorgen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass man von Seiten des Amtes immerhin an den Schutz der wertvollen Immobilie in allerbester Lage denkt:

Wir nehmen fast alles, was wir kriegen können“, sagt ein Mitarbeiter des Landratsamts, der nicht genannt werden will. Auch die Ebersberger Stadtvilla mit dem Parkgrundstück sei der Behörde angeboten worden. Zwölf bis 14 Asylsuchende sollen dort untergebracht werden, frühestens wohl ab Januar. Eine Begehung hat schon stattgefunden. Dabei sei u.a. beschlossen worden, die wertvollen Böden in dem Haus durch geeignete Maßnahmen zu schützen.

Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos) ist in diesem Fall nicht gut auf das Landratsamt zu sprechen. Er wurde nämlich über den Abschluss des Mietvertrags nicht informiert. Erst auf Nachfrage im Landratsamt erhielt er ein paar dürftige Informationen. „Ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft auf Augenhöhe miteinander reden“, sagt der Rathauschef in Richtung Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Es könne ja durchaus sein, dass die Stadt einen Wissensvorsprung habe, wenn es um eine bestimmte Immobilie gehe.

Der großzügige Einfahrtsbereich des Anwesens.




Video: Höcke in Höxter

Nach der umstrittenen Rede von AfD-Parteisprecher Jörg Meuthen am vergangenen Wochenende in Kalkar tritt der thüringische AfD-Landeschef und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke heute Nachmittag im nordrhein-westfälischen Höxter auf. Im Beisein von AfD-Landeschef Rüdiger Lucassen wird von Höcke, der sich auf dem Bundesparteitag nicht zu Wort meldete, eine strategische Antwort auf die Meuthen-Rede erwartet. Der Saal ist mit 600 Plätzen längst ausgebucht – Corona-bedingt ist der Einlass auf 150 Personen beschränkt. COMPACT-TV ist LIVE dabei und sendet ab 15.30 Uhr, auf jeden Fall mit Redebeginn um 16 Uhr.




Aufkleberhysterie in Achim bei Verden

In der Stadt Achim bei Verden sind in letzter Zeit Aufkleber der Identitären Bewegung aufgetaucht und haben zu Schnappatmung bei örtlichen Politikgrößen geführt. Speerspitze der Empörung ist natürlich wieder mal ein Sozialdemokrat. Dem fiel ein Aufkleber mit folgenden Abbildungen auf: Ein Megaphon, ein Buch und zwei Boxhandschuhe. Darunter die Aufschrift „Aktiv für unsere Zukunft“.

Jetzt könnte man das sicher so deuten, dass man seine politische Meinung laut sagen soll, sich weiterbilden möge und sich gegen Angriffe von Links verteidigen soll. Anders sieht das Reiner Aucamp, Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat von Achim. Die örtliche Kreiszeitung schreibt:

Der Kommunalpolitiker schaute sich sogleich vor Ort um und wurde fündig. Aucamp warnt insbesondere jüngere Menschen vor den auf den ersten Blick vielleicht harmlos wirkenden Aufklebern, denn dahinter steckten gefährliche Botschaften.

„Sie dokumentieren Rassismus, Motive gegen die demokratische Grundordnung, sie verunglimpfen die Bundeskanzlerin. Sie wollen eine Umerziehung schon für die Kleinen, indem sie sich gegen die Homosexualität, den Islam, die USA, die EU und die Antifa positionieren“, informiert Aucamp. […]

Aucamp stuft aber auch das, was er rund um den Badener Bahnhof vorgefunden hat, als bedrohlich ein. „Kleine, erst unscheinbare Aufkleber veranlassen neugierige Mitbürger, dicht an das Plakat zu gehen. Mainzelmännchen oder spielende Kinder sehen sehr niedlich aus, aber die Aussagen sind gefährlich.“

Die Kreiszeitung hat angeblich so ein Mainzelmännchen dokumentiert und will es auf dem Aufkleber sehen, der oben beschrieben wurde. Jedenfalls hat sie das entsprechende Foto in der Online-Zeitung so untertitelt. Man sieht also etwas, weil die SPD sagt, dass es dort ist. Des Kaisers neue Kleider einmal anders.

Vielleicht gab es anderswo solche Aufkleber mit den Mainzelmännchen. Sie wären aber gefährlich, weil sie so ungefährlich sind, interpretiert der SPD-Mann: ein Trick sozusagen, der die böse Absicht verschleiere. Das wäre dann ebenfalls ein Beispiel für die ideologische Brille, die nur sehen kann, was man will.

Reiner Aucamp (SPD).
Reiner Aucamp (SPD).

Und noch ein Aufkleber im Ort wird als Beweis angeführt für den aufkommenden Nationalsozialismus. Er sagt, dass es keine Zeit mehr nach Merkel geben wird, warnt also, dass eine Befreiung wie nach dem zweiten Weltkrieg nicht jedes weitere Mal automatisch erfolgt. Damit setzt er sich natürlich gegen den Nationalsozialismus ein. Aber da man darauf ein Bild aus der Zeit sah, sah man wieder das, was man sehen wollte. Ob der Aufkleber überhaupt der IB zuzuordnen ist, steht darüber hinaus in Frage, denn der untere Teil des Stickers wurde weggelassen.

Noch heftiger wurde es mit der angeworfenen Hysterie und der Suche nach „Nazi“-Symbolen in Achim, als man dann einen schwarzen Aufkleber im Ort entdeckte, in dem das Wort „Horde“ auftauchte. Jetzt war man aber endlich fündig geworden, dachte man, und die Presse griff die Vorgabe der Politik gierig auf. Aber auch hier Fehlanzeige.

Kleinlaut musste die Kreiszeitung einen Tag später einräumen, dass es sich bei dem „BBHB“-Aufkleber mit der „Horde“ um Werbung für Textilien im Kraftsportbereich handele. Das bedrohlich empfundene Kürzel steht für „Body-Building Hansestadt Bremen“. Deren Geschäftsführer beteuerte, dass man mit der Identitären Bewegung nichts am Hut habe. Wir empfehlen Politik und angeschlossener Presse, und zwar nicht nur in Achim: Versuchen Sie es doch mal mit der Realität!




Italien: „Libertà“-Rufe im Parlament gegen Corona-Maßnahmen

Am Freitag haben Mitte/Rechts-Abgeordnete in Rom den Rücktritt des italienischen Premierministers Giuseppe Conte gefordert. Am Donnerstag hatte die Conte-Regierung verschärfte Corona-Maßnahmen angeordnet, die in der Abgeordnetenkammer nicht gut angekommen sind.

Zu den Maßnahmen gehören harte Einschränkungen, wie zum Beispiel das Verbot von Ortswechseln innerhalb derselben Region, zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar und die Schließung der Skigebiete zwischen dem 4. Dezember und dem 6. Januar. Für den 25. und den 26. Dezember sowie für den 1. Januar gilt außerdem ein Verbot, die eigene Stadtgemeinde zu verlassen.

Die Abgeordneten hielten Transparente hoch mit der Aufschrift „Conte, dimettiti“ („Conte, trete zurück“) und skandierten mehrmals „Libertà“ („Freiheit“). Der Protest erfolgte, nachdem Conte die Maßnahmen beschlossen hatte, ohne das Parlament beim Treffen der Entscheidung miteinzubeziehen.

Sind solche temperamentvollen Proteste auch bei uns im Deutschen Bundestag möglich? Wohl eher nicht. Ein Kommentar von Markus Gärtner (Video oben).




„Herr Prof. Meuthen, Sie sollten öfter mal an der Basis teilnehmen“

Die stellvertretende Landesvorsitzende der AfD in Brandenburg, Birgit Bessin, hat auf dem Bundesparteitag der AfD in Kalkar einen Antrag zur Aussprache über die umstrittene Rede von Bundessprecher Jörg Meuthen gestellt.

In ihrer Rede übte sie scharfe Kritik: „Wir brauchen eine Führung, die mutig und die freundlich ist“, beides sei bei Meuthen nicht zu erkennen, sagte Bessin. Meuthen habe die Bühne zur Abrechnung missbraucht, womöglich weil er sich mit seinen Vorschlägen für ein Rentenkonzept nicht habe durchsetzen können.

Bessin: „Die Einheit unserer Partei hat oberste Priorität, denn eine gespaltene AfD hat weder jetzt, noch in Zukunft eine Chance. Wir sind Volkspartei, auch dank vieler demokratischer Kräfte draußen auf der Straße.“

Meuthen habe es sich bei seiner Rede mit hunderttausenden Corona-Maßnahmengegnern verdorben. Die AfD müsse aber die Partei sein, die diesen Leuten draußen eine Stimme geben. „Ich werde mir meine Demonstrationsfreiheit nicht nehmen lassen, denn wir sind auch die Verteidiger unserer Grundrechte“, so Bessin.

„Ich war am 18. November mit in Berlin wie viele von euch vielleicht auch. Ich stand neben den Wasserwerfern. Und ich hab gesehen, dass die Menschen dort friedlich waren.“ Und dann unter tosendem Applaus: „Herr Prof. Dr. Meuthen, wenn Sie in Brüssel zu weit weg sind von der Basis, dann sollten Sie öfter mal an der Basis teilnehmen.“




Aus für die bisherigen „Mundschutz-Atteste“ in Bayern?

In Bayern zu leben, ist für jene, die den staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen mit dem Corona-Virus ablehnend gegenüberstehen, nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Schuld daran ist ein Ministerpräsident, der sich als „Corona-Hardliner“ hervortut und dem die vom „Seuchen-Kabinett“ beschlossenen Zwangsmaßnahmen gar nicht weit genug gehen können. Böse Zungen behaupten, dass ihn dabei weniger die Sorge um das bayerische Volk motiviert, als seine von dauerpanischen Bürgern in immer neue Höhen katapultierten Umfragewerte.

Bayern als „Corona-Vize“ in Deutschland

Seltsamerweise hat Bayern trotz eines „Corona-Hardliners“ als Ministerpräsidenten, nach dem failed state Berlin die höchste Infektionsrate aller Bundesländer (Stand: 4. Dezember).

Jemand mit Hausverstand würde nun zu dem Schluss kommen, dass Lockdown und Maskenzwang wenig bringen und sich mit Experten darüber beraten, alternative Wege zu beschreiten. Aber Hausverstand und Politik sind ein Widerspruch in sich, deshalb wurden nun in Bayern die „Corona-Zügel“ sogar noch straffer angezogen.

Ins Visier geraten sind nun die ärztlichen Atteste, die jene Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, von dieser Verpflichtung befreien. Die vom Maskenzwang Befreiten sind Teilen der Bevölkerung und nicht wenigen in Politik und Verwaltung ohnehin ein Dorn im Auge, wie zahlreiche Strafanzeigen und Durchsuchungen in Arztpraxen wegen mutmaßlicher „Gefälligkeits-Atteste“ zeigen.

In einem Husarenstück wurde nun in der seit 30. November gültigen neunten Fassung der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Gültigkeit eines Großteils der bisher in Umlauf befindlichen ärztlichen Atteste zur Befreiung vom Maskenzwang infrage gestellt.

In Paragraph 2, Nummer 2 der Verordnung heißt es:

Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit; die Glaubhaftmachung erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält.

Am Beispiel von Asthma müsste ein „gültiges“ Attest also in etwa wie folgt formuliert sein:

„Der Patient leidet an Asthma (Asthma bronchiale) / IDC-10: J45. Beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann es zu Asthmaanfällen und Panikattacken kommen. Daher ist der Patient aus ärztlicher Sicht von der Tragepflicht zu befreien.“ 

Großteil der in Umlauf befindlichen Atteste wohl unzureichend

Die im Gesetzestext genannten Voraussetzungen dürfte wohl kaum eines der derzeit in Umlauf befindlichen ärztlichen Atteste erfüllen. Damit haben nun die Behörden die Möglichkeit, solche Bescheinigungen nicht mehr zu akzeptieren.

In Bayern werden also künftig wohl nur noch ärztliche Atteste anerkannt, die dem Kontrolleur das vollständige Krankheitsbild seines Gegenübers offenbaren. Wie sich das mit dem Datenschutz vereinbaren lässt, bleibt das Geheimnis der Staatsregierung. Aber warum sollte das Datenschutzgesetz in Zeiten, in denen das Grundgesetz mit Füßen getreten wird, noch etwas gelten?

Für alle Kranken und Behinderten, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, heißt es also jetzt, schleunigst einen Termin beim Arzt vereinbaren und ein nach den aktuellen Richtlinien gültiges Attest besorgen. (hsg)