Impfkampagne rollt, „Querdenker“-Fehler vermeiden

Von WOLFGANG HÜBNER | Die Massenimpfung gegen das Corona-Virus wird in den nächsten Monaten mit Sicherheit „das“ große Thema werden. Viele sind ganz ungeduldig, endlich geimpft zu werden. Sie hoffen damit, nicht nur gegen eine Erkrankung geschützt zu werden, sondern auch bald wieder den „Lockdown“-Alptraum hinter sich lassen zu können. Durchaus verständlich. Nicht wenige andere stehen jedoch der Impfung skeptisch-abwartend oder ablehnend gegenüber. Es droht eine abermalige Spaltung unter der Bevölkerung in Deutschland.

Diese Spaltung wird insbesondere von Politikern, Medizinern und Medien betrieben, die in einer staatlich kontrollierten Zwangsimpfung die einzige Rettung sehen. Es ist deshalb ratsam für Impfskeptiker und Impfgegner Fehler zu vermeiden, die es den Befürwortern von Zwangsimpfungen erleichtern, ihre Forderung durchzusetzen. Aus dem faktischen politischen Scheitern der „Querdenker“ sollte gelernt werden, dass das „System“ am längeren Hebel sitzt, wenn dessen Kritiker und Gegner es in Überschätzung der eigenen Kräfte auf offene Kraftproben ankommen lassen. Klugheit und Mäßigung sind deshalb anzuraten. Das ist keine Schwäche, sondern Realismus.

Erstens: Jeder Mensch in Deutschland muss selbst die Entscheidung treffen, sich impfen zu lassen oder nicht. Wer sich für die Impfung entscheidet, ist zu respektieren. Kritik an diesen individuellen Entscheidungen wird in der Regel nur das Gegenteil bewirken. Deshalb ist unbedingt davon abzuraten, Anti-Impfkampagnen zu starten. Hingegen ist sachliche Aufklärung über die Risiken der Impfung selbstverständlich notwendig.

Zweitens: Für Menschen in Deutschland, die die Impfung ablehnen, darf es keinen Zwang und keinerlei Diskriminierung (beruflich, touristisch usw.) geben.  Das Virus ist zwar bedrohlich, aber für weit über 90 Prozent weder stark gesundheitsgefährdend noch lebensgefährlich. Deshalb ist es politisch und gesellschaftlich zu akzeptieren, dass die keineswegs ausreichend in ihren Folgewirkungen erprobte Impfung verweigert wird. Wer das tut, ist keine Begründung schuldig.

Drittens: Solange nicht zweifelsfrei erwiesen ist, dass die Impfung sowohl den Geimpften dauerhaft immunisiert als auch bewirkt, andere Menschen nicht zu infizieren, gibt es kein überzeugendes Argument, die Impfung mit Rücksicht auf die Mitmenschen auf sich nehmen zu müssen. Es gibt folglich zumindest vorläufig keine moralisch-solidarische Verpflichtung zur Impfung.

Viertens: Wer der Impfung skeptisch, aber nicht absolut ablehnend gegenübersteht, tut gut daran, einige Monate mit der eigenen Entscheidung zu warten. Das ist schon deshalb kein Problem, weil die geplante Durchimpfung der Bevölkerung ohnehin etliche Monate beanspruchen wird.

Fünftens: Gegen jede Bestrebung gleich welcher Art, einen Impfzwang durchzusetzen, ist parlamentarischer wie außerparlamentarischer Widerstand gerechtfertigt. Das Recht auf den eigenen Körper und die Entscheidung auf den Umgang mit diesem Körper ist ein unverzichtbares Menschenrecht.

Sechstens: Selbstverständlich müssen herausgehobene Befürworter der Impfung aus Politik, Medizin und Gesellschaft mit gutem Beispiel vorangehen und sich öffentlich, von unabhängigen Personen bezeugt und kontrolliert, impfen lassen – vorneweg Befürworter des Impfzwangs.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Matusseks „Sucht und Ordnung: Wie ich zum Nichtraucher wurde“

Von PETER BARTELS | In diesen Zeiten ein Buch zu schreiben, ist wie Lotto: Man schreibt sich von der Seele, was noch übrig ist an Glut, Wut und Mut, hofft, dass möglichst viele die 9,99 Euro via PayPal „abdrücken“. Denn der Schreiber lebt ja nicht von Luft allein. Vom Duft der großen, weiten Welt nun auch nicht mehr…

Matthias Matussek (66) ist so einer. Der frühere Fürst des SPIEGEL-Feuilletons hat ausgerechnet ein Büchlein über die „Sucht“ geschrieben. „Gestern“ rissen die großen Verlage ihm noch die Seiten aus der Schreibmaschine: Fischer, Rowohlt, Droemer. „Vaterlose Gesellschaft“ … „Wir Deutschen“ …Das katholische Abenteuer“. Allesamt Bestseller. Doch dann stellte er sich in Hamburg bei klirrender Kälte auf eine Bierkiste, skandierte: „Merkel muss weg!“ Und das war’s dann. Bei „White Rabbit“ (Abschied vom gesunden Menschenverstand) wurde es schon schmallippiger um den grandiosen Schreiber und Philosophen (FinanzBuch Verlag). Sein neuestes Buch Sucht und Ordnung: Wie ich zum Nichtraucher wurde und andere irre Geschichten musste er jetzt sogar im Selbstverlag machen. Vom Konzert-Karajan zum Kneipenkünstler – steiler bergab geht’s nicht. Je nun, die Plumpabacke im Kanzleramt wird Matussek, wie schon Sarrazin, nicht lesen. Dabei wäre „Sucht und Ordnung“ womöglich für die Bunker-Berta wirklich „hilfreich“. Auch wenn es weniger von Weißwein am Vormittag und Rotwein am Nachmittag handelt, sondern vom Qualmen – Hasch, Marihuana, Koks, Zigaretten und was der Fürst der „rechten“ Finsternis sich im Laufe seines Lebens noch so reingezogen hat bis zur Sucht.

Matussek:  „Meine Heroinphase dauerte nur wenige Monate, dann habe ich die Sache eingestellt – wobei „eingestellt“ hier ein ziemlicher Euphemismus ist. In den USA würde ich sagen „I kicked the habit“, was zutreffender ist: ich habe die Abhängigkeit, die sich an mich klammerte wie ein Makako-Äffchen, buchstäblich und sehr brutal von mir weggetreten. Von einem Tag auf den nächsten. Zwei Tage lang habe ich geschwitzt und gezittert, dann war der körperliche Entzug überstanden. Und ich habe entzogen, weil ich es wollte. Einige Freunde haben es nicht geschafft und sind tot. Andere vegetieren dahin in irgendwelchen Methadon-Programmen – seit Jahrzehnten. Zugegeben, danach stürzte ich mich in den Suff – alles Anfang zwanzig; alles ausprobiert, alles bis zur Grenze und darüber hinaus“…

„Wie ich zum Nichtraucher wurde“

Matussek legt gleich mit einer steilen Behauptung los: „Wie ich zum Nichtraucher wurde“. Etwas realistischer desavouiert er sich Gottseidank im selben Satz: „… und andere irre Geschichten“. Geschichten, wie die:  „Da fällt mir Helmut Schmidt ein. Man hätte seine Lunge mal präparieren sollen, zugunsten der Wissenschaft! Teerpappe in ihrer robustesten Form! Geeignet auch für größere Schäden an Dach und Balkon!“ …Schmidt war auch im hohen Alter noch hellwach, unser dauerquarzender Altkanzler, und in seinen Meinungen ungebeugt und von anmutigster Rücksichtslosigkeit auf die politisch-korrekte Etikette …  „Im engen Wortsinn war Helmut Schmidt ein Junkie – der Prototyp eines Junkies! Seine Rauchfreiheit ging ihm über alles; wo immer ihm die nicht zugesichert werden konnte, sagte er seine Auftritte ab“ … Aber Scheiß auf die derzeit politisch angesagten Anstandsregeln, auf das ganze Kulturgewese, auf diesen staatlich betreuten Meinungsschnickschnack! Ich schreibe nicht für Merkel-Wähler …“

„Als ich in der Herz-Reha erfuhr, die Nikotinabhängigkeit sei noch schwerer zu bekämpfen als die Heroinabhängigkeit, konnte ich da durchaus mitreden … Zunächst die Nikotinsucht, denn die ist die purste aller Süchte – das Zen der Sucht! Warum? Sie produziert nichts anderes als – Sucht. Sie schenkt keine angenehmen Gefühle wie Heroin, keine Über-Wachheit oder gar gesteigerten sexuellen Appetit wie Koks oder irgendeinen kreativen Quatsch wie Marihuana, sondern einzig und allein das Wonnegefühl, das sich einstellt, wenn der Abhängige seinen Entzug kurzfristig befriedigt …

Nun gut, Nikotin hat sich offenbar auch als erfolgreich im Kampf gegen Blattläuse bewährt, aber die halten sich selten bei mir auf dem Schreibtisch auf – geschweige denn im Berliner Szene-Restaurant Borchardt nach 24h, wenn dort gepafft werden darf. Also wenig bis gar nichts auf der Haben-Seite. Betrachten wir nun mal die Soll-Seite: Das Lungenkrebs-Risiko für Raucher erhöht sich um das 15-fache im Vergleich zu Nichtrauchern. Weltweit sterben jährlich bis zu acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens – in diesem Todeszigarettendunstkreis befinden sich sogar ein Millionenheer unbescholtener Passivraucher. Beispielsweise meine Mutter, sie erkrankte im Alter an Lungenkrebs und sie war die einzige in unserer vielköpfigen Familie, die nicht rauchte.“

Die letzte Zigarette war kein bisschen dramatisch. Sie wurde runtergepafft wie Hunderttausende vor ihr und weggeschnipst. Dann war Schluss. Ohne jedes Bedauern. Du musst aufhören wollen – wirklich wollen! Das ist alles… Dazu gehört nichts als ein kurzer Moment. Bouuumm! Das ist alles!“ Die Folge: „ Eine geradezu rauschhafte Nüchternheit. Du inhalierst anders. Du inhalierst neu! Du inhalierst… frische Luft!

Sicher, in den Wochen nach meiner Entlassung aus der Klinik gab es Momente, in denen ich hätte töten können für eine Zigarette – entweder jetzt oder ich krepiere! Doch so ein Anfall geht vorüber, und dann ist es ein Segen, dass du eben keine Kippen in der Wohnung hattest! Das ist sooo wichtig, zumindest in den ersten Wochen sei deine Haus-Parole: Alle Zigarettenschachteln (!), alle Feuerzeuge (!), alle Aschenbecher(!) – weg damit!!!

Wenn der Anfall also kommt, lässt du ihn vorüberziehen – wie eine Gewitterwolke. Und erstaunt stellst du fest: Nichtrauchen bringt dich nicht um – im Gegenteil! Du lebst weiter – und das sooo viel leichter!“

Da wir neuen Nichtraucher besonders in den ersten Tagen (und Nächten) unserer Enthaltsamkeit ständigen Gefährdungen unserer nikotinfreien Jungfräulichkeit ausgesetzt sind, sollten wir bei Verführungen und Sirenengesängen ähnlich standhaft bleiben wie dies der gewichtigen Hamburger Grünenchefin und Antifa-Doppelzentner-Einheizerin Katharina Fegebank zu wünschen ist – angesichts jeder nächstgelegenen McDonalds-Filiale. Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer“ war insofern der genialste Spruch, den es geben konnte – auch wenn’s sich irgendwann herumsprach, dass es den Marlboro-Cowboy Wayne McLaren im Alter von 51 an Lungenkrebs dahingerafft hatte.“

Und hier der Raucher …

Just to remind you, Durchlaucht: Das geliebte Mütterlein … die Einzige? In Ihrem Ereignishorizont vielleicht. Und wie sieht’s in der zweiten, dritten Ahnenreihe mit Gevatter Krebs aus?? Jedenfalls hätten’s die Raucher-Exorzisten der EU- und WHO nicht „apodiktischer“ sagen können, als Matussek an dieser Stelle! Um es für alle Eiferer und Rückfall-Gefährdete „ohne wenn und aber“ zu bestätigen: Der liebe Gott hat für Lunge, Bronchien und Herz  Sauerstoff vorgesehen bei seiner Operation Adam, nix sonst. Jedenfalls keinen Nikotin (Tabak), keinen Teer (Papier) oder sonst wie atomisierte Feinstoffe, psychedelische Schwebe-Wölkchen für’s Gehirn. Aber, die allermeisten Menschen holt der Schnitter nicht, weil sie rauchen, sondern weil ihre Gene ihn wie ein offenes Gartentor einladen. In diesem Fall würfelt Gott eben doch, lieber Einstein …

Uuund jeder Raucher, der Nichtraucher werden will, glaubt instinktiv , mit  einem „Glaubensbruder auf dem Gang nach Canossa“ geißelt es sich leichter. Die Hohen Priester von EU und WHO machen’s ja vor: Erst Menetekel an die Mauer, in die Mikros, dann Kippe auf’m Klo. Haaach!! Baubude, Bullenkloster, Bundestag. Überall! „Aber morgen hör ich auf! Oder übermorgen! Ganz bestimmt!“ Heuchler! Dabei muss man/frau doch nur aufhören, wie „Nichtraucher“ Matussek so schick schreibt … Und der Raucher assistiert: Egal wie viel Päckchen er im Kühlschrank hortet, wieviel goldene Dupont, Ascher aus Kristall auf dem „Rauchertischchen“ , Havanna im Humidor, Bruyere-Pfeifen im Ständer.

Natürlich weiß das alles auch Bruder Matthias (siehe oben), er fragt trotzdem suggestiv: „Warum also tun wir Raucher uns (und anderen) das an? Denn abgesehen von einem frühen Tod, sind es zu Lebzeiten ja oft Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit, schlechter Körpergeruch, nikotingelbe Finger, ganzjährig entzündetes Zahnfleisch, Ausschlag, gelegentlich auftretende Raucherbeine …“

Danke, lieber Cicero !!

Ob dieser Bettelei um ein paar Wochen oder Monate, fällt unsereinem nur noch Cicero ein, der Quälgeist aller Lateinschüler: „80 oder 800 Jahre – es ist immer zu früh!“ Und siehe da, auch “Nichtraucher” Matussek seufzt: “Lohnen sie sich wirklich, diese paar Extra-Jahre, die man wahrscheinlich dann im Rollstuhl absitzt, während die Welt, wie du sie kanntest, in Trümmer fällt und deine Freunde, allesamt Raucher, längst zu Grabe getragen sind und Angela Merkel noch immer KanzlerdarstellerIn ist (ihr beide seid im gleichen Alter), weil die Deutschen ihre Mutti nach einer theatralisch aufgezogenen Volksabstimmung mit einem lebenslangen Mandat ausgestattet haben? Dies allein ist ein Rückfallgrund!“

Der alte, weiße Mann sitzt an der Biegung des Flusses und qualmt eine (selbstgedrehte) „American Spirit“, während er darauf wartet, dass der „Nichtraucher“ Matussek ans Ufer treibt. Okay, mit Zigarettenspitze und Filter. Aber immer noch besser als der schlaffe Marlboro Cowboy oder die schlappe Pall Mall. Husten? Verschieben wir’s auf morgen…

„Sucht und Ordnung“, Matthias Matussek:  „Wie ich zum Nichtraucher wurde“. Der Autor für die PI-NEWS-Leser: „10 Euro ebook, für das broschierte Buch mit Widmung und einem nach Wunsch alternativen (und lebenslustigeren) Cover 15,00 inkl. Versandkosten. Best, Ihr mm“.


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.

 




US-Krankenschwester bricht kurz nach Corona-Impfung zusammen

Tiffany Dover, eine Krankenschwestermanagerin im Memorial Hospital in Chattanooga, US-Staat Tennessee, war eine der ersten Personen in der Klinik, die am Donnerstag gegen COVID-19 geimpft wurden. Doch als sie kurz nach dem ersten Stich mit Medienvertretern sprach, bekam die junge Frau plötzlich einen Schwindelanfall. In letzter Sekunde kam ein Arzt zur Hilfe, um Dovers Sturz zu verhindern. „Es traf mich plötzlich. Ich konnte fühlen, wie es kam“, sagte Dover anschließend. „Ich fühlte mich ein wenig desorientiert, aber jetzt geht es mir gut und der Schmerz in meinem Arm ist weg.“ Der Vorfall wurde auf Video festgehalten. (Quelle: RT-Deutsch)




Lästermaul Ludger K.: Freiwillige Impfpflicht?

„Die Bevölkerung wird durchgeimpft, und dann isches rrrrumm mit dieser Pandemie!“, sagt Winfried Kretschmann im Landtag. Und was braucht’s, wenn die Bevölkerung nicht will?

In zwei Teilen geht „Lästermaul“ Ludger K. (hier Teil 1) mit gewohnt herzlich-gehässigem Humor den Fragen nach: Was eigentlich bedeutet „freiwillig“? Wie unterscheiden wir ein echtes von einem verlogenen „freiwillig“?

Was haben Arthur Schopenhauer und Jens Spahn beruflich gemeinsam? Und welcher Inzidenzwert ist der einzig wahre, an dem wir alle uns orientieren sollten? Eine besondere Doppelfolge zur Lage der Nation.

Schade, dass es den Grimme-Online-Award nur für regierungstreue Podcast-Macher gibt! TIPP: Geht der Lockdown, dann kommt Ludger zurück auf die Bühne mit seinem ultimativen Jahresrückblick „SENSE“ – LIVE. Info und Tourtermine (ständig aktualisiert!) unter www.ludger-k.de.




Der Ibiza-Detektiv, das Zentrum für Politische Schönheit und die Kokainmafia

Im Zuge der Verhaftung des Privatdetektivs Julian Hessenthaler im Umfeld von linken NGOs in Berlin am 10. Dezember berichtet der österreichische Ibiza-Fake-Experte Prof. Gert Schmidt von einer „Rauschgift- und Kokainmafia“, die scheinbar auch in Verbindung mit deutschen „Künstlergruppen“ und „linken Internetjournalisten“ steht.

Schmidt veröffentlichte auf seiner Seite EU-Infothek ein angebliches Schreiben des LKA Berlin, in dem es heißt: „Am 10.12. waren Beamte des LKA 66 (geschwärzt) und LKA 62 (geschwärzt) im Bezirk Prenzlauer Berg eingesetzt. Dabei haben die eingesetzten Beamten den mit Europäischen Haftbefehl gesuchten Beschuldigten J.H. (geschwärzt) Wien auf öffentlichen Straßenland alleine gehend wiedererkannt. Durch die eingesetzten Beamten wurde der gesuchte Beschuldigte in der Knaackstr. ggü. 37, 10435 Berlin, um 10:42 mittels Zug-Drucktechnik Festgenommen.“

Am 11. Dezember sagte Schmidt im Gespräch mit OE24 jedoch, Julian Hessenthaler (J.H.) sei „in Berlin in der Wohnung, im Büro eines dort in linken Kreisen bekannten Internet-Journalisten oder eines Internet-Mediums verhaftet worden.“ Im Stadtteil Pankow sei das gewesen, so Schmidt. Prenzlauer Berg ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Pankow.

„Er hat zwei Adressen gehabt, eine Zustelladresse, die sein Rechtsanwalt ihm angegeben hat, und eine zweite, wo er im Melderegister offiziell mit seinem Namen gemeldet war, wo er auch nicht gewohnt hat. Tatsächlich hat er sich in dieser Wohnung in Pankow aufgehalten – in absoluter Nähe zu einem der Chefs des Zentrums für Politische Schönheit“, so Schmidt. „Das kann auch Zufall sein, Berlin ist groß, aber das kann natürlich auch etwas bedeuten.“

Das Zentrum für Politische Schönheit  ist die „Künstlergruppe“ des linken Aktivisten Philip Ruch, die mit einem „Holocaust-Mahnmal“ vor dem Haus von Björn Höcke in Thüringen oder einer Säule mit der angeblichen „Asche von NS-Opfern“ vor dem Reichstag das Gedenken an die Opfer des Holocausts geschmäht hat. Die Totenruhe ist im Judentum besonders heilig. Nach einem Aufschrei in der jüdischen Gemeinde musste Ruch sich entschuldigen. Das ZPS wird unter anderem unterstützt vom Staatstheater Maxim Gorki (Zuschüsse 2017/18: 13.498.000 €) in Berlin und vom ZDF-Aktivisten Jan Böhmermann.

Mitglieder von Böhmermanns Internet-Aktion „Reconquista Internet“ hatten am 9. Juni 2018 zu einer Cybermobbing-Kampagne („Flauschangriff“) gegen die Familie der in Wiesbaden ermordeten Susanna Feldmann aufgerufen. Die trauernde Familie wurde auf Facebook massiv von „Kritikern“ bedrängt, die sie daran hindern wollten, ihre Trauer über die verhinderte Schweigeminute im Bundestag zum Ausdruck zu bringen.

Am 13. Dezember 2020 hatte die Kronen-Zeitung berichtet, Hessenthaler habe sich im Dunstkreis „eines der bekanntesten deutschen Aktivisten“ der NGO “Sea-Watch“ versteckt. „Er soll dabei engen Kontakt zu einem Aushängeschild der umtriebigen Seenotrettung von Flüchtlingen, Sea Watch, gepflogen haben“.

Der Sprecher und Co-Gründer von „Sea Watch“, Ruben Neugebauer, ist auch aktiv bei der Künstlergruppe „Peng! Kollektiv“. Der Gründer von Peng!, Jean Peters, arbeitet auch für das Intenet-Medium „Correctiv“ und das ZDF Magazin Royale von Jan Böhmermann.

Wir schrieben an „Correctiv“ mit der Frage, ob sie Verbindungen zu Julian Hessenthaler bestätigen oder dementieren wollten, und ob es sich beim erwähnten „Internet-Medium“ um „Correctiv“ gehandelt habe. Auch auf Nachfrage wollten die Geschäftsführer von „Correctiv“ David Schraven und Simon Kretschmer einen Zusammenhang nicht dementieren.

Am 11. Dezember kommentierte Moderator Georg Fellner auf OE24, Hessenthaler sei eineinhalb Jahre per Haftbefehl in ganz Europa gesucht worden, obwohl er „auf dem Video voll und ganz abgebildet wurde, also nicht so schwer zu finden sein kann. Allerdings konnte man ihn angeblich nicht finden. Da lachten die Hühner, weil es Leute gab, die gesagt haben, der Typ spaziert frisch und frei durch Deutschland. Tatsächlich ist er bei seinem Anwalt (Johannes Eisenberg) angeblich hinein und hinausspaziert, dass es nur so eine Freude war.“

Im Gespräch mit Fellner sagte Prof. Gert Schmidt, Hessenthaler sei angeblich nach einem Hinweis der rumänischen Behörden verhaftet worden, „wobei man mit solchen Hinweisen sehr vorsichtig  sein muss. Möglicherweise wird aus taktischen Gründen der wahre Vorgang noch verschwiegen. Wir werden es aber sehr bald wissen.“

Julian Hessenthaler.

Es habe eine Hausdurchsuchung bei der Mutter von Hessenthaler in einem französischen Ferienhaus gegeben, „dort sind Unterlagen gefunden worden, dass dieser Detektiv den Anwalt, der sein Partner bei diesem Ibiza-Video war, mit über einem Kilo Heroin im Wert von mehr als 100.000 Euro versorgt haben soll“, so Fellner. Laut Gert Schmidts Recherchen soll es sich dabei angeblich um den Anwalt Ramin Mirfakhrai aus Wien handeln.

„Seit geraumer Zeit wird ermittelt, woher dieser Detektiv die Ware hat, die er seit Jahren verkauft. Es geht ja hier um bedeutende Mengen. Der Staatsanwaltschaft liegt unseres Wissens nach bereits vor, aus welchen Kreisen diese Ware kommt.“ Hessenthaler habe möglicherweise auch Wissen über einen Drogenmord in der Wiener Innenstadt 2018, so Schmidt. Außerdem gebe es Ermittlungen in Bezug auf Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Zentrum für Politische Schönheit und deren Hintermänner. „Einige Damen und Herren werden sich jetzt sehr warm anziehen müssen.“

Das Ibiza-Video stehe im Zusammenhang mit „einer riesigen Kokain-Affäre“, so Fellner. „Da wurde Kokain gehandelt, dass es nur so staubt. Und am meisten eingestaubt hat sich ja der Anwalt, der das (Video) verkaufen wollte an die SPÖ oder ÖVP. Das war angeblich der Hauptabnehmer des Kokains vom Detektiv. Die ganze Sache ist mehr als dubios.“

Schmidt korrigierte: „Er ist nicht der Hauptabnehmer. Die Hauptabnehmer sitzen zum Teil auch in Salzburg, da gibt es ganze Legionen von Kunden. Es ist ein sehr verbreitet arbeitender Ring, und die Mengen sind wirklich sehr bedeutend. Die Geschäftszweige dieser Herrschaften sind Rauschgifthandel und Erpressung im professionellen Stil.“

Man wisse mittlerweile, dass Heinz Christian Strache und Johann Gudenus „von einer echten Rauschgift- und Kokainmafia gelinkt wurden“, so Fellner.

» Siehe auch: EU-Infothek über die Ibiza-Connection