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Die SPD setzt auf Ralf Stegner

Von MANFRED ROUHS | Ralf Stegner ist wieder da. Eine Zeit lang sah es so aus, als drohe dem Linksaußen-Sprücheklopfer der SPD, dessen Sohn bei der Antifa engagiert ist, ein Karriereknick. Aber jetzt hat ihn seine Partei im schleswig-holsteinischen Wahlkreis Pinneberg als Kandidat für den Deutschen Bundestag nominiert. Bislang gehört Stegner dem Landtag von Schleswig-Holstein an und amtiert dort als Vorsitzender der SPD-Fraktion.

„Pinnebergs SPD setzt auf Profi Ralf Stegner“, titelt das regionale „Abendblatt“. Als Profi und Meister-Rhetoriker hat sich Stegner bislang vor allem dann profiliert, wenn es darum ging, Wettbewerbe in ideologisch begründeter Realitätsverweigerung zu gewinnen.

Als ein geistig Verwirrter Messerstecher die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reeker attackiert hatte, ätzte Stegner: „Pegida hat in Köln mitgestochen.“ Messerstiche eines Asylbewerbers in Freiburg dagegen wollte er ganz anders eingeordnet sehen: „Die abscheuliche Gewalttat in Freiburg führt zu einem Generalverdacht gegen andere Flüchtlinge. Das ist eines Rechtsstaates unwürdig.“

Stegner bekämpft nicht nur ihm unerwünschte politische Meinungen, sondern auch die Menschen, die sie äußern: „Fakt bleibt, man muss Positionen und Personal der Rechtspopulisten attackieren, weil sie gestrig, intolerant, rechtsaußen und gefährlich sind!“ – Wie es aussieht, wenn die Genossen seines Sohnes das „Personal der Rechtspopulisten attackieren“, wissen wir zur Genüge.

Ralf Stegner hat zweifellos eine poetische, nicht aber eine prophetische Ader. Er reimte zwar: „Merkel schweigt und Horsti grollt, doch der Schulzzug weiter rollt. Nach Berlin in voller Fahrt #jetztistschulz – der Mann mit Bart.“ Aber genützt hat es nichts: Die Ära Schulz war eine der kürzesten an der Spitze der SPD in der 157-jährigen Parteigeschichte.

Stegner gilt als das permissive Gesicht einer untergehenden politischen Klasse. Ob wir dieses Gesicht künftig im Deutschen Bundestag sehen werden, ist fraglich. Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte die SPD im Wahlkreis Pinneberg 30,3 Prozent der Stimmen. Das Mandat gewann Michael von Abercron für die CDU, bei dem 39,7 Prozent der Wähler ihr Kreuz machten.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und hat die Broschüre Coronazeit – Leben im Ausnahmezustand“ herausgegeben. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.